1752s-hufte | hunge-trage | tragt-zwist
Fettdruck = Main text
Ode Grau = Kommentar
1001 Eintr1755| ruhn;~Denn sein Beschützer trägt die Lorbeern großer Taten,~
1002 TodFreund| da ein Freund bei stillen Tränen stöhnet,~Dir unterm jauchzenden
1003 HerrGleim| auf dem Schlachtfelde, mit~tränendem Auge unter den Leichnamen
1004 Eintr1752| Dürftigen verseufzt, mit tränenvollen Blicken~Des Reuenden verfolgt,
1005 Vermahl | Nur tolle Härte wähnt, es trät ein zärtlich Herze~Dem Mut,
1006 TodSchwer| ihrer~Rechte blitzt das tragische Szepter; die Linke bedeckt
1007 Abschied | dir gerühret,~Bleibt ewig, trau! von dir gerührt.~Erwarte
1008 Bruchst | Saiten,~Und stimme sie zum Trauerten herab,~Zum Ton geschickt
1009 TodSchwer| falle so jung, der in eine traurige, Öde Wüste hinaus sieht,~
1010 Vermahl | Das faule Leben fort, die traurigen Sekunden, -~Wenn sie nicht
1011 TodFreund| verborgner Rat! - die nahe Reise treffen~Aus unsrer jetzt noch frischen
1012 Bruchst | schmutzig unachtsame Falten!~Und trenn mit ungestümer Hand~Die
1013 Eintr1754| Könige sind Staub! Seid ihnen treu; dem treuer,~Der sie zu
1014 Eintr1754| Staub! Seid ihnen treu; dem treuer,~Der sie zu besserm Staub
1015 Ode8 | glauben,~Kaum aber hast du das treulose Haupt mit falschen Gelübden
1016 Vermahl | Tugend haßt; und unter ihren Tritten~Ward auch der Stein beseelt.~
1017 Ode8 | du weit schöner auf, und trittst stolz einher, aller~Jünglinge
1018 Vermahl | erreicht,~Dem er den süßen Trunk, und dann das Schlaflied
1019 Eintr1752| Glücklichen erwähnt mit trunkenem Entzücken:~Jahr, welche
1020 24steJenn| Schwestern, tanzen wir, mit trunkenerm Entzücken,~Einst, freut
1021 HerrN | Und doch belebt auf seine Tücke~Kein beißend Lied den Widerhall?~
1022 Macen | Menschenliebe, von deinem tugendhaften~Ehrgeize, die Lieblinge
1023 | tun
1024 TodSchwer| Klatschendes Lob betäubt mich,~und überall murmelt die Bewundrung:
1025 Eintr1752| Das paradiesische Gefilde überdeckt,~Und dort, geschäftig im
1026 TodSchwer| von ihnen wird Dich gern~überleben - Wenn Dein Gleim nicht
1027 Ode8 | Ad Barinen" wird die Ode überschrieben. Diese Barine war ohne~Zweifel
1028 Ode8 | Ode 8. Lib. II. [Übersetzung der Ode des Horaz "Ad Barinen"]~
1029 TodFreund| werden wir, wie du, das Alter überspringen,~Des Lebens unschmackhaften
1030 Vermahl | sein Glanz, und wuchs und überstieg am Glanze~Den Tag, der euch
1031 Orpheus | Ehemann wohl noch für Martern~übrig sein?~Endlich bewog seine
1032 TodFreund| geliebtes Weib vom steilen Ufer blicket~Dem Schiffe nach,
1033 Macen | auch die teuerste Dirne umfangen; wenn ich nur mein Leben~
1034 Vermahl | stehn, die Wieg und Grab umgrenzen -~Ein sterblich Auge zählt
1035 Vermahl | Stunden,~In Tagen, die Verdruß umhüllt,~Das faule Leben fort, die
1036 Abschied | stockt, sie stammelt schöne,~Ums stärkre Wort umsonst bemüht.~
1037 Bruchst | flatternde Gewand~In schmutzig unachtsame Falten!~Und trenn mit ungestümer
1038 Abschied | kalte Menge,~Und wünscht unausposaunt zu sein.~Ein feuchter Blick
1039 Macen | ist schlimmer als ihr gar~unbekannt zu sein;~Du, o Mäcen, hast
1040 TodFreund| Was wartet unser?-Ach! ein unbelohnter Schweiß,~Im Joch des Amts
1041 TodFreund| andrer Wohl erschöpft, als unbrauchbarer Greis~Hinunter in die Gruft
1042 Eintr1754| sie von fern.~Wie, daß des Undanks Frost die trägen Lippen
1043 Abschied | Schon schon, beim Zaudern unentschloßner Füße,~Den schnellen Geist
1044 TodFreund| aus schlauen Hecken~Der Unerbittliche sich wies,~Und dich, den
1045 Vermahl | fließt in kalter Still, in ungenoßnen Stunden,~In Tagen, die Verdruß
1046 Eintr1752| Schmach sich schmücket;~Von ungerechtem Recht, das arme Fromme drücket.~
1047 Eintr1753| 1753 in Berlin~Wie zaudernd ungern sich die Jahre trennen mochten,~
1048 Bruchst | unachtsame Falten!~Und trenn mit ungestümer Hand~Die Perlenschnur, bestimmt
1049 Eintr1752| Thrones ziert;~Des Thrones, ungewiß, ob ihn mehr Vorsicht schützt,~
1050 HerrGleim| Herde würgte und~zerstreute.~Unglücklicher Hirte! Wenn wirst Du die
1051 Vermahl | sagen.~Der sanften Lieb unschimpflich Joch~Ward auch vom Tapfersten
1052 TodFreund| überspringen,~Des Lebens unschmackhaften Rest.~Was wartet unser?-
1053 TodFreund| ziertest du!)~Da Freud und Unschuld dich, im Tal der Hoffnung,
1054 Bruchst | Die ich dich nie dem Chor unschuldger Scherze raubte,~Und schwer
1055 Abschied | beneidenswerte Fluren,~Nur unsers Neides minder wert.~Zieh
1056 Ode8 | ganzen Himmel, und alle unsterblichen Götter zu~täuschen.~Venus
1057 TodSchwer| an großen~Entwürfen zur Unsterblichkeit:~Nicht Du, o Kleist; der
1058 HerrGleim| singen sollst. Ich will unterdes mit~äsopischer Schüchternheit,
1059 TodFreund| stillen Tränen stöhnet,~Dir unterm jauchzenden Empfangen~Der
1060 TodFreund| ein Marmorbild, zu Stunden unverrücket;~In Augen ist ihr ganzer
1061 Eintr1752| Botschaft von der Erde, -~Jetzt unwert jenes Rufs: Sie werde! -~
1062 TodFreund| Weisheit Thron der Freundschaft Urbild schwebet,~In seraphinschem
1063 Eintr1752| ihrem liebsten Sitz;~Von Vätern böser Art; Botschaft von
1064 TodSchwer| für Deinen König, für Dein~Vaterland, und wie Schwerin!~O des
1065 Ode8 | und Dacier billiger~diese Veränderung. Konnte aber eine Sklavin,
1066 TodFreund| Hoffnung äffen!~Zum Wachsamsein verbarg Gott die Gefahr.~Komm ihm,
1067 Eintr1753| Feur und Witz dem Edelmut verbindet,~Poet und Biedermann.~Hört!
1068 TodFreund| ein neuer Gast.~Wen wird - verborgner Rat! - die nahe Reise treffen~
1069 HerrN | Dem Bösen fehlt kein Heil.~Verdienst steht nach, und fühlt gebeuget~
1070 Vermahl | ungenoßnen Stunden,~In Tagen, die Verdruß umhüllt,~Das faule Leben
1071 Abschied | Um dich besorgt, von dir verehrt.~Dort* herrscht die Ruh,
1072 Eintr1754| Friedrichen_ vereinet,~Vereine, mein Gesang, auch du!~Wann
1073 Eintr1754| und Mars, in _Friedrichen_ vereinet,~Vereine, mein Gesang, auch
1074 HerrGleim| unter den Leichnamen seiner verewigten Gefährten.~Du weißt, wie
1075 Eintr1752| ein Gott, der grausamer verfährt,~Mit immer neuen Blitzen
1076 Eintr1752| tränenvollen Blicken~Des Reuenden verfolgt, zurück gewünscht vom Tor,~
1077 Abschied | die Ruh, dort ist der Lärm vergangen,~Der hier** noch Musen stören
1078 Vermahl | in der Wüste schleicht,~Vergebens sein Krystall auf lauter
1079 TodFreund| Die im Entstehn schon halb vergessen ist,~Flohst du dahin!-Geduld!
1080 Bruchst | Libers Laube zechte,~Dir der vergnügte Wirt zum Freundschaftspfande
1081 Ode8 | fürchten die armen nur erst verheirateten Mädchen, um~deren Männer
1082 TodFreund| einer von uns nach in die verklärten Zonen,~Für dich ein alter
1083 TodFreund| Komm ihm, wer er auch sei, verklärter Geist, entgegen,~Bis an
1084 TodFreund| seraphinschem Glanze schwebt;~Verknüpft uns einst ein Band, ein
1085 Eintr1752| Meilen rollt, und wieder sich verkriecht,~Bist du, aus der du dich
1086 Abschied | Pallas gern, auf Friederichs Verlangen,~Die spitze Lanze von sich
1087 Vermahl | der großen Welt, und die verlarvte Stadt~Floh zwar seit langer
1088 Vermahl | die Flur, die sie um euch verlassen,~Den Schäferinnen sein!~
1089 Macen | hat sich in meine Lieder verliebt. Er~hält mich für seinesgleichen.
1090 Vermahl | den Tempel hat,~Sind, die Verliebte sind, Verräter oder Diebe.~
1091 HerrGleim| aber nicht seinen Einfluß verlieret.~Singe ihn, im Kranze des
1092 Vermahl | Auf eine vornehme Vermählung~Paar, das, vom Glück geliebt,
1093 Vermahl | Braut, preß ihm dies Nein - vermag dein Reiz es doch -~Aus
1094 HerrN | Geißel zu erfassen,~Die dort vermodern will.~Seit Juvenal sie fallen
1095 Vermahl | Sind, die Verliebte sind, Verräter oder Diebe.~Sie floh zur
1096 Vermahl | Blicken;~(Die sind sie zu verraten gnug,)~Sie, die euch mehr
1097 HerrGleim| Geschick dem Lieblinge den Held versagt, und beide~in verschiednen
1098 HerrGleim| zerstreuten Lämmer wieder um~Dich versammeln? Wie rufen sie so ängstlich
1099 TodSchwer| Wie still ist die fromme Versammlung!-Dort rollen die Kinder
1100 Macen | die hungrigen Skribenten verschenken;~aber hast du uns auch von
1101 Vermahl | Der Frühling, vor ihr her, verscheuchte Frost und Wetter,~Und Weste
1102 HerrGleim| Held versagt, und beide~in verschiednen Jahrhunderten, oder veruneinigten
1103 Eintr1755| Blicken,~Dem Thron des Zeus, verschwand.~
1104 Eintr1754| wenn ein Jahr in süßer Ruh verschwindet;~Ihm dank es, daß dich _
1105 Bruder | Scheelsucht vorenthält.~Gnug, wann versetzt in höhre Sphären,~Ein Nachkomm
1106 Eintr1752| geflossen.~Vom Dürftigen verseufzt, mit tränenvollen Blicken~
1107 Ode8 | Haupt mit falschen Gelübden verstrickt;~so blühst du weit schöner
1108 TodSchwer| Taten - Nicht Du, dem die vertrauliche Muse ins Stille winkt -
1109 TodSchwer| denkt - Hier nur noch der Vertraute eines künftigen~Grüblers,
1110 HerrGleim| verschiednen Jahrhunderten, oder veruneinigten LÄndern geboren~werden.~
1111 Ode8 | hat diesen Namen in Carine verwandeln wollen, weil~Barine weder
1112 Ode8 | Barinen"]~Hätte dich je des verwirkten Meineids Strafe getroffen;
1113 Eintr1754| lauter Tod.~Wie, oder ists vielmehr in fabellosen Zeiten~Ein
1114 Eintr1752| er geliebt will sein,~Ihr Völker jauchzt ihm zu! Der Himmel
1115 Eintr1754| die trägen Lippen bindet,~Volk, dem er Heil, wie Flocken,
1116 TodFreund| noch erwarten~Im Schoß der vollen Seligkeit?~Nur wir, auf
1117 Eintr1754| dreimal Schrecklicher!-doch voller Quell des Guten,~Du bist
1118 Eintr1752| Lasters über Tugend,~Hier vordem ihrem liebsten Sitz;~Von
1119 Bruder | Das hier die Scheelsucht vorenthält.~Gnug, wann versetzt in
1120 TodSchwer| freundlich saumseligen Klotho vorgriff!~Der nur falle so jung,
1121 TodSchwer| weinen!~-Aber nun rauscht der Vorhang herab! Klatschendes Lob
1122 Vermahl | Auf eine vornehme Vermählung~Paar, das, vom
1123 Abschied | Füße,~Den schnellen Geist vorweg geschickt.~Für uns dahin!
1124 Eintr1754| nicht, so werde der der Vorwurf meiner Lieder,~Der sich
1125 24steJenn| Musen tanzten darum her.~Wach ward ich nah dabei Cäsars
1126 24steJenn| kein Traum. Ich sah mit wachem Sinne~Die Musen tanzten
1127 TodFreund| süßer Hoffnung äffen!~Zum Wachsamsein verbarg Gott die Gefahr.~
1128 Ode8 | die Jugend alle, nur dir wachsen in ihr~immer neue Sklaven
1129 Vermahl | Strudel unsrer Zeit!~Dann wägt ihr Glück und sagt: Gebt
1130 Vermahl | getragen.~Nur tolle Härte wähnt, es trät ein zärtlich Herze~
1131 HerrGleim| fremd vor den~feindlichen Wällen und unter brausenden Rossen.~
1132 Macen | Geliebten kein Leben~gewesen wäre; du, der du jetzt durch
1133 Orpheus | schlecht gesungen hätte, so wären sie ihm doch~nachgefolgt.~
1134 Eintr1752| Botschaft froh erfahre:~Ihr wäret eures _Friedrichs_ wert.~
1135 TodSchwer| Eifersüchtige, daß ich die waffenlosen~Stunden Deiner Erholung
1136 Eintr1755| Durch Laster, Torheit, Wahn zu sehr, zu sehr entweihet,~
1137 Vermahl | Märtyrer der Titel,~Des kranken Wahnes Eigentum,~Schämt sich, vor
1138 TodSchwer| dem festlichen Schritte wallt der königliche Purpur.~Wo
1139 Eintr1753| durchflochten,~Uns ineinander wand!~So träg, als hübe sich
1140 Vermahl | Kieseln rollet,~Wenn ihn der Wandrer nicht erreicht,~Dem er den
1141 Eintr1754| sie besteht.~Sie bebt, sie wankt, so oft ein Hauch aus seinem
1142 Bruder | Bruder~Auch dich hat, da du wardst geboren,~Die Muse lächelnd
1143 Abschied | Die spitze Lanze von sich warf.~* Halle.~** Wittenberg.~
1144 Vermahl | der Hoffnung süße Plage~Im Wechselkuß erstickt.~Dort in Aurorens
1145 24steJenn| Morgenrot zu diesem Glück euch wecken!~Tanzt, Musen, ewig um sein
1146 | Wegen
1147 TodSchwer| die männliche Hand~aus dem weggewandten Auge.~Weinet, ihr Zärtlichen!
1148 Eintr1754| Den Fluch in ihre Sphären weht.~O dreimal Schrecklicher!-
1149 TodFreund| uns riß.~Wie ein geliebtes Weib vom steilen Ufer blicket~
1150 TodFreund| weinen wir? Gleich einer Weibersage,~Die im Entstehn schon halb
1151 Eintr1752| Lande,~Wo _Friederich_ den weichen Zepter führt,~Und Ruh und
1152 Macen | ohne~Bequemlichkeit, ohne Wein, ohne den Genuß einer Geliebten
1153 TodSchwer| Szepter; die Linke bedeckt das weinende~Auge, und hinter dem festlichen
1154 TodSchwer| Dein Mörder!-Wie stirbt der Weise so ruhig! so gern!~-Ein
1155 TodSchwer| Freunde nicht~mehr sind - Ich weiß es, keiner von ihnen wird
1156 TodSchwer| diese Lorbeern, mit der~weißen Feder, nur uns Dichtern
1157 Eintr1754| Schreckliche nicht gern.~Den weiten Orient zerfleischen deine
1158 Macen | daß es den Himmel erbarme! welcher das Podagra und die~Gicht
1159 Ode8 | Konnte aber eine Sklavin, welches Barine gewesen~war, nicht
1160 | Wem
1161 | Wen
1162 | wenige
1163 Eintr1753| er die Kräfte wiegt:~So werd er dieses Jahr, der seltne
1164 Eintr1755| Lieblingssünden~Geheimes Werkzeug bist,~Das oft ein lauter
1165 Eintr1754| kühnre Lied? dies Lied, zu wessen Lobe,~Hört es noch manche
1166 Vermahl | folgten ihrer Spur,~Und in den Westen lacht ein Schwarm der Liebesgötter.~
1167 Vermahl | verscheuchte Frost und Wetter,~Und Weste folgten ihrer
1168 Ode8 | brennende Pfeile auf blutigem Wetzstein~schleifende, strenge Kupido.~
1169 Eintr1752| nicht schon erfährt,~Die wichtge Botschaft froh erfahre:~
1170 HerrN | Tücke~Kein beißend Lied den Widerhall?~Der Tor gedeiht, der Spötter
1171 Orpheus | daß man ihm seine Frau~wiedergab.~
1172 Vermahl | Wo unsre Tage stehn, die Wieg und Grab umgrenzen -~Ein
1173 Eintr1753| Ohren,~Weil er die Kräfte wiegt:~So werd er dieses Jahr,
1174 | Wieviel
1175 Vermahl | Blicke sieht~Vor sich den wilden Tod, und Ewigkeit zur Seite;~
1176 TodSchwer| so ruhig! so gern!~-Ein williger Tod macht den Weisen zum
1177 Eintr1753| dann sich leicht vom Herzen windet,~O Muse, lach ihn an!~Damit
1178 TodSchwer| das mit seinem Liede zu Winkel eilet - Wenn der redliche
1179 Abschied | Wort umsonst bemüht.~Es winken dir beneidenswerte Fluren,~
1180 TodSchwer| vertrauliche Muse ins Stille winkt - Wie~zürnt sie auf mich,
1181 Bruchst | zechte,~Dir der vergnügte Wirt zum Freundschaftspfande
1182 TodSchwer| schönen Wangen herab; hier wischt sie die männliche Hand~aus
1183 Abschied | von sich warf.~* Halle.~** Wittenberg.~
1184 Eintr1753| schwebt er drüber her, und witternd fette Düfte,~Entflieht er
1185 Orpheus | nicht daran; denn solange er Witwer war, konnte er wohl vergnügt
1186 Eintr1753| durchstreicht des Äthers Wogen,~Dort wo Saturn gebeut?~
1187 HerrGleim| gleich der Sonne unter den~Wolken, seinen Glanz, aber nicht
1188 Ode8 | Namen in Carine verwandeln wollen, weil~Barine weder griechisch
1189 Ode8 | deiner Nägel häßlicher; so~wollt ich dir glauben,~Kaum aber
1190 Macen | zweiten Anakreon preisen wollte.~Ein Anakreon, daß es den
1191 Macen | zu begehen.~_Corner_, der Wollüstling, hat sich in meine Lieder
1192 Vermahl | oft den blinden Rücken~Der Wollust zu, auf die er zielt,~Sucht
1193 | womit
1194 Eintr1752| Natur längst unsrer müde worden,~Die dort mit Flüssen Feuers
1195 Abschied | Erwarte nicht ein täuschend Wortgepränge,~Für unsre Freundschaft
1196 TodSchwer| wünschest - Zwar schon solche Wünsche sind nicht die kleinsten~
1197 TodSchwer| und glücklich zu~machen wünschest - Zwar schon solche Wünsche
1198 Abschied | der Reime kalte Menge,~Und wünscht unausposaunt zu sein.~Ein
1199 Ode8 | Meineids Strafe getroffen; würde nur~einer deiner Zähne schwarz;
1200 Vermahl | schätzet,~Und nicht der Würden saure Pracht,~Und nicht
1201 HerrGleim| scherzte, die arme Herde würgte und~zerstreute.~Unglücklicher
1202 Eintr1754| seinem Grabe weinet,~So zähl ihm seine Taten zu!~Fang
1203 Vermahl | umgrenzen -~Ein sterblich Auge zählt sie nicht -~Dort sah, Beglückte
1204 Ode8 | würde nur~einer deiner Zähne schwarz; nur einer deiner
1205 Vermahl | Härte wähnt, es trät ein zärtlich Herze~Dem Mut, dem stählern
1206 TodSchwer| weggewandten Auge.~Weinet, ihr Zärtlichen! Die Weisheit sieht die
1207 Eintr1754| frommes Schwert der giftgen Zanksucht Hyder~Nur drei von tausend
1208 Abschied | feuchter Blick sind ihre Zaubertöne;~Ein schlagend Herz ihr
1209 Abschied | gedrückt;~Schon schon, beim Zaudern unentschloßner Füße,~Den
1210 Eintr1753| Jahres 1753 in Berlin~Wie zaudernd ungern sich die Jahre trennen
1211 Bruchst | Pindus jüngst in Libers Laube zechte,~Dir der vergnügte Wirt
1212 Eintr1755| Kunst und Handel rege~Und zeichnet jedes Lauf." -~Sie schwieg,
1213 Eintr1754| deine Ruten;~Uns, Vater, zeigst du sie von fern.~Wie, daß
1214 Eintr1754| ists vielmehr in fabellosen Zeiten~Ein neuer göttlicher Apoll,~
1215 Eintr1752| Friederich_ den weichen Zepter führt,~Und Ruh und Glück,
1216 Eintr1754| gern.~Den weiten Orient zerfleischen deine Ruten;~Uns, Vater,
1217 TodSchwer| Monument von~Ruinen, und zerschmetterten Feinden, über dich, Simson,
1218 HerrGleim| die arme Herde würgte und~zerstreute.~Unglücklicher Hirte! Wenn
1219 HerrGleim| Hirte! Wenn wirst Du die zerstreuten Lämmer wieder um~Dich versammeln?
1220 Vermahl | auf die er zielt,~Sucht in Zerstreuung Ruh, und Ruhm in Bubenstücken.~
1221 Eintr1755| schärfern Blicken,~Dem Thron des Zeus, verschwand.~
1222 Abschied | unsers Neides minder wert.~Zieh hin! und find auch da der
1223 Eintr1753| hör ihn schon.~Der Heere ziehend Lärm sind seine Melodeien,~
1224 24steJenn| Der Tänze Hieroglyphen ziehn!~Einst, Schwestern, tanzen
1225 Eintr1755| aufgehobner Hand,~Bis er, am Ziel des Flugs, vor ihren schärfern
1226 TodSchwer| Und alle folgten ihm zum Ziele des Siegs! Ihn aber trieb
1227 Vermahl | Der Wollust zu, auf die er zielt,~Sucht in Zerstreuung Ruh,
1228 Eintr1752| Schwellen seines Thrones ziert;~Des Thrones, ungewiß, ob
1229 TodFreund| auch dich noch junge Rosen zierten?~(Doch nein, die Rosen ziertest
1230 TodFreund| zierten?~(Doch nein, die Rosen ziertest du!)~Da Freud und Unschuld
1231 Eintr1752| mit aller Welten Last,~Im Zipfel seines Kleides faßt, -~Zur
1232 Vermahl | und dann das Schlaflied zollet:~So fließt in kalter Still,
1233 TodFreund| uns nach in die verklärten Zonen,~Für dich ein alter Freund,
1234 Orpheus | ob es gleich~mehr eine Züchtigung als eine Belohnung war,
1235 TodSchwer| Muse ins Stille winkt - Wie~zürnt sie auf mich, die Eifersüchtige,
1236 TodSchwer| dieser Welt weit besser zufrieden,~als sie mit mir, noch lange
1237 Bruder | Oh! schilderte mit einem Zuge~Zwei Brüder einst die Richterzeit!~"
1238 Eintr1754| schwer entbehrt, mit schnell zurückberufnen Saiten~Den Himmel wieder
1239 Eintr1752| Kriegeswettern,~Die hier ein Gott zurücke hält,~Und dort ein Gott,
1240 TodSchwer| Feinden, über dich, Simson, zusammen! So~ward dein Tod der herrlichste
1241 Eintr1753| entflog, Dir _Friedrich_ zuzusehen,~Kein Säkulum zu sein;~Mit
1242 Ode8 | überschrieben. Diese Barine war ohne~Zweifel eine Freigelassene, welche
1243 Macen | andre Krankheit von der man zweifelt, ob sie~Columbus aus Amerika
1244 Orpheus | singend herabgestiegen. Ich zweifle im geringsten~nicht daran;
1245 Macen | achtete; und ihn als einen zweiten Anakreon preisen wollte.~
1246 TodSchwer| nun nicht mehr, weder die Zwiste der Töne, noch~des Eigennutzes
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