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S.1.36.
Glaube
1. Einstmals weilte der
Erhabene in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des Anáthapindika.
2. Da nun begaben sich
zahlreiche der Gruppe der Satullapa angehörige Devatás, mit ihrer herrlichen
Schönheit den ganzen Jetahain erhellend, dorthin, wo sich der Erhabene befand.
Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt
hatten, traten sie zur Seite.
3. Zur Seite stehend
sprach dann eine Devatá zu dem Erhabenen die folgende Strophe:
"Der Glaube ist des
Menschen (bester) Genosse.
Wenn kein Unglaube mehr zurückbleibt,
So erwächst ihm daraus Ehre und Ruhm,
Und er geht zum Himmel, wenn er den Körper verläßt." *f103)
"Den Zorn soll man aufgeben, den Wahn fahren lassen,
Über alle Fesseln soll man hinweg kommen:
Den, der nicht haftet an Name und Form,
Der nichts besitzt, verfolgen die Leiden nicht."
4. (Der Erhabene:)
"Der Lässigkeit geben sich hin die törichten, unverständigen Leute;
Die Unermüdlichkeit wahrt der Verständige als seinen besten Reichtum.
Gebt also nicht der Lässigkeit euch hin,
der Neigung zu sinnlicher Lust und zu Genuß:
Der Unermüdliche, der geistige Versenkung übt,
erlangt das höchste Glück."
Die beiden Strophen von 4 sind = Dhammapada 26f. Ich nehme daher an, daß sie
hier dem Buddha in den Mund gelegt sind. Sie finden sich freilich auch in den
Theragáthás 883f. unter den Versen des Angulimála.
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