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Gotthold Ephraim Lessing
Fabeln und Erzählungen

IntraText - Konkordanzen

(Hapax - Wörter, die nur einmal vorkommen)


a-hass | hasse-sorge | spat-zwing

     Fabel/Erzählung
1001 Eremit | Des Tags, des Nachts, und spät und früh.~Er kein Fleisch, 1002 Sonne | Durchschnitt größer kaum, als eine Spanne, hält?~"Mich", spricht sie, " 1003 UberUns | pfui," rief Hanne; "welcher Spaß!~Nicht doch, Johann!-Ei 1004 Sperling | Zur Feldmaus sprach ein Spatz: Sieh dort den Adler sitzen!~ 1005 Sperling | Der Sperling und die Feldmaus~Zur Feldmaus 1006 Eremit | Magistrat~Besetzt das Tor, und sperrt die Stadt,~Der Eigenrache 1007 Eremit | gab,~Sich einen heilgen Splitter ab,~Den sie beküsset und 1008 MusterEh | leer.~Doch sollte mich ein Spötter fragen,~Wie diese Wunder 1009 1 | schade, daß er dich vorhin so spotten sah:~Sonst wär er wahrlich 1010 1 | mit zitternd schwacher Sprache~Flucht, lästert, schreiet 1011 NussKatze| gleich selbst entdecken."~Es sprang vom Schoße weg, und lief 1012 Pulcheria| wär melancholisch worden?~Sprich, Lügner, lieber gar, sie 1013 Geheimnis| nicht?"-"O meine Mutter sprichts;~Doch das ist alles nichts."~" 1014 1 | Wandrer nun entschließen?~Er springt den nächsten Baum hinauf.~ 1015 NussKatze| Biß getan,~So schnaubt und sprudelt sie, als wenn sie Glas gefressen.~" 1016 LoweMucke| eilt, und mit verwegnem Sprunge~Setzt sie sich auf des Königs 1017 LoweMucke| scheuet,~Der stirbt! Mein Stachel sei gelobt!"~Die Schwestern 1018 HirschF | bist!~Und sollt es dir an Stärke fehlen?~Den größten Hund, 1019 HirschF | meinen Schluß.~Ist jemand stärker, als sein Feind,~Der braucht 1020 Brille | Freiherrn Siegerin.~Ihr Bild stand mit ihm auf, und ging mit 1021 Liebe | eheliche Liebe~Klorinde starb; sechs Wochen drauf~Gab 1022 HirschF | schnell der schwache Fuchs und starke Hirsch davon.~*~Natur tut 1023 Eremit | Weibern war er schön.~Ein starker, frischer, junger Kerl,~ 1024 1 | kalten Glieder~Streckt er starr von sich weg, so sehr er 1025 | Statt 1026 Teilung | könnten sich an meinem Latze stechen.~Ich bitte, Sie verschonen 1027 Eremit | Und in den welken Busen stecket.~Mit diesem Schatz von Heiligkeit~ 1028 Geheimnis| an,~"Weißt du, vor wem du stehst?-daß ich dich zwingen kann?~ 1029 Tanzbar | Tugend ist;~Der durch Kabalen steigt, des Fürsten Gunst erstiehlt,~ 1030 Eremit | waren groß, und hart wie Stein.~Das sollen, wie man sagt, 1031 Eremit | Gott dem, den er liebt,~Zu Steinen wohl Gedeihen gibt;~Und 1032 1 | freue dich! das ist dein Sterbetag!~Nun wird der Tod auf Donnerkeilen~ 1033 Morydan | wissen soll?"~*~Wie oft, o Sterblicher, wie ofte trauest du~Der 1034 Sonne | Die Sonne~Der Stern, durch den es bei uns tagt -~" 1035 1 | viel Dunst; die hellsten Sterne~Sind schwarz mit Wolken 1036 LoweMucke| des Königs Schwanz.~Sie sticht, und flieht mit schnellem 1037 UberUns | Der über uns~Hans Steffen stieg bei Dämmerung (und kaum~ 1038 1 | Wandrers Fuß, der nach ihm stieß.~Er hält ihn, wie ein Bär. 1039 Brille | Worten schwieg der Freiherr stille,~Und nahm mit diesen Worten 1040 MusterEh | aller Ehen,~Still, wie die stillste Sommernacht.~Oh! daß sie 1041 LoweMucke| den der Tiger scheuet,~Der stirbt! Mein Stachel sei gelobt!"~ 1042 Eremit | der mehr gestehen soll,~Stockt, weigert sich, scheut sich 1043 1 | große Wunderwerke~Tat dieses Stößchen nicht. Wie kann es anders 1044 Bare | Brummen, plumpem Ernst und stolzer Frömmigkeit,~Das Sittenrichteramt, 1045 HirschF | Kann dein Geweih mit einem Stoß entseelen.~Uns Füchsen muß 1046 Eremit | Das ungebundne Haar floß straubicht um das Haupt;~Und wesentlichre 1047 1 | dort, dort hinter jenem Strauche?~Beglückter Wanderer! dein 1048 Bare | Heuchelei; hier nach der Tugend streben.~Du, der du weiter denkst, 1049 LoweMucke| Nach Ruhm gestochner Beulen strebt,~Doch die man noch zum großen 1050 1 | Schrecken kalten Glieder~Streckt er starr von sich weg, so 1051 Brille | Chrysant,~Wagts Amor, einen Streich zu spielen.~Für einen Hagestolz 1052 Bare | Die Bäre wollen nur durch Strenge heilig machen;~Die Füchse 1053 AdlerEue | Jupiters und Pallas Eule stritten.~"Abscheulich Nachtgespenst!"-" 1054 Eremit | kennt,~Nicht eher, als kein Stroh mehr brennt.~Denn wird doch 1055 LoweMucke| großen Glücke~Durch zwei Paar Strümpfe hindern kann,~Der junge 1056 1 | Ja! das ist Pein - o stürb ich doch!-~Komm Tod! komm 1057 1 | Luft, sich abzukühlen,~Mit stummen Blitzen häufig spielen.~" 1058 Bare | Moral verweilen;~Die fünfte Stunde schlägt; ich muß zum Schauplatz 1059 UberUns | brauchts zu wissen?~Sie stunden wieder auf und Hanne seufzte 1060 Morydan | schrie Morydan, "daß See und Sturm sich legen.~Nur diesmal 1061 Eremit | ist das Plaudern nur den Stutzern eigen.~Der Richter schrieb. " 1062 1 | Tier erblickt es kaum,~So stutzt es, brummt und kratzt den 1063 1 | Geh! dummer Wandrer, geh! such einen sichern Ort;~Und wünsche 1064 1 | wünschst den Tod: er kömmt; du suchst ihm zu entgehen.~Steh auf! 1065 Eremit | mußt du doch so manche Sünde decken!~Zwar die Moral ist 1066 Faustin | Faustin, und Gott erhört den Sünder.~Er kam, und fand sein Haus 1067 Eremit | Predigt unternommen?~Die süße Lehre süßer Triebe?~Die 1068 Eremit | unternommen?~Die süße Lehre süßer Triebe?~Die Liebe heischet 1069 NixBoden | wagst,~Indes, daß du in Surinam, am Amazonenflusse,~Dich 1070 Eremit | seht:~Klara, Pulcheria, Susanne,~Charlotte, Mariane, Hanne.~ 1071 Tanzbar | sein,~Schließt das Lob oder Tadel ein?~ 1072 Bare | Fuchs greift selbst die Bäre tadelnd an.~*~Ich kann mich diesmal 1073 Eremit | er sang, er schrie,~Des Tags, des Nachts, und spät und 1074 Sonne | Stern, durch den es bei uns tagt -~"Ach! Dichter, lern, wie 1075 Brille | wer da schilt;~Genädge Tant und Nicht und Schwägerin!~ 1076 Tanzbar | in den Wald zurück,~Und tanzte seiner Schar ein Meisterstück~ 1077 1 | ritterlich.~Wenn Witz und Tapferkeit uns nicht erretten kann,~ 1078 Bare | gehn?~Was spielt man? Den Tartüff. Dies Schandstück sollt 1079 Brille | pflegt,~Die Augen in der Tasche trägt!"~ 1080 MusterEh | Antwort sagen:~Der Mann war taub, die Frau war blind.~ 1081 1 | braucht der den Fuß allein?~Er taumelt nur, anstatt zu fallen,~ 1082 Bare | nicht geschwind:~Ob beide Teile wohl auch gute Freunde sind?~ 1083 Teilung | Die Teilung~An seiner Braut, Fräulein 1084 Kruzifix | Du wirst wohl sehn, wie teuer man es hält."~Hans kömmt 1085 Eremit | schienen nur erpicht,~Den teuern Waldseraph zu sehen.~Die 1086 Kruzifix | ein Argument, ihr Herren Theologen,~Das Hans und Matz ex tuto 1087 Sperling | Blitzen,~Zielt er nach Jovis Thron.~Doch wette,-seh ich schon 1088 UberUns | wieder auf und Hanne seufzte tief:~"So, schöner Herr! heißt 1089 Bare | Sittenrichteramt, bei allen schwächern Tieren,~Aus angemaßter Macht, gleich 1090 LoweMucke| Seht, Schwestern, den der Tiger scheuet,~Der stirbt! Mein 1091 Faustin | weil du gnädig bist, mich Tochter, Weib und Sohn~Gesund und 1092 Eremit | dem Papa verraten.~"Die Töchter sagtens dem Papa?~Wo blieb 1093 1 | es anders sein?~Wer Bäre töten will, braucht der den Fuß 1094 1 | gleichfalls klettern können.~Das tolle Tier erblickt es kaum,~So 1095 Eremit | kennen:~So könnt Ihr der Tortur entfliehn.~Doch"-"Darum 1096 1 | vergessen,~Daß Bäre selten Tote fressen.~Sein Einfall wirft 1097 1 | Lebens Spur,~Mag sich an Toten nicht begnügen,~Kehrt sittsam 1098 Kruzifix | das frag ich nicht.~Ein totes, oder eins das lebt?"~Hans 1099 Brille | Die Augen in der Tasche trägt!"~ 1100 Pulcheria| Lügner, lieber gar, sie trat in Nonnenorden."~Schon wieder 1101 Eremit | wacker ausgehalten.~So viel trau ich mir doch nicht zu;~Ich 1102 Morydan | o Sterblicher, wie ofte trauest du~Der Gottheit weniger 1103 Kruzifix | endlich Hans, der aus dem Traum erwachte,~"Mein Blut! er 1104 Sonne | Das Wesen von dem Scheine trennen,~Wenn diese mich nur besser 1105 Pulcheria| ihre Not zu lauten Seufzern trieb,~Sprach Lady, ihre Magd: " 1106 1 | gute Vieh:~Es folgt den Trieben nur; Vernunft regiert es 1107 Eremit | deine fromme Frau dazu.~Nun tritt der Eremit vor ihn.~"Mein 1108 LoweMucke| Siegesliedern,~Da jede von Triumphen sprach,~Erwacht der matte 1109 Kruzifix | Theologen,~Das Hans und Matz ex tuto zogen.~ 1110 LoweMucke| Er soll mir bluten, der Tyrann!~Sie eilt, und mit verwegnem 1111 Eremit | jeder Christ kömmt damit überein,~Es sei die liebe Liebe.~ 1112 Faustin | kam, und fand sein Haus in Überfluß und Ruh.~Er fand sein Weib 1113 Eremit | passen,~Will ich dem Leser überlassen.~Auf Griechisch weiß ich, 1114 HirschF | bist den Hunden nun weit überlegen, Freund:~Und folglich darfst 1115 HirschF | ich hab es nie so reiflich überlegt.~Von nun an", sprach der 1116 Morydan | nie, gelob ich euch, mehr übers Meer zu ziehn!~Neptun, erhöre 1117 HirschF | man wohl die Schwachheit übersehn;~Wir sind zu schwach zum 1118 Pulcheria| Die kranke Pulcheria~Freie Übersetzung einer Erzählung aus dem 1119 1 | Sind schwarz mit Wolken überzogen,~Schnell fährt der Blitz 1120 Eremit | herbeizuziehn.~Und ob das Übrige wird passen,~Will ich dem 1121 Geheimnis| Schar, sie forschend zu umschlingen!~Hör auf, mit Ernst in sie 1122 1 | alle diese Ränke~Sind hier umsonst. Warum? Der Bär hat auch 1123 HirschF | Hirsch, "sieht man mich unbewegt,~Wenn Hund' und Jäger auf 1124 Sperling | unermeßlich flogen.~*~Ein unbiegsamer F* will kühn wie Milton 1125 Brille | Finett ist meine Frau, und-ihre Dienerin."~Schon so gewiß? 1126 Faustin | und seine beiden Kinder,~Und-Segen Gottes!-zwei dazu.~ 1127 Sperling | wie sie schloß, gleich unermeßlich flogen.~*~Ein unbiegsamer 1128 Sonne | nicht verdrösse,~Daß ihre unermeßne Größe~Die durch den Schein 1129 NussKatze| dummes Tier!~Du schmähst zur Ungebühr,~Du hättest auf den Kern 1130 Eremit | Kaisernasen dichtt.~Das ungebundne Haar floß straubicht um 1131 Eremit | schuld,~Die voller frommen Ungeduld~Das taten, was die Mütter 1132 UberUns | eben diesen Garten,~Von ungefähr an eben diesen Äpfelbaum.~ 1133 Teilung | sein Geschlecht bleibt ungenannt -~Und tat, wie alle seine 1134 Eremit | der die Nacht~Im Kerker ungewiß und sorgend durchgemacht,~ 1135 Sperling | nachzudringen.~Doch kaum, daß ihr ungleicher Flug~Sie beide bis zur Höh 1136 Pulcheria| ein.~Pulcheria ward krank. Unruhig im Gewissen,~Ließ ihr der 1137 Sonne | Ach! Dichter, lern, wie unsereiner sprechen!~Muß man, wenn 1138 | unsern 1139 UberUns | gelinge.~Doch bald vernahm er unten Dinge,~Worüber er der Furcht 1140 Liebe | Ich will schon sonst wo unterkommen."~ 1141 Eremit | hätt er denn die Predigt unternommen?~Die süße Lehre süßer Triebe?~ 1142 Eremit | Lehrgedicht,~Durch beigefügten Unterricht:~Wer seines Nächsten Schande 1143 Teilung | dir!~Die Hälfte mit dem Unterrocke,~Die, lieber Bruder, schenke 1144 1 | mag dem Wandrer wohl ein unverdientes Unglück heißen.)~Aus Rache, 1145 1 | dankbarem Gemüte~Des Himmels unverhoffte Güte?~O weit gefehlet! nein! 1146 Eremit | was zwingt Euch wohl,~So unvermutet abzubrechen?"~"Das sind 1147 Eremit | nicht ans Leben,~Der es Unzähligen zu geben,~So rühmlich sich 1148 Eremit | können wir sonst für ein Urteil fassen?"~"Ihn", schrieen 1149 Geheimnis| Dieberei, von Blut?~Dein Vater hurt doch nicht?"-"O meine 1150 Faustin | redliche Faustin,~Als ihm die Vaterstadt in dunkler Fern erschien,~" 1151 Eremit | Rad,~So sehr schien sein Verbrechen häßlich;~Und keine Strafe 1152 Teilung | geschlank!~Ha, welch ein Leib! verdammt, daß ich nicht male!~Als 1153 1 | ganzen Himmels weite Ferne~Verdeckt viel Dunst; die hellsten 1154 Faustin | Sünden,~Und gib mir nicht verdienten Lohn!~Laß, weil du gnädig 1155 Sonne | gefragt:~Ob sie es nicht verdrösse,~Daß ihre unermeßne Größe~ 1156 Eremit | aus:~"Der ist verloren und verflucht,~Der unsern Eremiten nicht 1157 Eremit | oder Kindern hat.~Oh! der verfluchte Schelm! Wer hätte das gedacht!~ 1158 Eremit | Nützliche den Dichter auch verführen.~Nun gut, ich fahre fort,~ 1159 1 | wunden Glieder.~Der Schmerz verführet ihn, daß er den Tod begehrt,~ 1160 UberUns | Dinge,~Worüber er der Furcht vergaß~Und immer sachte weiter 1161 1 | Ersuchen da.~Der schwüle Tag vergeht; der Abend bricht herein.~ 1162 Eremit | trotz der Kinderpflicht,~Vergeßt euch selber nicht!~Kurz, 1163 Eremit | ihn vom Kreuze weg, und in Verhaft genommen.~Man redte schon 1164 Eremit | durchgemacht,~Ward morgen ins Verhör gebracht.~Der Richter war 1165 1 | auf Donnerkeilen~Zu dir verlaßnem Armen eilen.~Was scherzst 1166 Eremit | der Einfall ein,~Und ein Verleger will für mich so gnädig 1167 1 | Soll mich das Wetter nicht verletzen,~Mich schnell in Sicherheit 1168 Eremit | Ich zweifle nicht, daß die verletzte Scham~Den Zorn nicht ins 1169 Eremit | Salbung, Seelenmessen,~Ohn das Vermächtnis zu vergessen,~Von Rosenkränzen 1170 1 | sein)~Von einem Reisenden vernommen;~Und hatt es nie, nur in 1171 1 | Es folgt den Trieben nur; Vernunft regiert es nie.~Es hat ja 1172 Eremit | Und haben ihn gar dem Papa verraten.~"Die Töchter sagtens dem 1173 Eremit | schlauer Mann erfahren?~Verriet es einer Frau waschhafter 1174 1 | Was soll die Lästerung? Verringert sie die Schmerzen?~Noch 1175 Bare | Und beide sah man doch verschiedne Wege gehn.~Die Bäre wollen 1176 Geheimnis| hat, kann leicht den Mund verschließen.~Das Gift der Plauderei 1177 Teilung | stechen.~Ich bitte, Sie verschonen sich."~"Beim Element! so 1178 NixBoden | Eurem schönen Schlusse!"~Versetzte Nix. "Indes, indes! Ei nun!~ 1179 Pulcheria| mit dir, o lieber GOtt! versöhne."~Gleich läuft ein Diener 1180 Eremit | lieben;~Allein, daß die Versöhnung ausgeblieben,~Glaub ich, 1181 Geheimnis| du mußt es sagen!~Und ich versprech es dir,~Was du gestehest 1182 Geheimnis| bleibt bei mir."~"Auf Sein Versprechen, Herr, mag es ein andrer 1183 1 | nach. Er schreit, will sich verstecken,~Der Bär nicht faul, sucht 1184 Geheimnis| tut, zürnen?"~"Herr, ich versteh Euch nicht"-"Und desto besser; 1185 1 | Mein Freund, laß michs verstehen.~Du wünschst den Tod: er 1186 Eremit | wie sie hieß;~Doch wer verstehts? Kerapolis.~Hier, nahe bei 1187 Eremit | Knieen matt,~Und heiliger Verstellung satt,~Vom Fasten, Kreuzgen, 1188 Geheimnis| So ist mein Glücke hin."~"Verstockter Bösewicht", fuhr ihn der 1189 UberUns | Gewissen!~Sie könnten es uns so versüßen!~Wie grausam aber müssen~ 1190 UberUns | schon ernähren,~Dem über uns vertrau!"~Dem über uns! Dies hörte 1191 Teilung | kühne Schelmereien~Er ihr vertraut ins Ohr?~Mund, Aug und Nas 1192 Eremit | sein Amt ein Vierteljahr verwalten.~Allein, wie ward es ewig 1193 Eremit | Mienen an sich nahm,~Wenn der verwegne Eremit,~Fein listig, Schritt 1194 LoweMucke| Tyrann!~Sie eilt, und mit verwegnem Sprunge~Setzt sie sich auf 1195 Bare | diesmal nicht bei der Moral verweilen;~Die fünfte Stunde schlägt; 1196 1 | schimpft mir nicht das gute Vieh:~Es folgt den Trieben nur; 1197 Eremit | möchte nicht sein Amt ein Vierteljahr verwalten.~Allein, wie ward 1198 Geheimnis| Ich kenn ein drolligt Volk,* mit mir kennt es die Welt,~ 1199 Teilung | wie viel?~Ich will ihn voneinander brechen!~Mit den zwei Fingern 1200 Eremit | andern fein!~Denn eine nur vorbei zu lassen"-~"Wird wohl kein 1201 1 | schweren Leib, es setzt die Vordertatzen~An Rind und Ästen ein, so 1202 1 | ander Mittel ein,~Das ihm vorher nicht eingekommen.~Er hatt 1203 1 | Nur schade, daß er dich vorhin so spotten sah:~Sonst wär 1204 Geheimnis| fürchte drum zu kommen.~Vorm Jahre hat mir Matz wohl 1205 NussKatze| dacht es, "eine Nuß soll so vortrefflich schmecken?~Halt! diese Wahrheit 1206 NussKatze| dieses sag ich nur so im Vorübergehen.~Horcht! ich erzähle fort. 1207 Geheimnis| hingetreten,~Ihm seine Sünden vorzubeten.~Hans war noch jung, doch 1208 Eremit | die Stadt,~Der Eigenrache vorzukommen,~Und schicket alsobald~Die 1209 Eremit | Blut,~Und wußte wie das Wachen tut.~Er fastete wohl ganze 1210 Liebe | Furcht, Gebet und Zittern wachte.~Macht bald!"-Das Tor wird 1211 Eremit | nicht ganz geraubt.~Der Waden nur noch zu gedenken:~Sie 1212 Sperling | singen.~Nach dem er Richter wählt, nach dem wirds ihm gelingen.~ 1213 1 | Wie durch die Hitze matten Wäldern,~Mein Wandrer, ebenfalls 1214 Bare | auch gute Freunde sind?~O wären sies! Welch Glück für Tugend, 1215 Kruzifix | so machts ja wenig Müh,~Wärs auch ein Ochs, es tot zu 1216 NussKatze| Schoß um eine Nuß zu lassen?~Wärst du ein junger Herr, wie 1217 NixBoden | daß du zur See dein Leben wagst,~Indes, daß du in Surinam, 1218 Eremit | Der Eremit~Im Walde nah bei einer Stadt,~Die 1219 Eremit | nur erpicht,~Den teuern Waldseraph zu sehen.~Die Männer aber?- 1220 Eremit | Stadt~Zu ihm die heilge Wallfahrt tat,~War ein betagtes Weib.~ 1221 Eremit | die und die, die an den Wallfahrtsort~Mit heiligen Gedanken kam,~ 1222 1 | schnell mit seinen Krallen~Des Wandrers Fuß, der nach ihm stieß.~ 1223 1 | wieder fort.~Mich soll dein Wankelmut der Menschen Zagheit lehren,~ 1224 UberUns | sachte weiter .~Johann warf Hannen in das Gras.~"O pfui," 1225 Eremit | Hier, nahe bei Kerapolis,~Wars, wo ein junger Eremite,~ 1226 UberUns | Ward mäuschenstill, vor Wartung böser Dinge,~Daß seine Näscherei 1227 Eremit | erfahren?~Verriet es einer Frau waschhafter Mund?~Wie? oder daß den 1228 Eremit | Und seinen Trank das helle Wasser;~Bei allem Appetit kein 1229 Geheimnis| hat mir Matz wohl zehne weggenommen."~"Geh Narr, ein Vogelnest 1230 1 | unter seinen Ästen Raum.~O weh! wie schmerzt das Bein! 1231 Eremit | sehen.~Die Männer aber?-wehrtens nicht,~Und ließen ihre Weiber 1232 Eremit | Erzählung nicht~Als einem Weibermärchen spricht,~So mach ich sie 1233 HirschF | Doch daß ein Hirsch nicht weichen muß,~Ist sonnenklar. Hör 1234 Eremit | mehr gestehen soll,~Stockt, weigert sich, scheut sich zu sprechen -~" 1235 Eremit | Fleisch, er trank nicht Wein,~Ließ Wurzeln seine Nahrung 1236 Eremit | kann Eindruck machen;~Zum Weinen bei der Frau, und bei dem 1237 1 | glaubet mir! der ist ein weiser Mann,~Der zwar das Leben 1238 1 | gewogen.~Des ganzen Himmels weite Ferne~Verdeckt viel Dunst; 1239 Eremit | Gottesmann,~Der sie von weitem kommen sahe,~Dem hölzern 1240 Sonne | kennen!"~*~Ihr Dichter, welche Feur und Geist~Des Pöbels 1241 UberUns | O pfui," rief Hanne; "welcher Spaß!~Nicht doch, Johann!- 1242 Eremit | und belecket,~Und in den welken Busen stecket.~Mit diesem 1243 NussKatze| muß,~So lob ich mir die welsche Nuß.~Die schmeckt doch noch!- 1244 Liebe | seine Seele nahm aus diesem Weltgetümmel~Den pfeilgeraden Weg zum 1245 | wenige 1246 Morydan | trauest du~Der Gottheit weniger als deinem Nachbar zu!~ 1247 Tanzbar | der Welt.~Tut mir es nach, wenns euch gefällt,~Und wenn ihr 1248 Brille | schnelles Ja beglücken;~Werd ich den ersten Kuß auf ihre 1249 Brille | geh mit mir zu Bette.~Sie werde meine Frau! Es schelte, 1250 | werden 1251 Kruzifix | wie soll ichs wissen?"~"So werdet ihr den Weg noch einmal 1252 Sonne | Wahrheit dunkeln Spur,~Das Wesen von dem Scheine trennen,~ 1253 Eremit | straubicht um das Haupt;~Und wesentlichre Schönheitsstücke~Hat der 1254 Eremit | Simplex, fragt sich das?~Weswegen hätt er denn die Predigt 1255 Teilung | Ich wette gleich - was wetten wir? wie viel?~Ich will 1256 | wider 1257 UberUns | nun auch mir ein Unglück widerfährt -~Ein Kind-ich zittre-wer 1258 HirschF | der Wald~Von ihrem Bellen widerschallt,~Fliehn schnell der schwache 1259 HirschF | Jäger auf mich fallen;~Nun widersteh ich allen."~Zum Unglück, 1260 HirschF | Wir sind zu schwach zum widerstehn.~Doch daß ein Hirsch nicht 1261 Sperling | weil du ihn noch siehst! er wiegt den Körper schon;~Bereit 1262 Eremit | Barte schloß;~Die Blicke wild, doch sonder Anmut nicht;~ 1263 Eremit | kam sie an,~Und fand den wilden Gottesmann,~Der sie von 1264 Brille | Nun, Kind, was ist Ihr Wille?"~Mit diesen Worten schwieg 1265 HirschF | sehr gebricht?~Der kleinste Windhund kann dich jagen.~Besieh 1266 Eremit | die Brust, und weint, und winselt er,~Und wie es sich für 1267 1 | Tote fressen.~Sein Einfall wirft ihn hurtig nieder;~Die schon 1268 Kruzifix | mit, hier hast du Geld.~Du wirst wohl sehn, wie teuer man 1269 NussKatze| Eine Fabel.~"Gewiß, Herr Wirt, dies Obst ist nicht für 1270 NussKatze| Ein Kätzchen, das der Wirtin Liebe~Nie mit Gewalt zum 1271 Brille | beschenken wolle;~Welch großen Witwenschatz sie einmal haben solle.~ 1272 Eremit | und die neuen Dichter~Mit witzgen Fingern nachzuschlagen,~ 1273 Teilung | Pommern, ganz abscheulich witzig und galant.~Was schwatzte 1274 MusterEh | Beispiel will ich singen,~Wobei die Welt erstaunen wird.~ 1275 Liebe | Liebe~Klorinde starb; sechs Wochen drauf~Gab auch ihr Mann 1276 AdlerEue | Ich kam durch eignen Flug,~Wohin dich deine Göttin trug.~ 1277 Teilung | Schrie Junker Bogislav, "wohlan!"~Und hatte schon die Hände 1278 Brille | zerknicken!)~Die teure Brille wohlbedächtig ab.~Finette, der dies Zeit 1279 1 | Sterne~Sind schwarz mit Wolken überzogen,~Schnell fährt 1280 Eremit | Mütter taten;~Und dennoch wollten sich die Mütter nicht bequemen,~ 1281 NussKatze| Beim nächsten Nußbaum nun, worauf sie sich gefreut.~Wollt 1282 Pulcheria| Pulcheria wär melancholisch worden?~Sprich, Lügner, lieber 1283 | Wozu 1284 Faustin | Kindern war,~Ward, von dem Wucher reich gemacht,~Auf seinem 1285 1 | Gegenteils hebt es des Körpers Wucht;~Doch kömmt es schon so 1286 1 | wünsche bald den Tod; bald wünsch ihn wieder fort.~Mich soll 1287 1 | such einen sichern Ort;~Und wünsche bald den Tod; bald wünsch 1288 1 | sie so, wie dich, verwegen wünschen hören.~Glaubt, Freunde, 1289 1 | sie die Schmerzen?~Noch wünschest du den Tod? Das geht dir 1290 1 | laß michs verstehen.~Du wünschst den Tod: er kömmt; du suchst 1291 Brille | alles wär sehr schön!~Ich würd in Samt und Seide gehn -~ 1292 Brille | mit Sechsen fahren.~Mir würden ganze Scharen~Von Dienern 1293 Geheimnis| Seinem scharfen Fragen -~Ich wüßte wohl noch was."~"Nu? Nur 1294 1 | uns seine Rettung an.~Der wütend plumpe Bär~Ist für den dünnen 1295 Bare | angemaßter Macht, gleich Wütrichen, zu führen.~Ein jedes furchte 1296 1 | Auge sieht das Blut der wunden Glieder.~Der Schmerz verführet 1297 1 | vor den Kopf. Doch große Wunderwerke~Tat dieses Stößchen nicht. 1298 1 | zeigt der Donnergott dem Wunsche sich gewogen.~Des ganzen 1299 Eremit | er trank nicht Wein,~Ließ Wurzeln seine Nahrung sein,~Und 1300 Geheimnis| auch beichten?~Von Sünden wußt er nichts, und destomehr 1301 Eremit | sich bis aufs Blut,~Und wußte wie das Wachen tut.~Er fastete 1302 LoweMucke| ist er tot? Das heiß ich Wut!~Zu mördrisch war der Mücke 1303 1 | wohl, durch jedes Wort,~Mit zärtlich dankbarem Gemüte~Des Himmels 1304 1 | dein Wankelmut der Menschen Zagheit lehren,~Muß ich sie so, 1305 Eremit | wird doch wohl ein Löwe zahm.~Und eine Frau ist ohnedem 1306 NussKatze| noch!-Bei meiner Treu!~Der zartste Apfel kömmt der Nuß, der 1307 Geheimnis| Jahre hat mir Matz wohl zehne weggenommen."~"Geh Narr, 1308 Eremit | man sagt, nicht schlimme Zeichen sein;~Allein den Grund wird 1309 Teilung | den Bruder mit sich fort.~"Zerbrichst du sie, die schöne Docke,~ 1310 Brille | Die teure Brille leicht zerknicken!)~Die teure Brille wohlbedächtig 1311 1 | her.~Aus Rache will er ihn zerreißen.~(Das mag dem Wandrer wohl 1312 1 | ihn, wie ein Bär. Durch Zerren und durch Beißen~Sucht er 1313 1 | Bär, der ihn nicht ganz zerrissen;~Bald flucht er auf sich 1314 Eremit | Schönheitsstücke~Hat der zerrißne Rock dem Blicke~Nicht ganz 1315 Pulcheria| als wenn das Tor davon zerspringen solle.~"Nu, Nu! Gemach! 1316 Geheimnis| Vor Angst beinah das Herz zersprungen.~Er weint und sprach voll 1317 Morydan | euch, mehr übers Meer zu ziehn!~Neptun, erhöre mich!~Sechs 1318 Sperling | bekannt mit Sonn und Blitzen,~Zielt er nach Jovis Thron.~Doch 1319 Liebe | brachte,~In Furcht, Gebet und Zittern wachte.~Macht bald!"-Das 1320 UberUns | widerfährt -~Ein Kind-ich zittre-wer ernährt~Mir dann das Kind? 1321 1 | schreit der Wanderer, "zög sich ein Wetter auf!~O hemmten 1322 Teilung | Bruder! Auf ein Wort!"~Und zog den Bruder mit sich fort.~" 1323 Kruzifix | Das Hans und Matz ex tuto zogen.~ 1324 Eremit | die verletzte Scham~Den Zorn nicht ins Gesicht getrieben,~ 1325 1 | Und keuchend schleicht er zornig fort.~Von Schrecken, Furcht 1326 Teilung | Was schwatzte nicht für zuckersüße Schmeicheleien~Der Junker 1327 Geheimnis| tut, und ihnen nicht tut, zürnen?"~"Herr, ich versteh Euch 1328 Sonne | Lesers Kaltsinn kränken,~Zufrieden mit euch selbst, stolz wie 1329 Morydan | Mondar,~Sein Nachbar der zugegen war.~"Sechs schwarze Rinder? 1330 Morydan | Reichtum dir das Glück nicht zugewandt,~Und glaubst doch, daß es 1331 Eremit | nur beschauen.~Sie ging zugleich von Haus zu Haus,~Und rief 1332 NussKatze| was muß er nicht für eine Zunge haben!~An solcher Säure 1333 HirschF | braucht sich nicht vor ihm zurückzuziehen;~Du bist den Hunden nun 1334 1 | doch acht;~Doch bitt ich, zwänget euch, daß ihr nicht drüber 1335 Bare | beide stets auf gleiche Zwecke sehn;~Und beide sah man 1336 Bare | bestritten,~Und, trotz des guten Zwecks, von ihm in Bann getan.~ 1337 1 | nur nicht! Ein Bär.~Ohn Zweifel schickt der Tod ihn her.~ 1338 Eremit | Fleisch zu reden kam.~Ich zweifle nicht, daß die verletzte 1339 MusterEh | erstaunen wird.~Daß alle Ehen Zwietracht bringen,~Glaubt jeder, aber 1340 Eremit | Nu, nu, nur fort! was zwingt Euch wohl,~So unvermutet


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