1823-bubch | buchs-flitt | floss-gutig | gulde-kopfn | kopfu-myrrh | myrte-schie | schif-tausc | tages-wande | waren-zypre
Teil, Kap.
3503 Nordsee, 2 | Konvenienz geheiratet;~Des Tages über wandle sie freudig~
3504 LyrInt | meine Gespenster~Sogar einen Tagesbesuch.~Die alte Liebe erscheinet,~
3505 Nordsee, 2 | erglänzt das Meer;~Wie Tagesklarheit, doch dämmrig verzaubert,~
3506 Nordsee, 2 | mich die Treppe hinauf, ans Tageslicht,~Der brave Ratskellermeister
3507 JLei, Roman| stand nun mit Liebesharm~Tagtäglich lauernd am Fenster.~Bald
3508 Heimk, I | gelacht.~Doch als es morgens tagte,~Mein Kind, wie staunten
3509 Heimk, I | Wasserbahn;~Mit traurigem Takte rudert~Der Schiffer in meinem
3510 JLei, Roman| Brüder!~Wehe! Wehe! blutges Tal!~Beide Kämpfer stürzen nieder,~
3511 JLei, Roman| in Nacht gehüllt;~Doch im Tale leuchten Blitze,~Helle Schwerter
3512 JLei, Roman| Schloß herab.~Aber nachts, im Talesgrunde,~Wandelts heimlich, wunderbar;~
3513 Heimk, I | gar säuberlich~Des tollen Tands entledge,~Noch immer elend
3514 Harzr, Hirt | rauschen drein~Wasserfall und Tannenbäume,~Und der König schlummert
3515 JLei, Roman| sollte kommen!«~Und ins wirre Tanzgetümmel~Drängen sich die beiden
3516 LyrInt | laute Quellen brechen~Wie Tanzmusik hervor; -~Und Liebesweisen
3517 Nordsee, 2 | also geziert, eilt sie zum Tanzplatz,~Wo Pfeifen und Geigen lieblich
3518 Heimk, I | Kisten auf unserem Hofe~Die tapezierten wir aus,~Und wohnten drin
3519 Nordsee, 2 | Thalatta! Thalatta!~Du tapferes Rückzugherz!~Wie oft, wie
3520 JLei, Traum| rasch~In des Herren Nachbars Tasch.~Doch der Gassenvogt mir
3521 Heimk, Gott | Stadtpoeten stecken in die Tasche~Papier und Bleistift und
3522 LyrInt | Und präsentieret gütig~Die Tasse dem Herrn Baron.~Am Tische
3523 Vor3 | Lüsten,~Der Leib und die Tatze wie ein Löw,~Ein Weib an
3524 Nordsee, 2 | feuerberauscht -~Dann schwebte ein taubenmildes Lächeln~Um die hochgeschürzten,
3525 Nordsee, 1 | ich die höchste Tanne,~Und tauche sie ein~In des Ätnas glühenden
3526 Nordsee, 1 | Also rief Poseidon~Und tauchte zurück ins Meer;~Und über
3527 Heimk, Alman| Abdullah~Über den gezierten Taufstein,~In dem Dome zu Corduva.~
3528 Heimk, I | Regen von Zitronensaft~Soll tauig sie begießen,~Und in den
3529 Nordsee, 2 | ich taumle mit ihr, und taumelnd~Bringt mich die Treppe hinauf,
3530 Nordsee, 2 | Begeistrungsflammen,~Und stand und taumelte, feuerberauscht -~Dann schwebte
3531 Nordsee, 2 | unsterbliche Seele taumelt,~Und ich taumle mit ihr, und taumelnd~Bringt
3532 JLei, Roman| Clara, Don Fernando,~Und sie tauschen süße Reden.~Und im Saale
3533 Nordsee, 1 | die Augen~Meiner Liebsten, tausendfältig~Schimmern sie und grüßen
3534 JLei, Lied | Liebe Geist einst über sie taut;~Einst kommt dies Buch in
3535 JLei, Traum| Schloß,~Und der Graf besold'te viel Dienertroß.~Was scheren
3536 Nordsee, 1 | ich bitte dich, koche mir Tee mit Rum,~Denn draußen wars
3537 LyrInt | Sie saßen und tranken am Teetisch,~Und sprachen von Liebe
3538 Vor | immer die unermüdlichste Teilnahme widmete, und sich oft nicht
3539 Nordsee, 2 | die stolzen Leviten des Tempels~Und des Herodes Trabanten
3540 Heimk, Gott | aus den blumreich grünen Teppich,~Durchwebt mit Sonnenschein
3541 LyrInt | Sporengeklirr.~Im leuchtenden Teppichgemache,~Da ist es so duftig und
3542 JLei, Son | mein Freund, vor grimmen Teufelsfratzen,~Doch schlimmer sind die
3543 JLei, Traum| Halunken,~Und mischte mir Teufelskraut in den Wein,~Und hab mit
3544 JLei, Traum| sogleich;~Wohl zahl ich ihm teure, blutteure Gebühr,~Doch
3545 Nordsee, 2 | Umgaukelt sie selig mein teures Bild,~Sogar des Morgens,
3546 Heimk, Gott | Engelscharen. ~Auf seinem Throne sitzt der bleiche Gott, ~
3547 Vor | sahen es bei Herrn Ludwig Tieck, dem ehemaligen romantischen
3548 JLei, Roman| Dann quellen ihm Lieder aus tiefem Gemüt; --~Doch Lieder und
3549 Nordsee, 1 | sehnend ergriff mich ein tiefes Heimweh~Nach dir, du holdes
3550 Heimk, Ratc | säuselte wie Sterbeseufzer,~Tiefschmerzlich sang die Nachtigall herab.~
3551 Harzr, 3 | mich an so wohlvertraut;~Tisch und Schrank, mir ist als
3552 LyrInt | Tasse dem Herrn Baron.~Am Tische war noch ein Plätzchen;~
3553 Nordsee, 2 | wie dein Ahnherr,~Der hohe Titane, der himmlisches Feuer~Den
3554 Nordsee, 2 | greisen Vater~Und deine Titanen-Öhme verdrängt hast,~Jupiter
3555 LyrInt | Das kömmt, weil man Madame titulieret~Mein süßes Liebchen, so
3556 JLei, Lied | Tummle dich, du faules Volk!~Tobende Eile mich treibend erfaßt!~
3557 Heimk, I | du schiltst und wenn du tobst,~Ich werd es geduldig leiden;~
3558 Nordsee, 1 | Der niedriggepflanzte, der Tod-beglückte,~Ich klage nicht länger.~
3559 Nordsee, 1 | Wolkenschleiern,~Ein traurig todblasses Antlitz,~Bricht hervor der
3560 JLei, Traum| den Wein,~Und hab mit dem Tode Smollis getrunken, -~Der
3561 Vor3 | Daß du vermischest mit Todesqual~All deine Seligkeiten?~O
3562 Nordsee, 1 | schlief den einsam kalten Todesschlaf.~Doch droben aus dem dunkeln
3563 JLei, Roman| bringen~Dort schon mit die Todeswund.~Und wem dort am besten
3564 Harzr, 2 | des Knechtes Joch.~Alte Todeswunden heilt er,~Und erneut das
3565 JLei, Traum| der Graf beim Wein~Mit dem Töchterchen sein und dem Edelgestein.~
3566 Vor3 | dem starken Bogen und den tödlichen Pfeilen... Erinnerst du
3567 JLei, Traum| die nennen es: Liebe!~Kaum tönte des letzten Wortes Schall,~
3568 LyrInt | törichter Reiter,~Mit deinem törichten Traum?~LIX~Es fällt ein
3569 LyrInt | Eichenbaum:~Was willst du, törichter Reiter,~Mit deinem törichten
3570 Harzr, Pro | in dem Herzen -~Ach, mich tötet ihr Gesinge~Von erlognen
3571 Heimk, I | Kollegium,~Such ihn beim Glas Tokayer;~Such ihn nicht in der Hedwigskirch,~
3572 JLei, Roman| bunter Blumengarten~Liegt Toledo ausgebreitet.~Prachtgebäude
3573 Heimk, Ratc | Denn jener hohle, kalte Ton war doch~Die einst so süße
3574 Nordsee, 1 | einen Hering hast du~Aus der Tonne mir gestohlen!«~Meeresstille!
3575 JLei, Son | her. Es starb das Reis im Topf.~Sie selbst hab ich seit
3576 Heimk, I | Die heulen und brausen und tosen.~Aus dunkler Höh, mit wilder
3577 Heimk, I | Wassergebirge~Bildet die tosende See;~Hier gähnt ein schwarzer
3578 Nordsee, 1 | Mein Rufen verhallt im tosenden Sturm,~Im Schlachtlärm der
3579 Nordsee, 1 | Herangedämmert kam der Abend,~Wilder toste die Flut,~Und ich saß am
3580 LyrInt | Heidelberger Faß.~Und holt eine Totenbahre,~Von Brettern fest und dick:~
3581 JLei, Roman| schlotternden Knien und totenblaß.~Die Knechtenschar saß kalt
3582 Heimk, I | meine Ruh.~Da steht ein Totengerippe,~Und fiedelt und singt dazu:~
3583 JLei, Traum| buntscheckiger Jack,~Den Totengräber huckepack.~Es tanzen zwölf
3584 JLei, Traum| bereit,~Ich wasche dir dein Totenkleid!~Und als sie dies gesprochen
3585 LyrInt | erscheinet,~Sie stieg aus dem Totenreich,~Sie setzt sich zu mir und
3586 JLei, Lied | hold,~Dies Buch wie einen Totenschrein,~Und sargen meine Lieder
3587 Heimk, Ratc | Wo Prunk und Pracht und Totenstille herrschte,~Und führt' mich
3588 LyrInt | liegen,~Und mich an mein totes Liebchen schmiegen.~XXXII~
3589 Vor | unlängst aus Melancholie totgeschossen, erscheinen Jugend und Alter
3590 Nordsee, 1 | Geschichten,~Riesenmärchen, totschlaglaunig,~Uralte Sagen aus Norweg,~
3591 JLei, Roman| zieht,~Im traurig stillen Trab:~Ach! zieh ich jetzt wohl
3592 Nordsee, 2 | Tempels~Und des Herodes Trabanten und Höflinge,~Die goldgeschmückten
3593 Nordsee, 1 | Gesellen, in spanischer Tracht,~Stolzieren vorüber und
3594 JLei, Traum| Liebchens Augen, und in Tränenwogen~Ist mir das holde Bildnis
3595 Heimk, I | wilder Macht,~Die Regengüsse träufen;~Es ist, als wollt die alte
3596 Nordsee, 1 | bretterne Schiffswand,~Wo mein träumendes Haupt liegt,~Branden die
3597 JLei, Roman| von hinnen die Rosse.~Kaum trafen wir uns auf derselben Station,~
3598 Vor | welches unter dem Titel »Tragödien« im Jahr 1823 erschien und
3599 Heimk, I | nicht genug verehren;~Oft traktiert er mich mit Austern,~Und
3600 Nordsee, 2 | Schnäbeln seewassersaufende,~Und tranigtes Robbenfleisch fressende,~
3601 Nordsee, 2 | das Meer,~Und siegreich traten hervor am Himmel~Die ewigen
3602 Vor3 | überall~Ein Schweigen und ein Trauern;~Es schien, als wohne der
3603 LyrInt | Morgenland,~Einsam und schweigend trauert~Auf brennender Felsenwand.~
3604 Heimk, Ratc | mich in eine Landschaft,~Wo Trauerweiden mir »Willkommen« winkten~
3605 JLei, Traum| jetzt auch,~Und such das Traumbild, das mir längst entschwunden,~
3606 JLei, Traum| Traumbilder~I~Mir träumte einst von
3607 Heimk, DClar| In der Ferne schwanken traumhaft~Weiße Liljen, lichtumflossen.~
3608 JLei, Roman| hell -~Meine Manichäer, traun!~Halten euch in ihren Klaun.~
3609 Heimk, Ratc | uns an, und wurden immer traurger.~Die Eiche säuselte wie
3610 Heimk, I | Die graue Wasserbahn;~Mit traurigem Takte rudert~Der Schiffer
3611 JLei, Roman| In dem trüben, kalten, traurigen Hause,~Wo meine Mutter am
3612 JLei, Traum| Herr Pastor schreitet zur Trauung sogleich;~Wohl zahl ich
3613 JLei, Traum| traut -~Nun, alter Schütze, treffe gut!~Da lag der fremde Mann
3614 JLei, Roman| Don Ramiro!~Deine Worte treffen bitter,~Bittrer als der
3615 Heimk, I | schönes Fischermädchen,~Treibe den Kahn ans Land;~Komm
3616 JLei, Lied | Volk!~Tobende Eile mich treibend erfaßt!~Aber wohl niemals
3617 Heimk, I | Den König Wiswamitra,~Den treibts ohne Rast und Ruh,~Er will
3618 Heimk, I | ewig Abschiednehmen, ewges Trennen!~Konnt denn dein Herz das
3619 Nordsee, 1 | zischelten Zwiespalt,~Und es trennte sich feindlich~Das hohe,
3620 Heimk, I | wollten vor Liebe vergehn.~Sie trennten sich endlich und sahn sich~
3621 Nordsee, 1 | wimmelnden Marktplatz,~Nach dem treppenhohen Rathaus,~Wo steinerne Kaiserbilder~
3622 Nordsee, 1 | am Sommerabend,~Auf den Treppensteinen der Haustür,~Zum stillen
3623 JLei, Traum| was ich hab,~Mein Liebstes tret ich gern dir ab,~Dürft ich
3624 Nordsee, 1 | Mein edles Herz begleitete treulich~Den Sohn des Laertes, in
3625 JLei, Son | Kopf.~Und aus der Ferne triebs mich jüngst zum Ort,~Wo
3626 Heimk, Alman| Tief das Haupt gebeugt und triefend,~In dem Dome zu Corduva,~
3627 Nordsee, 2 | kraftlos,~Und nimmermehr trifft deine Rache~Die gottbefruchtete
3628 Heimk, I | kleinen Stimmelein,~Die Trillerchen, wie Kristalle,~Sie klangen
3629 Heimk, I | lieben Gulden,~Und Kardinal trink ich dabei,~Und habe keine
3630 LyrInt | Palmenbaum,~Und Liebe und Ruhe trinken,~Und träumen seligen Traum.~
3631 JLei, Traum| füllt den Becher sein,~Und trinkt daraus, und reicht gar fein~
3632 Nordsee, 1 | Rosenkranz in der Hand,~Eilen, trippelnden Schritts,~Nach dem großen
3633 Nordsee, 2 | Die neuen, herrschenden, tristen Götter,~Die schadenfrohen
3634 JLei, Traum| Schandlied im Kirchenton.~Herr Trödler, o schrei dir nicht blau
3635 Vor | besten wirken, stärken und trösten konnte. Das Buch kam trostbedürftig
3636 Vor | die deutsche Muse! Sie tröstete mich in heimischen Drangsalen,
3637 JLei, Lied | damit den Tod,~Eris brachte Trojas Flammen,~Du brachtst beides,
3638 JLei, Traum| Gesindel, sei still, oder trolle dich fort!~Ich höre kaum
3639 Heimk, DClar| Alkaden Tochter;~Pauken- und Trommetenjubel~Klingt herunter von dem
3640 Harzr, Ilse | ihm zu die Ohren,~Wenn die Trompet erklang.~
3641 Heimk, Ratc | lange Schatten ist ein guter Tropf,~Er nickt und winkt zu allem,
3642 Vor | trösten konnte. Das Buch kam trostbedürftig zur rechten Zeit. Es ist
3643 Nordsee, 2 | Meer,~Und zu ihm kamen mit Trostgesang.~O Tor, du Tor, du prahlender
3644 Heimk, Gott | und Blut.~Ich sehe deine trotzgen Riesensöhne,~Uralte Brut,
3645 Nordsee, 1 | verlangen nach dir -«~Aber der trotzige Sonnengott,~Bei dem Anblick
3646 LyrInt | Und seh dein Auge blitzen trotziglich,~Und seh den Stolz, der
3647 Nordsee, 2 | felsengefesselt,~Olympauftrotzte und trotzte und stöhnte,~Daß wir es
3648 JLei, Roman| schaurigen Klause,~In dem trüben, kalten, traurigen Hause,~
3649 Nordsee, 2 | verschütten ins Meer,~Ein trübes, langweilges Geschäft,~Und
3650 Heimk, I | Und sichtbar ist Armut und Trübsal~Am Gang und Blick und Gewand.~
3651 JLei, Traum| schaut mich mit schweigend trübseligem Blick,~Und schüttelt das
3652 JLei, Roman| Ramiro!~Rüttle ab den dumpfen Trübsinn;~Mädchen gibt es viel auf
3653 JLei, Roman| Wort~Das Leben bitterlich trübte!~O, könnt ich dir trocknen
3654 JLei, Lied | verzagen,~Und ich glaubt, ich trüg es nie;~Und ich hab es doch
3655 Heimk, I | den lustigen Winden,~Die trügen es lustig fort.~Sie tragen
3656 LyrInt | Welt zusammen,~Aus ihren Trümmern stiegen doch~Hervor meiner
3657 JLei, Traum| breit,~Und tat sogar recht trutzig und recht stutzig.~»Und
3658 | tu
3659 LyrInt | Des Zimmers mit schwarzem Tuch;~Es machen mir meine Gespenster~
3660 LyrInt | Feur.~Aber dich und deine Tücke,~Und dein holdes Angesicht,~
3661 JLei, Lied | Nacht.~Oben Lust, im Busen Tücken,~Strom, du bist der Liebsten
3662 Nordsee, 2 | und neue Völkergeschichte,~Türken und Griechen, Hegel und
3663 Nordsee, 1 | erzürnt,~Du hast kein einziges Türmchen verletzt~An Priamos' heiliger
3664 Heimk, Alman| Strudel.~Auf dem Turme, wo der Türmer~Zum Gebete aufgerufen,~Tönet
3665 Heimk, I | schwarzer Abgrund,~Dort türmt es sich weiß in die Höh.~
3666 Vor | lassen, aber laßt mir die Tugenden der Jugend, den uneigennützigen
3667 JLei, Lied | Schleichen gähnend ihre Wege; -~Tummle dich, du faules Volk!~Tobende
3668 Nordsee, 2 | Berlin und Schilda und Tunis und Hamburg,~Vor allem aber
3669 Vor | sollten wir nur das tun, was tunlich ist und wozu wir am meisten
3670 Nordsee, 2 | Hieroglyphenmützen,~Häupter in Turban und schwarzem Barett,~Perückenhäupter
3671 JLei, Son | Stickerein behangen,~Mit Turmfrisur und wespengleich geschnüret:~
3672 JLei, Roman| Streiten,~Ein gar seltsames Turnei!~Phantasie, die schäumend
3673 JLei, Traum| was schnäbelt fein?~Zwei Turteltäubchen mögens sein.~Ich schleich
3674 LyrInt | gelaufen;~Der Jüngling ist übel dran.~Es ist eine alte Geschichte,~
3675 Nordsee, 1 | einer weiten Heide,~Weit überdeckt von stillem, weißem Schnee,~
3676 Nordsee, 1 | von lichten Sternentränen~Überfließet meine Seele.~Eingewiegt
3677 Heimk, DClar| lange Küsse,~Und die Herzen überflossen.~Wie ein schmelzend süßes
3678 LyrInt | Ordnung war,~Das Beißen war überflüssig.~LIII~Ich steh auf des Berges
3679 LyrInt | sich auf in Tränen~Mein übergroßes Weh.~XLI~Mir träumte von
3680 Heimk, DClar| vergleichen mit der Sonne.~Überlästig wird mir alles,~Seit ich
3681 Heimk, I | Die hat er jetzt gänzlich überlassen~Der teuren Großmutter Hekate.~
3682 Vor | Höchstens dürfte man mich einer Übermüdung beschuldigen. Aber ich habe
3683 Vor | Zeit meiner jugendlichen Übermüten, in jener Zeit, als die
3684 JLei, Son | Gemüt~Kam Hochmut nur und Übermut hinein.~Hörst du, wie mir
3685 Nordsee, 1 | aufspringen und jauchzen,~Übermutberauscht.~Derweilen, am flachen Gestade,~
3686 Nordsee, 2 | Wasserfraun,~Bis lautere Wogen ihn überrauschten -~Hinter die Wolken zog
3687 Nordsee, 1 | auf rotem Sammetkissen,~Überreiche ich dir~Das bißchen Verstand,~
3688 Vor | der Lieder kann ich dem überrheinischen Publikum nicht zuschicken,
3689 Vor3 | Nachfeile zu erteilen, dann überschleicht einen unversehens die klingelnde
3690 Heimk, I | mir Rat und gute Lehren,~Überschütteten mich mit Ehren,~Sagten,
3691 Heimk, I | Mond ist aufgegangen~Und überstrahlt die Welln;~Ich halte mein
3692 Heimk, Ratc | niedrig, und ihr Purpur überstrahlte~Die Bäume und die Blumen
3693 Nordsee, 2 | Nur noch die Abendröte~Überstreut sie mit goldnen Lichtern;~
3694 Heimk, I | meine Qualen,~Und die Augen übertauen.~LXXXVII~Der Tod das ist
3695 JLei, Roman| viel Mohren überwunden,~Überwinde nun dich selber -~Komm auf
3696 Vor | Buches. Es hat mir die größte Überwindung gekostet, ich habe fast
3697 JLei, Roman| du mutig~So viel Mohren überwunden,~Überwinde nun dich selber -~
3698 Vor | liebloser, da ich doch nie ihre Überwut mißdeutet habe. Höchstens
3699 Heimk, Ratc | einen Stock von Holz, der überzogen~Mit Leder ist, Gemahl sich
3700 Vor | es bei Gedichtesammlungen üblich ist, in schönen Rhythmen
3701 Heimk, I | entlassen,~Jetzt leuchte der übrigen Welt!~Und findest du einen
3702 JLei, Roman| Und weiter reitet Herr Ulerich,~Im Wald beginnt es zu düstern,~
3703 LyrInt | Doch hält ihn die Nixe umarmet gar traut,~Der Ritter ist
3704 JLei, Traum| Braut,~Ein fremder Mann umarmt sie traut -~Nun, alter Schütze,
3705 Nordsee, 1 | die Töchter der Menschen umarmten,~Und mit ihnen zeugten~Zeptertragende
3706 LyrInt | LXIII~Wo ich bin, mich rings umdunkelt~Finsternis, so dumpf und
3707 JLei, Son | Um liebevoll die Liebe zu umfassen.~Die Liebe suchte ich auf
3708 Nordsee, 2 | Nestern,~Ihn herdenweis umflattern,~Und er spricht zu ihnen
3709 Heimk, Ratc | drangen durch die Blätter,~Umflimmerten Marias weißes Antlitz,~Und
3710 Heimk, DClar| Liebesnetzen~Hat er heimlich sie umflochten;~Kurze Worte, lange Küsse,~
3711 Nordsee, 2 | Bette, im Schlafe, im Traum,~Umgaukelt sie selig mein teures Bild,~
3712 JLei, Roman| Nacht~Von seinen Knechten umgebracht.~XI~Die Minnesänger~Zu dem
3713 Vor | weggelassen. Doch kann ich nicht umhin zu erwähnen, daß das Lyrische
3714 LyrInt | schläfert; mit weißer Decke~Umhüllen ihn Eis und Schnee.~Er träumt
3715 Heimk, I | dein Herz das meinge nicht umklammern?~Hat selbst dein Auge mich
3716 JLei, Son | ich auch, wie sie den Dom umklettern,~Die flinken Zwerglein,
3717 JLei, Son | Schellenkappenträger mich umklingeln,~Wie giftge Schlangen um
3718 Nordsee, 1 | Die so lange mein Haupt umklingelt,~Und die kalte, gleißende
3719 JLei, Son | wehmutweicher Abendstunde~Umklingen mich die längst verschollnen
3720 JLei, Traum| Larven gestalten sich da,~Umknixen mich grinsend und nicken:
3721 JLei, Son | am Boden muß ich kleben,~Umkrächzt, umzischt von eklem Wurmgezücht.~
3722 JLei, Traum| mich gar,~Und jauchzend umringt mich die Dienerschar.~»Zum
3723 Heimk, I | breitmäulig und klein;~Sie kauern ums Feuer, und backen~Sich Fische,
3724 Heimk, Ratc | Nebelbilder aus den Feldern,~Umschlangen sich mit weißen, weichen
3725 JLei, Son | weichen Armen liebend mich umschließen.~
3726 LyrInt | dich schmiegen.~Ich küsse, umschlinge und presse dich wild,~Du
3727 Harzr, Ilse | Doch dich soll mein Arm umschlingen,~Wie er Kaiser Heinrich
3728 JLei, Roman| Ramiro auf die Holde,~Sie umschlingend spricht er düster:~»Sprachest
3729 Heimk, Gott | ihn fest mit zärtlicher Umschlingung --~Und gellend dröhnt ein
3730 JLei, Son | dem großen Maskenballe,~Umschwärmt von deutschen Rittern, Mönchen,
3731 JLei, Traum| tolle Schwarm den Spielmann umschweift,~Und der Spielmann wild
3732 Heimk, I | groben Kellner~Hab ich mich umsonst gewandt.~Da erblick ich
3733 JLei, Traum| Die Sonne rot, von Gold umstrahlt,~Die Blumen lustig bunt
3734 Nordsee, 2 | Halleluja! Wie lieblich umwehen mich~Die Palmen von Beth
3735 Nordsee, 1 | Sonne,~Von weißen Wolken umwogt,~Das Meer war still,~Und
3736 Nordsee, 1 | Die mir so lang die Seele umwunden,~Die kranke Seele,~Die gottverleugnende,
3737 JLei, Son | muß ich kleben,~Umkrächzt, umzischt von eklem Wurmgezücht.~Ich
3738 Heimk, Ratc | Solidität.« Ein süßlich Lächeln~Umzitterte den gelblich blassen Mund.~
3739 Nordsee, 2 | längst ist erloschen~Das unauslöschliche Göttergelächter.~Ich hab
3740 Harzr, 3 | von der Milch, und läßt~Unbedeckt die Schüssel stehen,~Und
3741 Vor | erwachte in mir all jenes Unbehagen, das mir einst vor zehn
3742 Heimk, DClar| aufblickt, steht der schöne,~Unbekannte Ritter vor ihr.~Händedrückend,
3743 Heimk, Ratc | schauert',~Wie Ahnung eines unbekannten Unheils.~Die alte Margret
3744 LyrInt | süßer Stund.~VIII~Es stehen unbeweglich~Die Sterne in der Höh,~Viel
3745 Heimk, I | Ach Gott! im Schmerz und unbewußt~Sprach ich was ich gefühlet;~
3746 Heimk, I | schlecht behandelt.~O ihr undankbaren Lippen,~Sagt, wie könnt
3747 Vor | uneigennützigen Groll, die uneigennützige Träne! Laßt mich nicht ein
3748 Vor | Tugenden der Jugend, den uneigennützigen Groll, die uneigennützige
3749 Nordsee, 1 | sie, qualvoll,~Trostlos unendliche Bahnen,~Und können nicht
3750 Nordsee, 1 | Geheimnisvoller Schauer!~Unendliches Sehnen, tiefe Wehmut~Beschleicht
3751 Nordsee, 1 | Vor Zorn und Schmerz,~Und unerbittlich eilt er hinab~In sein flutenkaltes
3752 Vor | Freundin, die mir immer die unermüdlichste Teilnahme widmete, und sich
3753 Vor | nur der Sinn meiner Worte unerschrocken und frisch bleibt!~Sie lächelte
3754 Heimk, I | zu eng!~Das Pflaster ist unerträglich!~Die Häuser fallen mir auf
3755 Heimk, I | muß ich tragen,~Ich trage Unerträgliches, und brechen~Will mir das
3756 Nordsee, 1 | mit Zepter und Schwert.~Unferne, vor langen Häuserreihn,~
3757 LyrInt | Vampire,~Lindenwürm und Ungeheur,~Solche schlimmen Fabeltiere~
3758 Nordsee, 2 | verdrängt und verstorben,~Als ungeheure Gespenster dahinziehn~Am
3759 Nordsee, 1 | auf dem Bauch,~Liegt der ungestalte Nordwind,~Und heimlich,
3760 Vor | an die Stelle des vorigen Ungestüms tritt eine weinerliche Weichheit...
3761 Nordsee, 2 | Zehntausend Griechenherzen,~Unglückbekämpfende, heimatverlangende,~Weltberühmte
3762 Heimk, I | aber dich selber,~Du armes unglückliches Kind.~Ich will dir nie erzählen,~
3763 Heimk, I | vor Sehnen; -~Mich hat das unglückselge Weib~Vergiftet mit ihren
3764 Heimk, I | dich verloren hab!~XXIV~Ich unglückselger Atlas! eine Welt,~Die ganze
3765 JLei, Lied | Ahn ins Elend stieß?~Alles Unheil brachten Äpfel!~Eva bracht
3766 Heimk, Ratc | Ahnung eines unbekannten Unheils.~Die alte Margret hab ich
3767 Heimk, Ratc | sprach sie laut,~Mit kalt unheimlicher Vertraulichkeit,~»Sie schaun
3768 Nordsee, 2 | und nennt euch schönes Unkraut.~Aber die ländliche Jungfrau,~
3769 Vor | wackeren Komiker, der sich unlängst aus Melancholie totgeschossen,
3770 Heimk, Alman| Riesensäulen~Hört er murmeln unmutgrimmig,~Länger wollen sies nicht
3771 Vor | können, ohne darum einen unrechten Weg zu wandeln. Jetzt weiß
3772 Nordsee, 1 | Schiffbruch,~Und duldete mit ihm unsägliches Elend.~Seufzend sprach ich:
3773 Nordsee, 2 | Völker.~Das sind Männer!~Unscheinbar von außen, in hölzernen
3774 Heimk, I | solltet mir Bürge sein.~Unschuldig sind die Türme,~Sie konnten
3775 Nordsee, 1 | die Sterne,~Die kleinen, unschuldigen Kinder.~Doch böse Zungen
3776 Heimk, Gott | Die Frauen kleiden sich in Unschuldweiß;~Jünglinge kräuseln sich
3777 Nordsee, 1 | gottverleugnende, engelverleugnende,~Unselige Seele -~Hoiho! hoiho! Da
3778 Vor | in der Kunst. Ach! zu den unseligsten Mißgriffen des Menschen
3779 | unser
3780 | unserem
3781 Vor | wenn ein Schriftsteller vor unseren Augen, angesichts des ganzen
3782 | unserer
3783 LyrInt | du doch, elend wie ich.~Unsichtbar zuckt auch Schmerz um deinen
3784 Nordsee, 2 | vor Freude! -~Auch meine unsterbliche Seele taumelt,~Und ich taumle
3785 Nordsee, 1 | göttlichsten Schnupfen,~Und einen unsterblichen Husten.~V~Poseidon~Die Sonnenlichter
3786 Vor | Violinspiel entgegentrat, unterbrach er mich mit den Worten:
3787 Nordsee, 2 | In den feuchten Sand.~IV~Untergang der Sonne~Die schöne Sonne~
3788 Nordsee, 1 | sorgsame Hand,~Die das Unterröckchen fester bindet~Um die feine
3789 Nordsee, 1 | Wo melancholisch einsam~Untetn am Fenster ein Mädchen sitzt,~
3790 Vor | festgewachsen, die Perle, die in den Untiefen des Meeres verborgen, hält
3791 Vor3 | dann überschleicht einen unversehens die klingelnde Gewohnheit
3792 Heimk, I | Und dies Büchlein ist die Urne~Mit der Asche meiner Liebe.~
3793 LyrInt | Dichter nicht.~Basilisken und Vampire,~Lindenwürm und Ungeheur,~
3794 JLei, Roman| Welle.~Ade! mein schönes Vaterland!~Mein Schiff, das segelt
3795 Vor5 | betrachten ist. - Den Freunden im Vaterlande meine heitersten Scheidegrüße!~
3796 Nordsee, 2 | Leichengöttin erscheinst du mir,~Venus Libitina!~Nicht mehr mit
3797 Vor | zurückbleibt, eine sonderbare Veränderung erleidet. Sein braunes Haar
3798 Nordsee, 2 | schwanden plötzlich.~Der Mond verbarg sich eben~Unter Gewölk,
3799 Vor | Abteilung, wurden einige Verse verbessert. Der Raumersparnis wegen
3800 Vor | meine Komplimente, meine Verbeugungen?~Bescheidenen Sinnes und
3801 Heimk, I | in seinen besten Jahren,~Verbindlich und höflich und welterfahren.~
3802 JLei, Traum| Lieder düstern Melodien.~Verblichen und verweht sind längst
3803 Vor | müssen auf nachlässigen, verblichenen Blättern geschrieben sein,
3804 JLei, Son | pressen,~Und könnt mein Herz verbluten unterdessen!~8~Du sahst
3805 Heimk, I | Und bricht und zuckt und verblutet,~Aber du siehst es nicht.~
3806 LyrInt | Schmerz um deinen Mund,~Verborgne Träne trübt des Auges Schein,~
3807 JLei, Roman| Da wollten die Leut sie verbrennen.~Schon hatte der Amtmann
3808 Vor | daß man die einen nicht verdammen darf, ohne auch den anderen
3809 Heimk, I | Lebensbahn,~Und die ewige Verdammnis~Ist kein bloßer Pöbelwahn.~
3810 JLei, Traum| wachsender Schar.~Sogar der Verdammniswalzer erschallt -~Still, still!
3811 Nordsee, 2 | Mastbaum gelehnt, auf dem hohen Verdeck,~Stand ich und hört ich
3812 Heimk, I | hervor.~Saßen all auf dem Verdecke,~Fuhren stolz hinab den
3813 LyrInt | Und nur das Herzchen ist verdorrt.~XXXI~Die Welt ist so schön
3814 Nordsee, 2 | regieren nicht ewig,~Die jungen verdrängen die alten,~Wie du einst
3815 Heimk, I | Herzen,~Dumpfen Sinnes und verdroßen.~LXXVIII~Selten habt ihr
3816 LyrInt | schrie hohl,~Die Sonne grüßte verdrossenen Blicks;~Da sagten wir frostig
3817 Heimk, I | Jüngling~Kann man nicht genug verehren;~Oft traktiert er mich mit
3818 Nordsee, 2 | Jungfrau,~Die Kränzewinderin,~Verehrt euch und pflückt euch,~Und
3819 Vor | mit öffentlicher Huldigung verehrte. Es war eine große Tat von
3820 Nordsee, 1 | Himmel glänzten,~Ehlich vereint,~Luna, die Göttin, und Sol,
3821 Vor | eine blonde Locke, oder ein verfärbtes Stückchen Band, und an mancher
3822 Nordsee, 2 | So sah ich ihn selbst, verflossene Nacht,~Bis an die Brust
3823 Heimk, I | So wird dich mein Wort verfolgen~Bis in den tiefsten Traum.~
3824 Nordsee, 2 | allen schlechten Poeten vergab ich,~Wie einst mir selber
3825 JLei, Traum| zähmende Sprüchlein vom Meister~Vergaß ich vor Schauer und Graus;~
3826 Nordsee, 2 | ich,~Wie einst mir selber vergeben soll werden -~Ich weinte
3827 Heimk, Gott | Grüne zu bedecken~Der Mai vergeblich strebt. Ich seh die Toten;~
3828 Heimk, I | steigen ins Grab,~Doch nimmer vergeht die Liebe,~Die ich im Herzen
3829 LyrInt | Kälte,~Und daß er dir nimmer vergelte~Die mir erwiesene Güte!~
3830 LyrInt | hab sie gelernet,~Und ich vergesse sie nicht;~Mir diente als
3831 LyrInt | weich.~XXXVIII~Manch Bild vergessener Zeiten~Steigt auf aus seinem
3832 Heimk, I | Leben dir geblieben,~So vergiß das alte Lieben,~Ma foi!
3833 Heimk, DClar| Ritter, die so zierlich~Mich vergleichen mit der Sonne.~Überlästig
3834 LyrInt | Gerichts~Ruft sie zu Qual und Vergnügen;~Wir beide bekümmern uns
3835 JLei, Roman| Kuppeln~Leuchten stattlich wie vergoldet.~Summend, wie ein Schwarm
3836 JLei, Traum| uns heute lustig sein!~Mit Vergunst -~Seht erst zu, sind wir
3837 Vor | Frische! Bei so langjährigem Verhältnis mußte die Inbrunst der Flitterwochen
3838 LyrInt | der Spatzen Lied.~Ich aber verhänge die Fenster~Des Zimmers
3839 Heimk, I | Gesängen.~Wartet nur, es wird verhallen~Dieses Echo meiner Schmerzen,~
3840 Nordsee, 1 | Bitten und Flehn!~Mein Rufen verhallt im tosenden Sturm,~Im Schlachtlärm
3841 Heimk, Alman| ihr dienend huldgen~Dem verhaßten Christentume!~Ihr bequemt
3842 JLei, Lied | Freundlich grüßend und verheißend~Lockt hinab des Stromes
3843 Nordsee, 1 | weißer Nebelschleier~Mir verhüllt die lieben Augen.~An die
3844 Heimk, I | Tochter gähnet:~Ich will nicht verhungern bei euch,~Ich gehe morgen
3845 Vor | Jahre sich blütenreicher verjüngt, aber wir sahen es bei Herrn
3846 LyrInt | Und dich wird sie immer verkennen;~Sie weiß nicht, wie süß
3847 Vor | entgegen trägt, kindisch verkennt, und dagegen die Güter,
3848 JLei, Roman| Doch kaum das grause Wort verklang,~Dem König wards heimlich
3849 JLei, Roman| hatte der Amtmann viel Dinte verklext,~Doch wollte sie nicht bekennen.~
3850 LyrInt | Er hatt sich vor Menschen verkrochen.~Da streckte er sehnend
3851 Heimk, I | Der Turm der Kathedrale~Verkündet die zwölfte Stund;~Mit ihren
3852 Nordsee, 2 | dunkler Krankenstube,~Und nun verlaß ich sie plötzlich,~Und blendend
3853 Heimk, I | gleich geküßt.~Und morgen verlasse ich wieder das Städtchen,~
3854 Nordsee, 2 | jetzt da droben schaue,~Verlassene Götter,~Tote, nachtwandelnde
3855 LyrInt | entfernt,~Hatt ichs Lachen ganz verlernt.~Schlechten Witz riß mancher
3856 Nordsee, 1 | hast kein einziges Türmchen verletzt~An Priamos' heiliger Feste,~
3857 JLei, Son | mich in Pöbelart versunken,~Verleugne all die schönen Geistesfunken,~
3858 Heimk, I | Welt!~Und findest du einen Verliebten,~Der einsam klagt sein Leid,~
3859 Heimk, I | denn nie geäußert~Über dein verliebtes Wesen?~Konntest du in ihren
3860 Nordsee, 2 | Atlas selbst die Geduld verliert,~Und die schwere Welt von
3861 Heimk, I | Es soll mich nicht hin verlocken,~Dort sieht es verdrießlich
3862 JLei, Roman| blühende, glühende Bildnis,~Verlockend stets umschwebt es mich~
3863 Heimk, I | Stelle,~Wo ich das Liebste verlor.~XVII~Sei mir gegrüßt, du
3864 LyrInt | das Herz auch bricht,~Ewig verlornes Lieb! ich grolle nicht.~
3865 Heimk, I | sanften Belln.~Auch nach der vermählten Geliebten~Fragte ich nebenbei;~
3866 Vor3 | soll es bedeuten,~Daß du vermischest mit Todesqual~All deine
3867 Nordsee, 1 | Knabe,~Von Nachbarskindern vernahm,~Wenn wir am Sommerabend,~
3868 Heimk, I | Leidensklängen~Manche noch vernehmlich tönen~In den neuesten Gesängen.~
3869 JLei, Roman| ohne Ende;~Die Sängerin verneigt sich tief.~XVII~Das Lied
3870 Vor | Bedenken abweisend, jene Briefe veröffentlichte, worin sich Rahel mit ihrer
3871 LyrInt | vielgeduldiges,~Grolle nicht ob dem Verrat;~Trag es, trag es, und entschuldig
3872 Vor | Flitterwochen allmählig verrauchen; aber die Zärtlichkeit wurde
3873 Heimk, Gott | dich küssen! ~Ich hielt verriegelt meine Tür, und rief:~Vergebens
3874 Heimk, I | Mädchen unter der Sonne!~LIII~Verriet mein blasses Angesicht~Dir
3875 Vor5 | Durchsicht abgedruckt. Eine Versäumnis solcher Art wiederholte
3876 JLei, Roman| herabgesunken.~Und zum Tanze sich versammeln~In dem Saal die Hochzeitgäste;~
3877 Nordsee, 2 | schenkt geschäftig, in der Versammlung,~Den lieblichen Nektar -
3878 Heimk, I | sind es,~Die einst das Meer verschlang.«~X~Der Wind zieht seine
3879 Heimk, I | Ich glaube, die Wellen verschlingen~Am Ende Schiffer und Kahn;~
3880 Nordsee, 2 | zurück, trübselig,~Und hatten verschlossen gefunden das Herz,~Worin
3881 Vor3 | Giebel hoch aufstiegen.~Verschlossene Fenster, überall~Ein Schweigen
3882 Heimk, Alman| Sprüche,~Klug und blumenhaft verschlungen.~Mohrenkönge bauten weiland~
3883 Heimk, I | Doch jetzt ist alles wie verschoben,~Das ist ein Drängen! eine
3884 Heimk, Alman| dem Schloß zu Alkolea~Ist verschollen Lust und Klingen,~Herrn
3885 Nordsee, 1 | Mir war, als hört ich verschollne Sagen,~Uralte, liebliche
3886 Nordsee, 2 | schleppen,~Und es wieder verschütten ins Meer,~Ein trübes, langweilges
3887 LyrInt | schnell die Menge konnt verschwinden,~Und wandre fort allein,
3888 Nordsee, 2 | Rasch aufleuchtend und rasch verschwindend,~Wie ein Witz aus dem Haupte
3889 JLei, Lied | Heimlich im grausamen Bunde verschworen,~Spotten sie tückisch der
3890 Nordsee, 1 | einziges Härchen hast du versengt~Am Aug meines Sohns Polyphemos,~
3891 Vor | in schönen Rhythmen zu versifizieren. Seit einiger Zeit sträubt
3892 Nordsee, 1 | Sonnenherzen,~Das freudig versöhnend sein rotes Blut~Hinunterstrahlte,~
3893 LyrInt | Und hast mich mit Wäsche versorget,~Und mit dem Paß für die
3894 Heimk, I | Bekannten.~XXXVI~Mensch, verspotte nicht den Teufel,~Kurz ist
3895 JLei, Lied | rings viel blitzende Funken versprüht!~Nun liegen sie stumm und
3896 Nordsee, 1 | begegneten,~Sahn sie sich an, verständnisinnig,~Und schauernd, in Liebe
3897 Harzr, 3 | Bergidylle - 3~Still versteckt der Mond sich draußen~Hinterm
3898 Heimk, I | krochen ins Hühnerhäuschen,~Versteckten uns unter das Stroh.~Wir
3899 Nordsee, 1 | So tief, meertief also~Verstecktest du dich vor mir,~Aus kindischer
3900 Vor | Publikation, die Seele beklemmte. Verstehen wird diese Empfindung nur~
3901 Vor3 | mein Herz verzehrt... Du verstehst mich, großer schöner Gott,
3902 Nordsee, 2 | solcher Gardinenpredigt,~Versteht sich! bricht dann aus in
3903 Heimk, Ratc | heimlich scheue Angst. Seltsam verstört,~Mit Beileidsmienen fast,
3904 Heimk, DClar| stiller,~Und man hört nur, wie verstohlen,~Das Geflüster kluger Myrten~
3905 Nordsee, 2 | Doch jetzt, verdrängt und verstorben,~Als ungeheure Gespenster
3906 Heimk, I | Festgelogen an dein Herz,~Und, verstrickt in eigne Fäden,~Wird zum
3907 JLei, Son | müßte all das Galgenpack verstummen.~3~Ich lache ob den abgeschmackten
3908 JLei, Roman| erschallt.~Doch der Sang verstummet balde,~Traurig rauschet
3909 JLei, Roman| bang.~Das gellende Lachen verstummte zumal;~Es wurde leichenstill
3910 Heimk, I | wieder,~Die das Leben mir versüßten!~Auch die Stimme ist es
3911 Vor3 | die goldene Leier zuweilen vertauschtest mit dem starken Bogen und
3912 LyrInt | dennoch uns gar vortrefflich vertragen.~Wir haben oft »Mann und
3913 Heimk, Ratc | still mich ansahn,~Wo mir vertraulich klang der Vögel Zwitschern,~
3914 Heimk, Ratc | laut,~Mit kalt unheimlicher Vertraulichkeit,~»Sie schaun nicht mehr
3915 Heimk, I | fürchte dich nicht zu sehr,~Vertraust du dich doch sorglos~Täglich
3916 JLei, Son | grüßen mir entgegen viel vertraute,~Viel goldne Bilder, die
3917 Heimk, I | sitzen, mit dir schwatzen,~Im vertrauten Kämmerlein.~An die Lippen
3918 Heimk, I | empor:~Ich danke dir, alter Vertrauter,~Daß du meinen Weg erhellt;~
3919 JLei, Son | mich Erinnerung, daß ich verübet~So manche Tat, die dir das
3920 Nordsee, 1 | Die arme Mutter~Mit ihren verwaisten Sternenkindern,~Und sie
3921 JLei, Traum| weiche Reime.~Du bliebst, verwaistes Lied! Verweh jetzt auch,~
3922 Harzr, 3 | Drüben an dem rechten Ort:~So verwandeln sich die Trümmer~Wieder
3923 JLei, Roman| du!~Und sie fechten kühn verwegen,~Hieb auf Hiebe niederkrachts.~
3924 JLei, Traum| bliebst, verwaistes Lied! Verweh jetzt auch,~Und such das
3925 JLei, Roman| Stahl. -~Viel Jahrhunderte verwehen,~Viel Geschlechter deckt
3926 Heimk, I | Liebesverdruß,~Und hast mir sogar verweigert~Am Ende den Abschiedskuß.~
3927 Vor5 | zufällig in dem Druckorte verweilte und die Korrektur selber
3928 Heimk, I | banges, bekümmertes Weib,~Verwelkt und abgefallen~Der sonst
3929 Nordsee, 2 | Der mürrische Schnitter verwirft euch als nutzlos,~Hölzerne
3930 JLei, Traum| girrte;~Und wenn Liebe mich verwirrte,~Steckt ich meine Finger
3931 Heimk, Ratc | gelblich blassen Mund.~In der Verwirrung sprachs aus mir hervor:~»
3932 JLei, Traum| in der Nacht?~So heult es verworren, und ächzet und girrt,~Und
3933 JLei, Roman| Traum.~Das war ein laut verworrnes Schallen,~Das mich aus meinen
3934 Harzr, 3 | Schwangen sich im Fackeltanz.~Da verwünschte Schloß und Leute~Eine böse
3935 Vor3 | Mundes Kuß mich beglückt,~Verwunden die Tatzen mich gräßlich.~
3936 LyrInt | Blumen, die kleinen,~Wie tief verwundet mein Herz,~Sie würden mit
3937 Heimk, I | kam,~Und ich sah ihn mit Verwundrung an.~Er ist nicht häßlich
3938 JLei, Lied | VIII~Anfangs wollt ich fast verzagen,~Und ich glaubt, ich trüg
3939 Vor | mich in bösen Stunden des Verzagens, ließ mich nie im Stich,
3940 Nordsee, 2 | Tagesklarheit, doch dämmrig verzaubert,~Liegts über der weiten
3941 Vor3 | schlecht, so wirst du mir gern verzeihen... Denn du bist ein allwissender
3942 JLei, Lied | und Flittergold~Möcht ich verzieren, lieblich und hold,~Dies
3943 JLei, Son | Reifrockputz mit Blumen reich verzieret,~Schönpflästerchen auf den
3944 JLei, Traum| verstehn. -~Einst, als ich verzweifelnd am Ende:~»Maria, du Heilige!«
3945 LyrInt | im Herzen Angst und Weh,~Verzweifl ich fast den Ausgang je
3946 Nordsee, 2 | daß der Meergott~Plötzlich verzweiflungsvoll aus dem Bett springt,~Und
3947 Heimk, DClar| Geliebter,~Bin der Sohn des vielbelobten,~Großen, schriftgelehrten
3948 Nordsee, 1 | Herrlichkeit~Angebetet und vielbesungen~Von stolzen, glückgehärteten
3949 Heimk, Alman| zu Allahs Ruhme,~Doch hat vieles sich verwandelt~In der Zeiten
3950 JLei, Roman| hört die Worte sein~Gar vielfach widerklingen.~Das taten
3951 LyrInt | Manns.~Herz, mein Herz, du vielgeduldiges,~Grolle nicht ob dem Verrat;~
3952 LyrInt | sich bei dir ändern,~Du Vielgeliebte mein!~Der Winter wird auf
3953 Nordsee, 1 | süßen Augen~Meiner süßen Vielgeliebten.~Die geliebten, süßen Augen~
3954 LyrInt | ergoß~Durch labyrinthisch vielverschlungne Zimmer.~Die Ausgangspforte
3955 | Vier
3956 Vor5 | zur fünften Auflage~Der vierten Auflage dieses Buches konnte
3957 JLei, Traum| weißen Flausch trat ein Vierter hervor:~Vom Katheder schwatzte
3958 Nordsee, 2 | Dämmrungsnebel steigen herauf;~Aus violettem Gewölk, unheimlich,~Schaut
3959 Vor | leidenschaftlichen Lobsprüchen über sein Violinspiel entgegentrat, unterbrach
3960 Nordsee, 2 | so verständlich~Für alle Völker.~Das sind Männer!~Unscheinbar
3961 Nordsee, 2 | ich im Glas,~Alte und neue Völkergeschichte,~Türken und Griechen, Hegel
3962 Heimk, I | Nord,~Und von den seltsamen Völkern~Und seltsamen Sitten dort.~
3963 Nordsee, 2 | Der Phönix~Es kommt ein Vogel geflogen aus Westen,~Er
3964 Nordsee, 2 | Stand ich und hört ich des Vogels Gesang.~Wie schwarzgrüne
3965 JLei, Roman| dort die Blätter,~Lustger Vogelsang erschallt.~Doch der Sang
3966 JLei, Roman| stets umschwebt es mich~In Volksgewühl und Wildnis.~Zwei Röslein
3967 JLei, Roman| Palasttor~Wälzet sich das Volksgewühle;~Dort beginnt die Hochzeitfeier,~
3968 Nordsee, 2 | Die Götter Griechenlands~Vollblühender Mond! In deinem Licht,~Wie
3969 Heimk, I | Scherz.~Wenn du dich, mit vollem Rechte,~Scherzend nun von
3970 LyrInt | Herzen sein.~XLIX~Wenn zwei voneinander scheiden,~So geben sie sich
3971 LyrInt | rings,~Wenn er stolpernd vorbeigegangen.~Oft saß er im finstersten
3972 Nordsee, 1 | noch gelassen hat~Deine Vorgängerin im Reich.~II~Abenddämmerung~
3973 Harzr, 2 | Sonnen, Monden, Sternen~Vorgezeichnet ihren Lauf.~Als ich größer
3974 Heimk, Gott | Hand reißt man den goldnen Vorhang ~Vom Zelte Gottes, heulend
3975 Vor5 | widmen, und sie wurde ohne vorhergehende Durchsicht abgedruckt. Eine
3976 Vor | schlottern; an die Stelle des vorigen Ungestüms tritt eine weinerliche
3977 JLei, Son | Ort,~Wo Liebchen wohnt. Vorm Hause blieb ich stehn~Die
3978 JLei, Traum| zusammenpreßte~Der langgezogne, vornehm kalte Laut.~Und bittre Tränen
3979 Heimk, I | beisammen,~Und machten ein vornehmes Haus.~Des Nachbars alte
3980 LyrInt | gefühlt,~Und dennoch uns gar vortrefflich vertragen.~Wir haben oft »
3981 Vor | bis wir sie endlich für Vortrefflichkeiten halten. Als ich einst, nach
3982 Heimk, I | deinem Hause~Des Morgens vorübergeh,~So freuts mich, du liebe
3983 JLei, Traum| Und wie ich am Kirchhof vorübergehn will,~Da winken die Gräber
3984 Heimk, I | wurde weit.~Märchenhaft vorüberzogen~Berg und Burgen, Wald und
3985 Vor | davon abhält, dergleichen Vorworte, wie es bei Gedichtesammlungen
3986 Vor | Füßen legte.~Gegen unsere Vorzüge sind wir gleichgültig; über
3987 Vor3 | vielen Jahren nicht mehr vorzugsweise mit Maß und Gleichklang
3988 JLei, Son | Sonette~[I]~An A. W. v. Schlegel~Im Reifrockputz
3989 LyrInt | Strauß von Zypressen,~Ich wache auf, und der Strauß ist
3990 Heimk, Kevla| dar, als Opferspend,~Aus Wachs gebildete Glieder,~Viel
3991 JLei, Traum| lärmet und schwärmet in wachsender Schar.~Sogar der Verdammniswalzer
3992 Heimk, Kevla| die Wund;~Und wer einen Wachsfuß opfert,~Dem wird der Fuß
3993 Heimk, Kevla| Füß und Händ.~Und wer eine Wachshand opfert,~Dem heilt an der
3994 Heimk, Kevla| heil.~Die Mutter nahm ein Wachslicht,~Und bildete draus ein Herz.~»
3995 Nordsee, 2 | Gans,~Zitronenwälder und Wachtparaden,~Berlin und Schilda und
3996 Heimk, I | gekommen ein braver Mann,~Wacker nahm er sich meiner an.~
3997 Vor | Stücke von Raimund, dem wackeren Komiker, der sich unlängst
3998 Heimk, Ratc | gesund, und pralle Lend und Wade~Bezeugt Solidität.« Ein
3999 Heimk, Kevla| gebildete Glieder,~Viel wächserne Füß und Händ.~Und wer eine
4000 JLei, Son | Charaktermasken prunken,~Nicht wähnen, Ich sei einer von den Ihren.~
4001 JLei, Roman| an Bräutigams Palasttor~Wälzet sich das Volksgewühle;~Dort
4002 Heimk, Alman| Und auf Säulen, Kuppel, Wänden~Ziehn von oben sich bis
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