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| Georg Simmel Michelangelo als Dichter IntraText - Konkordanzen (Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen) |
Absatz
501 12| unsre Seelen einst sich liebten,~Führt mich der Weg, den 502 17| dem Höchsten aufsteigen ließ, indem sie ihre Versöhnung, 503 8 | Tage erzeugt, die Sonne ließe alle Pflanzen keimen; der 504 2 | leichter fühlt:~Mein Fühlen liest nur Gott in meinem Herzen.~ 505 11| schweigst, spricht meine Lippe nicht. Dem Monde gleich' 506 16| uns kümmere. Und so schwer löst sich sein Herz von den irdischen 507 15| Seele schwach,~Des Zügels los, bereit nur zum Ergötzen: 508 16| Verzweiflung über die an die Lügen der Welt verschwendete Zeit 509 6 | ihr sein Leid und seine Lust; da er aber nur Trauriges 510 6 | Empfindung, die durch die Lyrik aller Zeiten gehend, durch 511 3 | doppelt rührend. Bei einer lyrisch angelegten Persönlichkeit 512 3 | durch den uns auch rein lyrische Aeußerungen mit tragischer 513 4 | Die abgegriffene Form der Madrigale und Sonette, die einer oberflächlichen 514 1 | auch seine Persönlichkeit mächtig an; schon wenn wir nichts 515 15| niedrig und eines weisen und männlichen Herzens unwürdig darzustellen, 516 1 | Züge von Grobheit und von Malice bösester Art; dabei entschiedene 517 1 | näher tretend werden wir von Manchem zurückgestoßen: ein düsteres, 518 | manchmal 519 | Mann 520 6 | war, der ihm als jungem Manne das Nasenbein zerschmetterte. 521 12| Bilde Laura's von Simone Martini sagte: Doch war mein Meister 522 1 | als daß er den Moses, die Medicäergräber, die Decke der Sixtinischen 523 8 | Natur. Auch wo er an den Medicäergräbern eine Figur des »Tages« gebildet, 524 2 | Fühlen liest nur Gott in meinem Herzen.~ 525 4 | konnte, wie ernst er sie meinte. So wenig die Frage, ob 526 12| Martini sagte: Doch war mein Meister wohl im Paradiese,~Daher 527 15| die Natur besiegt durch Meisterhand,~Mir Aug' und Ohr bei der 528 6 | Temperament, die düstere Melancholie seines Wesens, empfindet 529 1 | doppelt peinlich an alle menschliche Unzulänglichkeit erinnert - 530 7 | zum Elend geboren ist und mildert dies nur einmal dahin, daß 531 1 | der sich unser Gemüth oft minder großen Erscheinungen traulich 532 1 | beschäftigen können, ohne solchem Mischgefühl öfters zu unterliegen. Seine 533 17| Ende des Lebens in seiner Missa solemnis ausgesprochen hat. 534 1 | Kleinheit sein oder das Mißbehagen an allem Unbegreiflichen, 535 1 | durch Undankbarkeit und Mißbrauch seiner väterlichen Autorität 536 6 | häßlich machen, damit sie ihm mißfalle und sich ihrerseits in ihn 537 16| Gefühle und Leidenschaften ihm mißfielen; so spricht er die Frau 538 9 | gleiche, als Lebensgebiet mitgegeben - so ist es denn auch völlig 539 10| auf so leidensvollen Wegen mitzugeben pflegt: der Stolz und das 540 13| gewissen Unklarheit entsprießen mochte: er sehnt sich nach dem 541 12| ein erstes unvollkommenes Modell aus niedrigem Stoffe; die 542 4 | erotisch war. Was man bei modernen Dichtern Gehirnsinnlichkeit 543 7 | völlige Vorwegnahme des modernsten Pessimismus, wenn er ausspricht, 544 1 | weder sind noch auch sein möchten; während ihre nie erreichte 545 3 | seinen Versen erklingen mögen - sie allein weisen doch 546 11| spricht meine Lippe nicht. Dem Monde gleich' ich, arm an eignem 547 1 | ihm wissen, als daß er den Moses, die Medicäergräber, die 548 7 | denn seinem des Treibens müden Geiste die Nacht der dolce 549 4 | allgemeine konventionelle Münze gewesen wären, so daß ihm 550 13| Idee« (certa idea) bedienen müsse, die in seinem Geiste entsteht.~ 551 5 | und etwas, was ich das Musikalische nennen möchte, das ihn um 552 1 | und Mangel an persönlichem Muth. Und doch waren dies nur 553 13| überhimmlische Raum des platonischen Mythus, in dem die Ideen, die reinen 554 | nachdem 555 7 | Göttersohnes oder eines Nachtwandlers an den Abgründen vorübergegangen 556 4 | ihm so zu sagen Niemand nachweisen konnte, wie ernst er sie 557 1 | aufnehmen, sinkt sie im nächsten Augenblick vor dieser Aufgabe 558 11| Auslöschen des eignen Seins die nächstliegende Empfindung sein. Ich wähle 559 1 | seines Idealismus. Aber näher tretend werden wir von Manchem 560 1 | halten, wie man sich nicht nahe an ein Schlachtgewühl heranwagt. 561 1 | gekommen ist, so daß sie namentlich schwächlichere Seelen in 562 6 | ihm als jungem Manne das Nasenbein zerschmetterte. In den Augen 563 11| zeigen. Eine ungewöhnliche Naturanlage nach der gemüth-lichen wie 564 4 | falscheste Bemühen, solche Naturen und ihre Aeußerungen auf 565 1 | Beim Anblick erhabenster Naturschauspiele empfinden wir neben aller 566 | neben 567 5 | was ich das Musikalische nennen möchte, das ihn um so mehr 568 7 | weiß es aus Erfahrung. Er nennt sich einen, der zum Elend 569 15| Welt mit Ködern und mit Netzen!~Da ist's kein Wunder, denkst 570 11| selbst einem Michelangelo neue Ideale zu zeigen. Eine ungewöhnliche 571 1 | zulangt, um uns gewissermaßen niederzuzwingen, fühlen wir, wie ihre Gedanken 572 15| Sinnen wohnende Schönheit als niedrig und eines weisen und männlichen 573 12| unvollkommenes Modell aus niedrigem Stoffe; die Vollendung zum 574 11| Vierzigerin, die das Leben einer Nonne führte. Wer so lange unverstanden 575 4 | Madrigale und Sonette, die einer oberflächlichen Galanterie und einem spielerischen 576 1 | ohne solchem Mischgefühl öfters zu unterliegen. Seine Werke 577 4 | verschmähen um jeden Preis in originellen Formen zu reden, wenn schon 578 1 | er war Geistlichen und Päpsten gegenüber selbstbewußt und 579 13| kirchlich religiösen und der pantheistischen Vorstellungsweise findet 580 12| hast in Deinem Blick das Paradies;~Dorthin, wo unsre Seelen 581 1 | gewaltigen Gesammtbilde doppelt peinlich an alle menschliche Unzulänglichkeit 582 1 | Hypochondrie und Mangel an persönlichem Muth. Und doch waren dies 583 1 | immer kommen wir solchen Persönlichkeiten gegenüber zu der reinen 584 6 | tragischem Gegensatz gegen die Person, die er nun doch einmal 585 12| Präexistenz der Seelen. Wie Petrarka von dem Bilde Laura's von 586 8 | erzeugt, die Sonne ließe alle Pflanzen keimen; der Mensch allein 587 10| leidensvollen Wegen mitzugeben pflegt: der Stolz und das Gefühl, 588 12| religiösen, wie nach der philosophischen Seite hin. Wie diese Liebe 589 12| bildlich verwendet er jene platonische Idee von der Präexistenz 590 13| überhimmlische Raum des platonischen Mythus, in dem die Ideen, 591 13| sich, das ebensowohl dem poetischen Reize eines solchen hin- 592 7 | hat doch wieder nur zur Pointe, einen drohenden oder vollzogenen 593 12| platonische Idee von der Präexistenz der Seelen. Wie Petrarka 594 4 | reichsten Inhalt die reinste Prägung sind. Als er Vittoria Colonna 595 4 | Meisten verschmähen um jeden Preis in originellen Formen zu 596 4 | Versinnlichung rein geistiger Probleme durch die Leidenschaft, 597 5 | Empfindungen der Liebe ihn zunächst quantitativ beherrscht haben, spricht 598 13| interessant an die bekannten Worte Raphaels, daß er, um eine schöne 599 13| also jener überhimmlische Raum des platonischen Mythus, 600 13| sie selbst, sondern ein Reflex seiner schönheitserfüllten 601 4 | leidenschaftlichen Fühlens durch die Reflexion oder gar den Ursprung aus 602 11| Versuchen einer religiösen Reform in Italien, endlich der 603 13| oft nach den ersehnten Regionen auf, wo die Schönheit wohne, 604 4 | die hergebrachten für den reichsten Inhalt die reinste Prägung 605 1 | geschaffen hat, so ahnen wir den Reichthum seines Geistes, die Tiefe 606 1 | Tiefe seines Gemüthes, die Reinheit seines Idealismus. Aber 607 4 | den reichsten Inhalt die reinste Prägung sind. Als er Vittoria 608 1 | unterliegen. Seine Werke reißen uns widerstandslos in eine 609 13| ebensowohl dem poetischen Reize eines solchen hin- und herspielenden 610 16| sein Herz von den irdischen Reizen, daß er selbst ganz spät, 611 17| vollendet zu werden, nach dieser Richtung hin nicht auch das Schicksal 612 12| weil ihr gegenüber der Riß zwischen seinem Innern und 613 3 | Der innere Roman seines Lebens ist nur aus 614 6 | aller Zeiten gehend, durch Rückert ihren klassischen Ausdruck 615 3 | Hingegebenheit nun doppelt rührend. Bei einer lyrisch angelegten 616 3 | Aeußerungen mit tragischer Rührung ergreifen. Nur durch seine 617 6 | beschaffen ist, so, meint er, ruhe in ihr sein Leid und seine 618 7 | ausmalt, fügt er hinzu: ich sag' es und ich weiß es aus 619 15| dem dürren Holze gleich zu schätzen,~Das Herz wie Schwefel, 620 8 | weckte: Nun Schmach und Schande tödtlich uns betrafen,~Ist 621 13| anbetet - wenn ihm auch, scheinbar im Gegensatz und doch im 622 11| gleich' ich, arm an eignem Scheine,~Den unsre Augen nicht am 623 1 | man sich nicht nahe an ein Schlachtgewühl heranwagt. Und so zieht 624 5 | späten Alter in Fesseln schlägt, so kann er aus diesen sich 625 15| die erste Glut auf einen Schlag~Dem Blitze gleich mich mag 626 13| Leben unser wartet, wenn der Schleier der Körperlichkeit gerissen 627 15| ausstreckt, uns darein zu schließen -~er, der früher gesagt 628 11| Empfindung sein. Ich wähle die Schlußzeilen eines Sonettes, das zwar 629 8 | wenn man sie weckte: Nun Schmach und Schande tödtlich uns 630 1 | sind im Menschen Leid und Schmerzen,~ 631 5 | verstählt hat, die die Liebe schmiedete; so fest, sagt er, hafte 632 4 | ihrer größten Fülle sich schneiden, mag es am Meisten verschmähen 633 4 | besitzt, bilden, vielfach sich schneidend und zusammenfallend, die 634 16| bitten muß, die Welt und ihre Schönheiten zu hassen, die er doch liebe 635 13| sondern ein Reflex seiner schönheitserfüllten Seele sei, was ihn bezaubere. 636 6 | allen Dingen scheint er, der Schönheitsfanatiker, seine eigene Häßlichkeit 637 7 | dem Hintergrunde seines Schönheitsideales abhob. Und so ist denn seinem 638 10| Nichts. Ja, wie ihm das Schönste gerade schön genug ist, 639 12| Kunstwerk, zur Schönheit des Schöpfergedankens, der ihm zu Grunde liegt, 640 4 | unterlegen ist, oder ob er es schöpferisch aus sich wiederholte, da 641 8 | wunderlichem Kontrast zu seiner scholastischen Austüftelung steht, sagt 642 7 | er auch mit dem sichern Schritte eines Göttersohnes oder 643 15| Seelenbrand,~Der, der mich schuf, um in der Glut zu leben.~ 644 15| erlahmt und blind, die Seele schwach,~Des Zügels los, bereit 645 17| Zukreuzekriechen, das so oft aus der Schwäche und Furchtsamkeit des hohen 646 1 | ist, so daß sie namentlich schwächlichere Seelen in einer gewissen 647 13| gerissen sei. Auch ein gewisses Schwanken zwischen der kirchlich religiösen 648 15| zu schätzen,~Das Herz wie Schwefel, Werg das Fleisch und ach,~ 649 8 | der blinde Blick,~Drum schweige still und laß mich schlafen, 650 11| mein Empfinden,~Und wenn Du schweigst, spricht meine Lippe nicht. 651 16| sich um uns kümmere. Und so schwer löst sich sein Herz von 652 13| Die Seele schwingt sich ihm, so berichtet er, 653 11| sie sich fanden - er ein Sechsziger, sie eine Vierzigerin, die 654 15| trägt die Schuld von solchem Seelenbrand,~Der, der mich schuf, um 655 11| selbst gab, der empfindet den Segen einer Natur, die ihm nun 656 15| nicht Meißeln stillt mein Sehnen;~Die Gottesliebe nur, die 657 13| Unklarheit entsprießen mochte: er sehnt sich nach dem Zusammensein 658 6 | glänzend und schön in den seinigen spiegelt. Dieser Gegensatz 659 11| dieses Auslöschen des eignen Seins die nächstliegende Empfindung 660 | Seit 661 1 | Geistlichen und Päpsten gegenüber selbstbewußt und sogar grob, und doch 662 3 | Weichheit, aller Hilflosigkeit selbstvergessenen Empfindens, vor dem ihr 663 3 | hingebender Empfindungen als selbstverständlich hin; wo aber eine unnahbare 664 11| aber wird verständlich, wie selten Menschen nur sein konnten, 665 15| gleich mich mag in Flammen setzen. Wenn für die Kunst, die 666 11| Sonettes, das zwar nicht sicher an diese Frau gerichtet 667 7 | scheint er auch mit dem sichern Schritte eines Göttersohnes 668 6 | den Augen der Geliebten sieht er sein Spiegelbild - alt, 669 12| von dem Bilde Laura's von Simone Martini sagte: Doch war 670 1 | ganz in sich aufnehmen, sinkt sie im nächsten Augenblick 671 15| nicht müde, die nur in den Sinnen wohnende Schönheit als niedrig 672 14| Wie die Kunst ihn von der Sinnenschönheit durch die ewige Schönheit 673 1 | Medicäergräber, die Decke der Sixtinischen Kapelle geschaffen hat, 674 15| durchgedrungen. Wie ein skeptischer Trotz klingt jenes Sonett, 675 | solche 676 6 | so gewinne er auch nur solches aus ihr.~ 677 17| des Lebens in seiner Missa solemnis ausgesprochen hat. Wenn 678 5 | ihn zu einer Höhe erheben sollen, die er für sich nicht erreichen 679 4 | abgegriffene Form der Madrigale und Sonette, die einer oberflächlichen 680 11| wähle die Schlußzeilen eines Sonettes, das zwar nicht sicher an 681 | sonst 682 15| in der Uebersetzung von Sophie Hasenclever anführe: Der 683 5 | ganzen Liebesempfinden, soweit er es dichterisch gestaltet 684 | sowohl 685 16| Reizen, daß er selbst ganz spät, wo er voll Verzweiflung 686 5 | und wie sie ihn noch im späten Alter in Fesseln schlägt, 687 9 | vielleicht besonders in späteren Jahren - sein Herz erstarren 688 6 | Geliebten sieht er sein Spiegelbild - alt, häßlich, gebeugt 689 15| als in irgend Anderem sich spiegele. Und so weit führt ihn dieser 690 6 | und schön in den seinigen spiegelt. Dieser Gegensatz vermehre 691 4 | oberflächlichen Galanterie und einem spielerischen Dilettantismus dienstbar 692 11| meine,~Aus Deinem Herzen sproßet mein Empfinden,~Und wenn 693 8 | Nacht empfangen und deshalb stände die Nacht über dem Tage, 694 11| geben hat, unendlich viel stärker, als es in der Jugend der 695 11| auf ein leidenschaftlich Stammeln beschränken mußte, in das 696 15| Kunst, die aus dem Himmel stammt~Und die Natur besiegt durch 697 1 | im Gegensatz zum Innern standen, mehr vielleicht noch als 698 1 | Inneres war; als sein Vater starb, der ihm das Leben durch 699 8 | betrafen,~Ist mir des Steines Starrheit höchstes Glück,~Ein Glück 700 8 | scholastischen Austüftelung steht, sagt er: alle anderen Wesen 701 8 | uns betrafen,~Ist mir des Steines Starrheit höchstes Glück,~ 702 11| intellektuellen Seite hin, die Stellung in einer Zeit und in einer 703 1 | trotzdem er mit der That stets der aufopferndste Sohn war, 704 8 | blinde Blick,~Drum schweige still und laß mich schlafen, schlafen.~ 705 10| Gluth seiner Leidenschaft zu stillen.~ 706 15| Malen und nicht Meißeln stillt mein Sehnen;~Die Gottesliebe 707 6 | lieben kann. Wie in dem Stoff des Kunstwerks sich das 708 12| unvollkommenes Modell aus niedrigem Stoffe; die Vollendung zum Kunstwerk, 709 10| Wegen mitzugeben pflegt: der Stolz und das Gefühl, wie gleichgiltig 710 13| wohne, die nicht mehr an stolze Frauen gebunden sei - offenbar 711 4 | Geist und der, in dem die Strahlen der Volksseele in ihrer 712 6 | zu sein, damit sie um so strahlender, er um so armseliger erschiene; 713 11| nicht am Himmel finden,~Strahlt Sonne ihn nicht an mit ihrem 714 7 | Mit dem die müde Seele streiten muß,~Bis daß dein Zaubertrank 715 8 | jene, mit denen er Giovanni Strozzi erwiderte, als dieser von 716 12| den der Widerstand der stumpfen Welt hervorrief, versöhnt 717 17| Allerinnerlichste, was er sucht, der Frieden der gequälten 718 9 | erstarren läßt, während nur der Tag noch es mit dem Lichte des 719 8 | Medicäergräbern eine Figur des »Tages« gebildet, ist es so zu 720 8 | höchstes Glück,~Ein Glück das taube Ohr, der blinde Blick,~Drum 721 14| Sehnsucht Deine Schönheit taugen,~Es ist der Theil von ihr, 722 7 | wenn er ausspricht, daß tausend Freuden nicht hinreichten, 723 7 | Geiste die Nacht der dolce tempo: Du Bild des Todes, Ende 724 1 | war, trotzdem er mit der That stets der aufopferndste 725 14| Schönheit taugen,~Es ist der Theil von ihr, der kaum geahnt~ 726 1 | sogar grob, und doch ein tief gläubiger Sohn der Kirche; 727 2 | Wie er sie tiefer oder leichter fühlt:~Mein 728 11| ihm höchste Gedanken und tiefste Empfindungen ausflossen; 729 3 | wo aber eine unnahbare Titanennatur uns plötzlich ihr ganzes 730 7 | dolce tempo: Du Bild des Todes, Ende alles Bösen,~Mit dem 731 16| Schönheit die Waffen, ihn zu tödten, in die Hand gegeben hätte - 732 8 | Nun Schmach und Schande tödtlich uns betrafen,~Ist mir des 733 15| anschicke, uns zum Himmel trage. Aber nicht ohne Kämpfe 734 7 | noch einmal Liebesblüthen tragen könne. Wenn er die Leerheit 735 6 | seine eigene Häßlichkeit tragisch empfunden zu haben, an der 736 6 | Wesens, empfindet er in tragischem Gegensatz gegen die Person, 737 3 | lyrische Aeußerungen mit tragischer Rührung ergreifen. Nur durch 738 1 | minder großen Erscheinungen traulich und treulich hingiebt. Vielleicht 739 6 | seine Lust; da er aber nur Trauriges darböte, so gewinne er auch 740 11| gerichtet ist, aber recht treffend die Empfindung charakterisirt, 741 7 | Und so ist denn seinem des Treibens müden Geiste die Nacht der 742 1 | seines Idealismus. Aber näher tretend werden wir von Manchem zurückgestoßen: 743 1 | Erscheinungen traulich und treulich hingiebt. Vielleicht wird 744 4 | was uns Alle bändigt, dem Trivialen, unterlegen ist, oder ob 745 7 | der irdischen Freuden, das Trügerische ihrer Versprechungen ausmalt, 746 13| sei - offenbar also jener überhimmlische Raum des platonischen Mythus, 747 3 | Hauch von Fremdheit und Uebermenschlichkeit, der uns sonst die liebende 748 3 | Verinnerlichung, seiner überraschenden Weichheit und Hingegebenheit 749 15| Sonett, das ich hier in der Uebersetzung von Sophie Hasenclever anführe: 750 4 | Verhältniß zwischen Ernst und Uebertreibung, zwischen Leidenschaft und 751 4 | gewesen sein, daß eine gewisse Uebertriebenheit erotischer Ausdrücke, ein 752 11| gehoffte Glück gab, dessen Umfang natürlich die Jahre begrenzten, 753 4 | ihm vorhanden; aber auch umgekehrt die Versinnlichung rein 754 4 | alle drei oft gekreuzt und umspielt von den Ideen und Idealen 755 10| begnügen will, liegt doch das unbändige Gefühl des: Alles oder Nichts. 756 1 | das Mißbehagen an allem Unbegreiflichen, oder an einem Mangel, der 757 1 | ein Fremdsein, ein leises Unbehagen; wir fühlen uns ihnen gegenüber 758 1 | launenhaftes Temperament, durch Undankbarkeit und Mißbrauch seiner väterlichen 759 11| auch etwas zu geben hat, unendlich viel stärker, als es in 760 1 | war unliebenswürdig und ungehobelt in seinem Auftreten und 761 3 | ungestillte Sehnsucht, so viel ungelöste Fragen in seinen Versen 762 3 | Dissonanzen des Lebens, so viel ungestillte Sehnsucht, so viel ungelöste 763 11| neue Ideale zu zeigen. Eine ungewöhnliche Naturanlage nach der gemüth-lichen 764 13| Gefühles wie einer gewissen Unklarheit entsprießen mochte: er sehnt 765 1 | Sohn der Kirche; er war unliebenswürdig und ungehobelt in seinem 766 3 | selbstverständlich hin; wo aber eine unnahbare Titanennatur uns plötzlich 767 16| geschaffen hätte, wenn alle unsere Gefühle und Leidenschaften 768 | unsern 769 12| Seite hin. Wie diese Liebe unsinnlich war, so betonte er auch 770 14| weist, so trägt ihn die unsinnliche Schönheit der Geliebten 771 12| so betonte er auch die Unsinnlichkeit des wahrhaft Schönen und 772 4 | wurde, daß sie ein sehr unstetiges Verhältniß zwischen Ernst 773 | Unter 774 7 | nur ein Dunkel wie nach untergegangener Sonne, während es bei Michelangelo 775 4 | bändigt, dem Trivialen, unterlegen ist, oder ob er es schöpferisch 776 1 | solchem Mischgefühl öfters zu unterliegen. Seine Werke reißen uns 777 7 | der Klage sind. Sein Herz unterliegt der Liebe, sagt er, nur 778 11| Gatten, der ihrem Wesen eine unvergleichliche Verklärung und Weihe gegeben 779 7 | So klingt denn der unverholenste Pessimismus aus seinen Versen 780 8 | einem Gleichniß, dessen Unverhülltheit in wunderlichem Kontrast 781 11| Nonne führte. Wer so lange unverstanden dahingelebt hat, wie es 782 12| sich vor wie ein erstes unvollkommenes Modell aus niedrigem Stoffe; 783 15| weisen und männlichen Herzens unwürdig darzustellen, und nur deshalb 784 5 | beherrscht haben, spricht er unzählige Male in seinen Versen aus. 785 1 | peinlich an alle menschliche Unzulänglichkeit erinnert - kurz, nicht immer 786 17| über alle Dissonanzen und Unzulänglichkeiten in ihm und außer ihm hinweg 787 4 | einheitliche Ausdrücke, auf die unzweideutigen Begriffe bringen zu wollen, 788 12| denn diese Liebe sowohl Ursache wie Folge einer Vergeistigung 789 4 | die Reflexion oder gar den Ursprung aus ihr - das war auch bei 790 4 | Konventionelle erhebt? Wer wird ein Urtheil darüber wagen, ob ein großer 791 5 | durch Gewohnheit, den mal uso, ihr zu sehr ergeben ist, 792 1 | Undankbarkeit und Mißbrauch seiner väterlichen Autorität verleidet hatte 793 1 | sein Inneres war; als sein Vater starb, der ihm das Leben 794 10| denn wirklich seine Liebe verdiene, da doch nicht Alles an 795 7 | von einer vollständigen Vereinigung mit der Geliebten spricht, 796 12| Ursache wie Folge einer Vergeistigung seines Wesens nach der religiösen, 797 7 | damit die wenigen Verse zu vergleichen, die uns von Raphael aufbewahrt 798 17| so oft seinem Kunstwerk vergleicht.~ 799 4 | sie ein sehr unstetiges Verhältniß zwischen Ernst und Uebertreibung, 800 12| nach Außen geben konnte, verhalf sie ihm insoweit zur Harmonie 801 3 | und in seiner vollkommenen Verinnerlichung, seiner überraschenden Weichheit 802 11| Wesen eine unvergleichliche Verklärung und Weihe gegeben haben 803 15| daß er über alle irdische Verkörperung des Göttlichen hinaus schließlich 804 7 | er, ein ausgedorrtes und verkohltes Holz, noch einmal Liebesblüthen 805 1 | seiner väterlichen Autorität verleidet hatte und dem gegenüber 806 6 | und sich ihrerseits in ihn verliebe. Aber nicht nur seine Häßlichkeit, 807 13| Frauen sei der Erde nur verliehen, um uns zu zeigen, welches 808 10| wenn man verstände, viel zu verlieren als Geringfügiges zu gewinnen. 809 11| ihres Lebens, der frühe Verlust ihres Gatten, der ihrem 810 6 | spiegelt. Dieser Gegensatz vermehre natürlich ihre Härte gegen 811 16| frei, zu der die Liebe ihn vernichte, da eben der Himmel ihr 812 15| Werg das Fleisch und ach,~Vernunft erlahmt und blind, die Seele 813 3 | seiner Persönlichkeit zu versagen schien; so viel Dissonanzen 814 1 | Er erschien geizig und verschenkte im Geheimen Vermögen; er 815 1 | zurückgestoßen: ein düsteres, verschlossenes, herbes Wesen, das mehr 816 4 | schneiden, mag es am Meisten verschmähen um jeden Preis in originellen 817 16| die an die Lügen der Welt verschwendete Zeit sich nur dem ewigen 818 4 | aber auch umgekehrt die Versinnlichung rein geistiger Probleme 819 12| stumpfen Welt hervorrief, versöhnt wurde; indem er ihr, die 820 7 | Freuden, das Trügerische ihrer Versprechungen ausmalt, fügt er hinzu: 821 5 | Gewohnheit offenbar die Ketten verstählt hat, die die Liebe schmiedete; 822 10| sagt er einmal, wenn man verstände, viel zu verlieren als Geringfügiges 823 12| indem er ihr, die ihn ganz verstand, sein Inneres auch nach 824 11| den damaligen bedeutsamen Versuchen einer religiösen Reform 825 1 | Einsamkeit, zu der die Größe verurtheilt; Züge von Grobheit und von 826 12| Kunst. Wenigstens bildlich verwendet er jene platonische Idee 827 16| selbst ganz spät, wo er voll Verzweiflung über die an die Lügen der 828 5 | sie sei ihm Gewohnheit vieler Jahre und wie sie ihn noch 829 4 | überhaupt besitzt, bilden, vielfach sich schneidend und zusammenfallend, 830 11| ein Sechsziger, sie eine Vierzigerin, die das Leben einer Nonne 831 9 | mitgegeben - so ist es denn auch völlig verständlich, daß er nicht 832 7 | himmelan zöge; es ist eine völlige Vorwegnahme des modernsten 833 4 | in dem die Strahlen der Volksseele in ihrer größten Fülle sich 834 16| selbst ganz spät, wo er voll Verzweiflung über die an 835 17| seiner Bildwerke, nicht vollendet zu werden, nach dieser Richtung 836 12| aus niedrigem Stoffe; die Vollendung zum Kunstwerk, zur Schönheit 837 3 | ersichtlich und in seiner vollkommenen Verinnerlichung, seiner 838 7 | einzige Gedicht, das von einer vollständigen Vereinigung mit der Geliebten 839 7 | Pointe, einen drohenden oder vollzogenen Bruch mit ihr ausgleichen 840 | vom 841 4 | von der von vornherein vorausgesetzt wurde, daß sie ein sehr 842 4 | Empfindungen schon fest geprägt vorfand, sich nicht ganz entziehen. 843 4 | ihr - das war auch bei ihm vorhanden; aber auch umgekehrt die 844 5 | ist, mehr werth ist als er vorher war, wie das beschriebene 845 4 | geworden ist? Gerade der vornehmste Geist und der, in dem die 846 4 | angenommene Form war, von der von vornherein vorausgesetzt wurde, daß 847 13| und der pantheistischen Vorstellungsweise findet sich, das ebensowohl 848 7 | Nachtwandlers an den Abgründen vorübergegangen zu sein, in denen ein Michelangelo 849 7 | zöge; es ist eine völlige Vorwegnahme des modernsten Pessimismus, 850 11| nächstliegende Empfindung sein. Ich wähle die Schlußzeilen eines Sonettes, 851 7 | daß es das höchste Elend wäre, geboren zu sein, wenn nicht 852 4 | konventionelle Münze gewesen wären, so daß ihm so zu sagen 853 16| zugleich mit der Schönheit die Waffen, ihn zu tödten, in die Hand 854 4 | wird ein Urtheil darüber wagen, ob ein großer Geist dem, 855 4 | in wie weit seine Verse wahre oder erdichtete Empfindung 856 12| wahrhaft Schönen und der wahren Kunst. Wenigstens bildlich 857 12| auch die Unsinnlichkeit des wahrhaft Schönen und der wahren Kunst. 858 4 | seiner tiefen und einfachen Wahrheit zum Gemeingut Aller geworden 859 1 | persönlichem Muth. Und doch waren dies nur Außenseiten, die 860 13| zeigen, welches Leben unser wartet, wenn der Schleier der Körperlichkeit 861 8 | und reden, wenn man sie weckte: Nun Schmach und Schande 862 | Wegen 863 13| die nicht nach Mann und Weib fragen. Darum meint er, 864 1 | in seinen Gedichten, wie weich und widerstandslos, von 865 11| unvergleichliche Verklärung und Weihe gegeben haben muß - alles 866 10| einem Sonett, das er Dante weiht, möchte er gern alles Leiden, 867 7 | hinzu: ich sag' es und ich weiß es aus Erfahrung. Er nennt 868 14| Form hindurch zum Himmel weist, so trägt ihn die unsinnliche 869 13| verliehen, um uns zu zeigen, welches Leben unser wartet, wenn 870 | wenige 871 7 | Ergreifenderes als damit die wenigen Verse zu vergleichen, die 872 5 | daß kaum ich's ahnen,~Viel weniger noch es jemals sagen kann.~ 873 1 | und daß der Künstler am wenigsten zur Versöhnung und Beruhigung 874 12| Schönen und der wahren Kunst. Wenigstens bildlich verwendet er jene 875 15| Das Herz wie Schwefel, Werg das Fleisch und ach,~Vernunft 876 12| schönen Zügen~Sein irdisch Werk ein himmlisch Zeugniß wiese -~ 877 1 | öfters zu unterliegen. Seine Werke reißen uns widerstandslos 878 10| Leiden gegenüber den höchsten Werthen des Lebens sei. In einem 879 5 | wie das beschriebene Blatt werthvoller ist als das leere. Du hebst 880 16| Und so fragt er denn, weshalb Gott eigentlich die Welt 881 | wider 882 12| Innern und Aeußern, den der Widerstand der stumpfen Welt hervorrief, 883 | wieder 884 4 | es schöpferisch aus sich wiederholte, da es doch vielleicht nur 885 13| sich nur in der Geliebten wiederspiegele, so daß es gar nicht sie 886 12| Werk ein himmlisch Zeugniß wiese -~so meint nun Michelangelo: 887 11| ausgesprochen hat: Dein Wille hohe Frau ist auch der meine,~ 888 13| Frau zu malen, an denen in Wirklichkeit immer Mangel sei, sich einer » 889 11| gegeben haben muß - alles dies wirkte zusammen, um sie zu der 890 1 | wir nichts Anderes von ihm wissen, als daß er den Moses, die 891 13| Regionen auf, wo die Schönheit wohne, die nicht mehr an stolze 892 13| reinen Formen der Dinge wohnen, die himmlischen Gestalten, 893 15| müde, die nur in den Sinnen wohnende Schönheit als niedrig und 894 6 | Härte gegen ihn, denn Liebe wolle gleiches Aussehen und gleiche 895 13| interessant an die bekannten Worte Raphaels, daß er, um eine 896 8 | sagt er: alle anderen Wesen würden am Tage erzeugt, die Sonne 897 8 | dessen Unverhülltheit in wunderlichem Kontrast zu seiner scholastischen 898 11| Michelangelo sich verstanden wußte, und deren Freundschaft 899 3 | nehmen wir die Aeußerungen zarter und hingebender Empfindungen 900 1 | und widerstandslos, von zartestem Empfinden durchgeistet, 901 7 | streiten muß,~Bis daß dein Zaubertrank sie will erlösen.~ 902 3 | plötzlich ihr ganzes Innere zeigt, mit aller Weichheit, aller 903 1 | in seinem Auftreten und zeigte doch in seinen Gedichten, 904 6 | die durch die Lyrik aller Zeiten gehend, durch Rückert ihren 905 4 | ist er jenem Charakter der Zeitpoesie nicht entgangen. Wer will 906 5 | kann, indem man die Form zerbricht, so würde sein Geist das 907 5 | lassen können, wenn er selbst zerbrochen und zerstückt würde. Seinem 908 6 | jungem Manne das Nasenbein zerschmetterte. In den Augen der Geliebten 909 5 | er selbst zerbrochen und zerstückt würde. Seinem ganzen Liebesempfinden, 910 12| irdisch Werk ein himmlisch Zeugniß wiese -~so meint nun Michelangelo: 911 4 | will überhaupt die Grenze ziehen, an der das rein Individuelle 912 1 | Schlachtgewühl heranwagt. Und so zieht uns auch seine Persönlichkeit 913 7 | Schönheit den Geist himmelan zöge; es ist eine völlige Vorwegnahme 914 1 | der die Größe verurtheilt; Züge von Grobheit und von Malice 915 15| die Seele schwach,~Des Zügels los, bereit nur zum Ergötzen: 916 12| sie, daß von den schönen Zügen~Sein irdisch Werk ein himmlisch 917 17| so ist es nur der gleiche Zug, der ihn über alle Dissonanzen 918 9 | sein Schicksal von Anbeginn zugetheilt ist, so sei ihm die Nacht, 919 17| führte, war nicht jenes Zukreuzekriechen, das so oft aus der Schwäche 920 1 | erreichte Kraft des Ausdrucks zulangt, um uns gewissermaßen niederzuzwingen, 921 5 | Empfindungen der Liebe ihn zunächst quantitativ beherrscht haben, 922 1 | Augenblick vor dieser Aufgabe zurück, entmuthigt, dieses Gewaltige 923 1 | tretend werden wir von Manchem zurückgestoßen: ein düsteres, verschlossenes, 924 11| muß - alles dies wirkte zusammen, um sie zu der ersten Frau 925 4 | vielfach sich schneidend und zusammenfallend, die Elemente seines Dichtens: 926 13| Gegensatz und doch im tiefen Zusammenhange mit solchen Anschauungen 927 13| er sehnt sich nach dem Zusammensein mit der Geliebten im Paradiese, 928 16| sich nur dem ewigen Heile zuwenden will, Gott noch besonders 929 15| Aber nicht ohne Kämpfe und Zweifel war er zu dieser religiösen 930 16| ein anderes Mal fragt er zweifelnd, ob der Himmel wirklich 931 3 | auf dem unser Herz mit ihm Zwiesprach halten kann.~