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Georg Simmel
Michelangelo als Dichter

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(Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen)


abgeg-liebe | liebt-zwies

    Absatz
1 4 | nicht ganz entziehen. Die abgegriffene Form der Madrigale und Sonette, 2 7 | eines Nachtwandlers an den Abgründen vorübergegangen zu sein, 3 7 | seines Schönheitsideales abhob. Und so ist denn seinem 4 11| wo die Hoffnung auf das absolute Glück noch lebendig ist. 5 15| Schwefel, Werg das Fleisch und ach,~Vernunft erlahmt und blind, 6 1 | gegenüber ist es manchmal ähnlich; mag es ein Gefühl eigner 7 4 | seine Bewunderung der Frauen ästhetisch oder erotisch war. Was man 8 17| Harmonie, an innerlicher und äußerlicher Ausgleichung seiner Lebensmomente 9 12| zwischen seinem Innern und Aeußern, den der Widerstand der 10 6 | Ausdruck gefunden hat. Vor allen Dingen scheint er, der Schönheitsfanatiker, 11 5 | sehr ergeben ist, wie denn allerdings auch ihm die Gewohnheit 12 17| hervorgeht; immer ist es nur das Allerinnerlichste, was er sucht, der Frieden 13 4 | Herbeirufen von Himmel und Hölle, allgemein angenommene Form war, von 14 4 | hören dürfen, wenn sie nicht allgemeine konventionelle Münze gewesen 15 6 | sich bewußt, mit seinem alten und häßlichen Antlitz nur 16 5 | wie sie ihn noch im späten Alter in Fesseln schlägt, so kann 17 17| Furchtsamkeit des hohen Alters hervorgeht; immer ist es 18 6 | armseliger erschiene; er bittet Amor, er möchte die Geliebte 19 9 | Jedem sein Schicksal von Anbeginn zugetheilt ist, so sei ihm 20 16| hassen, die er doch liebe und anbete.~ 21 13| dessen, den er auf Erden anbetet - wenn ihm auch, scheinbar 22 17| Lebensmomente war, was seine Anbetung der Frauen, insbesondere 23 1 | Beim Anblick erhabenster Naturschauspiele 24 6 | birgt und das Eine oder das Andere hervortritt, je nachdem 25 15| deutlicher als in irgend Anderem sich spiegele. Und so weit 26 8 | Austüftelung steht, sagt er: alle anderen Wesen würden am Tage erzeugt, 27 7 | Leiden geschwächt ist; und andererseits erscheint es ihm als das 28 8 | wie der Mensch über jedem andern Erzeugniß der Natur. Auch 29 15| Uebersetzung von Sophie Hasenclever anführe: Der Leib dem dürren Holze 30 3 | rührend. Bei einer lyrisch angelegten Persönlichkeit nehmen wir 31 4 | Himmel und Hölle, allgemein angenommene Form war, von der von vornherein 32 11| bekannt, wie sehr sie dazu angethan war, selbst einem Michelangelo 33 11| Gesellschaft, die den individuellen Anlagen auch der Frauen freieste 34 5 | Natur fehlt, das Leichte, Anmuthige, und etwas, was ich das 35 11| Glück gefunden hat, geht es annähernd so, und ihm, alt, enttäuscht, 36 13| Zusammenhange mit solchen Anschauungen der Gedanke kommt, ob nicht 37 15| malen und zu meißeln er sich anschicke, uns zum Himmel trage. Aber 38 6 | seinem alten und häßlichen Antlitz nur eine Folie ihrer Schönheit 39 5 | um so mehr an den Frauen anzieht; daher offenbar das Aufschauen 40 4 | sinnlich greifbare Gestalt anzubilden. Es ist das falscheste Bemühen, 41 11| Dem Monde gleich' ich, arm an eignem Scheine,~Den unsre 42 15| Gottesliebe nur, die ihre Arme~Am Kreuze ausstreckt, uns 43 6 | so strahlender, er um so armseliger erschiene; er bittet Amor, 44 6 | Häßliche, die Fülle und die Armseligkeit birgt und das Eine oder 45 1 | und von Malice bösester Art; dabei entschiedene Hypochondrie 46 7 | vergleichen, die uns von Raphael aufbewahrt sind. Auch in ihnen freilich 47 1 | nächsten Augenblick vor dieser Aufgabe zurück, entmuthigt, dieses 48 1 | kräftig und vielleicht heftig aufgetreten war, trotzdem er mit der 49 1 | die Seele sie ganz in sich aufnehmen, sinkt sie im nächsten Augenblick 50 1 | er mit der That stets der aufopferndste Sohn war, sagte er: So groß 51 5 | anzieht; daher offenbar das Aufschauen zu ihnen und nicht nur zu 52 17| ihm hinweg zu dem Höchsten aufsteigen ließ, indem sie ihre Versöhnung, 53 1 | und ungehobelt in seinem Auftreten und zeigte doch in seinen 54 7 | um einen einzigen Schmerz aufzuwiegen. Nichts Ergreifenderes als 55 15| besiegt durch Meisterhand,~Mir Aug' und Ohr bei der Geburt 56 1 | aufnehmen, sinkt sie im nächsten Augenblick vor dieser Aufgabe zurück, 57 6 | Rückert ihren klassischen Ausdruck gefunden hat. Vor allen 58 1 | nie erreichte Kraft des Ausdrucks zulangt, um uns gewissermaßen 59 4 | er doch der formelhaften Ausdrucksweise, die er gerade für erotische 60 11| und tiefste Empfindungen ausflossen; gerade daraus aber wird 61 7 | höchste Wunder, daß er, ein ausgedorrtes und verkohltes Holz, noch 62 1 | gegenüber gewissermaßen ausgelöscht, und wenn es eben noch schien, 63 7 | vollzogenen Bruch mit ihr ausgleichen zu wollen. Wie man von Raphael 64 17| innerlicher und äußerlicher Ausgleichung seiner Lebensmomente war, 65 11| ihm vor Allem mußte dieses Auslöschen des eignen Seins die nächstliegende 66 7 | Trügerische ihrer Versprechungen ausmalt, fügt er hinzu: ich sag' 67 10| überhaupt gewähren könnte, nicht ausreichen würde, die Gluth seiner 68 15| Göttlichen hinaus schließlich ausruft: Nicht Malen und nicht Meißeln 69 6 | haben, an der wohl nicht ausschließlich jener Faustschlag Schuld 70 6 | denn Liebe wolle gleiches Aussehen und gleiche Jugend. Er ist 71 12| sein Inneres auch nach Außen geben konnte, verhalf sie 72 1 | Und doch waren dies nur Außenseiten, die bei ihm mehr als bei 73 17| Unzulänglichkeiten in ihm und außer ihm hinweg zu dem Höchsten 74 15| die ihre Arme~Am Kreuze ausstreckt, uns darein zu schließen -~ 75 8 | zu seiner scholastischen Austüftelung steht, sagt er: alle anderen 76 1 | Mißbrauch seiner väterlichen Autorität verleidet hatte und dem 77 4 | Geist dem, was uns Alle bändigt, dem Trivialen, unterlegen 78 5 | himmelan,~Weit über meine Bahnen,~So hoch, daß kaum ich's 79 3 | Nur durch seine Gedichte bannt er jenen Hauch von Fremdheit 80 4 | Freundschaft oder Liebe war, scharf beantwortet werden kann, so wenig die, 81 11| Berührung mit den damaligen bedeutsamen Versuchen einer religiösen 82 13| gewissen Idee« (certa idea) bedienen müsse, die in seinem Geiste 83 1 | sie uns fesseln, oft eine Beengung, ein Fremdsein, ein leises 84 5 | er aus diesen sich nicht befreien, weil er durch Gewohnheit, 85 15| So oft er auch seine Begeisterung für die Schönheit ausspricht, 86 10| mit der kleinsten Gunst begnügen will, liegt doch das unbändige 87 11| Alles - dies ist durchaus begreiflich; jedem, der ein großes Glück 88 11| Umfang natürlich die Jahre begrenzten, in denen sie sich fanden - 89 4 | auf die unzweideutigen Begriffe bringen zu wollen, die wir 90 7 | Michelangelo sein Glück begrub, er, der die Häßlichkeit 91 5 | ihn zunächst quantitativ beherrscht haben, spricht er unzählige 92 6 | Es beherrschte ihn jene Empfindung, die 93 | Beim 94 11| gedemüthigt zu haben. Es ist bekannt, wie sehr sie dazu angethan 95 13| erinnert interessant an die bekannten Worte Raphaels, daß er, 96 4 | anzubilden. Es ist das falscheste Bemühen, solche Naturen und ihre 97 15| schwach,~Des Zügels los, bereit nur zum Ergötzen: Dazu die 98 13| Seele schwingt sich ihm, so berichtet er, oft nach den ersehnten 99 8 | erwiderte, als dieser von der berühmten »Nacht« gesagt hatte, sie 100 11| Entwickelung gewährte, die Berührung mit den damaligen bedeutsamen 101 1 | wenigsten zur Versöhnung und Beruhigung gekommen ist, so daß sie 102 10| wenn er nur seinen Genius besäße. Besser sei es, sagt er 103 1 | Michelangelo eingehender beschäftigen können, ohne solchem Mischgefühl 104 6 | je nachdem der Künstler beschaffen ist, so, meint er, ruhe 105 11| leidenschaftlich Stammeln beschränken mußte, in das allein ihm 106 5 | als er vorher war, wie das beschriebene Blatt werthvoller ist als 107 15| Himmel stammt~Und die Natur besiegt durch Meisterhand,~Mir Aug' 108 4 | lernte, muß es ihm eine besondere Gunst gewesen sein, daß 109 10| nur seinen Genius besäße. Besser sei es, sagt er einmal, 110 12| Liebe unsinnlich war, so betonte er auch die Unsinnlichkeit 111 8 | und Schande tödtlich uns betrafen,~Ist mir des Steines Starrheit 112 17| tiefe Erlösungsbedürftigkeit bewegt ihn, wie sie auch ein Beethoven 113 4 | aussprechen und in wie weit seine Bewunderung der Frauen ästhetisch oder 114 6 | gleiche Jugend. Er ist sich bewußt, mit seinem alten und häßlichen 115 13| schönheitserfüllten Seele sei, was ihn bezaubere. Dies erinnert interessant 116 8 | ihm wenige Verse so aus beziehungsreicher Tiefe gequollen, wie jene, 117 14| geahnt~Im Jenseits erst sich bietet unsern Augen.~ 118 12| Seelen. Wie Petrarka von dem Bilde Laura's von Simone Martini 119 4 | Mensch überhaupt besitzt, bilden, vielfach sich schneidend 120 12| wahren Kunst. Wenigstens bildlich verwendet er jene platonische 121 5 | in ihm, wie das goldene Bildwerk in der Form in die es gegossen 122 17| Schicksal der meisten seiner Bildwerke, nicht vollendet zu werden, 123 6 | Fülle und die Armseligkeit birgt und das Eine oder das Andere 124 | Bis 125 16| noch besonders um Kraft bitten muß, die Welt und ihre Schönheiten 126 6 | armseliger erschiene; er bittet Amor, er möchte die Geliebte 127 5 | war, wie das beschriebene Blatt werthvoller ist als das 128 7 | Michelangelo überhaupt nie zum blauen Himmel gekommen ist; das 129 15| ach,~Vernunft erlahmt und blind, die Seele schwach,~Des 130 8 | Glück das taube Ohr, der blinde Blick,~Drum schweige still 131 15| Glut auf einen Schlag~Dem Blitze gleich mich mag in Flammen 132 7 | Bild des Todes, Ende alles Bösen,~Mit dem die müde Seele 133 1 | Grobheit und von Malice bösester Art; dabei entschiedene 134 4 | unzweideutigen Begriffe bringen zu wollen, die wir auf weit 135 7 | drohenden oder vollzogenen Bruch mit ihr ausgleichen zu wollen. 136 7 | nur ein einziges großes Buch der Klage sind. Sein Herz 137 13| sich einer »gewissen Idee« (certa idea) bedienen müsse, die 138 4 | ganz und gar ist er jenem Charakter der Zeitpoesie nicht entgangen. 139 11| treffend die Empfindung charakterisirt, die er hundertmal ihr gegenüber 140 | dabei 141 7 | mildert dies nur einmal dahin, daß es das höchste Elend 142 11| Wer so lange unverstanden dahingelebt hat, wie es sein Schicksal 143 11| gewährte, die Berührung mit den damaligen bedeutsamen Versuchen einer 144 12| Darum war er ihr so dankbar, weil ihr gegenüber der 145 | dann 146 10| In einem Sonett, das er Dante weiht, möchte er gern alles 147 | daraus 148 6 | da er aber nur Trauriges darböte, so gewinne er auch nur 149 15| Am Kreuze ausstreckt, uns darein zu schließen -~er, der früher 150 4 | Leidenschaft und Konvention darstelle. So durfte er gewisse Dinge 151 4 | erhebt? Wer wird ein Urtheil darüber wagen, ob ein großer Geist 152 15| männlichen Herzens unwürdig darzustellen, und nur deshalb liebe er 153 17| Hinsicht den ganzen und dauernden Frieden gefunden hat oder 154 1 | die Medicäergräber, die Decke der Sixtinischen Kapelle 155 10| Hülle der konventionellen Demuth, die sich der Geliebten 156 16| der Himmel wirklich an uns denke und sich um uns kümmere. 157 15| Netzen!~Da ist's kein Wunder, denkst Du diesem nach,~Daß schon 158 | deren 159 6 | muß und die ihn um eben desselben willen nicht lieben kann. 160 15| Gott in ihr und freilich deutlicher als in irgend Anderem sich 161 4 | zusammenfallend, die Elemente seines Dichtens: seine Liebe, sein Leiden, 162 5 | Liebesempfinden, soweit er es dichterisch gestaltet hat, liegt ein 163 4 | war. Was man bei modernen Dichtern Gehirnsinnlichkeit genannt 164 4 | spielerischen Dilettantismus dienstbar war, füllte er zwar oft 165 | diesem 166 | diesen 167 4 | und einem spielerischen Dilettantismus dienstbar war, füllte er 168 6 | gefunden hat. Vor allen Dingen scheint er, der Schönheitsfanatiker, 169 7 | müden Geiste die Nacht der dolce tempo: Du Bild des Todes, 170 | Dort 171 12| Deinem Blick das Paradies;~Dorthin, wo unsre Seelen einst sich 172 7 | wieder nur zur Pointe, einen drohenden oder vollzogenen Bruch mit 173 8 | taube Ohr, der blinde Blick,~Drum schweige still und laß mich 174 4 | sagen, noch sie hätte hören dürfen, wenn sie nicht allgemeine 175 15| Hasenclever anführe: Der Leib dem dürren Holze gleich zu schätzen,~ 176 6 | auch sein Temperament, die düstere Melancholie seines Wesens, 177 1 | Manchem zurückgestoßen: ein düsteres, verschlossenes, herbes 178 7 | Glück, aber das ist nur ein Dunkel wie nach untergegangener 179 11| und sie Alles - dies ist durchaus begreiflich; jedem, der 180 15| dieser religiösen Ergebenheit durchgedrungen. Wie ein skeptischer Trotz 181 1 | von zartestem Empfinden durchgeistet, sein Inneres war; als sein 182 14| Liebe wie auf dem der Kunst durchmacht. Will mir zur Sehnsucht 183 4 | Konvention darstelle. So durfte er gewisse Dinge aussprechen, 184 13| Vorstellungsweise findet sich, das ebensowohl dem poetischen Reize eines 185 12| im Paradiese,~Daher die edle Frau herabgestiegen;~Dort 186 3 | Empfindens, vor dem ihr eherner Trotz geschmolzen ist - 187 | eigene 188 4 | füllte er zwar oft genug mit eigenstem, empfundenen Inhalt, aber 189 11| Monde gleich' ich, arm an eignem Scheine,~Den unsre Augen 190 11| mußte dieses Auslöschen des eignen Seins die nächstliegende 191 1 | ähnlich; mag es ein Gefühl eigner Kleinheit sein oder das 192 4 | Grund seiner tiefen und einfachen Wahrheit zum Gemeingut Aller 193 4 | wollen, die wir auf weit einfachere Erscheinungen hin geformt 194 1 | Niemand mit Michelangelo eingehender beschäftigen können, ohne 195 17| Versöhnung, ihren Ausgleich, ihre Einheit finden. Wir können nicht 196 4 | und ihre Aeußerungen auf einheitliche Ausdrücke, auf die unzweideutigen 197 11| enttäuscht, hoffnungslos und einsam, ihm vor Allem mußte dieses 198 1 | war als die Folge jener Einsamkeit, zu der die Größe verurtheilt; 199 | einst 200 7 | Himmel gekommen ist; das einzige Gedicht, das von einer vollständigen 201 7 | die eigentlich nur ein einziges großes Buch der Klage sind. 202 4 | und zusammenfallend, die Elemente seines Dichtens: seine Liebe, 203 7 | die Häßlichkeit so scharf empfand, weil sie sich von dem Hintergrunde 204 8 | allein würde in der Nacht empfangen und deshalb stände die Nacht 205 3 | Hilflosigkeit selbstvergessenen Empfindens, vor dem ihr eherner Trotz 206 6 | eigene Häßlichkeit tragisch empfunden zu haben, an der wohl nicht 207 4 | oft genug mit eigenstem, empfundenen Inhalt, aber ganz und gar 208 11| religiösen Reform in Italien, endlich der große Schmerz ihres 209 5 | Male sei sein Herz in Liebe entbrannt, sie sei ihm Gewohnheit 210 1 | Seelen in einer gewissen Entfernung halten, wie man sich nicht 211 15| sah, was mich mit Recht entflammt,~So trägt die Schuld von 212 4 | Charakter der Zeitpoesie nicht entgangen. Wer will überhaupt die 213 1 | vor dieser Aufgabe zurück, entmuthigt, dieses Gewaltige nicht 214 1 | Malice bösester Art; dabei entschiedene Hypochondrie und Mangel 215 7 | klingt die Klage um ein entschwundenes Glück, aber das ist nur 216 13| einer gewissen Unklarheit entsprießen mochte: er sehnt sich nach 217 13| müsse, die in seinem Geiste entsteht.~ 218 11| annähernd so, und ihm, alt, enttäuscht, hoffnungslos und einsam, 219 11| auch der Frauen freieste Entwickelung gewährte, die Berührung 220 4 | vorfand, sich nicht ganz entziehen. Die abgegriffene Form der 221 13| Himmel und dessen, den er auf Erden anbetet - wenn ihm auch, 222 4 | weit seine Verse wahre oder erdichtete Empfindung aussprechen und 223 7 | es und ich weiß es aus Erfahrung. Er nennt sich einen, der 224 9 | mit dem Lichte des Himmels erfüllt.~ 225 10| Leiden, das dessen Leben erfüllte, auf sich nehmen, würde 226 5 | den mal uso, ihr zu sehr ergeben ist, wie denn allerdings 227 15| er zu dieser religiösen Ergebenheit durchgedrungen. Wie ein 228 15| Zügels los, bereit nur zum Ergötzen: Dazu die Welt mit Ködern 229 3 | Aeußerungen mit tragischer Rührung ergreifen. Nur durch seine Gedichte 230 7 | Schmerz aufzuwiegen. Nichts Ergreifenderes als damit die wenigen Verse 231 4 | Leidenschaft, mit der er sie ergriff, und das künstlerische Vermögen, 232 1 | Beim Anblick erhabenster Naturschauspiele empfinden 233 5 | besitzt, ihn zu einer Höhe erheben sollen, die er für sich 234 4 | über das Konventionelle erhebt? Wer wird ein Urtheil darüber 235 11| er jetzt, wo er so viel erhielt, die Vorstellung hatte, 236 11| die Vorstellung hatte, er erhielte Alles, er sei nichts und 237 12| der ihm zu Grunde liegt, erhofft er erst von ihren Händen. 238 17| insbesondere der Vittoria Colonna, erklärt, so ist es nur der gleiche 239 3 | Fragen in seinen Versen erklingen mögen - sie allein weisen 240 15| Fleisch und ach,~Vernunft erlahmt und blind, die Seele schwach,~ 241 7 | dein Zaubertrank sie will erlösen.~ 242 17| gewähren kann; nur die tiefe Erlösungsbedürftigkeit bewegt ihn, wie sie auch 243 4 | der Frauen ästhetisch oder erotisch war. Was man bei modernen 244 4 | Ausdrucksweise, die er gerade für erotische Empfindungen schon fest 245 4 | gewisse Uebertriebenheit erotischer Ausdrücke, ein Herbeirufen 246 5 | sollen, die er für sich nicht erreichen kann. Seit diese Liebe über 247 1 | möchten; während ihre nie erreichte Kraft des Ausdrucks zulangt, 248 7 | geschwächt ist; und andererseits erscheint es ihm als das höchste Wunder, 249 1 | selbst bei Beethoven. Er erschien geizig und verschenkte im 250 6 | strahlender, er um so armseliger erschiene; er bittet Amor, er möchte 251 13| berichtet er, oft nach den ersehnten Regionen auf, wo die Schönheit 252 3 | nur aus seinen Gedichten ersichtlich und in seiner vollkommenen 253 9 | späteren Jahren - sein Herz erstarren läßt, während nur der Tag 254 15| diesem nach,~Daß schon die erste Glut auf einen Schlag~Dem 255 11| zusammen, um sie zu der ersten Frau Italiens zu machen, 256 12| Er kommt sich vor wie ein erstes unvollkommenes Modell aus 257 8 | gesagt hatte, sie würde erwachen und reden, wenn man sie 258 8 | denen er Giovanni Strozzi erwiderte, als dieser von der berühmten » 259 8 | Mensch über jedem andern Erzeugniß der Natur. Auch wo er an 260 8 | anderen Wesen würden am Tage erzeugt, die Sonne ließe alle Pflanzen 261 14| Sinnenschönheit durch die ewige Schönheit der Form hindurch 262 11| als es in der Jugend der Fall ist, wo man im Geben schon 263 4 | Gestalt anzubilden. Es ist das falscheste Bemühen, solche Naturen 264 11| es ihm war, wenn er einen fand. Daß er jetzt, wo er so 265 11| begrenzten, in denen sie sich fanden - er ein Sechsziger, sie 266 6 | nicht ausschließlich jener Faustschlag Schuld war, der ihm als 267 5 | offenbar, was seiner Natur fehlt, das Leichte, Anmuthige, 268 10| Aber auch ihm fehlte nicht der Ausgleich, den 269 8 | den Medicäergräbern eine Figur des »Tages« gebildet, ist 270 15| Blitze gleich mich mag in Flammen setzen. Wenn für die Kunst, 271 15| Herz wie Schwefel, Werg das Fleisch und ach,~Vernunft erlahmt 272 6 | häßlichen Antlitz nur eine Folie ihrer Schönheit zu sein, 273 4 | war, so konnte er doch der formelhaften Ausdrucksweise, die er gerade 274 4 | sie meinte. So wenig die Frage, ob seine Empfindung für 275 16| spricht er die Frau von Schuld frei, zu der die Liebe ihn vernichte, 276 11| Anlagen auch der Frauen freieste Entwickelung gewährte, die 277 3 | bannt er jenen Hauch von Fremdheit und Uebermenschlichkeit, 278 1 | oft eine Beengung, ein Fremdsein, ein leises Unbehagen; wir 279 1 | gegenüber zu der reinen Freude, mit der sich unser Gemüth 280 13| also zugleich des Gottes freuen wird, den er im Himmel und 281 11| Schmerz ihres Lebens, der frühe Verlust ihres Gatten, der 282 15| darein zu schließen -~er, der früher gesagt hatte, daß die Schönheit, 283 7 | Versprechungen ausmalt, fügt er hinzu: ich sag' es und 284 4 | sinnlich leidenschaftlichen Fühlens durch die Reflexion oder 285 4 | Dilettantismus dienstbar war, füllte er zwar oft genug mit eigenstem, 286 17| oft aus der Schwäche und Furchtsamkeit des hohen Alters hervorgeht; 287 4 | die einer oberflächlichen Galanterie und einem spielerischen 288 11| deren Freundschaft ihm das ganze nicht mehr gehoffte Glück 289 3 | Titanennatur uns plötzlich ihr ganzes Innere zeigt, mit aller 290 11| der frühe Verlust ihres Gatten, der ihrem Wesen eine unvergleichliche 291 14| Theil von ihr, der kaum geahnt~Im Jenseits erst sich bietet 292 6 | Spiegelbild - alt, häßlich, gebeugt von den Jahren und den Leiden, 293 14| gleiche Prozeß, den er auf dem Gebiet der Liebe wie auf dem der 294 13| nicht mehr an stolze Frauen gebunden sei - offenbar also jener 295 15| Mir Aug' und Ohr bei der Geburt gegeben, Wenn das ich sah, 296 4 | Drei Gedankenkreise, die innerlichsten, die 297 11| sich wirklich und innerlich gedemüthigt zu haben. Es ist bekannt, 298 7 | gekommen ist; das einzige Gedicht, das von einer vollständigen 299 3 | ergreifen. Nur durch seine Gedichte bannt er jenen Hauch von 300 4 | einfachere Erscheinungen hin geformt haben.~ 301 16| hätte, wenn alle unsere Gefühle und Leidenschaften ihm mißfielen; 302 13| solchen hin- und herspielenden Gefühles wie einer gewissen Unklarheit 303 6 | vielleicht gerade um dieses Gegensatzes willen lieben muß und die 304 5 | Bildwerk in der Form in die es gegossen ist. Denn wie man jenes 305 1 | geizig und verschenkte im Geheimen Vermögen; er war Geistlichen 306 6 | durch die Lyrik aller Zeiten gehend, durch Rückert ihren klassischen 307 4 | man bei modernen Dichtern Gehirnsinnlichkeit genannt hat, jene Hindurchleitung 308 11| ihm das ganze nicht mehr gehoffte Glück gab, dessen Umfang 309 1 | wir den Reichthum seines Geistes, die Tiefe seines Gemüthes, 310 4 | die Versinnlichung rein geistiger Probleme durch die Leidenschaft, 311 1 | Geheimen Vermögen; er war Geistlichen und Päpsten gegenüber selbstbewußt 312 1 | bei Beethoven. Er erschien geizig und verschenkte im Geheimen 313 4 | Göttlichen - alle drei oft gekreuzt und umspielt von den Ideen 314 4 | und einfachen Wahrheit zum Gemeingut Aller geworden ist? Gerade 315 1 | Freude, mit der sich unser Gemüth oft minder großen Erscheinungen 316 11| ungewöhnliche Naturanlage nach der gemüth-lichen wie nach der intellektuellen 317 1 | Geistes, die Tiefe seines Gemüthes, die Reinheit seines Idealismus. 318 4 | Dichtern Gehirnsinnlichkeit genannt hat, jene Hindurchleitung 319 10| hingeben, wenn er nur seinen Genius besäße. Besser sei es, sagt 320 11| ist, wo man im Geben schon Genügen findet und wo die Hoffnung 321 4 | Empfindungen schon fest geprägt vorfand, sich nicht ganz 322 17| er sucht, der Frieden der gequälten Seele, den die Welt ihr 323 8 | beziehungsreicher Tiefe gequollen, wie jene, mit denen er 324 11| nicht sicher an diese Frau gerichtet ist, aber recht treffend 325 10| verstände, viel zu verlieren als Geringfügiges zu gewinnen. Unter der Hülle 326 13| Schleier der Körperlichkeit gerissen sei. Auch ein gewisses Schwanken 327 10| er Dante weiht, möchte er gern alles Leiden, das dessen 328 3 | liebende Hingabe an das Gesammtbild seiner Persönlichkeit zu 329 1 | der uns in dem gewaltigen Gesammtbilde doppelt peinlich an alle 330 3 | vor dem ihr eherner Trotz geschmolzen ist - da ist der Kontrast 331 7 | es durch so viele Leiden geschwächt ist; und andererseits erscheint 332 11| einer Zeit und in einer Gesellschaft, die den individuellen Anlagen 333 4 | ihnen sinnlich greifbare Gestalt anzubilden. Es ist das falscheste 334 13| wohnen, die himmlischen Gestalten, die nicht nach Mann und 335 5 | soweit er es dichterisch gestaltet hat, liegt ein Gedanke zu 336 11| Frauen freieste Entwickelung gewährte, die Berührung mit den damaligen 337 1 | zurück, entmuthigt, dieses Gewaltige nicht zu begreifen, weil 338 1 | einem Mangel, der uns in dem gewaltigen Gesammtbilde doppelt peinlich 339 6 | nur Trauriges darböte, so gewinne er auch nur solches aus 340 10| verlieren als Geringfügiges zu gewinnen. Unter der Hülle der konventionellen 341 8 | wie jene, mit denen er Giovanni Strozzi erwiderte, als dieser 342 6 | Leiden, während sie sich glänzend und schön in den seinigen 343 1 | grob, und doch ein tief gläubiger Sohn der Kirche; er war 344 6 | gegen ihn, denn Liebe wolle gleiches Aussehen und gleiche Jugend. 345 10| Stolz und das Gefühl, wie gleichgiltig das Leiden gegenüber den 346 8 | Und mit einem Gleichniß, dessen Unverhülltheit in 347 10| nicht ausreichen würde, die Gluth seiner Leidenschaft zu stillen.~ 348 7 | dem sichern Schritte eines Göttersohnes oder eines Nachtwandlers 349 5 | Geliebten in ihm, wie das goldene Bildwerk in der Form in 350 13| er sich also zugleich des Gottes freuen wird, den er im Himmel 351 15| stillt mein Sehnen;~Die Gottesliebe nur, die ihre Arme~Am Kreuze 352 9 | sondern deshalb ein gewisses Grauen vor der Nacht empfindet, 353 4 | Vermögen, ihnen sinnlich greifbare Gestalt anzubilden. Es ist 354 4 | Wer will überhaupt die Grenze ziehen, an der das rein 355 1 | gegenüber selbstbewußt und sogar grob, und doch ein tief gläubiger 356 1 | Größe verurtheilt; Züge von Grobheit und von Malice bösester 357 1 | jener Einsamkeit, zu der die Größe verurtheilt; Züge von Grobheit 358 10| auf sich nehmen, würde das größte Glück der Erde hingeben, 359 1 | aufopferndste Sohn war, sagte er: So groß nur sind im Menschen Leid 360 1 | empfinden wir neben aller Großartigkeit und Schönheit, mit der sie 361 11| in Italien, endlich der große Schmerz ihres Lebens, der 362 4 | Urtheil darüber wagen, ob ein großer Geist dem, was uns Alle 363 4 | doch vielleicht nur auf Grund seiner tiefen und einfachen 364 12| erhofft er erst von ihren Händen. So war denn diese Liebe 365 6 | vermehre natürlich ihre Härte gegen ihn, denn Liebe wolle 366 6 | sich das Schöne und das Häßliche, die Fülle und die Armseligkeit 367 6 | bewußt, mit seinem alten und häßlichen Antlitz nur eine Folie ihrer 368 7 | Raphael sagen könnte, daß er häßlichkeitsblind war, so scheint er auch 369 5 | schmiedete; so fest, sagt er, hafte das Bild der Geliebten in 370 16| Waffen, ihn zu tödten, in die Hand gegeben hätte - und ein 371 15| Uebersetzung von Sophie Hasenclever anführe: Der Leib dem dürren 372 16| und ihre Schönheiten zu hassen, die er doch liebe und anbete.~ 373 | hast 374 3 | Gedichte bannt er jenen Hauch von Fremdheit und Uebermenschlichkeit, 375 5 | werthvoller ist als das leere. Du hebst mich himmelan,~Weit über 376 1 | genug kräftig und vielleicht heftig aufgetreten war, trotzdem 377 16| Zeit sich nur dem ewigen Heile zuwenden will, Gott noch 378 1 | empfinden, daß wir so ganz heimisch in ihr weder sind noch auch 379 12| Paradiese,~Daher die edle Frau herabgestiegen;~Dort sah er sie, daß von 380 1 | nahe an ein Schlachtgewühl heranwagt. Und so zieht uns auch seine 381 5 | Denn wie man jenes nur herauslösen kann, indem man die Form 382 4 | erotischer Ausdrücke, ein Herbeirufen von Himmel und Hölle, allgemein 383 1 | düsteres, verschlossenes, herbes Wesen, das mehr war als 384 4 | zu reden, wenn schon die hergebrachten für den reichsten Inhalt 385 13| Reize eines solchen hin- und herspielenden Gefühles wie einer gewissen 386 11| aus seinen Gedichten geht hervor, wie oft er sich auf ein 387 17| Furchtsamkeit des hohen Alters hervorgeht; immer ist es nur das Allerinnerlichste, 388 12| Widerstand der stumpfen Welt hervorrief, versöhnt wurde; indem er 389 6 | das Eine oder das Andere hervortritt, je nachdem der Künstler 390 15| eines weisen und männlichen Herzens unwürdig darzustellen, und 391 | hier 392 3 | mit aller Weichheit, aller Hilflosigkeit selbstvergessenen Empfindens, 393 9 | noch es mit dem Lichte des Himmels erfüllt.~ 394 12| Zügen~Sein irdisch Werk ein himmlisch Zeugniß wiese -~so meint 395 13| Formen der Dinge wohnen, die himmlischen Gestalten, die nicht nach 396 13| poetischen Reize eines solchen hin- und herspielenden Gefühles 397 | hinaus 398 1 | Leidenschaften noch über den Stein hinausragen und daß der Künstler am 399 14| ewige Schönheit der Form hindurch zum Himmel weist, so trägt 400 4 | Gehirnsinnlichkeit genannt hat, jene Hindurchleitung sinnlich leidenschaftlichen 401 3 | der uns sonst die liebende Hingabe an das Gesammtbild seiner 402 10| das größte Glück der Erde hingeben, wenn er nur seinen Genius 403 3 | die Aeußerungen zarter und hingebender Empfindungen als selbstverständlich 404 3 | überraschenden Weichheit und Hingegebenheit nun doppelt rührend. Bei 405 1 | Erscheinungen traulich und treulich hingiebt. Vielleicht wird sich Niemand 406 7 | daß tausend Freuden nicht hinreichten, um einen einzigen Schmerz 407 17| nicht sagen, ob er in dieser Hinsicht den ganzen und dauernden 408 7 | empfand, weil sie sich von dem Hintergrunde seines Schönheitsideales 409 17| Unzulänglichkeiten in ihm und außer ihm hinweg zu dem Höchsten aufsteigen 410 4 | Liebe, sein Leiden, seine Hinwendung zum Göttlichen - alle drei 411 | hinzu 412 5 | Weit über meine Bahnen,~So hoch, daß kaum ich's ahnen,~Viel 413 8 | mir des Steines Starrheit höchstes Glück,~Ein Glück das taube 414 5 | nicht besitzt, ihn zu einer Höhe erheben sollen, die er für 415 4 | Herbeirufen von Himmel und Hölle, allgemein angenommene Form 416 4 | er sagen, noch sie hätte hören dürfen, wenn sie nicht allgemeine 417 11| Genügen findet und wo die Hoffnung auf das absolute Glück noch 418 11| und ihm, alt, enttäuscht, hoffnungslos und einsam, ihm vor Allem 419 11| ausgesprochen hat: Dein Wille hohe Frau ist auch der meine,~ 420 17| Schwäche und Furchtsamkeit des hohen Alters hervorgeht; immer 421 7 | ausgedorrtes und verkohltes Holz, noch einmal Liebesblüthen 422 15| anführe: Der Leib dem dürren Holze gleich zu schätzen,~Das 423 11| Empfindung charakterisirt, die er hundertmal ihr gegenüber ausgesprochen 424 1 | Art; dabei entschiedene Hypochondrie und Mangel an persönlichem 425 13| einer »gewissen Idee« (certa idea) bedienen müsse, die in 426 13| Gedanke kommt, ob nicht das Idealbild des Schönen, das sein Geist 427 11| einem Michelangelo neue Ideale zu zeigen. Eine ungewöhnliche 428 4 | umspielt von den Ideen und Idealen seines Künstlerthums. So 429 1 | Gemüthes, die Reinheit seines Idealismus. Aber näher tretend werden 430 6 | sie ihm mißfalle und sich ihrerseits in ihn verliebe. Aber nicht 431 4 | ziehen, an der das rein Individuelle sich über das Konventionelle 432 11| einer Gesellschaft, die den individuellen Anlagen auch der Frauen 433 17| ein Mangel an Harmonie, an innerlicher und äußerlicher Ausgleichung 434 4 | Drei Gedankenkreise, die innerlichsten, die der Mensch überhaupt 435 17| seine Anbetung der Frauen, insbesondere der Vittoria Colonna, erklärt, 436 12| konnte, verhalf sie ihm insoweit zur Harmonie mit sich selbst. 437 11| gemüth-lichen wie nach der intellektuellen Seite hin, die Stellung 438 13| bezaubere. Dies erinnert interessant an die bekannten Worte Raphaels, 439 12| von den schönen Zügen~Sein irdisch Werk ein himmlisch Zeugniß 440 15| Prozeß, daß er über alle irdische Verkörperung des Göttlichen 441 11| einer religiösen Reform in Italien, endlich der große Schmerz 442 11| um sie zu der ersten Frau Italiens zu machen, zu der Einzigen, 443 | Ja 444 6 | das Andere hervortritt, je nachdem der Künstler beschaffen 445 4 | am Meisten verschmähen um jeden Preis in originellen Formen 446 5 | ahnen,~Viel weniger noch es jemals sagen kann.~ 447 | jenem 448 3 | seine Gedichte bannt er jenen Hauch von Fremdheit und 449 14| ihr, der kaum geahnt~Im Jenseits erst sich bietet unsern 450 | jetzt 451 6 | Schuld war, der ihm als jungem Manne das Nasenbein zerschmetterte. 452 15| Himmel trage. Aber nicht ohne Kämpfe und Zweifel war er zu dieser 453 1 | die Decke der Sixtinischen Kapelle geschaffen hat, so ahnen 454 8 | Sonne ließe alle Pflanzen keimen; der Mensch allein würde 455 | kein 456 4 | Als er Vittoria Colonna kennen und lieben lernte, muß es 457 5 | Gewohnheit offenbar die Ketten verstählt hat, die die Liebe 458 1 | tief gläubiger Sohn der Kirche; er war unliebenswürdig 459 13| gewisses Schwanken zwischen der kirchlich religiösen und der pantheistischen 460 6 | gehend, durch Rückert ihren klassischen Ausdruck gefunden hat. Vor 461 1 | mag es ein Gefühl eigner Kleinheit sein oder das Mißbehagen 462 10| Geliebten gegenüber mit der kleinsten Gunst begnügen will, liegt 463 15| Ergötzen: Dazu die Welt mit Ködern und mit Netzen!~Da ist's 464 7 | einmal Liebesblüthen tragen könne. Wenn er die Leerheit der 465 13| wartet, wenn der Schleier der Körperlichkeit gerissen sei. Auch ein gewisses 466 1 | erinnert - kurz, nicht immer kommen wir solchen Persönlichkeiten 467 11| selten Menschen nur sein konnten, die ihn ganz verstanden, 468 4 | zwischen Leidenschaft und Konvention darstelle. So durfte er 469 10| gewinnen. Unter der Hülle der konventionellen Demuth, die sich der Geliebten 470 1 | gegenüber er selbst oft genug kräftig und vielleicht heftig aufgetreten 471 15| Gottesliebe nur, die ihre Arme~Am Kreuze ausstreckt, uns darein zu 472 16| uns denke und sich um uns kümmere. Und so schwer löst sich 473 4 | er sie ergriff, und das künstlerische Vermögen, ihnen sinnlich 474 4 | Ideen und Idealen seines Künstlerthums. So innerlich aber sein 475 6 | kann. Wie in dem Stoff des Kunstwerks sich das Schöne und das 476 1 | Unzulänglichkeit erinnert - kurz, nicht immer kommen wir 477 9 | Jahren - sein Herz erstarren läßt, während nur der Tag noch 478 11| einer Nonne führte. Wer so lange unverstanden dahingelebt 479 8 | Drum schweige still und laß mich schlafen, schlafen.~ 480 5 | Geist das geliebte Bild nur lassen können, wenn er selbst zerbrochen 481 1 | der ihm das Leben durch launenhaftes Temperament, durch Undankbarkeit 482 12| Wie Petrarka von dem Bilde Laura's von Simone Martini sagte: 483 11| das absolute Glück noch lebendig ist. Gerade aus seinen Gedichten 484 9 | der er selbst gleiche, als Lebensgebiet mitgegeben - so ist es denn 485 17| äußerlicher Ausgleichung seiner Lebensmomente war, was seine Anbetung 486 11| Schicksal war, immer nur von dem lebte, was er selbst gab, der 487 5 | werthvoller ist als das leere. Du hebst mich himmelan,~ 488 7 | tragen könne. Wenn er die Leerheit der irdischen Freuden, das 489 15| Hasenclever anführe: Der Leib dem dürren Holze gleich 490 5 | seiner Natur fehlt, das Leichte, Anmuthige, und etwas, was 491 2 | Wie er sie tiefer oder leichter fühlt:~Mein Fühlen liest 492 11| wie oft er sich auf ein leidenschaftlich Stammeln beschränken mußte, 493 4 | Hindurchleitung sinnlich leidenschaftlichen Fühlens durch die Reflexion 494 10| Ausgleich, den die Natur auf so leidensvollen Wegen mitzugeben pflegt: 495 1 | Beengung, ein Fremdsein, ein leises Unbehagen; wir fühlen uns 496 4 | Colonna kennen und lieben lernte, muß es ihm eine besondere 497 9 | der Tag noch es mit dem Lichte des Himmels erfüllt.~ 498 3 | Uebermenschlichkeit, der uns sonst die liebende Hingabe an das Gesammtbild 499 7 | verkohltes Holz, noch einmal Liebesblüthen tragen könne. Wenn er die 500 5 | zerstückt würde. Seinem ganzen Liebesempfinden, soweit er es dichterisch


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