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Johannes Paul II.
Mane nobiscum Domine

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  • IV. DIE EUCHARISTIE ALS PRINZIP UND PLAN DER ,,MISSION”
    • Dank sagen
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Dank sagen

26. Ein grundsätzliches Element dieses Plans ergibt sich aus der Bedeutung des Wortes ,,Eucharistie” selbst: Danksagung. In Jesus, in seiner Hingabe, in seinem bedingungslosen ,,Ja” zum Willen des Vaters fußt das ,,Ja”, das ,,Danke”, das ,,Amen” der ganzen Menschheit. Die Kirche ist aufgerufen, die Menschen an diese große Wahrheit zu erinnern. Es ist dringend erforderlich, dies vor allem in unserer säkularisierten Welt zu tun, die in Gottvergessenheit lebt und eine eitle Selbstgenügsamkeit des Menschen pflegt. Dem eucharistischen Plan im Alltag, dort, wo wir arbeiten und leben — in der Familie, in der Schule, in der Fabrik wie in den verschiedensten Lebensbedigungen —, eine Gestalt zu geben, heißt unter anderem zu bezeugen, daß sich die menschliche Wirklichkeit nicht ohne Bezug zum Schöpfer begründen läßt: ,,Denn das Geschöpf sinkt ohne den Schöpfer ins Nichts”.23 Der übernatürliche Bezug, der uns zu einem ewigen ,,Danke” für alles, was wir haben und sind, —also zu einer eucharistischen Haltung — verpflichtet, beeinträchtigt nicht die legitime Autonomie der irdischen Wirklichkeiten, 24 sondern begründet sie in einer viel wahreren Weise, indem sie sie zugleich in ihren rechten Grenzen einordnet.

In diesem Jahr der Eucharistie setze man sich von Seiten der Christen dafür ein, mit größerer Kraft die Gegenwart Gottes in der Welt zu bezeugen. Wir sollen keine Furcht haben, von Gott zu reden und die Zeichen des Glaubens auf hoher Stirn zu tragen. Die ,,Kultur der Eucharistie” fördert eine Kultur des Dialogs, die in ihr Kraft und Nahrung findet. Hier irren diejenigen, die meinen, daß der öffentliche Verweis auf den Glauben ein Angriff auf die rechte Autonomie des Staates und der öffentlichen Einrichtungen sei oder daß dieser sogar zu einer Haltung der Intoleranz ermutigen könne. Wenn es auch in der Vergangenheit unter den Gläubigen nicht an Fehlern in diesem Bereich gemangelt hat —wie ich anläßlich des Jubiläums bekannt habe —, so kann man dies nicht den ,,christlichen Wurzeln” anlasten, sondern der Inkohärenz der Christen gegenüber ihren eigenen Wurzeln. Wer auf Art des gekreuzigten Christus ,,Danke” sagen lernt, kann ein Märtyrer werden, aber nie ein Peiniger.




23 Zweites Vatikanisches Konzil, Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute Gaudium et spes, 36.



24 Vgl. ebd.






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