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Therigáthá

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  • Zwanziger-Bruchstück
    • Rohiní
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Rohiní

271
DER VATER:
ASKETEN zeigst du, Tochter, mir,
Asketen hast du stets im Sinn,
Asketen lobst du, liebst du nur:
Asketin selber wirst du wohl!
 
272
Ja, Trank und Speise gibst du gern
Asketen reichlich Tag um Tag:
Rohiní, höre, sag' mir doch
Warum du, Kind, Asketen liebst?
 
273
Untätig sind sie, lässig, lau,
Genießen Gnadenbrot umsonst,
Begehrlich gehn sie nach Genuß: -
Warum doch liebst Asketen du?
 
274
Schon lange, Vater, fragst du mich,
Warum Asketen gut ich sei:
Ich will dir künden ehrlich an
Ihr Wissen, Können, ihre Art.
 
275
Untätig, lässig sind sie nicht,
Sie wirken allerbestes Werk,
Verleugnen Gier, verleugnen Haß:
Asketen hab' ich darum lieb.

(Vergl. A.IV.29-30. )

276
Was dreifach böse Wurzel treibt
Entwurzeln dreifach sauber sie,
Verwerfen Böses ganz und gar:
Asketen hab' ich darum lieb.
 

(Vergl. Dhp v. 183, 281. Die drei Tatengänge sind Gedanken, Worte und Werke)

 
277
Denn was sie wirken, das ist rein,
Und was sie reden, das ist wahr,
Und was sie denken, das ist echt:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
278
Wie Perlen leuchtend, unverletzt,
Von außen licht und innen licht,
So lauter sind sie durch und durch:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
279
Erfahren fein, gewitzigt wohl,
In Wahrheit wesend heilig hier,
Was recht und echt ist künden sie:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
280
Erfahren fein, gewitzigt wohl,
In Wahrheit wesend heilig hier,
Sind heiter sie in sich gekehrt:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
281
Sie wandern weit, getreu bewußt,
Sie sprechen triftig, ungespreizt,
Sie wissen wie man Leiden löst:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
282
Und wann sie durch die Gasse gehn
Sieht keiner rechts und keiner links,
Gelassen gehn sie, gaffen nicht:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
283
Nicht Überfluß an Speis' und Trank,
Nicht Krug und Schüssel macht sie satt,
Vollkommensein erkämpfen sie:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
284
Sie nehmen nicht Geschmeide, Schmuck,
Nicht Gold und auch kein Silber an,
Zufrieden fristend ihren Tag:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
285
Aus mancher Kaste, manchem
Aus manchem Lande kommen
Und leben innig doch geeint:
Asketen hab' ich darum lieb.
 
286
DER VATER:
Zum Heile bist, o Rohiní,
Geboren du in unserm Haus:
Aus Liebe lobst den Meister du,
Sein Wort und seine Mönche so!
 
287
Du kennst ihn wahrlich, kennst ihn wohl,
Den besten Acker, den es gibt!
Und auch von mir, aus meiner Hand
Empfangen Büßer Gaben heut:
Bereitet ist das Opfer recht,
Und reichlich soll die Ernte sein.

 (Vergl. Therag.566)

288
ROHINÍ:
Doch wenn du fürchtest Leiden je,
Wenn Leiden unlieb dich bedünkt,
So komm': der Meister nimmt dich
In seinen Orden, seine Zucht;
In seiner Regel sei du rein,
Zum Wohle wird es taugen dir.

(Vergl. v. 246, 249ff)

289
DER VATER:
Mein Hort und Helfer sei der Herr
Und seine Satzung, sein Gebot:
Will rein in solcher Regel sein,
Zum Wohle wird es taugen mir!
 
290
Brahmanenlehrling war ich nur,
Brahmanenmeister bin ich nun:
Drei Wissen weiß ich, kenn' ich gut,
Ich seh' den Sinn, bin preiserprobt.
 




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