1752s-hufte | hunge-trage | tragt-zwist
Fettdruck = Main text
Ode Grau = Kommentar
501 Vermahl | Plage,~Und atmet kaum vor Hunger mehr.~Sagt, liebend Paar,
502 Macen | an sich reißen, und die hungrigen Skribenten verschenken;~
503 Eintr1754| Schwert der giftgen Zanksucht Hyder~Nur drei von tausend Köpfen
504 Eintr1754| und tobe,~Und suche meiner Hymnen Held.~Wer wird es sein?
505 | ihrem
506 | ihres
507 Ode8 | Ode 8. Lib. II. [Übersetzung der Ode des
508 Macen | gewinnen stünden.~Ein König mag immerhin über mich herrschen; er
509 Eintr1753| Scherz durchflochten,~Uns ineinander wand!~So träg, als hübe
510 24steJenn| dabei Cäsars und Solons inne,~Doch keinen, daß er neidisch
511 Macen | Lande, dessen~Einwohner von innen noch immer die alten Barbaren
512 HerrN | sind.~Die Tugend wird doch irgends gelten.~Das Gute kömmt nicht
513 TodFreund| Joch des Amts bei reifen Jahren,~Für andrer Wohl erschöpft,
514 HerrGleim| und beide~in verschiednen Jahrhunderten, oder veruneinigten LÄndern
515 TodFreund| Tränen stöhnet,~Dir unterm jauchzenden Empfangen~Der bessern Freunde
516 Eintr1752| geliebt will sein,~Ihr Völker jauchzt ihm zu! Der Himmel stimmet
517 Ode8 | Ad Barinen"]~Hätte dich je des verwirkten Meineids
518 | jedes
519 | jenem
520 Eintr1752| der Erde, -~Jetzt unwert jenes Rufs: Sie werde! -~Bringst
521 24steJenn| Der 24ste Jenner in Berlin~Welch leichter
522 TodSchwer| trieb allzuviel~Mut bis jenseit der Grenzen des Sieges,
523 Ode8 | trittst stolz einher, aller~Jünglinge sehnlichstes Augenmerk.~
524 TodSchwer| vorgriff!~Der nur falle so jung, der in eine traurige, Öde
525 TodFreund| war es, da auch dich noch junge Rosen zierten?~(Doch nein,
526 Bruder | dem Schwarm der Toren~Auf jungen Flügeln kühn entrückt!~Ihm
527 Eintr1754| auch du!~Wann einst ein junger Held bei seinem Grabe weinet,~
528 TodSchwer| entlehnet; gleich der listigen Juno den~Gürtel der Venus.~Und
529 HerrN | dort vermodern will.~Seit Juvenal sie fallen lassen,~Liegt
530 Abschied | Empfindung haßt der Reime kalte Menge,~Und wünscht unausposaunt
531 Vermahl | Schlaflied zollet:~So fließt in kalter Still, in ungenoßnen Stunden,~
532 Vermahl | euch zurück gebracht.~Sie kam. Ich sah den Zug; ein Dichter
533 Eintr1752| gewesen!~Für ihn, der eh du kamst, dich als gekommen sah,~
534 TodFreund| deiner wartet?-Nein! was kannst du noch erwarten~Im Schoß
535 TodFreund| Glück, als Schiffer ohne Karten,~Durchkreuzen ihn, den faulen
536 Vermahl | sich selbst ein Feind, kehrt oft den blinden Rücken~Der
537 24steJenn| Cäsars und Solons inne,~Doch keinen, daß er neidisch wär.~Ein
538 | keiner
539 HerrGleim| Mädchen, nur vom streitbaren Kelchglas.~Doch bist Du auch nicht
540 Vermahl | Staub und Schwärze,~Mars kennt Cytheren ja.~Den Prunk der
541 Vermahl | Schnell hob sich dieser Tag, kenntbar am Rosenkranze,~Aus der
542 Vermahl | sein Krystall auf lauter Kieseln rollet,~Wenn ihn der Wandrer
543 TodSchwer| Versammlung!-Dort rollen die Kinder des~Mitleids die schönen
544 Bruchst | schwer beklemmt zu bangen Klagen rief,~Die Rosen heut, o
545 TodFreund| geistig Ohr nicht schon des Klagetons entwöhnet,~Und kann ein
546 TodSchwer| rauscht der Vorhang herab! Klatschendes Lob betäubt mich,~und überall
547 Eintr1752| Welten Last,~Im Zipfel seines Kleides faßt, -~Zur Ewigkeit zurück
548 Abschied | unsre Freundschaft viel zu klein.~Empfindung haßt der Reime
549 TodSchwer| solche Wünsche sind nicht die kleinsten~edler Taten - Nicht Du,
550 24steJenn| Der Berg lag lauschend; Klio sang:~"Heil dir! festlicher
551 TodSchwer| der freundlich saumseligen Klotho vorgriff!~Der nur falle
552 TodSchwer| Händen~des lehrbegierigen Knabens, und in dem Busen des spröden
553 Eintr1754| niedern Staub empor?~Auch Könige sind Staub! Seid ihnen treu;
554 TodSchwer| festlichen Schritte wallt der königliche Purpur.~Wo bin ich? Welche
555 Macen | meine Gesellschaft. Ich~könnte täglich bei ihm schmausen,
556 Orpheus | alle Martern auf.~Und was könnten für einen so dummen Ehemann
557 Eintr1754| Hyder~Nur drei von tausend Köpfen ließ.~Doch ihn, Apoll und
558 TodSchwer| der redliche Sulzer ohne~Körper nun denkt - Hier nur noch
559 TodFreund| verbarg Gott die Gefahr.~Komm ihm, wer er auch sei, verklärter
560 Eintr1753| wenig Ohren,~Weil er die Kräfte wiegt:~So werd er dieses
561 Eintr1753| Die eine Götterhand~Durch Kränze mancher Art, mit Pracht
562 Vermahl | Märtyrer der Titel,~Des kranken Wahnes Eigentum,~Schämt
563 Macen | hat, und noch eine andre Krankheit von der man zweifelt, ob
564 Eintr1753| Geist, geboren,~Der diesen Kranz erfliegt.~Wenn er der Mutter
565 HerrGleim| verlieret.~Singe ihn, im Kranze des Siegs; tiefsinnig auf
566 TodSchwer| kritisierst - Wenn der~harmonische Krause nun nicht mehr, weder die
567 TodSchwer| Als die Menschheit in den Kriegern~stutzte, ergriff er mit
568 Eintr1754| blutgen Panzerkleide~Des Krieges fürchterlicher Gott?~Um
569 Eintr1752| Botschaft von finstern Kriegeswettern,~Die hier ein Gott zurücke
570 Vermahl | kühne Held, wenn er vom Kriegsgott glüht -~Du weißt es, Bräutigam!-
571 TodSchwer| lächelnder Rammler sich tot kritisierst - Wenn der~harmonische Krause
572 TodFreund| Dem Schiffe nach, das ihre Kron entreißt:~Sie steht, ein
573 TodFreund| Palme leicht erringen,~Die Krone leicht ersiegen läßt,~So
574 24steJenn| Lüfte,~Bis in des Ohres krummen Gang;~Die Blumen brachen
575 Vermahl | schleicht,~Vergebens sein Krystall auf lauter Kieseln rollet,~
576 Bruder | Toren~Auf jungen Flügeln kühn entrückt!~Ihm nach, dem
577 Vermahl | als der?~Er selbst, der kühne Held, wenn er vom Kriegsgott
578 Eintr1754| in Berlin~Wem tönt dies kühnre Lied? dies Lied, zu wessen
579 TodSchwer| Öde Wüste hinaus sieht,~in künftige Tage, leer an Freundschaft
580 TodSchwer| noch der Vertraute eines künftigen~Grüblers, begieriger die
581 Abschied | Freund, der letzten letzte Küsse~Auf nasse Wangen uns gedrückt;~
582 Eintr1755| den Sieg als Sieg, macht Kunst und Handel rege~Und zeichnet
583 Ode8 | Wetzstein~schleifende, strenge Kupido.~Noch mehr: nur dir reitet
584 Eintr1752| ausgedacht,~In diesem Spiel zur kurzen Szen erlesen,~Jahr! Zeit,
585 Eintr1753| vom Herzen windet,~O Muse, lach ihn an!~Damit er Feur und
586 Vermahl | Spur,~Und in den Westen lacht ein Schwarm der Liebesgötter.~
587 Bruder | wardst geboren,~Die Muse lächelnd angeblickt;~Auch du hast
588 TodSchwer| zu~schmecken.~Wenn unser lächelnder Rammler sich tot kritisierst -
589 Eintr1755| Pöbel freiet,~Und singt sich lächerlich.~Jüngst als Kalliope den
590 HerrGleim| wirst Du die zerstreuten Lämmer wieder um~Dich versammeln?
591 HerrGleim| Jahrhunderten, oder veruneinigten LÄndern geboren~werden.~Mit Dir,
592 Eintr1752| Botschaft, daß die Natur längst unsrer müde worden,~Die
593 24steJenn| streuten Balsamdüfte;~Der Berg lag lauschend; Klio sang:~"Heil
594 HerrGleim| bist Du auch nicht fremd im Lager, nicht fremd vor den~feindlichen
595 Eintr1755| Lied.~"Noch lange wird dies Land, mit den erfochtnen Staaten,~
596 Vermahl | verlarvte Stadt~Floh zwar seit langer Zeit die Gottheit holder
597 Eintr1753| er minder leicht.~Welch langsam Phänomen durchstreicht des
598 Abschied | Friederichs Verlangen,~Die spitze Lanze von sich warf.~* Halle.~**
599 Eintr1753| spät! kehr spät zurück!~Laß Dich noch lange, Herr, den
600 HerrN | Seit Juvenal sie fallen lassen,~Liegt sie, Triumph ihr
601 Eintr1752| Botschaft ach! vom Triumph des Lasters über Tugend,~Hier vordem
602 Ode8 | Barine weder griechisch noch lateinisch sei; und Dacier billiger~
603 Bruchst | Pindus jüngst in Libers Laube zechte,~Dir der vergnügte
604 Eintr1755| rege~Und zeichnet jedes Lauf." -~Sie schwieg, und plötzlich
605 24steJenn| Balsamdüfte;~Der Berg lag lauschend; Klio sang:~"Heil dir! festlicher
606 Macen | du jetzt durch den Horaz lebst; denn ohne Ruhm~in dem Gedächtnisse
607 Macen | Du, durch den einst Horaz lebte, dem Leben ohne Ruhe, ohne~
608 TodSchwer| Außer noch in den Händen~des lehrbegierigen Knabens, und in dem Busen
609 HerrGleim| Tiere, stillere Weisheit~lehren.-Ein Märchen vom blutigen
610 Bruder | sein Name sporne dich!~Er lehrte dich, das Laster höhnen;~
611 HerrGleim| tränendem Auge unter den Leichnamen seiner verewigten Gefährten.~
612 TodSchwer| floß das breite Panier zum leichten Grabmal über ihn her.~So
613 TodSchwer| gefallen, hatte sie dem Lenze seinen schönsten Schmuck
614 Bruder | seines Ruhmes Grab.~Doch lerne früh das Lob entbehren,~
615 Abschied | Schon hast du, Freund, der letzten letzte Küsse~Auf nasse Wangen
616 Ode8 | Ode 8. Lib. II. [Übersetzung der Ode
617 Bruchst | als der Pindus jüngst in Libers Laube zechte,~Dir der vergnügte
618 Vermahl | Reich, am Quell vom ewgen Licht,~Wo unsre Tage stehn, die
619 Vermahl | kaum vor Hunger mehr.~Sagt, liebend Paar, gebt ihr für ihre
620 Vermahl | Westen lacht ein Schwarm der Liebesgötter.~Es führten Tugend sie und
621 Bruder | entrückt!~Ihm nach, dem Liebling des Mäcenen!~Ihm nach, sein
622 HerrGleim| Kalliope den Geist ihres Lieblings zu hohen Liedern;~zu Liedern
623 Eintr1755| du in der Brust geheimer Lieblingssünden~Geheimes Werkzeug bist,~
624 TodSchwer| Mädchens,~das mit seinem Liede zu Winkel eilet - Wenn der
625 HerrN | Juvenal sie fallen lassen,~Liegt sie, Triumph ihr Laster!
626 TodSchwer| das tragische Szepter; die Linke bedeckt das weinende~Auge,
627 Eintr1755| und plötzlich stieß, zur Linken an dem Wege,~Ein rascher
628 TodSchwer| Taues entlehnet; gleich der listigen Juno den~Gürtel der Venus.~
629 Eintr1754| Lied? dies Lied, zu wessen Lobe,~Hört es noch manche späte
630 TodSchwer| Gürtel der Venus.~Und nun lockt sie Dich mit neuen Bestechungen.
631 HerrN | und fühlt gebeuget~Ein lohnend Amt dem Golde feil.~Auf,
632 Vermahl | Ward auch vom Tapfersten im Lorbeerkranz getragen.~Nur tolle Härte
633 Vermahl | Traum getäuscht, in Sorg und Lüsten schweben,~Dem fräßgen Strudel
634 Macen | erholen will, zu seinen lustigen Räten. Wieviel fehlt ihm,
635 Bruder | dich, das Laster höhnen;~Er mache dich ihm fürchterlich!~Oh!
636 TodSchwer| noch froh und glücklich zu~machen wünschest - Zwar schon solche
637 Bruder | Ihm nach, dem Liebling des Mäcenen!~Ihm nach, sein Name sporne
638 Macen | hinterlassen, den die Reichen und~Mächtigen an sich reißen, und die
639 Macen | über mich herrschen; er sei mächtiger, aber~besser dünke er sich
640 TodSchwer| in dem Busen des spröden Mädchens,~das mit seinem Liede zu
641 Ode8 | verheirateten Mädchen, um~deren Männer es geschehen ist, wenn sie
642 TodSchwer| herab; hier wischt sie die männliche Hand~aus dem weggewandten
643 HerrGleim| stillere Weisheit~lehren.-Ein Märchen vom blutigen Tiger, der,
644 Vermahl | Von Amt auf Ämter hin. Der Märtyrer der Titel,~Des kranken Wahnes
645 24steJenn| freudig um sein Bild, voll Majestät in Blicken,~Der Tänze Hieroglyphen
646 Eintr1754| wessen Lobe,~Hört es noch manche späte Welt?~Hier steh ich,
647 TodSchwer| Du, o Kleist; der Du so manchen noch froh und glücklich
648 Eintr1753| Götterhand~Durch Kränze mancher Art, mit Pracht und Scherz
649 Eintr1753| zu freun.~Noch oft soll manches Jahr so traurig von uns
650 Vermahl | Taten Glanz, die man in Marmor ätzet -~Er kömmt, hier
651 TodFreund| entreißt:~Sie steht, ein Marmorbild, zu Stunden unverrücket;~
652 TodSchwer| Ode auf den Tod des Marschalls von Schwerin, an den H.
653 Ode8 | gewissenlose Gebieterin, nicht meiden, so oft sie es auch gedroht.~
654 Eintr1752| der Erde bricht,~Und wenig Meilen rollt, und wieder sich verkriecht,~
655 Ode8 | Hätte dich je des verwirkten Meineids Strafe getroffen; würde
656 TodSchwer| die Lust nach Regeln zu meistern, als sie zu~schmecken.~Wenn
657 Eintr1754| Geists, mir seinen Namen melden?~Sein Nam ist ihm allein
658 Eintr1753| ziehend Lärm sind seine Melodeien,~Und _Friedrich_ jeder Ton!~
659 Vermahl | selig, wer es fühlt!~Der Mensch, sich selbst ein Feind,
660 TodSchwer| Die Weisheit sieht die Menschen gern weinen!~-Aber nun rauscht
661 Macen | einen Funken von deiner Menschenliebe, von deinem tugendhaften~
662 TodSchwer| beneidenswürdigen Helden!-Als die Menschheit in den Kriegern~stutzte,
663 HerrGleim| König! Deinen tapfern, doch~menschlichen; Deinen schlauen, doch edeldenkenden
664 Eintr1753| Vater reizen,~Und den: _menschlicher Held!_~Dort wird der Himmel
665 Vermahl | Bist du - gesteh es nur der Menschlichkeit zu Ehren -~So schön, als
666 Eintr1755| Aganippen~Um ihren Helden mied,~Und zog auf Sanssouci,
667 TodSchwer| Dort rollen die Kinder des~Mitleids die schönen Wangen herab;
668 Vermahl | Ehr, auch nicht entehrter Mittel.~Hier häuft der bleiche
669 Vermahl | Tugend sie und Lust in enger Mitten,~Lust, welche nie der Liebe
670 Eintr1753| ungern sich die Jahre trennen mochten,~Die eine Götterhand~Durch
671 Bruder | sprechen,~"Betaumelte kein Modewahn,~Die Sprache schön zu radebrechen,~
672 24steJenn| dieses Wort erfüllt!~Nie mög ein Morgenrot zu diesem
673 TodSchwer| Palast, ein schreckliches Monument von~Ruinen, und zerschmetterten
674 24steJenn| Wort erfüllt!~Nie mög ein Morgenrot zu diesem Glück euch wecken!~
675 24steJenn| in Berlin~Welch leichter Morgentraum ließ, auf den heilgen Höhen,~
676 Ode8 | gedroht.~Dich fürchten die Mütter für ihre Söhne; dich fürchten
677 Eintr1754| oft ein Hauch aus seinem Munde~Den Fluch in ihre Sphären
678 TodSchwer| betäubt mich,~und überall murmelt die Bewundrung: Seneka und
679 HerrN | An den Herrn N**~Freund, noch sind ich
680 Orpheus | hätte, so wären sie ihm doch~nachgefolgt.~Als er ankam und seine
681 Bruder | versetzt in höhre Sphären,~Ein Nachkomm uns ins Helle stellt!~
682 Ode8 | schwarz; nur einer deiner Nägel häßlicher; so~wollt ich
683 Eintr1752| Mit immer neuen Blitzen nährt.~Doch Botschaft auch von
684 TodFreund| verborgner Rat! - die nahe Reise treffen~Aus unsrer
685 Eintr1754| seinen Namen melden?~Sein Nam ist ihm allein bewußt.~Er
686 Bruder | Mäcenen!~Ihm nach, sein Name sporne dich!~Er lehrte dich,
687 Abschied | letzten letzte Küsse~Auf nasse Wangen uns gedrückt;~Schon
688 Eintr1752| drücket.~Botschaft, daß die Natur längst unsrer müde worden,~
689 Bruder | radebrechen,~Zu stolz für eine Nebenbahn."~Betritt der Alten sichre
690 Abschied | beneidenswerte Fluren,~Nur unsers Neides minder wert.~Zieh hin! und
691 24steJenn| inne,~Doch keinen, daß er neidisch wär.~Ein süßer Silberton
692 Ode8 | dir wachsen in ihr~immer neue Sklaven auf; und noch können
693 Eintr1754| neues Feuer~Reißt mich vom niedern Staub empor?~Auch Könige
694 Macen | für wert halten sollte,~Niederträchtigkeiten darum zu begehen.~_Corner_,
695 Macen | mich fähig fühlen, eine so niedrige Rolle zu~spielen; und wenn
696 24steJenn| erkoren,~Dem frommen Krieger, niemands Feind!~Laßt freudig um sein
697 Bruchst | güldne Haar zu halten.~Nun nimm sie hin, die mir getreuen
698 Macen | ihm, ein Mäcen~zu sein!~Nimmermehr werde ich mich fähig fühlen,
699 Ode8 | lachet darüber; die guten Nymphen lachen;~es lachet der immer
700 TodSchwer| jung, der in eine traurige, Öde Wüste hinaus sieht,~in künftige
701 TodFreund| Himmelsbürger, sich~Dein geistig Ohr nicht schon des Klagetons
702 Eintr1753| schon und singt noch wenig Ohren,~Weil er die Kräfte wiegt:~
703 24steJenn| durchzitterte die Lüfte,~Bis in des Ohres krummen Gang;~Die Blumen
704 Macen | zu~spielen; und wenn auch Ordensbänder zu gewinnen stünden.~Ein
705 Eintr1754| Schreckliche nicht gern.~Den weiten Orient zerfleischen deine Ruten;~
706 TodSchwer| So stürzte der entsäulte Palast, ein schreckliches Monument
707 Abschied | Musen stören darf,~Seit Pallas gern, auf Friederichs Verlangen,~
708 TodFreund| wenn der Himmel uns die Palme leicht erringen,~Die Krone
709 Eintr1754| sein? Vielleicht im blutgen Panzerkleide~Des Krieges fürchterlicher
710 Eintr1752| Flüssen Feuers schreckt,~Das paradiesische Gefilde überdeckt,~Und dort,
711 TodSchwer| schönsten Schmuck von~Blumen und Perlen des Taues entlehnet; gleich
712 Bruchst | mit ungestümer Hand~Die Perlenschnur, bestimmt das güldne Haar
713 Eintr1752| Ermorden,~Der aufgebotnen Pest~Die giftgen Schwingen schütteln
714 Ode8 | lachet der immer brennende Pfeile auf blutigem Wetzstein~schleifende,
715 TodFreund| Durchkreuzen ihn, den faulen Pfuhl der Zeit.~Vielleicht - noch
716 Eintr1753| minder leicht.~Welch langsam Phänomen durchstreicht des Äthers
717 Bruchst | fürchterlichen Stab,~Den, als der Pindus jüngst in Libers Laube zechte,~
718 Eintr1755| Lauf." -~Sie schwieg, und plötzlich stieß, zur Linken an dem
719 Macen | Himmel erbarme! welcher das Podagra und die~Gicht hat, und noch
720 Eintr1755| wär es denn, die um den Pöbel freiet,~Und singt sich lächerlich.~
721 Eintr1753| Witz dem Edelmut verbindet,~Poet und Biedermann.~Hört! oder
722 TodFreund| Welt, mit unserm Schmerz zu prangen,~Dies Lied: es sei für dich,
723 Macen | als einen zweiten Anakreon preisen wollte.~Ein Anakreon, daß
724 Vermahl | jetzt vergnügt?~O Braut, preß ihm dies Nein - vermag dein
725 TodSchwer| er, und ihm folgten die Preußen.~Und alle folgten ihm zum
726 24steJenn| Einst tanzen wir um ihn? Prophetin banger Schrecken!~Nie werde
727 Eintr1755| erklang von ihren Lippen~Ein _prophezeiend_ Lied.~"Noch lange wird
728 Vermahl | Mars kennt Cytheren ja.~Den Prunk der großen Welt, und die
729 TodSchwer| Schritte wallt der königliche Purpur.~Wo bin ich? Welche Bezaubrung!-
730 Bruder | Modewahn,~Die Sprache schön zu radebrechen,~Zu stolz für eine Nebenbahn."~
731 HerrN | ein giftger Schwär!~Erst räche dich, dich Freund der Musen.~
732 Eintr1754| Lieder,~Der sich als Themis' Rächer wies,~Und dessen frommes
733 HerrN | dich Freund der Musen.~Du rächest sie in dir!~Doch dann auch
734 Macen | will, zu seinen lustigen Räten. Wieviel fehlt ihm, ein
735 TodSchwer| schmecken.~Wenn unser lächelnder Rammler sich tot kritisierst - Wenn
736 Eintr1753| seh ich mich für Dich mit raschen Richteraugen~Nach einem
737 Eintr1755| Linken an dem Wege,~Ein rascher Adler auf.~Dem segnete sie
738 Eintr1753| oder täuschen mich beliebte Rasereien?~Nein, nein, ich hör ihn
739 TodFreund| Gast.~Wen wird - verborgner Rat! - die nahe Reise treffen~
740 Eintr1753| in die Lüfte,~Den man vom Raube scheucht:~Noch schwebt er
741 Bruchst | Chor unschuldger Scherze raubte,~Und schwer beklemmt zu
742 Vermahl | schöner macht.~Da brannt ihr Rauchaltar!-Doch jüngst hat sie die
743 Eintr1752| schmücket;~Von ungerechtem Recht, das arme Fromme drücket.~
744 TodSchwer| Winkel eilet - Wenn der redliche Sulzer ohne~Körper nun denkt -
745 Eintr1755| macht Kunst und Handel rege~Und zeichnet jedes Lauf." -~
746 TodSchwer| begieriger die Lust nach Regeln zu meistern, als sie zu~
747 Macen | Lachen ausschütten.~Dort, der Regent, ernährt eine Menge schöner
748 Eintr1752| Göttern~Der einst durch sie regierten Welt;~Botschaft von finstern
749 HerrN | dessen Busen~Ein Geist sich regt, zu gut für hier.~Vielleicht,
750 Macen | Namen hinterlassen, den die Reichen und~Mächtigen an sich reißen,
751 TodFreund| Schweiß,~Im Joch des Amts bei reifen Jahren,~Für andrer Wohl
752 Abschied | klein.~Empfindung haßt der Reime kalte Menge,~Und wünscht
753 TodFreund| verborgner Rat! - die nahe Reise treffen~Aus unsrer jetzt
754 Bruchst | Freundschaftspfande gab;~Reiß schnell, der Weste Spiel,
755 Macen | Reichen und~Mächtigen an sich reißen, und die hungrigen Skribenten
756 Eintr1754| Doch, welch ein neues Feuer~Reißt mich vom niedern Staub empor?~
757 Ode8 | Kupido.~Noch mehr: nur dir reitet die Jugend alle, nur dir
758 Vermahl | dies Nein - vermag dein Reiz es doch -~Aus der bewegten
759 Eintr1753| lange, Herr, den Namen Vater reizen,~Und den: _menschlicher
760 TodFreund| Des Lebens unschmackhaften Rest.~Was wartet unser?-Ach!
761 Eintr1752| tränenvollen Blicken~Des Reuenden verfolgt, zurück gewünscht
762 Eintr1753| mich für Dich mit raschen Richteraugen~Nach einem Dichter um.~Dort
763 Bruder | Zuge~Zwei Brüder einst die Richterzeit!~"Die zwei", so soll die
764 TodFreund| dich zu strafen, von uns riß.~Wie ein geliebtes Weib
765 Macen | fühlen, eine so niedrige Rolle zu~spielen; und wenn auch
766 TodSchwer| fromme Versammlung!-Dort rollen die Kinder des~Mitleids
767 Vermahl | Krystall auf lauter Kieseln rollet,~Wenn ihn der Wandrer nicht
768 Eintr1752| bricht,~Und wenig Meilen rollt, und wieder sich verkriecht,~
769 TodSchwer| Zierde des ausgearteten Roms!~-Dein Schüler; Dein Mörder!-
770 Vermahl | dieser Tag, kenntbar am Rosenkranze,~Aus der gemeinen Tage Schar.~
771 HerrGleim| frohe Jugend, bekränzt vom rosenwangigten Bacchus,~nur von feindlichen
772 HerrGleim| Wällen und unter brausenden Rossen.~Was hält Dich noch? Singe
773 Vermahl | Feind, kehrt oft den blinden Rücken~Der Wollust zu, auf die
774 Abschied | Ein schlagend Herz ihr rührend Lied.~Sie schweigt beredt,
775 HerrGleim| An Herr Gleim~Umsonst rÜstet Kalliope den Geist ihres
776 HerrGleim| um~Dich versammeln? Wie rufen sie so ängstlich im Dornengehecke
777 Eintr1752| Erde, -~Jetzt unwert jenes Rufs: Sie werde! -~Bringst du
778 Eintr1754| ihm folgsamem Schlunde;~Er ruft sie noch, daß sie besteht.~
779 Macen | Horaz lebte, dem Leben ohne Ruhe, ohne~Bequemlichkeit, ohne
780 TodSchwer| Wie stirbt der Weise so ruhig! so gern!~-Ein williger
781 Bruder | Stege,~Und findet seines Ruhmes Grab.~Doch lerne früh das
782 Eintr1755| Staaten,~Im Schoß des Friedens ruhn;~Denn sein Beschützer trägt
783 TodSchwer| schreckliches Monument von~Ruinen, und zerschmetterten Feinden,
784 Eintr1754| Orient zerfleischen deine Ruten;~Uns, Vater, zeigst du sie
785 Eintr1753| Friedrich_ zuzusehen,~Kein Säkulum zu sein;~Mit Deinem ganzen
786 Vermahl | Brust. Und ja, dir wird ers sagen.~Der sanften Lieb unschimpflich
787 Vermahl | dir wird ers sagen.~Der sanften Lieb unschimpflich Joch~
788 TodFreund| betäubt und angeheftet,~Und sannen dir mit starren Sinnen nach,~
789 Eintr1755| Helden mied,~Und zog auf Sanssouci, erklang von ihren Lippen~
790 Eintr1753| des Äthers Wogen,~Dort wo Saturn gebeut?~Ist es? Es ists,
791 TodSchwer| Bellona, der freundlich saumseligen Klotho vorgriff!~Der nur
792 Vermahl | schätzet,~Und nicht der Würden saure Pracht,~Und nicht der Taten
793 Vermahl | sie um euch verlassen,~Den Schäferinnen sein!~
794 Vermahl | kranken Wahnes Eigentum,~Schämt sich, vor lauter Ehr, auch
795 Eintr1755| Ziel des Flugs, vor ihren schärfern Blicken,~Dem Thron des Zeus,
796 Vermahl | euch mehr beglückt, als Schätz und Stand beglücken.~Verbergt
797 Vermahl | Herz, und nicht die Ahnen schätzet,~Und nicht der Würden saure
798 Bruchst | begleiten,~Und fromm zu schallen um ein Grab.~
799 Macen | Bedürftigen umgesehen! Was für~scharfsichtige Augen!~Endlich bin ich des
800 Orpheus | Stimme das taube Reich der Schatten; ob es gleich~mehr eine
801 24steJenn| Aurorens Glanz mit frommem Schauer sehen,~Der noch, der noch
802 24steJenn| dir! uns neues Reich, zum Schauplatz ihm erkoren,~Dem frommen
803 Bruder | entbehren,~Das hier die Scheelsucht vorenthält.~Gnug, wann versetzt
804 TodSchwer| durchflochten, wenn beide~Deinen Scheitel beschatten - Wenn die liebsten
805 Eintr1753| mancher Art, mit Pracht und Scherz durchflochten,~Uns ineinander
806 Bruchst | nie dem Chor unschuldger Scherze raubte,~Und schwer beklemmt
807 HerrGleim| mit Chloris und dem Echo scherzte, die arme Herde würgte und~
808 Eintr1753| Lüfte,~Den man vom Raube scheucht:~Noch schwebt er drüber
809 TodFreund| steilen Ufer blicket~Dem Schiffe nach, das ihre Kron entreißt:~
810 TodFreund| auf blindes Glück, als Schiffer ohne Karten,~Durchkreuzen
811 Bruder | durch zur Ewigkeit!~Oh! schilderte mit einem Zuge~Zwei Brüder
812 HerrGleim| Singe ihn, im Dampfe der Schlacht; wo er, gleich der Sonne
813 HerrGleim| Siegs; tiefsinnig auf dem Schlachtfelde, mit~tränendem Auge unter
814 Vermahl | süßen Trunk, und dann das Schlaflied zollet:~So fließt in kalter
815 Abschied | sind ihre Zaubertöne;~Ein schlagend Herz ihr rührend Lied.~Sie
816 Orpheus | und wenn er~auch noch so schlecht gesungen hätte, so wären
817 Vermahl | ein Bach, der in der Wüste schleicht,~Vergebens sein Krystall
818 HerrN | dem Glücke~Ein leichter Schleiderball.~Und doch belebt auf seine
819 Ode8 | Pfeile auf blutigem Wetzstein~schleifende, strenge Kupido.~Noch mehr:
820 TodSchwer| Töne, noch~des Eigennutzes schlichtet - Wenn auch ich nicht mehr
821 Bruchst | Schoß der frohen Jugend schlief;~Und aus der freien Rechte~
822 Macen | der Nachwelt leben, ist schlimmer als ihr gar~unbekannt zu
823 Eintr1752| böser Art; Botschaft von schlimmrer Jugend;~Von Feinden Gottes,
824 Eintr1754| Nichts nur ihm folgsamem Schlunde;~Er ruft sie noch, daß sie
825 Eintr1752| von feiler Ehr, womit die Schmach sich schmücket;~Von ungerechtem
826 Macen | Ich~könnte täglich bei ihm schmausen, mich mit ihm umsonst betrinken,
827 TodSchwer| zu meistern, als sie zu~schmecken.~Wenn unser lächelnder Rammler
828 HerrN | die bloße Hüfte!~Ein jeder Schmiß ein giftger Schwär!~Erst
829 TodSchwer| dem Lenze seinen schönsten Schmuck von~Blumen und Perlen des
830 Eintr1752| womit die Schmach sich schmücket;~Von ungerechtem Recht,
831 Vermahl | schönste, weil die Lieb ihn schmückt,~Und ihr erfüllter Wunsch
832 Bruchst | das flatternde Gewand~In schmutzig unachtsame Falten!~Und trenn
833 Abschied | unentschloßner Füße,~Den schnellen Geist vorweg geschickt.~
834 Bruder | dich ihm fürchterlich!~Oh! schnitten wir mit gleichem Fluge~Die
835 TodSchwer| Kinder des~Mitleids die schönen Wangen herab; hier wischt
836 TodSchwer| hatte sie dem Lenze seinen schönsten Schmuck von~Blumen und Perlen
837 Eintr1754| Quell des Guten,~Du bist der Schreckliche nicht gern.~Den weiten Orient
838 Eintr1754| Sphären weht.~O dreimal Schrecklicher!-doch voller Quell des Guten,~
839 TodSchwer| der entsäulte Palast, ein schreckliches Monument von~Ruinen, und
840 Eintr1752| dort mit Flüssen Feuers schreckt,~Das paradiesische Gefilde
841 TodSchwer| und hinter dem festlichen Schritte wallt der königliche Purpur.~
842 HerrGleim| unterdes mit~äsopischer Schüchternheit, ein Freund der Tiere, stillere
843 TodSchwer| ausgearteten Roms!~-Dein Schüler; Dein Mörder!-Wie stirbt
844 Eintr1752| Pest~Die giftgen Schwingen schütteln läßt.~Botschaft von hingerißnen
845 Macen | die Lieblinge der Musen zu schützen, in sich häge?~Wie habe
846 Eintr1752| ungewiß, ob ihn mehr Vorsicht schützt,~Als Liebe stützt.~O ihr,
847 Macen | mich nicht nach einem nur schwachen Abdrucke von dir~umgesehen?
848 Macen | Sorgen des Staats durch Schwänke~erholen will, zu seinen
849 HerrN | jeder Schmiß ein giftger Schwär!~Erst räche dich, dich Freund
850 Vermahl | voll Blut und Staub und Schwärze,~Mars kennt Cytheren ja.~
851 Ode8 | würde nur~einer deiner Zähne schwarz; nur einer deiner Nägel
852 Vermahl | getäuscht, in Sorg und Lüsten schweben,~Dem fräßgen Strudel unsrer
853 TodFreund| der Freundschaft Urbild schwebet,~In seraphinschem Glanze
854 Abschied | Herz ihr rührend Lied.~Sie schweigt beredt, sie stockt, sie
855 TodFreund| unser?-Ach! ein unbelohnter Schweiß,~Im Joch des Amts bei reifen
856 HerrGleim| und Tod und heldenmütigem Schweiße.~Umsonst; wenn das Geschick
857 Eintr1752| schwesterlichen Bande,~Die Schwellen seines Thrones ziert;~Des
858 Eintr1754| wies,~Und dessen frommes Schwert der giftgen Zanksucht Hyder~
859 Eintr1752| führt,~Und Ruh und Glück, im schwesterlichen Bande,~Die Schwellen seines
860 Eintr1755| zeichnet jedes Lauf." -~Sie schwieg, und plötzlich stieß, zur
861 Eintr1752| aufgebotnen Pest~Die giftgen Schwingen schütteln läßt.~Botschaft
862 24steJenn| Der noch, der noch die Seele füllt.~Ein Traum? nein,
863 Eintr1755| Ein rascher Adler auf.~Dem segnete sie nach mit heiligem Entzücken~
864 Eintr1753| braucht Dich die Welt.~Noch seh ich mich für Dich mit raschen
865 24steJenn| Glanz mit frommem Schauer sehen,~Der noch, der noch die
866 Ode8 | einher, aller~Jünglinge sehnlichstes Augenmerk.~Dir steht es
867 Vermahl | und Ruhm in Bubenstücken.~Seht sie, vom Traum getäuscht,
868 | Seid
869 Macen | verliebt. Er~hält mich für seinesgleichen. Er sucht meine Gesellschaft.
870 Vermahl | wilden Tod, und Ewigkeit zur Seite;~Wenn er, da über ihm die
871 Vermahl | Leben fort, die traurigen Sekunden, -~Wenn sie nicht Liebe
872 TodFreund| erwarten~Im Schoß der vollen Seligkeit?~Nur wir, auf blindes Glück,
873 Eintr1753| werd er dieses Jahr, der seltne Geist, geboren,~Der diesen
874 TodSchwer| murmelt die Bewundrung: Seneka und Kleist!~Und dann erst,
875 TodFreund| Freundschaft Urbild schwebet,~In seraphinschem Glanze schwebt;~Verknüpft
876 Bruchst | herab,~Zum Ton geschickt die Seufzer zu begleiten,~Und fromm
877 Bruder | Nebenbahn."~Betritt der Alten sichre Wege!~Ein Feiger nur geht
878 TodSchwer| Feder, nur uns Dichtern sichtbar durchflochten, wenn beide~
879 TodSchwer| Tod der herrlichste deiner Siege!~
880 TodSchwer| jenseit der Grenzen des Sieges, zum Tode! Er fiel, und
881 Vermahl | Friedrichen und durch ihn siegt -~Bist du - gesteh es nur
882 TodSchwer| mit neuen Bestechungen. Sieh! In ihrer~Rechte blitzt
883 24steJenn| neidisch wär.~Ein süßer Silberton durchzitterte die Lüfte,~
884 TodSchwer| zerschmetterten Feinden, über dich, Simson, zusammen! So~ward dein
885 Orpheus | sollen?~Man sagt, er sei singend herabgestiegen. Ich zweifle
886 TodFreund| Und sannen dir mit starren Sinnen nach,~Bis sich der Schmerz
887 Vermahl | einen Tag als heut?~Dort sinnt, in banger Nacht, ein Sklav
888 Eintr1752| Hier vordem ihrem liebsten Sitz;~Von Vätern böser Art; Botschaft
889 Vermahl | sinnt, in banger Nacht, ein Sklav von flüchtgem Ruhm~Von Amt
890 Ode8 | wachsen in ihr~immer neue Sklaven auf; und noch können die
891 Ode8 | Veränderung. Konnte aber eine Sklavin, welches Barine gewesen~
892 Macen | reißen, und die hungrigen Skribenten verschenken;~aber hast du
893 Ode8 | fürchten die Mütter für ihre Söhne; dich fürchten die geizigen~
894 Orpheus | geringsten~nicht daran; denn solange er Witwer war, konnte er
895 | solche
896 Orpheus | Orpheus auch seine~Frau suchen sollen?~Man sagt, er sei singend
897 HerrGleim| Du ihn am besten singen sollst. Ich will unterdes mit~äsopischer
898 Macen | ich sie für wert halten sollte,~Niederträchtigkeiten darum
899 24steJenn| ich nah dabei Cäsars und Solons inne,~Doch keinen, daß er
900 HerrGleim| Schlacht; wo er, gleich der Sonne unter den~Wolken, seinen
901 Vermahl | vom Traum getäuscht, in Sorg und Lüsten schweben,~Dem
902 Macen | Abends, wenn er sich von den Sorgen des Staats durch Schwänke~
903 HerrGleim| blutigen Tiger, der, als der sorglose Hirt~mit Chloris und dem
904 HerrGleim| Spitze ihm ähnlicher~Helden; soweit Helden den Göttern ähnlich
905 Eintr1754| Lobe,~Hört es noch manche späte Welt?~Hier steh ich, sinne
906 TodSchwer| bin - Ich, Deiner~Freunde spätester, der ich, mit dieser Welt
907 Macen | eine so niedrige Rolle zu~spielen; und wenn auch Ordensbänder
908 HerrN | Widerhall?~Der Tor gedeiht, der Spötter steiget,~Dem Bösen fehlt
909 Bruder | Mäcenen!~Ihm nach, sein Name sporne dich!~Er lehrte dich, das
910 Bruder | Betaumelte kein Modewahn,~Die Sprache schön zu radebrechen,~Zu
911 Bruder | zwei", so soll die Nachwelt sprechen,~"Betaumelte kein Modewahn,~
912 Vermahl | Du weißt es, Bräutigam!-sprich, wenn im blutgen Streite~
913 TodSchwer| Knabens, und in dem Busen des spröden Mädchens,~das mit seinem
914 Abschied | auch da der Vorsicht goldne Spuren,~Um dich besorgt, von dir
915 Eintr1755| Land, mit den erfochtnen Staaten,~Im Schoß des Friedens ruhn;~
916 Macen | sich von den Sorgen des Staats durch Schwänke~erholen will,
917 Bruchst | Rechte~Den fürchterlichen Stab,~Den, als der Pindus jüngst
918 Vermahl | Welt, und die verlarvte Stadt~Floh zwar seit langer Zeit
919 Vermahl | zärtlich Herze~Dem Mut, dem stählern Mut, zu nah.~Er selbst,
920 Abschied | sie stammelt schöne,~Ums stärkre Wort umsonst bemüht.~Es
921 Abschied | beredt, sie stockt, sie stammelt schöne,~Ums stärkre Wort
922 Eintr1754| sinne nach, und glüh und stampf und tobe,~Und suche meiner
923 Vermahl | beglückt, als Schätz und Stand beglücken.~Verbergt die
924 TodFreund| ist ihr ganzer Geist:~So standen wir betäubt und angeheftet,~
925 Macen | nicht. Er kann mir keine so starken~Gnadengelder geben, daß
926 Vermahl | wenn im blutgen Streite~Er starr mit einem Blicke sieht~Vor
927 TodFreund| angeheftet,~Und sannen dir mit starren Sinnen nach,~Bis sich der
928 Bruder | Er suchet blumenreichre Stege,~Und findet seines Ruhmes
929 Eintr1754| manche späte Welt?~Hier steh ich, sinne nach, und glüh
930 Vermahl | ewgen Licht,~Wo unsre Tage stehn, die Wieg und Grab umgrenzen -~
931 HerrN | Tor gedeiht, der Spötter steiget,~Dem Bösen fehlt kein Heil.~
932 TodFreund| Wie ein geliebtes Weib vom steilen Ufer blicket~Dem Schiffe
933 Vermahl | ihren Tritten~Ward auch der Stein beseelt.~Zu euch, glückselig
934 Orpheus | singen.~Berge, Flüsse, und Steine folgten seinen Harmonien
935 Bruder | Ein Nachkomm uns ins Helle stellt!~
936 Vermahl | und Grab umgrenzen -~Ein sterblich Auge zählt sie nicht -~
937 Eintr1752| erlesen,~Jahr! Zeit, für Sterbliche gewesen!~Für ihn, der eh
938 Orpheus | Orpheus, wie man erzählt, stieg seine Frau zu suchen in
939 Eintr1755| Sie schwieg, und plötzlich stieß, zur Linken an dem Wege,~
940 TodSchwer| die vertrauliche Muse ins Stille winkt - Wie~zürnt sie auf
941 Eintr1755| das Herz ergründen? -~Ein stiller Mörder ist;~Durch Laster,
942 HerrGleim| Schüchternheit, ein Freund der Tiere, stillere Weisheit~lehren.-Ein Märchen
943 Eintr1752| jauchzt ihm zu! Der Himmel stimmet ein.~Auf! strebt, daß er
944 TodSchwer| uns allen geschah! Dann~stirbst Du; aber eines edlern Todes;
945 TodSchwer| Schüler; Dein Mörder!-Wie stirbt der Weise so ruhig! so gern!~-
946 Abschied | Sie schweigt beredt, sie stockt, sie stammelt schöne,~Ums
947 TodFreund| Freund bei stillen Tränen stöhnet,~Dir unterm jauchzenden
948 Abschied | vergangen,~Der hier** noch Musen stören darf,~Seit Pallas gern,
949 Ode8 | des verwirkten Meineids Strafe getroffen; würde nur~einer
950 TodFreund| schrecken,~Nicht dich zu strafen, von uns riß.~Wie ein geliebtes
951 Eintr1752| Himmel stimmet ein.~Auf! strebt, daß er mit diesem Jahre,~
952 HerrGleim| feindlichen Mädchen, nur vom streitbaren Kelchglas.~Doch bist Du
953 Vermahl | sprich, wenn im blutgen Streite~Er starr mit einem Blicke
954 Ode8 | blutigem Wetzstein~schleifende, strenge Kupido.~Noch mehr: nur dir
955 24steJenn| Blumen brachen auf, und streuten Balsamdüfte;~Der Berg lag
956 TodFreund| Schmerz entkräftet,~Und strömend durch die Augen brach.~Was
957 Eintr1752| Gott noch da!~So wie ein Strom, der aus der Erde bricht,~
958 Vermahl | Lüsten schweben,~Dem fräßgen Strudel unsrer Zeit!~Dann wägt ihr
959 Macen | Ordensbänder zu gewinnen stünden.~Ein König mag immerhin
960 TodSchwer| Grabmal über ihn her.~So stürzte der entsäulte Palast, ein
961 Eintr1752| Vorsicht schützt,~Als Liebe stützt.~O ihr, die _Friedrich_
962 TodSchwer| Menschheit in den Kriegern~stutzte, ergriff er mit gewaltiger
963 Eintr1754| und stampf und tobe,~Und suche meiner Hymnen Held.~Wer
964 Macen | Augen!~Endlich bin ich des Suchens müde geworden, und will
965 Bruder | Feiger nur geht davon ab.~Er suchet blumenreichre Stege,~Und
966 Vermahl | erfüllter Wunsch der Hoffnung süße Plage~Im Wechselkuß erstickt.~
967 Vermahl | nicht erreicht,~Dem er den süßen Trunk, und dann das Schlaflied
968 TodSchwer| eilet - Wenn der redliche Sulzer ohne~Körper nun denkt -
969 Eintr1752| diesem Spiel zur kurzen Szen erlesen,~Jahr! Zeit, für
970 TodSchwer| Rechte blitzt das tragische Szepter; die Linke bedeckt das weinende~
971 Macen | Gesellschaft. Ich~könnte täglich bei ihm schmausen, mich
972 24steJenn| Majestät in Blicken,~Der Tänze Hieroglyphen ziehn!~Einst,
973 Abschied | gerührt.~Erwarte nicht ein täuschend Wortgepränge,~Für unsre
974 TodFreund| Freud und Unschuld dich, im Tal der Hoffnung, führten~Dem
975 Ode8 | Handwerk einer Buhlerin trieb.~Tan. Faber hat diesen Namen
976 24steJenn| diesem Glück euch wecken!~Tanzt, Musen, ewig um sein Bild!~
977 24steJenn| mit wachem Sinne~Die Musen tanzten darum her.~Wach ward ich
978 HerrGleim| ihn, Deinen König! Deinen tapfern, doch~menschlichen; Deinen
979 Vermahl | unschimpflich Joch~Ward auch vom Tapfersten im Lorbeerkranz getragen.~
980 Orpheus | Endlich bewog seine Stimme das taube Reich der Schatten; ob es
981 TodSchwer| von~Blumen und Perlen des Taues entlehnet; gleich der listigen
982 Eintr1754| Zanksucht Hyder~Nur drei von tausend Köpfen ließ.~Doch ihn, Apoll
983 TodSchwer| Deiner Erholung mit ihr teile!~Dir zu gefallen, hatte
984 Vermahl | holder Liebe.~Wo Buhlerei den Tempel hat,~Sind, die Verliebte
985 Macen | betrinken, und~umsonst auch die teuerste Dirne umfangen; wenn ich
986 Eintr1754| meiner Lieder,~Der sich als Themis' Rächer wies,~Und dessen
987 HerrGleim| ihn, im Kranze des Siegs; tiefsinnig auf dem Schlachtfelde, mit~
988 HerrGleim| Schüchternheit, ein Freund der Tiere, stillere Weisheit~lehren.-
989 HerrGleim| Ein Märchen vom blutigen Tiger, der, als der sorglose Hirt~
990 Vermahl | Ämter hin. Der Märtyrer der Titel,~Des kranken Wahnes Eigentum,~
991 Eintr1754| und glüh und stampf und tobe,~Und suche meiner Hymnen
992 TodSchwer| Grenzen des Sieges, zum Tode! Er fiel, und da~floß das
993 TodSchwer| stirbst Du; aber eines edlern Todes; für Deinen König, für Dein~
994 TodSchwer| mehr, weder die Zwiste der Töne, noch~des Eigennutzes schlichtet -
995 Vermahl | Lorbeerkranz getragen.~Nur tolle Härte wähnt, es trät ein
996 Bruder | hast dich dem Schwarm der Toren~Auf jungen Flügeln kühn
997 Eintr1755| Mörder ist;~Durch Laster, Torheit, Wahn zu sehr, zu sehr entweihet,~
998 TodSchwer| lächelnder Rammler sich tot kritisierst - Wenn der~harmonische
999 Eintr1753| Uns ineinander wand!~So träg, als hübe sich ein Adler
1000 Eintr1754| daß des Undanks Frost die trägen Lippen bindet,~Volk, dem
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