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Franz Kafka
Der Gruftwächter

IntraText - Konkordanzen

fürst

   Absatz
1 1 | davor ein kahler Baumwipfel. Fürst (am Schreibtisch, im Stuhl 2 2 | FÜRST sich vom Fenster abwendend: 3 2 | nicht empfehlen, Hoheit.~FÜRST: Warum?~KAMMERHERR: Ich 4 2 | die Toten ruhen lassen.~FÜRST: Das ist auch meine Ansicht.~ 5 2 | nicht richtig verstanden.~FÜRST: So scheint es. ~Pause.~ 6 3 | FÜRST: Das Einzige, was Sie in 7 3 | entsprechen ich mich bemühen muß .~FÜRST: Nichts von Verantwortung! ~ 8 4 | FÜRST: Also nochmals. Bisher wurde 9 4 | in dieser Weise bewacht.~FÜRST: Es könnte ein Mißbrauch 10 4 | notwendige Einrichtung.~FÜRST: Also eine notwendige Einrichtung. 11 4 | Anordnung nicht begriffen wird.~FÜRST auffahrend: Notwendigkeit! 12 4 | Ehrfurcht vor den großen Toten.~FÜRST: Und eine Wache in der Gruft 13 4 | Menschlichen entrückter Dinge.~FÜRST: Diese Gruft ist in meiner 14 4 | schon außer Rand und Band.~FÜRST: Ist es so, dann wäre dies 15 4 | in meinem Sinn.~Diener.~FÜRST: Der Gruftwächter!~Der Diener 16 4 | Blicken der Herren zittert er.~FÜRST: Auf das Ruhebett!~Diener 17 4 | leises Röcheln des Wächters.~FÜRST wieder im Lehnstuhl: Hörst 18 4 | erschöpft, sinkt wieder zurück.~FÜRST: Suche dich zu fassen. Wir 19 4 | stelle noch meinen Mann.~FÜRST: Es sollte so sein. Du bist 20 4 | erholt haben - gleich erholt.~FÜRST: Es war kein Vorwurf. Ich 21 4 | Ringkämpfe jede Nacht.~FÜRST: Was sagst du?~WÄCHTER: 22 4 | WÄCHTER: Schwerer Dienst.~FÜRST: Du sagtest noch etwas.~ 23 4 | etwas.~WÄCHTER: Ringkämpfe.~FÜRST: Ringkämpfe? Was für Ringkämpfe 24 4 | Mit den seligen Vorfahren.~FÜRST: Das verstehe ich nicht. 25 4 | schlafe ja keine Nacht.~FÜRST: Dann erzähle also von diesen - 26 4 | Ringkämpfen.~WÄCHTER schweigt.~FÜRST zum Kammerherrn: Warum schweigt 27 4 | Augenblick mit ihm zu Ende sein.~FÜRST steht beim Tisch.~WÄCHTER 28 4 | wirft sich dann weinend hin.~FÜRST: Wir quälen ihn.~KAMMERHERR: 29 4 | ihn.~KAMMERHERR: Womit?~FÜRST: Ich weiß nicht.~KAMMERHERR: 30 4 | Verstand entgegen zu setzen.~FÜRST sieht immerfort nach dem 31 4 | drohend, nicht furchtsam an.~FÜRST zum Kammerherrn: Sie müssen 32 4 | dem Mund, ist schwerkrank.~FÜRST zerstreut: ja, gehen Sie, 33 4 | lange. ~Kammerherr geht.~FÜRST Setzt sich auf den Rand 34 5 | FÜRST: Warum hast du dich vor 35 5 | einem Diener mich fürchten?~FÜRST: Er ist kein Diener. Er 36 5 | Diener, du bist der Herr.~FÜRST: Wenn du es so willst. Du 37 5 | zu viel vor ihm gesagt?~FÜRST: Wir sind also Vertraute 38 5 | Hebt die Medaille vom Rock.~FÜRST: Nein, das ist eine Medaille 39 5 | ich dir als Gruftwächter.~FÜRST: Nicht mir, meine Regierung 40 6 | Nächte dauern dort Jahre.~FÜRST: Aus deinem Amt kam mir 41 6 | zum Platzen der Halsadern.~FÜRST: Ist es denn nur Nachtdienst? 42 6 | ist die ganze Abwechslung.~FÜRST: Also.~WÄCHTER nickend: 43 6 | Nachtdienst umgewandelt worden.~FÜRST: Von wem denn?~WÄCHTER: 44 6 | WÄCHTER: Von den Gruftherren.~FÜRST: Du kennst sie?~WÄCHTER: 45 6 | kennst sie?~WÄCHTER: Ja.~FÜRST: Sie kommen zu dir?~WÄCHTER: 46 6 | kommen zu dir?~WÄCHTER: Ja.~FÜRST: Auch in der letzten Nacht?~ 47 6 | letzten Nacht?~WÄCHTER: Auch.~FÜRST: Wie war es?~WÄCHTER setzt 48 6 | sich aufrecht: Wie immer.~FÜRST steht auf.~WÄCHTER: Wie 49 6 | Wächter da! Zeigt die Faust.~FÜRST: Du drohst mir?~WÄCHTER 50 6 | dir. Dem vor dem Fenster!~FÜRST Wer ist es?~WÄCHTER: Er 51 6 | Zähne und er beißt in ihn.~FÜRST: Warte, du sagst Herzog 52 6 | Friedrich, nur Herzog Friedrich.~FÜRST: Er nennt so seinen Namen?~ 53 6 | Nein, er nennt ihn nicht.~FÜRST: Und trotzdem weißt du - 54 6 | Soll ich weiter erzählen?~FÜRST: Natürlich. Das geht mich 55 6 | mir Kraft für zehn Jahre.~FÜRST setzt ihn wieder auf das 56 6 | jemals einen durchgelassen?~FÜRST: In den Friedrichspark?~ 57 6 | sammeln sie sich wieder.~FÜRST: Und sie sagen ihre Bitte?~ 58 6 | diesmal mürbe zu finden.~FÜRST: Wenn er seit dreißig Jahren 59 6 | uns für heute eingeladen.«~FÜRST schnell: Ich?~WÄCHTER: Du.~ 60 8 | FÜRST: Das ist alles?~WÄCHTER: 61 8 | bisher immer gewonnen habe.~FÜRST: Wie ist es aber möglich, 62 9 | wissen wird, daß er kämpft.~FÜRST: Und wann hast du gesiegt?~ 63 10| FÜRST steht auf. Aber sag, weißt 64 10| WÄCHTER: Aus dem Park hinaus.~FÜRST: Warum aber?~WÄCHTER: Das 65 10| WÄCHTER: Das weiß ich nicht.~FÜRST: Hast du sie nicht gefragt?~ 66 10| gefragt?~WÄCHTER: Nein.~FÜRST: Warum?~WÄCHTER: Ich habe 67 10| werde ich sie heute fragen.~FÜRST erschrickt, laut: Heute!~ 68 10| sachverständig: Ja, heute.~FÜRST: Und du ahnst auch nicht, 69 11| außerordentlich gutes Mädchen.~FÜRST: Ein unbekannter Name, Isabella. ~ 70 12| FÜRST: Die Hand mir zu reichen. 71 12| Frau Fürstin lassen bitten.~FÜRST sieht zerstreut den Diener 72 12| Händen.~OBERSTHOFMEISTER: Der Fürst ist weg?~KAMMERHERR: Ihrem 73 12| entscheiden. Gesetzt den Fall, der Fürst sei auf Abwegen: dient man 74 12| will ich offen reden. Der Fürst hat eine Doppelgestalt. 75 12| schonen. Nur dieses: Der Fürst bedarf in Wirklichkeit keiner 76 12| dir will.~KAMMERHERR: Der Fürst!~DIENER öffnet die Tür links.~ 77 12| sind nicht transportabel.~FÜRST Mit schnellem Schritt, hinter 78 12| bleibt an der Tür stehen.~FÜRST: Was ist geschehn?~OBERSTHOFMEISTER: 79 12| ihn wegschaffen lassen.~FÜRST: Man hätte mich benachrichtigen 80 12| hinaus, kommt gleich wieder.~FÜRST während er beim Wächter 81 12| Fenster. Diener mit Bahre, Fürst hilft beim Aufladen.~FÜRST: 82 12| Fürst hilft beim Aufladen.~FÜRST: Faßt ihn sanft an. Ach, 83 12| Gruftwächter.~FÜRSTIN nickt.~FÜRST: Ich dachte dir ihn anders 84 12| FÜRSTIN: Ich bin so müde.~FÜRST: Sobald ich mit dem Arzt


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