Erzählung
1 Galerie | während sie selbst, von ihm gestützt, hoch auf den Fußspitzen,
2 Betracht| Mädchen, die Arm in Arm ihm entgegenkamen, traten grüßend
3 Betracht| die bloße Luft, und auch ihm war an einer Antwort nicht
4 Betracht| eingeladen, ich hatte es ihm gleich gesagt. Aber ich
5 Betracht| vorüberzuschauen. Und jetzt noch mit ihm stumm zu werden, als seien
6 Betracht| seinem Schicksal rötete ihm die freie Wange.~»Erkannt!«
7 Betracht| sagte ich und klopfte ihm noch leicht auf die Schulter.
8 Betracht| um nachzusehen, wie es ihm geht. Entschlüsse~Aus einem
9 Betracht| habt, beraubt ihn und seht ihm dann, jeder die Hände in
10 Betracht| Mannes darauf, der hinter ihm rascher kommt.~Dann ist
11 Betracht| selbst wenn jemand hinter ihm läuft und schreit, sondern
12 Betracht| treiben. Und steht es mit ihm so, daß er gar nichts sucht
13 Urteil | helfen konnte. Sollte man ihm vielleicht raten, wieder
14 Urteil | nichts anderes, als daß man ihm gleichzeitig, je schonender,
15 Urteil | alle die Plage, die man ihm antun müßte, einen Zweck
16 Urteil | diesen Gründen konnte man ihm, wenn man noch überhaupt
17 Urteil | interessieren begann.~Georg schrieb ihm aber solche Dinge viel lieber,
18 Urteil | Korrespondenzverhältnis, in welchem er zu ihm stand. »Da wird er gar nicht
19 Urteil | für die Freundschaft mit ihm geeigneter wäre, als ich
20 Urteil | sagte der Vater und ging ihm gleich entgegen. Sein schwerer
21 Urteil | weißt doch, Vater, daß ich ihm meine Verlobung zuerst verschweigen
22 Urteil | nicht mehr gezögert, es ihm anzuzeigen. Ehe ich jedoch
23 Urteil | Vater vom Sessel und zog ihm, wie er nun doch recht schwach
24 Urteil | auch wieder ganz gut mit ihm unterhalten. Ich war damals
25 Urteil | so stolz darauf, daß du ihm zuhörtest, nicktest und
26 Urteil | wieder niederzusetzen und ihm die Trikothose, die er über
27 Urteil | fragte Georg und nickte ihm aufmunternd zu.~»Bin ich
28 Urteil | doch alles! Ich schrieb ihm doch, weil du vergessen
29 Urteil | mit dem der Vater hinter ihm aufs Bett stürzte, trug
30 JagerGr | Stockwerk umging er mit ihm den von leicht gebauten,
31 Kubelr | Schild gegen den, der von ihm Hilfe will. Ich muß Kohle
32 Kubelr | schon abgestumpft; ich muß ihm ganz genau nachweisen, daß
33 Kubelr | schon so leer, daß ich auf ihm reiten kann. Sei so gut.
34 Kubelr | aber die Frau ist schon bei ihm, hält ihn beim Arm fest
35 Kubelr | Lungen. Ich gehe.»~«Dann nenn ihm aber alle Sorten, die wir
36 Kubelr | eine Frauenschürze jagt ihm die Beine vom Boden.~«Du
37 Schlag | frage ich mich, was mit ihm geschehen wird. Kann er
38 Bericht | habe; ich gestehe, ich sah ihm immer mit wilder, mit überstürzter
39 Bericht | ich mit meinen Blicken ihm nach bis in die Gurgel;
40 Bericht | ungeduldig und verzweifelt, ihm nachzueifern, verunreinige
41 Bericht | meinem Käfig, was wieder ihm große Genugtuung macht;
42 Bericht | Rocktaschen, so daß sich alles an ihm spannt, geht aufrecht; wahrt
43 Bericht | wie ein Versucher neben ihm herlaufend, scheint er,
44 Bericht | was hier zu sehen ist, ihm vorzutragen.~Ein Fünfter,
45 Bericht | richtet ihren Schritt nach ihm; er ist bleich und schwach;
46 Bericht | Diener schieben, aber es wird ihm nicht anvertraut; ein Ingenieur
47 Bericht | Bergdirektion zu sein. Hinter ihm lachen wir allerdings, aber
48 Bericht | Und fünf Häuser weiter, ihm schräg gegenüber, sah Frau
49 Bericht | rückt dort oben zusammen, um ihm die allernächste Zukunft
50 Bericht | nachthemdbekleidete Körper gehört ihm, der über dem Ehepaar sich
51 Hungerk | ihn trübselig; sie machten ihm das Hungern entsetzlich
52 Hungerk | essen. Viel lieber waren ihm die Wächter, welche sich
53 Hungerk | nicht, aber man glaubte ihm nicht, hielt ihn günstigenfalls
54 Hungerk | Unbefriedigtheit immer an ihm, und noch niemals, nach
55 Hungerk | dieses Zeugnis mußte man ihm ausstellen - hatte er freiwillig
56 Hungerk | ausgestreckten Hände der zu ihm hinabgebeugten Damen, aber
57 Hungerk | vorgab, so wenig Geduld mit ihm; wenn er es aushielt, noch
58 Hungerk | und zu dem Essen gehn, das ihm schon allein in der Vorstellung
59 Hungerk | auch trösten? Was blieb ihm zu wünschen übrig? Und wenn
60 Hungerk | fand, der ihn bedauerte und ihm erklären wollte, daß seine
61 Hungerk | Verdrehung der Wahrheit war ihm zu viel. Was die Folge der
62 Hungerk | jagte der Impresario mit ihm durch halb Europa, um zu
63 Hungerk | sogar, er werde, wenn man ihm seinen Willen lasse, und
64 Hungerk | und dies versprach man ihm ohne weiteres, eigentlich
65 Hungerk | wäre vielleicht länger bei ihm geblieben, wenn nicht in
66 Hungerk | schönste. Denn wenn sie bis zu ihm herangekommen waren, umtobte
67 Hungerk | mehr retten, man ging an ihm vorüber. Versuche, jemandem
68 Hungerk | erträumt hatte, und es gelang ihm ohne Mühe ganz so, wie er
69 Hungerk | sich herumwerfen zu sehn. Ihm fehlte nichts. Die Nahrung,
70 Hungerk | nichts. Die Nahrung, die ihm schmeckte, brachten ihm
71 Hungerk | ihm schmeckte, brachten ihm ohne langes Nachdenken die
72 Hungerk | weiten Raum zwischen mir und ihm; einen Wagen hatte ich,
73 Hungerk | ausdampfendem Körper. »Hilf ihm«, sagte ich, und das willige
74 Hungerk | reichen. Doch kaum war es bei ihm, umfaßt es der Knecht und
75 Hungerk | vielleicht krank ist. Ich gehe zu ihm, er lächelt mir entgegen,
76 Hungerk | entgegen, als brächte ich ihm etwa die allerstärkste Suppe -
77 Hungerk | Grabhügel kaum, er wurde ihm verdeckt durch Fahnen, deren
78 Hungerk | geschickte Hantierung gelang es ihm, mit dem gewöhnlichen Bleistift
79 Hungerk | er seine Waren ein, ist ihm schon alles entrissen und
80 Hungerk | Bett niederknien lassen und ihm die Botschaft ins Ohr geflüstert;
81 Hungerk | geflüstert; so sehr war ihm an ihr gelegen, daß er sich
82 Hungerk | überwinden; und gelänge ihm dies, nichts wäre gewonnen;
83 Hungerk | sich kämpfen; und gelänge ihm dies, nichts wäre gewonnen;
84 Hungerk | erst die Residenzstadt vor ihm, die Mitte der Welt, hochgeschüttet
85 Hungerk | heimische Natur vertrauter mit ihm zu sprechen als mit den
86 Hungerk | beherrschten Kunstsprung ins Wasser ihm nachmachen will. Bis zum
87 Hungerk | ist mein Verhältnis zu ihm nicht ungetrübt. Sein linkes
88 Hungerk | mir weh tut, sondern eine ihm irgendwie entsprechende
89 Hungerk | überdies noch zu einer andern, ihm für immer verlorenen, ist
90 Hungerk | und jeder ist versucht, ihm zuzunicken. Vielleicht durch
91 Hungerk | Schwätzer. Deshalb kommt man ihm nicht leicht bei. Ist er
92 Hungerk | Schwätzen. Doch spreche ich ihm eine gewisse selbstvergessene
93 Hungerk | mich doch väterlich eng mit ihm verbunden. Die Zeit hat
94 Hungerk | überall durchkommen, wo es ihm beliebt. Öfters hatte ich
95 Hungerk | auf Verführung ausgeht; ihm würde es genügen, sein Leben
96 Hungerk | lassen. Ist er in dieser von ihm bevorzugten Lage, dann spricht
97 Hungerk | Reden ganz leer. Man würde ihm abwinken, wenn man Hoffnung
98 Gleichn | nicht kennen, das auch von ihm nicht näher zu bezeichnen
99 Gleichn | der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht
100 Gleichn | bekommt. Der Türhüter gibt ihm einen Schemel und läßt ihn
101 Gleichn | öfters kleine Verhöre mit ihm an, fragt ihn über seine
102 Gleichn | und zum Schlusse sagt er ihm immer wieder, daß er ihn
103 Gleichn | und dieser erste scheint ihm das einzige Hindernis für
104 Gleichn | bittet er auch die Flöhe, ihm zu helfen und den Türhüter
105 Gleichn | nicht gestellt hat. Er winkt ihm zu, da er seinen erstarrenden
106 Gleichn | Türhüter muß sich tief zu ihm hinunterneigen, denn der
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