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Hätte dich je des
verwirkten Meineids Strafe getroffen; würde nur
einer deiner Zähne schwarz; nur einer deiner Nägel
häßlicher; so
wollt ich dir glauben,
Kaum aber hast du das
treulose Haupt mit falschen Gelübden verstrickt;
so blühst du weit schöner auf, und trittst stolz einher, aller
Jünglinge sehnlichstes Augenmerk.
Dir steht es frei, der
Mutter beigesetzte Asche, die stillen Gestirne
der Nacht, und den ganzen Himmel, und alle unsterblichen Götter zu
täuschen.
Venus selbst, wie gesagt,
lachet darüber; die guten Nymphen lachen;
es lachet der immer brennende Pfeile auf blutigem Wetzstein
schleifende, strenge Kupido.
Noch mehr: nur dir reitet
die Jugend alle, nur dir wachsen in ihr
immer neue Sklaven auf; und noch können die Alten dich, ihre
gewissenlose Gebieterin, nicht meiden, so oft sie es auch gedroht.
Dich fürchten die
Mütter für ihre Söhne; dich fürchten die geizigen
Alten; dich fürchten die armen nur erst verheirateten Mädchen, um
deren Männer es geschehen ist, wenn sie einmal deine Spur finden.
"Ad Barinen" wird
die Ode überschrieben. Diese Barine war ohne
Zweifel eine Freigelassene, welche das Handwerk einer Buhlerin trieb.
Tan. Faber hat diesen Namen in Carine verwandeln wollen, weil
Barine weder griechisch noch lateinisch sei; und Dacier billiger
diese Veränderung. Konnte aber eine Sklavin, welches Barine gewesen
war, nicht leicht aus einem barbarischen Lande, von barbarischen
Eltern entsprossen sein?
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