III.
DIE EUCHARISTIE ALS QUELLE UND EPIPHANIE DER
GEMEINSCHAFT
,,Bleibt in
mir, dann bleibe ich in euch” (Joh 15,4)
19.
Auf die Bitte der Jünger von Emmaus, ,,bei” ihnen zu bleiben, antwortet Jesus
mit einem viel größeren Geschenk: Durch das Sakrament der Eucharistie fand er
Gelegenheit, ,,in” ihnen zu bleiben. Die Eucharistie empfangen bedeutet in
tiefe Gemeinschaft mit Jesus eintreten. ,,Bleibt in mir, dann bleibe ich in
euch” (Joh 15, 4). Diese Beziehung eines zuinnersten, wechselseitigen
,,Verbleibens”, erlaubt uns in gewisser Weise, den Himmel auf der Erde
vorwegzunehmen. Ist dies nicht das größte Verlangen des Menschen? Ist es
nicht das, was Gott sich vorgenommen hat in der Verwirklichung seines
Heilsplans in der Geschichte? Er hat in das Herz des Menschen den ,,Hunger”
nach seinem Wort gelegt (vgl. Am 8,11), einen Hunger, der nur in der
vollen Einheit mit ihm gestillt werden wird. Die eucharistische Gemeinschaft
ist uns geschenkt, um uns auf dieser Erde an Gott zu ,,sättigen” in Erwartung
der vollen Befriedigung im Himmel.
|