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Schluss
185. «Den Keimen der
Entzweiung unter den Menschen, die – wie die tägliche Erfahrung zeigt –
aufgrund der Sünde tief in die Menschheit eingegraben sind, stellt sich die
schöpferische Kraft der Einheit des Leibes Christi entgegen. Die Eucharistie,
die die Kirche auferbaut, schafft gerade dadurch Gemeinschaft unter den
Menschen».291 Die Kongregation für den Gottesdienst und die
Sakramentenordnung hat den Wunsch, daß auch durch die sorgfältige Anwendung der
Vorschriften, die in dieser Instruktion in Erinnerung gerufen werden, die
menschliche Schwachheit das Wirken des heiligsten Sakramentes der Eucharistie
weniger behindere und nach der Beseitigung jeden Mißbrauchs und dem Aufhören
jeder verwerflichen Gewohnheit die heilshafte Gegenwart Christi im Sakrament
seines Leibes und Blutes aufgrund der Fürsprache der seligen Jungfrau Maria,
der «eucharistischen Frau»,292 allen Menschen erstrahle.
186. Alle Christgläubigen
sollen nach Möglichkeit voll, bewußt und aktiv an der heiligsten Eucharistie
teilnehmen293 und sie aus ganzem Herzen in Frömmigkeit und
Lebensführung verehren. Bei der Ausübung des heiligen Dienstes sollen sich die
Bischöfe, die Priester und die Diakone im Gewissen über die Wahrhaftigkeit und
die Treue der Handlungen befragen, die sie im Namen Christi und der Kirche in
der Feier der heiligen Liturgie vollziehen. Jeder geistliche Amtsträger prüfe
sich auch ernsthaft, ob er die Rechte der christgläubigen Laien beachtet hat,
die sich selbst und ihre Kinder ihm mit Zuversicht anvertrauen in der
Überzeugung, daß jene Aufgaben, welche die Kirche im Auftrag Christi in der
Feier der heiligen Liturgie erfüllen möchte, von allen in rechter Weise für die
Gläubigen erfüllt werden.294 Jeder soll immer daran denken, daß er
Diener der heiligen Liturgie ist.295
Etwaige entgegenstehende Anordnungen sind
widerrufen.
Diese Instruktion, die im Auftrag von
Papst Johannes Paul II. von der Kongregation für den Gottesdienst und die
Sakramentenordnung nach gemeinsamer Beratung mit der Kongregation für die
Glaubenslehre ausgearbeitet worden ist, wurde am 19. März 2004, dem Hochfest
des heiligen Josef, vom Papst approbiert, der ihre Veröffentlichung und
sofortige Befolgung durch alle, die es betrifft, angeordnet hat.
Rom, am Sitz der Kongregation für den
Gottesdienst und die Sakramentenordnung, am 25. März 2004, dem Hochfest der
Verkündigung des Herrn.
Francis
Kard. Arinze
Präfekt
Domenico Sorrentino
Erzbischof Sekretär
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