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Johannes Paul II.
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  • V. Mit der Kraft des Heiligen Geistes kommunizieren
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V. Mit der Kraft des Heiligen Geistes kommunizieren

13. Für die Gläubigen und die Menschen guten Willens ist die große Herausforderung in dieser unserer Zeit, eine wahrheitsgemäße und freie Kommunikation zu unterhalten, die dazu beiträgt, den ganzheitlichen Fortschritt der Welt zu festigen. Alle sind dazu aufgefordert, durch eine gesunde Kritikfähigkeit ein aufmerksames Urteilsvermögen und ständige Wachsamkeit gegenüber der Überzeugungskraft der Kommunikationsmittel zu entwickeln.

Auch in diesem Bereich wissen die Christgläubigen, dass sie mit der Hilfe des Heiligen Geistes rechnen können. Diese Hilfe ist um so nötiger, wenn man bedenkt, wie sehr Ideologien, das Streben nach Machtgewinn, Rivalitäten und Konflikte zwischen Einzelnen und Gruppen, menschliche Schwächen und soziale Übel die Kommunikation erschweren können. Die modernen Technologien erhöhen auf beeindruckende Weise die Schnelligkeit, die Menge und die Wichtigkeit der Kommunikation, aber sie begünstigen nicht in gleicher Weise den delikaten Austausch zwischen Geist und Geist, Herz und Herz, der jede Kommunikation auszeichnen muss, die der Solidarität und der Liebe dient.

In der Heilsgeschichte hat sich Christus uns als der „Kommunikator“ des Vaters vorgestellt: „In dieser Endzeit hat Gott zu uns gesprochen durch den Sohn“ (Hebr 1,2). Er, das fleischgewordene ewige Wort, zeigt in seinem Mitteilen immer Respekt für die Zuhörer, lehrt das Verständnis für ihre Situation und ihre Bedürfnisse, fordert zu Anteilnahme an ihrem Leid auf und dazu, ihnen mit entschiedener Bestimmtheit das zu sagen, was sie hören müssen, ohne Einschränkungen oder Kompromisse, Betrug oder Manipulation. Jesus lehrt, dass Kommunikation sittliches Handeln ist: „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er Gutes in sich hat, und ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil er Böses in sich hat. Ich sage euch: Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen; denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden“ (Mt 12, 35-37).

14. Der Apostel Paulus hat eine klare Botschaft für alle, die an der sozialen Kommunikation beteiligt sind – Politiker, Kommunikatoren, Mediennutzer: „Legt deshalb die Lüge ab, und redet untereinander die Wahrheit; denn wir sind als Glieder miteinander verbunden. […] Über eure Lippen komme kein böses Wort, sondern nur ein gutes, das den, der es braucht, stärkt, und dem, der es hört, Nutzen bringt“ (Eph 4,25.29).

An alle, die in der Kommunikation tätig sind, und besonders an die Gläubigen, die in diesem wichtigen Bereich der Gesellschaft arbeiten, richte ich die Einladung, die ich seit dem Beginn meines Dienstes als Hirt der universellen Kirche der ganzen Welt zugerufen habe: „Fürchtet euch nicht!“

Fürchtet euch nicht vor den neuen Technologien! Sie sind „unter den erstaunlichen Erfindungen der Technik“ – „inter mirifica“ –, die Gott uns zur Verfügung gestellt hat, um die Wahrheit zu entdecken, zu nutzen, bekannt zu machen, auch die Wahrheit über unsere Würde und über unsere Bestimmung als seine Kinder, Erben seines ewigen Reiches.

Fürchtet euch nicht vor dem Widerstand der Welt! Jesus hat uns versichert: „Ich habe die Welt besiegt!“ (Joh 16,33).

Fürchtet euch auch nicht vor eurer Schwäche und eurer fehlenden Eignung! Der göttliche Meister hat gesagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20). Teilt die Botschaft der Hoffnung, der Gnade und der Liebe Christi mit, belebt in dieser vergänglichen Welt die ewige Perspektive des Himmels, eine Perspektive, die kein Kommunikationsmittel jemals direkt erreichen kann: „Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist: das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben“ (1 Kor 2,9).

Maria, die uns das Wort des Lebens geschenkt und seine unsterblichen Worte in ihrem Herzen bewahrt hat, empfehle ich den Weg der Kirche in der Welt von heute. Die heilige Jungfrau helfe uns, mit allen Mitteln die Schönheit und die Freude des Lebens in Christus, unserem Erlöser, mitzuteilen.

Aus dem Vatikan, den 24. Januar 2005, Gedenktag des hl. Franz von Sales, Patron der Journalisten.

IOANNES PAULUS II

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