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| Johannes Paul II. Die schnelle Entwicklung IntraText CT - Text |
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II. Unterscheidung nach dem Evangelium und missionarischer Einsatz Die Heilsgeschichte erzählt und dokumentiert, wie sich Gott dem Menschen mitgeteilt hat, und wie diese Mitteilung alle Formen und Variationen des Kommunizierens nutzt. Der Mensch ist nach Gottes Bild und ihm ähnlich geschaffen, um die göttliche Offenbarung aufzunehmen und in einen Dialog der Liebe mit ihm zu treten. Aufgrund der Sünde wurde diese Fähigkeit zum Dialog sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene beeinträchtigt, und für die Menschen begann die bittere Erfahrung des Unverständnisses und der Ferne. Doch Gott hat sie nicht verlassen, sondern hat seinen eigenen Sohn gesandt (cfr. Mk 12,1-11). Im fleischgewordenen Wort erreicht die Mitteilung ihre höchste heilbringende Kraft: Damit wird der Mensch im Heiligen Geist fähig, die Erlösung zu empfangen und sie seinen Brüdern und Schwestern zu verkünden und zu bezeugen. Das fleischgewordene Wort hat uns ein Beispiel gegeben, wie wir mit dem Vater und unseren Mitmenschen kommunizieren sollen, sei es in Augenblicken der Stille und der Einkehr, sei es in der Verkündigung an allen Orten und in allen Sprachformen. Er erklärt die Schrift, drückt sich in Gleichnissen aus, redet im häuslichen Kreis, spricht auf den Plätzen, entlang der Straßen, am Ufer des Sees, auf den Höhen der Berge. Die persönliche Begegnung mit ihm lässt einen nicht gleichgültig, sondern lädt ein, ihn nachzuahmen: „Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern“ (Mt 10,27). Es gibt einen Höhepunkt, wo das Kommunizieren zur vollen Gemeinschaft wird: Die Begegnung in der Eucharistie. Christus „beim Brechen des Brotes“ (vgl. Lk 24,30-31) zu erkennen, spornt die Gläubigen an, seinen Tod und seine Auferstehung zu verkünden, und macht sie zu mutigen und freudigen Zeugen seines Reiches (vgl. Lk 24,35). Die Kommunikation prägt die grundlegenden Bereiche der Kirche, die gerufen ist, allen die frohe Botschaft der Erlösung zu verkünden. Deshalb nutzt sie die von den Massenmedien gebotenen Möglichkeiten. In ihnen sieht sie Wege, die Gottes Vorsehung unserer Zeit geschenkt hat, um die Gemeinschaft zu stärken und eine wirksamere Verkündigung zu erreichen 3. Die Medien können den universellen Charakter des Volkes Gottes sichtbar machen, einen regeren und unmittelbareren Austausch unter den Ortskirchen fördern und das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit nähren. Danken wir Gott für diese machtvollen Mittel. Wenn sie von den Christen mit dem Geist des Glaubens und gemäß der Eingebungen des Heiligen Geistes genutzt werden, können sie zu einer weiteren Verbreitung des Evangeliums beitragen und die Bande zwischen den kirchlichen Gemeinschaften stärken.
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3 Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben Christi Fideles Laici (30. Dezember 1988), 18-24: AAS 81 (1989), 421-435; vgl. Päpstlicher Rat für die sozialen Kommunikationsmittel, Pastorale Instruktion Aetatis novae (22. Februar 1992), 10: AAS 84 (1992), 454-455. |
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