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Vom Jahr des
Rosenkranzes zum Jahr der Eucharistie
10.
Mitten im Jahr des Rosenkranzes veröffentlichte ich die Enzyklika Ecclesia
de Eucharistia, mit der ich das Geheimnis der Eucharistie in seiner
untrennbaren und lebenswichtigen Beziehung zur Kirche veranschaulichen wollte.
Ich ermahnte alle, das eucharistische Opfer mit dem ihm gebührenden Einsatz zu
feiern, während Jesus, gegenwärtig in der Eucharistie, auch außerhalb der Messe
ein Kult der Anbetung erwiesen wird, der dem so großen Geheimnis würdig ist.
Vor allem warf ich wieder die Forderung nach einer eucharistischen
Spiritualität auf, indem ich Maria, die ,,eucharistische Frau”,8
zum Vorbild gab.
Das Jahr der
Eucharistie erscheint also vor einem Hintergrund, der von Jahr zu Jahr
Bereicherung erfahren hat, wobei er jedoch thematisch immer gut auf
Christus und die Betrachtung seines Antlitzes bezogen blieb. In einem gewissen
Sinn bietet sich das Eucharistische Jahr als eine Synthese an, als eine Art
Höhepunkt des beschrittenen Weges. Vieles könnte gesagt werden, um dieses
Jahr gut zu begehen. Ich beschränke mich darauf, einige Perspektiven
aufzuzeigen, die allen helfen können, in erleuchteten und fruchtbaren
Handlungsweisen zusammenzuwirken.
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