Erzählung
1 Betracht| Fenster aus, so sah ich ihn an, als schaue ich ins Gebirge
2 Betracht| auch im Graben fühlte man ihn, und in der Nähe fing der
3 Betracht| die Augen schließend, an ihn.~Doch dieses Lächeln sah
4 Betracht| unscheinbaren Mann und wenn Ihr ihn in einen Torweg gestoßen
5 Betracht| Torweg gestoßen habt, beraubt ihn und seht ihm dann, jeder
6 Betracht| entgegenläuft, so werden wir ihn nicht anpacken, selbst wenn
7 Betracht| schreit, sondern wir werden ihn weiter laufen lassen.~Denn
8 Betracht| zurückgeneigt, so reißen ihn doch unten die Pferde mit
9 Sirenen | den Arien, die ungehört um ihn verklangen. Bald aber glitt
10 Urteil | Jugendfreund beendet, verschloß ihn in spielerischer Langsamkeit
11 Urteil | gelang es nicht einmal, ihn überhaupt nach Hause zu
12 Urteil | da nicht viel besser für ihn, er blieb in der Fremde,
13 Urteil | angepackt. Vielleicht hatte ihn der Vater bei Lebzeiten
14 Urteil | kennen zu lernen.« »Ich will ihn nicht stören«, antwortete
15 Urteil | gesessen. Einem Bekannten, der ihn im Vorübergehen von der
16 Urteil | die Enden umflatterten ihn - »mein Vater ist noch immer
17 Urteil | aus der Tasche und ließ ihn wieder zurückfallen.~»Wieso
18 Urteil | glückliche Verlobung auch für ihn ein Glück. Und deshalb habe
19 Urteil | erinnere mich noch, daß du ihn nicht besonders gern hattest.
20 Urteil | Wenigstens zweimal habe ich ihn vor dir verleugnet, trotzdem
21 Urteil | ja deine Abneigung gegen ihn ganz gut verstehn, mein
22 Urteil | Uhrkette spiele. Er konnte ihn nicht gleich ins Bett legen,
23 Urteil | erinnerst dich schon an ihn?« fragte Georg und nickte
24 Urteil | legte das Deckzeug besser um ihn.~»Bin ich gut zugedeckt?«
25 Urteil | meinem Herzen. Darum hast du ihn auch betrogen die ganzen
26 Urteil | Glaubst du, ich habe nicht um ihn geweint? Darum doch sperrst
27 Urteil | geglaubt hast, du hättest ihn untergekriegt, so untergekriegt,
28 Urteil | dich mit deinem Hintern auf ihn setzen kannst und er rührt
29 Urteil | plötzlich so gut kannte, ergriff ihn, wie noch nie. Verloren
30 Urteil | im weiten Rußland sah er ihn. An der Türe des leeren,
31 Urteil | ausgeraubten Geschäftes sah er ihn. Zwischen den Trümmern der
32 Urteil | vergessenen Entschluß und vergaß ihn, wie man einen kurzen Faden
33 Urteil | Georg und glaubte, er könne ihn mit dieser Bemerkung in
34 Urteil | Fahrbahn zum Wasser trieb es ihn. Schon hielt er das Geländer
35 Geier | hacken an, da wollte ich ihn natürlich wegtreiben, versuchte
36 Geier | natürlich wegtreiben, versuchte ihn sogar zu würgen, aber ein
37 JagerGr | umher, alles bekümmerte ihn, der Anblick von Unrat in
38 JagerGr | Unrat in einem Winkel ließ ihn das Gesicht verzerren. Auf
39 JagerGr | begrüßte den Herrn, führte ihn hinauf, im ersten Stockwerk
40 JagerGr | Jäger Gracchus, empfange ihn im Namen der Stadt.‹«~Der
41 Kubelr | ist schon bei ihm, hält ihn beim Arm fest und sagt: «
42 Schlag | nicht getan, und hätte sie ihn getan, so wird deswegen
43 Schlag | Treppengeländer, hat man Lust, ihn anzusprechen. Natürlich
44 Schlag | Natürlich stellt man an ihn keine schwierigen Fragen,
45 Schlag | Fragen, sondern behandelt ihn - schon seine Winzigkeit
46 Schlag | heißt du denn?« fragt man ihn. »Odradek«, sagt er. »Und
47 Bericht | keinen Ausweg, mußte mir ihn aber verschaffen, denn ohne
48 Bericht | aber verschaffen, denn ohne ihn konnte ich nicht leben.
49 Bericht | Trauer meiner selbst; weder ihn noch mich versöhne ich dadurch,
50 Bericht | Sieg dann allerdings für ihn wie für mich, als ich eines
51 Bericht | Gitterkäfig; kommst du in ihn, bist du verloren.~Und ich
52 Bericht | Kommt Besuch, empfange ich ihn, wie es sich gebührt. Mein
53 Bericht | der Diener dagegen scheint ihn in sich aufgesammelt zu
54 Bericht | nachprüfen. Natürlich grüßen wir ihn nicht, aber doch möchte
55 Bericht | da auch ein Donnerschlag ihn nicht veranlassen könnte,
56 Bericht | Laune. Der Nachthimmel hat ihn angelockt, das Dunkelblaue
57 Bericht | gedrückt, der leichtfüßig ihn davonführt.~
58 Hungerk | nicht einmal um den für ihn so wichtigen Schlag der
59 Hungerk | solche Wächter; sie machten ihn trübselig; sie machten ihm
60 Hungerk | zeigen, wie ungerecht sie ihn verdächtigten. Doch half
61 Hungerk | nicht begnügten, sondern ihn mit den elektrischen Taschenlampen
62 Hungerk | Das grelle Licht störte ihn gar nicht, schlafen konnte
63 Hungerk | glaubte ihm nicht, hielt ihn günstigenfalls für bescheiden,
64 Hungerk | Hungern war? Warum wollte man ihn des Ruhmes berauben, weiter
65 Hungerk | Warum hatte diese Menge, die ihn so sehr zu bewundern vorgab,
66 Hungerk | zu tun habe; und übergab ihn - nicht ohne ihn im geheimen
67 Hungerk | übergab ihn - nicht ohne ihn im geheimen ein wenig zu
68 Hungerk | verstand. Womit sollte man ihn auch trösten? Was blieb
69 Hungerk | ein Gutmütiger fand, der ihn bedauerte und ihm erklären
70 Hungerk | wohlbekannte, immer aber von neuem ihn entnervende Verdrehung der
71 Hungerk | konnte wieder herankommen und ihn besichtigen.~Wenn die Zeugen
72 Hungerk | selbstverständlich hin, daß man ihn mit seinem Käfig nicht etwa
73 Hungerk | herangekommen waren, umtobte ihn sofort Geschrei und Schimpfen
74 Hungerk | Hungerkünstler bald die peinlichere - ihn bequem ansehen wollte, nicht
75 Hungerk | nicht zu reden davon, daß ihn die Ausdünstungen der Ställe,
76 Hungerk | hie und da auch ein für ihn Bestimmter finden konnte,
77 Hungerk | und wer wußte, wohin man ihn verstecken würde, wenn er
78 Hungerk | Gewöhnung war das Urteil über ihn gesprochen. Er mochte so
79 Hungerk | tat es, aber nichts konnte ihn mehr retten, man ging an
80 Hungerk | ehrlich, aber die Welt betrog ihn um seinen Lohn.~Doch vergingen
81 Hungerk | ans Gitter hielt, verstand ihn. »Gewiß«, sagte der Aufseher
82 Hungerk | Weltverbesserer und lasse ihn liegen. Ich bin vom Bezirk
83 Hungerk | auf den Text:~Entkleidet ihn, dann wird er heilen,~Und
84 Hungerk | heilt er nicht, so tötet ihn!~'s ist nur ein Arzt, 's
85 Hungerk | hinten am Wagen, ich kann ihn aber nicht erreichen, und
86 Hungerk | fast eine Verlockung auf ihn aus und er glaubte, gar
87 Hungerk | nicht treten wollte, trennte ihn von dem Stein. Er stand
88 Hungerk | Erlösung, der Künstler brachte ihn aber offenbar nur mit dem
89 Hungerk | Höhe flog. Endlich verstand ihn K.; ihn abzubitten war keine
90 Hungerk | Endlich verstand ihn K.; ihn abzubitten war keine Zeit
91 Hungerk | zusammen und unterstützen ihn. Bekämen die Nomaden kein
92 Hungerk | klug; trotzdem schätze ich ihn, wiewohl ich ihn als Kind
93 Hungerk | schätze ich ihn, wiewohl ich ihn als Kind wie alle andern
94 Hungerk | wohlgebaut; es entzückt, ihn in Fechterstellung zu sehen.
95 Hungerk | vollenden. Gerade dies macht ihn allerdings andererseits
96 Hungerk | Schau zu stellen, halte ich ihn doch am liebsten im Verborgenen;
97 Hungerk | unlustig und nichts kann ihn aufheitern.~Mein vierter
98 Hungerk | wird nicht wohl, wenn man ihn mir gegenüber lobt. Es heißt
99 Hungerk | für sein Alter. Das macht ihn unschön im Ganzen, trotz
100 Hungerk | andern. Die Welt versteht ihn nicht zu würdigen; seine
101 Hungerk | sie nicht. Ich überschätze ihn nicht; ich weiß, er ist
102 Hungerk | Fehler als den, daß sie ihn nicht zu würdigen weiß,
103 Hungerk | Zittern, wenn ich nur an ihn dachte. Er geht seinen eigenen
104 Hungerk | Öfters hatte ich Lust, ihn zurückzurufen, ihn zu fragen,
105 Hungerk | Lust, ihn zurückzurufen, ihn zu fragen, wie es eigentlich
106 Hungerk | fragen, wie es eigentlich um ihn steht, warum er sich vom
107 Hungerk | verschwenden oder noch viel lieber ihn unter den Augenlidern ruhen
108 Hungerk | bestätigen. Sicher ist, daß, wer ihn in der weit über sein Alter
109 Hungerk | geführten zwei Fingern - wer ihn so sieht, denkt: das ist
110 Hungerk | Heuchler. Aber, nun höre man ihn reden! Verständig; mit Bedacht;
111 Furspr | er nötig, ja man braucht ihn weniger bei Gericht als
112 Furspr | einen Weg begonnen, setze ihn fort, unter allen Umständen,
113 Gleichn | ihm einen Schemel und läßt ihn seitwärts von der Tür sich
114 Gleichn | Verhöre mit ihm an, fragt ihn über seine Heimat aus und
115 Gleichn | ihm immer wieder, daß er ihn noch nicht einlassen könne.
116 Gleichn | er weiß nicht, ob es um ihn wirklich dunkler wird, oder
117 Gleichn | wirklich dunkler wird, oder ob ihn nur seine Augen täuschen.
118 Gleichn | zu erreichen, brüllt er ihn an: »Hier konnte niemand
119 Gleichn | gehe jetzt und schließe ihn.«~
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