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Johannes Paul II.
Mane nobiscum Domine

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  • IV. DIE EUCHARISTIE ALS PRINZIP UND PLAN DER ,,MISSION”
    • Im Dienst an den Geringsten
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Im Dienst an den Geringsten

28. Es gibt noch einen Punkt, auf den ich die Aufmerksamkeit lenken möchte, weil sich an ihm in beträchtlichem Maße die Echtheit der Teilnahme an der Eucharistie erweist, die in der Gemeinde gefeiert wird: es ist der Anstoß, den die Gemeinde aus ihr im Hinblick auf einen tatkräftigen Einsatz für die Errichtung einer gerechteren und brüderlichen Welt bezieht. In der Eucharistie hat unser Gott seine Liebe bis aufs äußerste gezeigt, indem er alle Kriterien der Herrschaft, die zu oft die menschlichen Beziehungen bestimmen, umkehrt und in radikaler Weise das Kriterium des Dienstes formuliert: ,,Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein” (Mk 9,35). Nicht von ungefähr finden wir im Johannesevangelium den Einsetzungsbericht der Eucharistie nicht, wohl aber den der ,,Fußwaschung” (vgl. Joh 13,1-20): Indem er sich herabbeugt, um die Füße seiner Jünger zu waschen, erklärt Jesus in unmißverständlicher Weise den Sinn der Eucharistie. Der heilige Paulus betont mit Nachdruck, daß eine Feier der Eucharistie nicht zulässig ist, wenn in ihr nicht die im konkreten Teilen mit den Ärmsten bezeugte Nächstenliebe aufleuchtet (vgl. 1 Kor 11,17-22.27-34).

Warum sollte in diesem Jahr der Eucharistie nicht ein Zeitraum geschaffen werden, in dem die Diözesen und Pfarrgemeinden sich in besonderer Weise dafür einsetzen, daß jeder der vielen Armutserscheinungen in unserer Welt mit brüderlicher Anstrengung begegnet wird? Ich denke an das Drama des Hungers, der hundertmillionen Menschen quält, ich denke an die Krankheiten, welche die Entwicklungsländer geißeln, ich denke an die Einsamkeit vieler älterer Mitmenschen, an die Beschwernisse der Arbeitslosen und an die Widrigkeiten, mit denen die Immigranten konfrontiert sind. Diese Übel kennzeichnen — wenn auch in unterschiedlichem Maße — selbst die reichen Länder. Wir können uns nicht täuschen: an der gegenseitigen Liebe und insbesondere an der Sorge für die Bedürftigen erkennt man uns als wahre Jünger Christi (vgl. Joh 13,35; Mt 25,31-46). Dies ist das Kriterium, auf Grund dessen die Echtheit unserer Eucharistiefeiern überprüft wird.

 




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