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Johannes Paul II.
Mane nobiscum Domine

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  • III. DIE EUCHARISTIE ALS QUELLE UND EPIPHANIE DER GEMEINSCHAFT
    • Ein Brot, ein Leib
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Ein Brot, ein Leib

20. Diese besondere Vertrautheit aber, die sich in der eucharistischen ,,Gemeinschaft” mit dem Herrn vollzieht, kann außerhalb der kirchlichen Gemeinschaft weder richtig verstanden noch voll gelebt werden. Dies alles habe ich in der Enzyklika Ecclesia de Eucharistia mehrfach hervorgehoben. Die Kirche ist der Leib Christi: Man ist in dem Maß ,,mit Christus” auf dem Weg, in dem man in Beziehung ,,zu seinem Leibsteht. Um diese Einheit zu bilden und zu fördern, trägt Christus mit der Ausgießung des Heiligen Geistes Sorge. Und er selbst hört nicht auf, diese Einheit durch seine eucharistische Gegenwart zu nähren. Es ist wirklich das eine eucharistische Brot, das uns zu dem einen Leib vereint. Dies bekräftigt schon der Apostel Paulus: ,,Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot” (1 Kor 10,17). Im eucharistischen Geheimnis baut Christus die Kirche als Gemeinschaft auf gemäß dem höchsten, im hohepriesterlichen Gebet beschworenen Vorbild: ,,Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast” (Joh 17,21).

21. Wenn die Eucharistie die Quelle der kirchlichen Einheit ist, dann ist sie auch deren höchster Ausdruck. Die Eucharistie ist die Epiphanie der Gemeinschaft. Deswegen stellt die Kirche Bedingungen für die vollgültige Teilnahme an der Feier der Eucharistie. 18 Die verschiedenen Einschränkungen sind dazu da, damit wir uns immer mehr bewußt werden, welche Erfordernisse die Gemeinschaft verlangt, die Jesus von uns erbittet. Diese ist eine hierarchische Gemeinschaft, die auf dem Bewußtsein der verschiedenen Aufgaben und Dienste beruht und auch im eucharistischen Hochgebet durch die Erwähnung des Papstes und des Diözesanbischofs ständig bekräftigt wird. Sie ist eine brüderliche Gemeinschaft, die mit einer ,,Spiritualität der Gemeinschaftgepflegt werden will, welche uns zu einer Gesinnung von gegenseitiger Öffnung, Zuneigung, Verständnis und Vergebung bewegt. 19




18 Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Ecclesia de Eucharistia (17. April 2003), 44: AAS 95 (2003), 462; Codex des kanonischen Rechtes, can. 908; Gesetzbuch der katholischen Ostkirchen, can. 702; Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen, Directorium Œcumenicorum (25. März 1993), 122-125.129-131: AAS 85 (1993), 1086-1089; Kongregation für die Glaubenslehre, Schreiben Ad exsequendam (18. Mai 2001): AAS 93 (2001), 786.



19 Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Novo millennio ineunte (6. Januar 2004), 43: AAS 93 (2001), 297.






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