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Franz Kafka
Der Gruftwächter

IntraText - Konkordanzen

wächter

   Absatz
1 4 | Friedrichspark von einem Wächter bewacht, der am Eingang 2 4 | und habe gefunden: Der Wächter oben im Park genügt nicht, 3 4 | es muß vielmehr auch ein Wächter unten in der Gruft wachen. 4 4 | Notwendigkeit dessen, können wir den Wächter selbst verhören. Ich habe 5 4 | Gruftwächter!~Der Diener führt den Wächter herein, hält ihn unter dem 6 4 | im Lehnstuhl: Hörst du?~WÄCHTER bemüht sich zu antworten, 7 4 | eiligst ins Bett bringen.~WÄCHTER: Nicht ins Bett - bin noch 8 4 | siehst du sehr schwach aus.~WÄCHTER: Werde mich gleich erholt 9 4 | du über etwas zu klagen?~WÄCHTER: Schwerer Dienst - schwerer 10 4 | Nacht.~FÜRST: Was sagst du?~WÄCHTER: Schwerer Dienst.~FÜRST: 11 4 | Du sagtest noch etwas.~WÄCHTER: Ringkämpfe.~FÜRST: Ringkämpfe? 12 4 | Was für Ringkämpfe denn?~WÄCHTER: Mit den seligen Vorfahren.~ 13 4 | Hast du schwere Träume?~WÄCHTER: Keine Träume - schlafe 14 4 | diesen - diesen Ringkämpfen.~WÄCHTER schweigt.~FÜRST zum Kammerherrn: 15 4 | er?~KAMMERHERR eilt zum Wächter: Es kann ja jeden Augenblick 16 4 | FÜRST steht beim Tisch.~WÄCHTER als ihn der Kammerherr berührt: 17 4 | sieht immerfort nach dem Wächter hin: Das ist es nicht. Geht 18 4 | Ruhebett, beugt sich zum Wächter, nimmt dessen kleinen Schädel 19 4 | nicht mehr und erzähle.~WÄCHTER: Wenn ich mich aber vor 20 5 | dich vor ihm gefürchtet.~WÄCHTER auffallend gesammelt: Ich 21 5 | ein Graf, frei und reich.~WÄCHTER: Doch nur ein Diener, du 22 5 | daß du dich fürchtest.~WÄCHTER: Ich habe Dinge vor ihm 23 5 | heute zum ersten Mal gesehn.~WÄCHTER: Gesehn zum ersten Mal, 24 5 | auch ich dich auszeichnen.~WÄCHTER: Tue, wie es dir gefällt 25 5 | Regierung dauert kaum ein Jahr.~WÄCHTER in Gedanken: Dreißig Jahre. ~ 26 6 | WÄCHTER sich halb zu der Bemerkung 27 6 | Bericht. Wie ist der Dienst?~WÄCHTER: Gleichförmig jede Nacht. 28 6 | Nachtdienst für dich Alten?~WÄCHTER: Das ist es eben, Hoheit. 29 6 | Abwechslung.~FÜRST: Also.~WÄCHTER nickend: Aber er ist in 30 6 | worden.~FÜRST: Von wem denn?~WÄCHTER: Von den Gruftherren.~FÜRST: 31 6 | Gruftherren.~FÜRST: Du kennst sie?~WÄCHTER: Ja.~FÜRST: Sie kommen zu 32 6 | FÜRST: Sie kommen zu dir?~WÄCHTER: Ja.~FÜRST: Auch in der 33 6 | Auch in der letzten Nacht?~WÄCHTER: Auch.~FÜRST: Wie war es?~ 34 6 | Auch.~FÜRST: Wie war es?~WÄCHTER setzt sich aufrecht: Wie 35 6 | immer.~FÜRST steht auf.~WÄCHTER: Wie immer. Bis Mitternacht 36 6 | Noch immer ist der alte Wächter da! Zeigt die Faust.~FÜRST: 37 6 | Faust.~FÜRST: Du drohst mir?~WÄCHTER versteht nicht gleich: Nicht 38 6 | Fenster!~FÜRST Wer ist es?~WÄCHTER: Er zeigt sich gleich. Mit 39 6 | Friedrich. Welcher Friedrich?~WÄCHTER: Herzog Friedrich, nur Herzog 40 6 | Er nennt so seinen Namen?~WÄCHTER ängstlich: Nein, er nennt 41 6 | abbrechend. Erzähle doch weiter!~WÄCHTER: Soll ich weiter erzählen?~ 42 6 | Arbeitsverteilung. Du warst überlastet.~WÄCHTER niederkniend: Nicht mir 43 6 | Ich werde aber noch einen Wächter bestimmen und du wirst Oberwächter 44 6 | wirst Oberwächter werden.~WÄCHTER: Genüge ich nicht? Habe 45 6 | In den Friedrichspark?~WÄCHTER: Nein, aus dem Park. Wer 46 6 | Und sie sagen ihre Bitte?~WÄCHTER: Zuerst befehlen sie. Herzog 47 6 | dieses Namens in der Gruft.~WÄCHTER zu sehr von dem Erzählten 48 6 | Herzog: »Du bist doch unser Wächter.« Ich: »Euer Wächter, aber 49 6 | unser Wächter.« Ich: »Euer Wächter, aber von dem regierenden 50 6 | angestellt.« Er: »Unser Wächter, das ist die Hauptsache. 51 6 | eingeladen.«~FÜRST schnell: Ich?~WÄCHTER: Du.~Pause.~ 52 7 | WÄCHTER: Wenn ich deinen Namen höre, 53 8 | FÜRST: Das ist alles?~WÄCHTER: Wie denn? Jetzt erst kommt 54 8 | gewinnst? Hast du Waffen?~WÄCHTER: Nur in den ersten Jahren 55 9 | WÄCHTER: Aber niemals zweifle ich 56 9 | Und wann hast du gesiegt?~WÄCHTER: Wenn es Morgen wird. Dann 57 10| alle eigentlich wollen?~WÄCHTER: Aus dem Park hinaus.~FÜRST: 58 10| hinaus.~FÜRST: Warum aber?~WÄCHTER: Das weiß ich nicht.~FÜRST: 59 10| Hast du sie nicht gefragt?~WÄCHTER: Nein.~FÜRST: Warum?~WÄCHTER: 60 10| WÄCHTER: Nein.~FÜRST: Warum?~WÄCHTER: Ich habe Scheu davor. Wenn 61 10| erschrickt, laut: Heute!~WÄCHTER sachverständig: Ja, heute.~ 62 10| auch nicht, was sie wollen?~WÄCHTER nachdenklich: Nein.~Pause.~ 63 11| WÄCHTER: Manchmal, vielleicht sollte 64 12| zerstreut den Diener an - zum Wächter: Warte, bis ich komme. Links 65 12| Mann, Offiziersuniform).~WÄCHTER duckt sich wie vor Gespenstern 66 12| Tor hinausbefördem wird?~WÄCHTER: Ich bin, ich bin -~OBERSTHOFMEISTER: 67 12| mich nicht mehr auf den Wächter zeigend. Und du, der du 68 12| KAMMERHERR: Ich verstehe nicht.~WÄCHTER fast weinend: Ihr zankt 69 12| hervorkommen. Plötzlich zum Wächter gewendet: Zunächst weg mit 70 12| bis auf weiteren Befehl.~WÄCHTER in großer Angst: Ich soll 71 12| irgendwie an ihm gelegen.~WÄCHTER verbeugt sich tief vor dem 72 12| Ihr Verhalten sagt mir -~WÄCHTER fällt auf dem Weg zur Tür 73 12| OBERSTHOFMEISTER: Ah! Blick auf den Wächter: Ich hätte es wissen sollen, 74 12| geschehn?~OBERSTHOFMEISTER: Dem Wächter wurde übel, ich wollte ihn 75 12| wieder.~FÜRST während er beim Wächter niederkniet: Bereitet ein 76 12| zur Tür blickt, hebt der Wächter die Hand und streichelt


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