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| Franz Kafka Der Gruftwächter IntraText - Konkordanzen (Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen) |
Absatz
1 6 | Und trotzdem weißt du - abbrechend. Erzähle doch weiter!~WÄCHTER: 2 12| Sie ihn schon einmal am Abend durch den Forst fliegen 3 12| nennen Sie es Laune oder Aberglauben - daß er nicht nur ein Werkzeug 4 12| jämmerliche Rippenwerk. Wie abgebraucht das alles ist. Steht plötzlich 5 12| ein vertrauliches Wort. Absichtlich vor dem Ding dort. Sie, 6 6 | wieder. Das ist die ganze Abwechslung.~FÜRST: Also.~WÄCHTER nickend: 7 12| Fall, der Fürst sei auf Abwegen: dient man ihm, indem man 8 2 | FÜRST sich vom Fenster abwendend: Nun?~KAMMERHERR: Ich kann 9 6 | Lachen des versammelten Adels. Dann sagt der Herzog wieder 10 12| tun.~OBERSTHOFMEISTER: Es ängstigt mich nicht mehr auf den 11 6 | so seinen Namen?~WÄCHTER ängstlich: Nein, er nennt ihn nicht.~ 12 12| links.~OBERSTHOFMEISTER: Ah! Blick auf den Wächter: 13 10| Ja, heute.~FÜRST: Und du ahnst auch nicht, was sie wollen?~ 14 | allein 15 | aller 16 12| der Bahre. - So - und nun allerallerlangsamsten Schritt. Und vor allem gleichmäßig. 17 2 | wenn ich jetzt nur den allgemein menschlichen Spruch anführe: 18 6 | Daraufhin gibt es ein allgemeines Lachen des versammelten 19 12| Nicht wahr, mein junge, altes Käuzchen du. Haben Sie ihn 20 12| die eigenen Rechte. Die andere sucht zugegebenermaßen sehr 21 4 | dem Menschlichen und dem Anderen, und an diese Grenze will 22 11| und pflegt zu sagen: »Die andern nicht, aber mich, aber mich 23 6 | glaube, nur weil sie sich so aneinanderdrängen, fahren sie nicht sämtlich 24 5 | hast es ja auch öffentlich anerkannt, indem du mir die Medaille > 25 12| Hand hin. Nur eine, das ist anerkennenswert für einen alten Hofbeamten. 26 2 | allgemein menschlichen Spruch anführe: Man soll die Toten ruhen 27 3 | getroffen, sondern vorher Ihnen angekündigt habe.~KAMMERHERR: Die Ankündigung 28 12| Wahrheit zu sagen, vor der angekündigten Entscheidung zittern. Und 29 4 | Es wird vielleicht kein angenehmes Amt sein. Aber erfahrungsgemäß 30 12| OBERSTHOFMEISTER: Gerade angesichts der Entscheidung will ich 31 6 | dem regierenden Fürsten angestellt.« Er: »Unser Wächter, das 32 12| Befehl.~WÄCHTER in großer Angst: Ich soll auf Seine Hoheit 33 4 | Natürlich wird alles, was Hoheit anordnen, ausgeführt werden, auch 34 | ans 35 2 | FÜRST: Das ist auch meine Ansicht.~KAMMERHERR: Dann habe ich 36 4 | Einzelheiten, die bisher Fremden anvertraut waren - sie bewähren sich 37 11| zartes, feucht und haarig anzufühlendes Wesen zu mir, eine Nachzüglerin, 38 12| Turm ausreichen soll. Diese Arbeit ist zu hindern, das sollte 39 12| ehrenhaft selbständiger Arbeiter im Schlechten ist.~KAMMERHERR: 40 6 | ist hier ein Fehler in der Arbeitsverteilung. Du warst überlastet.~WÄCHTER 41 1 | Kleines Arbeitszimmer, hohes Fenster, davor ein 42 6 | herein. Wird es allerdings zu arg, hole ich die Laterne unter 43 6 | Bart und Haar erfüllt mein armes Fenster ganz und gar. Wie 44 4 | freundliches Sterbelager für den armseligen Greis, der dort die Wache 45 8 | oder eigentlich nur mit der Atemkraft. Und immer bist du in meinen 46 12| des Wächters Gesicht. Nun atmet er schon besser. Es wird 47 6 | Fähigkeit zu dienen. Eine Audienz wie die heutige, ein Ausruhn 48 4 | nicht begriffen wird.~FÜRST auffahrend: Notwendigkeit! Ist denn 49 5 | ihm gefürchtet.~WÄCHTER auffallend gesammelt: Ich habe mich 50 12| Bahre, Fürst hilft beim Aufladen.~FÜRST: Faßt ihn sanft an. 51 | aufs 52 4 | Über die, wie Sie sich ausdrücken, polizeiliche Notwendigkeit 53 6 | mit Lachen und Jammern auseinander; noch im letzten Busch am 54 4 | alles, was Hoheit anordnen, ausgeführt werden, auch wenn die Notwendigkeit 55 12| für den Babylonischen Turm ausreichen soll. Diese Arbeit ist zu 56 6 | Audienz wie die heutige, ein Ausruhn beim Herrn, gibt mir Kraft 57 4 | verwirrter Greis, schon außer Rand und Band.~FÜRST: Ist 58 11| ich selbst gehen kann. Ein außerordentlich gutes Mädchen.~FÜRST: Ein 59 5 | Doch werde auch ich dich auszeichnen.~WÄCHTER: Tue, wie es dir 60 4 | War an diesem Ganzen etwas auszusetzen?~KAMMERHERR: Gewiß nicht. 61 12| zusammenscharrt, das etwa für den Babylonischen Turm ausreichen soll. Diese 62 6 | sie dann rauschen. Aber bald sammeln sie sich wieder.~ 63 4 | Greis, schon außer Rand und Band.~FÜRST: Ist es so, dann 64 12| OBERSTHOFMEISTER: Ach, solche Maulwürfe bauen lange Gänge, ehe sie hervorkommen. 65 1 | Fenster, davor ein kahler Baumwipfel. Fürst (am Schreibtisch, 66 12| schonen. Nur dieses: Der Fürst bedarf in Wirklichkeit keiner Verstärkung 67 12| letzter Zeit immer mehr bedauert habe, dem Fürsten bis zur 68 2 | kann im Augenblick meine Bedenken nicht genau formulieren. 69 5 | wie es dir gefällt und der Bedeutung meiner Dienste entspricht. 70 12| OBERSTHOFMEISTER zur Fürstin: Bedürfen Hoheit meiner Dienste?~FÜRSTIN: 71 12| hinaus, bis auf weiteren Befehl.~WÄCHTER in großer Angst: 72 6 | ihre Bitte?~WÄCHTER: Zuerst befehlen sie. Herzog Friedrich vor 73 12| Kniet gleich wieder nieder, befeuchtet des Wächters Gesicht. Nun 74 12| OBERSTHOFMEISTFR: Vorläufig eine Befürchtung.~KAMMERHERR: Dann kann ich 75 12| wenn es nicht anders geht. Begreife doch endlich, was man von 76 4 | Notwendigkeit der Anordnung nicht begriffen wird.~FÜRST auffahrend: 77 12| KAMMERHERR: Er muß schonend behandelt werden. Es ist ein alter 78 12| OBERSTHOFMEISTER: Wie? Zum Diener: Behandle ihn schonend, aber schaff 79 12| aus dem Zimmer mit euch beiden. Zum Kammerherrn: Ihr Verhalten 80 3 | Einzige, was Sie in der Sache beirrt, ist vielleicht nur die 81 6 | zwischen die Zähne und er beißt in ihn.~FÜRST: Warte, du 82 9 | speit mir nach, das ist sein Bekenntnis der Niederlage. Ich aber 83 4 | hier auf dem Landschloß, bekomme Einblick in Einzelheiten, 84 3 | zu entsprechen ich mich bemühen muß .~FÜRST: Nichts von 85 4 | Lehnstuhl: Hörst du?~WÄCHTER bemüht sich zu antworten, kann 86 12| lassen.~FÜRST: Man hätte mich benachrichtigen sollen. Ist der Arzt geholt?~ 87 12| Ich danke Ihnen für die Benachrichtigung von der neuen fürstlichen 88 12| beim Wächter niederkniet: Bereitet ein Bett für ihn! Holt eine 89 4 | finden sich für jeden Posten bereitwillige und geeignete Leute.~KAMMERHERR: 90 6 | deinem Amt kam mir noch kein Bericht. Wie ist der Dienst?~WÄCHTER: 91 12| meine Herren, wollen mir berichten, warten Sie auf mich. Ab.~ 92 4 | WÄCHTER als ihn der Kammerherr berührt: Weg, weg weg! Kämpft mit 93 12| Doppelgestalt. Die eine beschäftigt sich mit der Regierung und 94 12| Tyrannen.~KAMMERHERR: Und sein bescheidenes Wesen!~OBERSTHOFMEISTER: 95 12| Wesen!~OBERSTHOFMEISTER: Bescheidenheit der einen Gestalt, weil 96 12| KAMMERHERR: Nicht gegen die Beschreibung, nur gegen die Beurteilung 97 12| KAMMERHERR: Ist das eine Beschuldigung?~OBERSTHOFMEISTFR: Vorläufig 98 8 | ihm gegenüber helfen, sie beschwerten mich nur. Wir kämpfen nur 99 4 | militärisch bewacht. Wozu also die besondere Bewachung des Friedrichsparks? 100 4 | Greis, der dort die Wache besorgt?~KAMMERHERR: Es ist eine 101 12| Gesicht. Nun atmet er schon besser. Es wird nicht so schlimm, 102 12| denen an ihrem persönlichen Bestand, am Fürstentum, an der Fürstin 103 6 | aber noch einen Wächter bestimmen und du wirst Oberwächter 104 11| Komtessa Isabella. Sie betastet mich an vielen Stellen, 105 6 | deinem Schmutzbett.« Gegen Betten haben sie nämlich immer 106 7 | Einladung?« frage ich schwach. »Bettvieh«, schreit er, »du zweifelst 107 4 | Fremden anvertraut waren - sie bewähren sich schlecht und recht -, 108 4 | wäre dies nur ein weiterer Beweis für die Notwendigkeit einer 109 4 | Formalität, aber eine notwendige. Bezeugung der Ehrfurcht vor den großen 110 12| gnädige Frau Fürstin lassen bitten.~FÜRST sieht zerstreut den 111 6 | Gesicht zu werfen. Sturm bläst herein, verlöscht das Licht 112 4 | umschlotternde Festlivree, blankgeputzte Silberknöpfe, verschiedene 113 6 | dem Pfeifenstock auf ein Blatt an der Wand. Der Herzog: » 114 12| vor allem gleichmäßig. Ich bleibe hinter euch.~In der Tür 115 4 | Kappe in der Hand. Unter den Blicken der Herren zittert er.~FÜRST: 116 1 | zurückgelehnt, aus dem Fenster blickend), Kammerherr (weißer Vollbart, 117 12| führen?~OBERSTHOFMEISTER: Wer blinzelt, sieht nur Komplikationen. 118 4 | Friedrichsparks? Ist sie nicht eine bloße Formalität? Ein freundliches 119 12| den Schnitt auf Gut und Böse hin führen?~OBERSTHOFMEISTER: 120 12| alle Kräfte für die zweite braucht, welche das Fundament zusammenscharrt, 121 8 | groß, ich so klein, er so breit, ich so schmal, ich kämpfe 122 4 | sollte ihn eiligst ins Bett bringen.~WÄCHTER: Nicht ins Bett - 123 6 | auseinander; noch im letzten Busch am Ende des Parkes höre 124 12| FÜRSTIN nickt.~FÜRST: Ich dachte dir ihn anders zu zeigen. 125 12| mitreißt.~KAMMERHERR: Was ich dagegen tun kann, werde ich tun.~ 126 | Damals 127 | darauf 128 6 | Er hat nur Tagdienst.« Daraufhin gibt es ein allgemeines 129 4 | mir die Bemerkung erlauben darf, ein verwirrter Greis, schon 130 6 | sprechen wir jede Nacht fast dasselbe. Er draußen, ich ihm gegenüber 131 6 | Fürsten zurückfindend: Nächte dauern dort Jahre.~FÜRST: Aus deinem 132 12| sie noch so treu - niemals dauernd den richtigen Weg, den zeigt 133 | davon 134 | dazu 135 12| zugreifen.~KAMMERHERR tritt dazwischen: Nein, es muß ein Wagen 136 6 | meinem Tochterkind die Decke über das Gesicht zu werfen. 137 11| mein Tochterkind kommt mit Decken, wickelt mich ein und wartet 138 | dein 139 | deine 140 | denen 141 12| Hand auf ihn legen. Ich denke nämlich - nennen Sie es 142 6 | Ich: »Das ist gegen meine Dienstordnung.« Und ich zeige mit dem 143 12| Wort. Absichtlich vor dem Ding dort. Sie, Herr Graf, kokettieren 144 12| reden. Der Fürst hat eine Doppelgestalt. Die eine beschäftigt sich 145 4 | sieht den Kammerherrn drohend, nicht furchtsam an.~FÜRST 146 6 | Zeigt die Faust.~FÜRST: Du drohst mir?~WÄCHTER versteht nicht 147 12| hinter ihm die Fürstin, dunkle junge Frau, Zähne zusammengebissen, 148 6 | nicht? Habe ich jemals einen durchgelassen?~FÜRST: In den Friedrichspark?~ 149 7 | vorwärts, alle, die ganze Dynastie, gegen das Tor, wir öffnen 150 6 | Alten?~WÄCHTER: Das ist es eben, Hoheit. Es ist Tagdienst. 151 12| Schlechten, sondern ganz ehrenhaft selbständiger Arbeiter im 152 4 | Silberknöpfe, verschiedene Ehrenzeichen. Kappe in der Hand. Unter 153 4 | notwendige. Bezeugung der Ehrfurcht vor den großen Toten.~FÜRST: 154 | eigene 155 8 | denn? Jetzt erst kommt mein eigentlicher Dienst. Hinaus aus der Tür, 156 4 | Auskunft. Man sollte ihn eiligst ins Bett bringen.~WÄCHTER: 157 4 | dem Landschloß, bekomme Einblick in Einzelheiten, die bisher 158 4 | Wächter bewacht, der am Eingang des Parkes ein Häuschen 159 6 | Herzog Leo hat uns für heute eingeladen.«~FÜRST schnell: Ich?~WÄCHTER: 160 7 | deinen Namen. »Wo ist die Einladung?« frage ich schwach. »Bettvieh«, 161 4 | Landschloß, bekomme Einblick in Einzelheiten, die bisher Fremden anvertraut 162 12| gesunder Stamm, noch im letzten Elend versagt er nicht. Aber der 163 12| hinter das Ruhebett. Und du, elendes Gespenst, wagst dich wahrhaftig 164 2 | KAMMERHERR: Ich kann es nicht empfehlen, Hoheit.~FÜRST: Warum?~KAMMERHERR: 165 6 | sie sind, mir durch das enge Fensterloch herein. Wird 166 1 | Vollbart, jugendlich in ein enges Jackett gezwängt, an der 167 6 | ich dort deine Erfahrung entbehren! Ich werde aber noch einen 168 4 | nicht mehr genug Verstand entgegen zu setzen.~FÜRST sieht immerfort 169 12| Anblick. Kann Ihnen denn das entgehen?~KAMMERHERR: Nicht gegen 170 4 | Dienst - klage nicht - aber entkräftet sehr - Ringkämpfe jede Nacht.~ 171 4 | unwirklicher, dem Menschlichen entrückter Dinge.~FÜRST: Diese Gruft 172 12| Verstand. Dieser aber muß sich entscheiden. Gesetzt den Fall, der Fürst 173 3 | Verantwortung auf, der zu entsprechen ich mich bemühen muß .~FÜRST: 174 5 | Bedeutung meiner Dienste entspricht. Dreißig Jahre diene ich 175 6 | und gar. Wie hat er sich entwickelt in den Jahrhunderten. Wenn 176 5 | zu erzählen, die nur du erfahren sollst. Habe ich nicht schon 177 6 | Wie könnte ich dort deine Erfahrung entbehren! Ich werde aber 178 4 | angenehmes Amt sein. Aber erfahrungsgemäß finden sich für jeden Posten 179 6 | zu sehr von dem Erzählten erfaßt: Das weiß ich nicht, Hoheit, 180 6 | Gesicht mit Bart und Haar erfüllt mein armes Fenster ganz 181 12| indem man ihn - in aller Ergebenheit - zurückjagt? Ohne Zweifel, 182 12| der Gegenpartei, denn ich erkenne sie nicht. Ich fühle die 183 12| Fremde kommen, um ihn zu erkennen. Nicht wahr, mein junge, 184 4 | wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf, ein verwirrter Greis, 185 12| Junggeselle war, war dies erleichtert, aber es sollte niemals 186 9 | ehe ich den richtigen Atem erschnappe.~Pause.~ 187 4 | kann aber nicht, ist zu erschöpft, sinkt wieder zurück.~FÜRST: 188 10| sie heute fragen.~FÜRST erschrickt, laut: Heute!~WÄCHTER sachverständig: 189 6 | Mitternacht klopft es das erste Mal ans Fenster. Ich sehe 190 6 | dreißig Jahren, jede Nacht erwartet er, mich diesmal mürbe zu 191 4 | Verdienste um mein Haus erworben. Also weine nicht mehr und 192 6 | WÄCHTER zu sehr von dem Erzählten erfaßt: Das weiß ich nicht, 193 | Euer 194 12| Faßt ihn sanft an. Ach, mit eueren Tatzen! Den Kopf ein wenig 195 | Eurer 196 12| nach hundert Jahren das ewig Klare. Hier allerdings das 197 6 | diene gern und habe noch Fähigkeit zu dienen. Eine Audienz 198 11| Stellen, greift in den Bart, fährt in ihrer Gänze mir am Hals 199 12| Verhalten sagt mir -~WÄCHTER fällt auf dem Weg zur Tür mit 200 8 | Wir kämpfen nur mit den Fäusten, oder eigentlich nur mit 201 6 | sich so aneinanderdrängen, fahren sie nicht sämtlich mit allem, 202 12| entscheiden. Gesetzt den Fall, der Fürst sei auf Abwegen: 203 4 | Diese Gruft ist in meiner Familie die Grenze zwischen dem 204 4 | zurück.~FÜRST: Suche dich zu fassen. Wir warten.~KAMMERHERR 205 12| hilft beim Aufladen.~FÜRST: Faßt ihn sanft an. Ach, mit eueren 206 6 | Hoheit. Es ist Tagdienst. Ein Faulenzerposten. Man sitzt vor der Haustür 207 6 | alte Wächter da! Zeigt die Faust.~FÜRST: Du drohst mir?~WÄCHTER 208 6 | sehr an, es ist hier ein Fehler in der Arbeitsverteilung. 209 12| Größe ist, nur aber in ihrer Fehlerhaftigkeit noch größer als im Anblick. 210 6 | öffnen sich Fenster und Fensterladen. Knapp habe ich noch Zeit, 211 6 | sind, mir durch das enge Fensterloch herein. Wird es allerdings 212 4 | hält ihn unter dem Arm fest, sonst würde er zusammenstürzen. 213 7 | höre, verliere ich meine Festigkeit. Deshalb habe ich mich gleich 214 4 | weit ihn umschlotternde Festlivree, blankgeputzte Silberknöpfe, 215 11| Augen zu öffnen, ein zartes, feucht und haarig anzufühlendes 216 5 | indem du mir die Medaille >Feuerrot< verliehen hast. Hier! Hebt 217 6 | Das sind nicht menschliche Fingerknöchel. Aber ich kenne das alles 218 12| am Abend durch den Forst fliegen sehn, von keinem Kunstschützen 219 12| ihn schon endlich hinaus! Flink!~DIENER Will zugreifen.~ 220 12| und den Menschen von ihm fordern kann. Er scheut aber das 221 2 | meine Bedenken nicht genau formulieren. Es ist bei weitem nicht 222 12| einmal am Abend durch den Forst fliegen sehn, von keinem 223 4 | Kammerherrn: Sie müssen fortgehn, wenn er erzählen soll.~ 224 7 | Wo ist die Einladung?« frage ich schwach. »Bettvieh«, 225 4 | Anblick Eurer Hoheit, die Fragestellung - dem allen hat er nicht 226 5 | Diener. Er ist ein Graf, frei und reich.~WÄCHTER: Doch 227 12| muß wahrscheinlich aus der Fremde kommen, um ihn zu erkennen. 228 4 | eine bloße Formalität? Ein freundliches Sterbelager für den armseligen 229 4 | besondere Bewachung des Friedrichsparks? Ist sie nicht eine bloße 230 11| ich das noch sagen, kommt früh, während ich so ohne Atem 231 12| hinter das Ruhebett und fuchtelt mit den Händen.~OBERSTHOFMEISTER: 232 12| ich erkenne sie nicht. Ich fühle die Strömungen, aber ich 233 12| so schwach. Das nicht zu fühlende Herz. Das jämmerliche Rippenwerk. 234 12| Schnitt auf Gut und Böse hin führen?~OBERSTHOFMEISTER: Wer blinzelt, 235 12| mit diesem! Zum Diener: Du führst ihn in den Friedrichspark, 236 4 | Gruftwächter!~Der Diener führt den Wächter herein, hält 237 5 | das ist eine Medaille für fünfundzwanzigjährige Hofdienste. Die hat dir 238 6 | Friedrich sein, der erst vor fünfzehn Jahren gestorben ist. Er 239 5 | gefürchtet. Vor einem Diener mich fürchten?~FÜRST: Er ist kein Diener. 240 12| persönlichen Bestand, am Fürstentum, an der Fürstin und vielleicht 241 12| Benachrichtigung von der neuen fürstlichen Laune.~KAMMERHERR: Sie ließen 242 8 | ich kämpfe nur mit seinen Füßen, aber manchmal hebt er mich 243 12| zweite braucht, welche das Fundament zusammenscharrt, das etwa 244 4 | Kammerherrn drohend, nicht furchtsam an.~FÜRST zum Kammerherrn: 245 12| nicht vor dem gewaltigen Fußtritt, der dich aus dem Tor hinausbefördem 246 12| solche Maulwürfe bauen lange Gänge, ehe sie hervorkommen. Plötzlich 247 11| den Bart, fährt in ihrer Gänze mir am Hals unterm Kinn 248 12| die unter Herzog Friedrich galt. Damals war im Hofdienst 249 4 | er wohnt. War an diesem Ganzen etwas auszusetzen?~KAMMERHERR: 250 4 | könnte dieser Mann Auskunft geben, und gar glaubwürdige oder 251 4 | KAMMERHERR zum Fürsten gebeugt: Worüber könnte dieser Mann 252 12| Verstärkung seines Fundaments. Er gebrauche alle seine gegenwärtigen 253 4 | Posten bereitwillige und geeignete Leute.~KAMMERHERR: Natürlich 254 5 | WÄCHTER: Tue, wie es dir gefällt und der Bedeutung meiner 255 10| FÜRST: Hast du sie nicht gefragt?~WÄCHTER: Nein.~FÜRST: Warum?~ 256 4 | schlecht und recht -, und habe gefunden: Der Wächter oben im Park 257 5 | dir noch mein Großvater gegeben. Doch werde auch ich dich 258 12| oder mißverstanden, der gegenwärtige Zustand ist unerträglich.~ 259 12| Er gebrauche alle seine gegenwärtigen Machtmittel und er wird 260 12| mich, bitte, nach Hause gehn. Ich bin doch nichts Schlechtes, 261 5 | jeher weißt du, daß ich das gehobener Zeigefinger wichtigste Hofamt 262 12| der Regierung und schwankt geistesabwesend vor dem Volk, mißachtet 263 6 | Wenn ich so lange für dich gelebt habe, laß mich jetzt auch 264 7 | aus Vorsicht an die Tür gelehnt, die mich jetzt fast allein 265 12| weg?~KAMMERHERR: Ihrem Rat gemäß hat ihn die Frau Fürstin 266 2 | Augenblick meine Bedenken nicht genau formulieren. Es ist bei 267 8 | Um uns sind alle seine Genossen im Kreis und verlachen mich. 268 6 | Oberwächter werden.~WÄCHTER: Genüge ich nicht? Habe ich jemals 269 12| er wird finden, daß sie genügen, um alles zu schaffen, was 270 4 | Der Wächter oben im Park genügt nicht, es muß vielmehr auch 271 | genug 272 12| Unerträgliche?~OBERSTHOFMEISTER: Gerade angesichts der Entscheidung 273 12| Mißtrauen? Nein, dazu ist er zu geringfügig. Aber ich will doch meine 274 6 | dem ich strebe. Ich diene gern und habe noch Fähigkeit 275 5 | nicht schon zu viel vor ihm gesagt?~FÜRST: Wir sind also Vertraute 276 5 | gefürchtet.~WÄCHTER auffallend gesammelt: Ich habe mich nicht gefürchtet. 277 12| Tür stehen.~FÜRST: Was ist geschehn?~OBERSTHOFMEISTER: Dem Wächter 278 9 | FÜRST: Und wann hast du gesiegt?~WÄCHTER: Wenn es Morgen 279 12| Ruhebett. Und du, elendes Gespenst, wagst dich wahrhaftig hierher 280 12| hätte es wissen sollen, Gespenster sind nicht transportabel.~ 281 12| WÄCHTER duckt sich wie vor Gespenstern hinter das Ruhebett und 282 12| Bescheidenheit der einen Gestalt, weil er alle Kräfte für 283 6 | erst vor fünfzehn Jahren gestorben ist. Er ist aber der einzige 284 12| wird nicht so schlimm, ein gesunder Stamm, noch im letzten Elend 285 3 | Anordnung nicht ohne weiters getroffen, sondern vorher Ihnen angekündigt 286 12| Ihre Zustimmung noch milder geurteilt, als es wirklich in meinem 287 12| Fürchtest dich nicht vor dem gewaltigen Fußtritt, der dich aus dem 288 12| hervorkommen. Plötzlich zum Wächter gewendet: Zunächst weg mit diesem! 289 12| vielleicht jemals im Schlosse gewesen zu sein.~OBERSTHOFMEISTER: 290 8 | es aber möglich, daß du gewinnst? Hast du Waffen?~WÄCHTER: 291 8 | da ich doch bisher immer gewonnen habe.~FÜRST: Wie ist es 292 1 | jugendlich in ein enges Jackett gezwängt, an der Wand neben der Mitteltür).~ 293 6 | Bleibt einmal einer vor dem Gitter stehen, winke ich mit der 294 6 | Haus versammelt sehn. Ich glaube, nur weil sie sich so aneinanderdrängen, 295 12| KAMMERHERR: Ich kann nicht glauben, daß die Entscheidung, die 296 4 | Auskunft geben, und gar glaubwürdige oder wichtige Auskunft. 297 6 | ist der Dienst?~WÄCHTER: Gleichförmig jede Nacht. Jede Nacht nahe 298 12| kann. Er scheut aber das Gleichgewicht des Lebens, er ist auf dem 299 12| allerallerlangsamsten Schritt. Und vor allem gleichmäßig. Ich bleibe hinter euch.~ 300 12| DIENER: Ihre Hoheit, die gnädige Frau Fürstin lassen bitten.~ 301 12| höchstgespannte Verantwortung vor Gott und den Menschen von ihm 302 6 | sterben! Laß nicht vor mir das Grab vermauern, zu dem ich strebe. 303 6 | Mitternacht kannst du alle Grabesstimmen um mein Haus versammelt 304 11| mich an vielen Stellen, greift in den Bart, fährt in ihrer 305 12| Verkennung, die nicht ohne Größe ist, nur aber in ihrer Fehlerhaftigkeit 306 12| ihrer Fehlerhaftigkeit noch größer als im Anblick. Kann Ihnen 307 3 | legt mir allerdings eine größere Verantwortung auf, der zu 308 8 | schaukeln wir im Kampf. Er so groß, ich so klein, er so breit, 309 4 | Bezeugung der Ehrfurcht vor den großen Toten.~FÜRST: Und eine Wache 310 12| weiteren Befehl.~WÄCHTER in großer Angst: Ich soll auf Seine 311 12| einzige Hoffnung, daß unser großes Beispiel Sie mitreißt.~KAMMERHERR: 312 5 | Hofdienste. Die hat dir noch mein Großvater gegeben. Doch werde auch 313 6 | wem denn?~WÄCHTER: Von den Gruftherren.~FÜRST: Du kennst sie?~WÄCHTER: 314 12| Ankündigung kenne, eine gute sein wird. Ich fürchte, 315 12| Tagen einer hoffentlich guten Entscheidung nähert.~KAMMERHERR: 316 11| kann. Ein außerordentlich gutes Mädchen.~FÜRST: Ein unbekannter 317 6 | Sein Gesicht mit Bart und Haar erfüllt mein armes Fenster 318 11| ein zartes, feucht und haarig anzufühlendes Wesen zu mir, 319 4 | kleinen Schädel zwischen die Hände. Mußt nicht weinen. Warum 320 12| Ruhebett und fuchtelt mit den Händen.~OBERSTHOFMEISTER: Der Fürst 321 4 | am Eingang des Parkes ein Häuschen hat, in dem er wohnt. War 322 6 | WÄCHTER sich halb zu der Bemerkung des Fürsten 323 12| einem fremden Hof, sind ein halbes Jahr hier und wollen in 324 11| fährt in ihrer Gänze mir am Hals unterm Kinn vorbei und pflegt 325 6 | nahe bis zum Platzen der Halsadern.~FÜRST: Ist es denn nur 326 6 | Unser Wächter, das ist die Hauptsache. Also öffne, und zwar sofort.« 327 12| Laßt mich, bitte, nach Hause gehn. Ich bin doch nichts 328 6 | Faulenzerposten. Man sitzt vor der Haustür und hält im Sonnenschein 329 12| Tatzen! Den Kopf ein wenig heben. Näher die Bahre. Das Kissen 330 8 | könnten sie mir ihm gegenüber helfen, sie beschwerten mich nur. 331 8 | spielen alle mit meinem Hemdzipfel, während ich kämpfe. Unbegreiflich, 332 | her 333 6 | die Laterne unter dem Bett heraus, schwenke sie hoch und sie 334 12| Ich kann kein Korn Salz herausschmecken. Also einen Wagen. Du überführst 335 12| die Entscheidung, die Sie herbeiführen wollen und von der ich nur 336 12| über alle Maßen trauriger Herbst.~ 337 8 | Dienst. Hinaus aus der Tür, herum um das Haus, und schon pralle 338 12| bauen lange Gänge, ehe sie hervorkommen. Plötzlich zum Wächter gewendet: 339 12| schwach. Das nicht zu fühlende Herz. Das jämmerliche Rippenwerk. 340 7 | du zweifelst an meinem herzoglichen Wort?« Ich sage: »Ich habe 341 6 | dienen. Eine Audienz wie die heutige, ein Ausruhn beim Herrn, 342 12| Diener mit Bahre, Fürst hilft beim Aufladen.~FÜRST: Faßt 343 12| Fußtritt, der dich aus dem Tor hinausbefördem wird?~WÄCHTER: Ich bin, 344 12| soll. Diese Arbeit ist zu hindern, das sollte die einzige 345 | hinein 346 8 | zum Beispiel, schneidet hinten meine Hose auf und nun spielen 347 12| gesprochen habe, komme ich hinüber. Und Sie, meine Herren, 348 12| dient man ihm, indem man ihn hinunterbegleitet, oder indem man ihn - in 349 6 | Bett heraus, schwenke sie hoch und sie reißen sich, unverständliche 350 12| alles zu schaffen, was die höchstgespannte Verantwortung vor Gott und 351 4 | FÜRST wieder im Lehnstuhl: Hörst du?~WÄCHTER bemüht sich 352 5 | gehobener Zeigefinger wichtigste Hofamt habe. Du hast es ja auch 353 12| anerkennenswert für einen alten Hofbeamten. Doch bleibt Ihre einzige 354 12| Friedrich galt. Damals war im Hofdienst die einzige Politik, dem 355 5 | für fünfundzwanzigjährige Hofdienste. Die hat dir noch mein Großvater 356 12| dreißig Jahre ruhig dem Hofe, ohne vielleicht jemals 357 12| schon in diesen Tagen einer hoffentlich guten Entscheidung nähert.~ 358 12| OBERSTHOFMEISTER: Das ist die Hofluft. Ich kann kein Korn Salz 359 12| wollen in den komplizierten Hofverhältnissen gleich den Schnitt auf Gut 360 1 | Kleines Arbeitszimmer, hohes Fenster, davor ein kahler 361 6 | Wird es allerdings zu arg, hole ich die Laterne unter dem 362 8 | schneidet hinten meine Hose auf und nun spielen alle 363 6 | wie er beginnt. »Alter Hund«, beginnt er beim Fenster, » 364 | hundert 365 | ihres 366 12| fragen.~OBERSTHOFMEISTER: Immerhin. Und nun ein vertrauliches 367 | irgendwie 368 6 | Ich darauf kurz: »Sie irren.« Der Herzog: »Tag oder 369 12| warten.~OBERSTHOFMEISTER: Ein Irrtum. - Pack dich.~KAMMERHERR: 370 1 | jugendlich in ein enges Jackett gezwängt, an der Wand neben 371 12| nicht zu fühlende Herz. Das jämmerliche Rippenwerk. Wie abgebraucht 372 6 | er sich entwickelt in den Jahrhunderten. Wenn er den Mund zum Reden 373 6 | unverständliche Wesen, mit Lachen und Jammern auseinander; noch im letzten 374 5 | zum ersten Mal, aber seit jeher weißt du, daß ich das gehobener 375 12| sollte die einzige Politik jener sein, denen an ihrem persönlichen 376 12| rechts Obersthofmeister (jüngerer Mann, Offiziersuniform).~ 377 1 | Kammerherr (weißer Vollbart, jugendlich in ein enges Jackett gezwängt, 378 12| Fürsten zu dienen. Da er Junggeselle war, war dies erleichtert, 379 8 | beschwerten mich nur. Wir kämpfen nur mit den Fäusten, oder 380 12| wahr, mein junge, altes Käuzchen du. Haben Sie ihn schon 381 1 | hohes Fenster, davor ein kahler Baumwipfel. Fürst (am Schreibtisch, 382 6 | Jahre.~FÜRST: Aus deinem Amt kam mir noch kein Bericht. Wie 383 12| zurückjagt.~KAMMERHERR: Sie kamen mit der Fürstin von einem 384 8 | und schon schaukeln wir im Kampf. Er so groß, ich so klein, 385 4 | verschiedene Ehrenzeichen. Kappe in der Hand. Unter den Blicken 386 5 | meine Regierung dauert kaum ein Jahr.~WÄCHTER in Gedanken: 387 12| Forst fliegen sehn, von keinem Kunstschützen zu treffen. 388 | keiner 389 6 | den Gruftherren.~FÜRST: Du kennst sie?~WÄCHTER: Ja.~FÜRST: 390 11| Gänze mir am Hals unterm Kinn vorbei und pflegt zu sagen: » 391 12| heben. Näher die Bahre. Das Kissen tiefer unter den Rücken. 392 4 | Dienst - schwerer Dienst - klage nicht - aber entkräftet 393 4 | geht. Hast du über etwas zu klagen?~WÄCHTER: Schwerer Dienst - 394 12| OBERSTHOFMEISTER: Alles ist klargestellt. Sie kokettieren nicht mit 395 8 | Kampf. Er so groß, ich so klein, er so breit, ich so schmal, 396 1 | Kleines Arbeitszimmer, hohes Fenster, 397 6 | beim Fenster, »die Herren klopfen und du bleibst in deinem 398 6 | sich, daß ich trotz solchen Klopfens das Fenster nicht öffne. 399 6 | Fenster und Fensterladen. Knapp habe ich noch Zeit, meinem 400 6 | mit den Vorderpfoten aufs Knie und legt sich wieder. Das 401 12| Man ist so unbeweglich. Kniet gleich wieder nieder, befeuchtet 402 4 | polizeiliche Notwendigkeit dessen, können wir den Wächter selbst verhören. 403 8 | nahm ich Waffen mit. Was könnten sie mir ihm gegenüber helfen, 404 12| kann ich antworten. Ich kokettiere nicht mit der Gegenpartei, 405 12| Wer blinzelt, sieht nur Komplikationen. Wer die Augen offen hält, 406 12| Jahr hier und wollen in den komplizierten Hofverhältnissen gleich 407 11| mir, eine Nachzüglerin, Komtessa Isabella. Sie betastet mich 408 12| die Hofluft. Ich kann kein Korn Salz herausschmecken. Also 409 12| Wagen. Du überführst die Kostbarkeit in einem Wagen. Aber nun 410 12| einen Gestalt, weil er alle Kräfte für die zweite braucht, 411 4 | Nicht ins Bett - bin noch kräftig - verhältnismäßig - stelle 412 6 | Ausruhn beim Herrn, gibt mir Kraft für zehn Jahre.~FÜRST setzt 413 12| seid schlechte, schlechte Krankenwärter. Ob ihr einmal auch so müde 414 12| werden. Es ist ein alter kranker Mann und dem Fürsten ist 415 8 | sind alle seine Genossen im Kreis und verlachen mich. Einer, 416 12| fliegen sehn, von keinem Kunstschützen zu treffen. Aber bei Tage 417 6 | ist doch Tag.« Ich darauf kurz: »Sie irren.« Der Herzog: » 418 12| Friedrichspark, bleibst bei ihm und läßt ihn nicht mehr hinaus, bis 419 6 | Hand aus dem Fenster und er läuft davon. Aber hinaus, hinaus 420 4 | habe ihn kommen lassen. Läutet.~KAMMERHERR: Es ist, wenn 421 4 | ich so lange hier auf dem Landschloß, bekomme Einblick in Einzelheiten, 422 12| geholt?~KAMMERHERR: Ich lasse ihn rufen. Eilt durch die 423 12| und ich weiß nicht warum. Laßt mich, bitte, nach Hause 424 6 | allerdings zu arg, hole ich die Laterne unter dem Bett heraus, schwenke 425 10| fragen.~FÜRST erschrickt, laut: Heute!~WÄCHTER sachverständig: 426 6 | zuversichtlich sind keine Lebendigen. Seit dreißig Jahren, jede 427 12| aber das Gleichgewicht des Lebens, er ist auf dem Wege zum 428 7 | ist es vor meinem Fenster leer.~Pause.~ 429 12| doch meine Hand auf ihn legen. Ich denke nämlich - nennen 430 4 | Wächters.~FÜRST wieder im Lehnstuhl: Hörst du?~WÄCHTER bemüht 431 4 | halte dein Amt nicht für leicht. Gewiß hast du dir Verdienste 432 4 | hin und geht. Pause. Nur leises Röcheln des Wächters.~FÜRST 433 12| bedauere es, wie ich es in letzter Zeit immer mehr bedauert 434 4 | bereitwillige und geeignete Leute.~KAMMERHERR: Natürlich wird 435 6 | bläst herein, verlöscht das Licht im Nu. Herzog Friedrich! 436 9 | aber muß noch eine Stunde liegen, ehe ich den richtigen Atem 437 12| wirklich in meinem Sinn liegt. Ich halte das Urteil noch 438 12| fürstlichen Laune.~KAMMERHERR: Sie ließen mich fragen.~OBERSTHOFMEISTER: 439 12| Ist es unmöglich, ihn loszuwerden. So nimm ihn doch auf den 440 12| offenherzig. Ihre Offenherzigkeit macht mich, um die Wahrheit zu 441 12| alle seine gegenwärtigen Machtmittel und er wird finden, daß 442 11| Ein außerordentlich gutes Mädchen.~FÜRST: Ein unbekannter 443 12| unerträglich.~KAMMERHERR: Er mag unerträglich sein, aber 444 12| ist diesmal ein über alle Maßen trauriger Herbst.~ 445 12| OBERSTHOFMEISTER: Ach, solche Maulwürfe bauen lange Gänge, ehe sie 446 4 | KAMMERHERR: Sie hätte meiner Meinung nach einen polizeilichen 447 12| Verantwortung vor Gott und den Menschen von ihm fordern kann. Er 448 6 | schwächer. Das sind nicht menschliche Fingerknöchel. Aber ich 449 12| auf Ihre Zustimmung noch milder geurteilt, als es wirklich 450 4 | selbst ist reichlich, sogar militärisch bewacht. Wozu also die besondere 451 6 | Noch zweimal klopft es, es mischt sich mit den Uhrenschlägen 452 12| geistesabwesend vor dem Volk, mißachtet die eigenen Rechte. Die 453 12| OBERSTHOFMEISTER: Ob verstanden oder mißverstanden, der gegenwärtige Zustand 454 12| sein wird. Ich fürchte, Sie mißverstehen unseren Fürsten, den Hof 455 12| Schritt: Willst du nicht mitkommen?~FÜRSTIN: Ich bin so müde.~ 456 12| unser großes Beispiel Sie mitreißt.~KAMMERHERR: Was ich dagegen 457 6 | das Fenster nicht öffne. Möge sich die fürstliche Hoheit 458 8 | FÜRST: Wie ist es aber möglich, daß du gewinnst? Hast du 459 9 | gesiegt?~WÄCHTER: Wenn es Morgen wird. Dann wirft er mich 460 6 | erwartet er, mich diesmal mürbe zu finden.~FÜRST: Wenn er 461 4 | FÜRST zum Kammerherrn: Sie müssen fortgehn, wenn er erzählen 462 4 | Schädel zwischen die Hände. Mußt nicht weinen. Warum weinst 463 10| was sie wollen?~WÄCHTER nachdenklich: Nein.~Pause.~ 464 11| anzufühlendes Wesen zu mir, eine Nachzüglerin, Komtessa Isabella. Sie 465 6 | des Fürsten zurückfindend: Nächte dauern dort Jahre.~FÜRST: 466 12| Den Kopf ein wenig heben. Näher die Bahre. Das Kissen tiefer 467 12| hoffentlich guten Entscheidung nähert.~KAMMERHERR: Ich kann nicht 468 6 | Gleichförmig jede Nacht. Jede Nacht nahe bis zum Platzen der Halsadern.~ 469 8 | Nur in den ersten Jahren nahm ich Waffen mit. Was könnten 470 11| FÜRST: Ein unbekannter Name, Isabella. ~Pause.~ 471 6 | aber der einzige dieses Namens in der Gruft.~WÄCHTER zu 472 6 | sofort.« Ich: »Nein.« Er: »Narr, du verlierst deinen Posten. 473 12| vernünftig. Nur zeigt die eigene Nase - und sei sie noch so treu - 474 | neben 475 6 | rauche die Pfeife. Im Bett nebenan schläft mein Tochterkind. 476 4 | nach einen polizeilichen Nebensinn, sie wäre wirkliche Bewachung 477 6 | Nicht mir meinen Posten nehmen, Hoheit. Wenn ich so lange 478 12| legen. Ich denke nämlich - nennen Sie es Laune oder Aberglauben - 479 12| Benachrichtigung von der neuen fürstlichen Laune.~KAMMERHERR: 480 6 | Abwechslung.~FÜRST: Also.~WÄCHTER nickend: Aber er ist in Nachtdienst 481 12| der Gruftwächter.~FÜRSTIN nickt.~FÜRST: Ich dachte dir ihn 482 6 | warst überlastet.~WÄCHTER niederkniend: Nicht mir meinen Posten 483 12| während er beim Wächter niederkniet: Bereitet ein Bett für ihn! 484 9 | ist sein Bekenntnis der Niederlage. Ich aber muß noch eine 485 | Niemand 486 12| unmöglich, ihn loszuwerden. So nimm ihn doch auf den Arm, wenn 487 4 | FÜRST: Also nochmals. Bisher wurde die Gruft 488 4 | denn die Wache am Parktor notwendig? Der Friedrichspark ist 489 6 | verlöscht das Licht im Nu. Herzog Friedrich! Sein 490 12| das eine Beschuldigung?~OBERSTHOFMEISTFR: Vorläufig eine Befürchtung.~ 491 6 | Wächter bestimmen und du wirst Oberwächter werden.~WÄCHTER: Genüge 492 5 | habe. Du hast es ja auch öffentlich anerkannt, indem du mir 493 12| Ich komme noch von der offenen Politik her, die unter Herzog 494 12| Vielleicht sogar« - Sie sind sehr offenherzig. Ihre Offenherzigkeit macht 495 12| sind sehr offenherzig. Ihre Offenherzigkeit macht mich, um die Wahrheit 496 12| Obersthofmeister (jüngerer Mann, Offiziersuniform).~WÄCHTER duckt sich wie 497 12| OBERSTHOFMEISTER: Ein Irrtum. - Pack dich.~KAMMERHERR: Er muß 498 4 | Notwendigkeit! Ist denn die Wache am Parktor notwendig? Der Friedrichspark 499 12| jener sein, denen an ihrem persönlichen Bestand, am Fürstentum, 500 6 | im Bett und rauche die Pfeife. Im Bett nebenan schläft 501 6 | Und ich zeige mit dem Pfeifenstock auf ein Blatt an der Wand.