Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Samyutta Nikáya

IntraText CT - Text

  • 1. Devatá-Samyutta - Von den Devatas
    • 31-40 Satullapakáyikavagga - Der Abschnitt von den Satullapa-Devatás
      • S.1.37. Die Versammlung
zurück - vor

Hier klicken um die Links zu den Konkordanzen auszublenden

S.1.37. Die Versammlung

 
Von den fünfhundert Bhikkhus, die das Gefolge des Buddha bildeten, gibt Buddhaghosa (Samy. Komm. I. 82.13) an, daß sie an eben dem Tage, an dem das Sutta gepredigt wurde, die Würde von Arahants erreicht hätten, und erzählt im Anschluß daran, (S. 82-89) eine Legende. Die Bewohner von Koliya und von Kapilavatthu seien einmal in Streit geraten wegen des zwischen den beiden Ortschaften fließenden Flüßchens Rohiní, dessen Wasser beide Parteien ausschließlich für die Irrigation ihrer Felder verwerten wollten. Schon stehen sie sich zum Kampfe gegenüber. Da erscheint zwischen den Parteien der Buddha in der Luft schwebend und bewirkt dadurch und durch den Vortrag von Játakas, daß sie ihren Hader aufgeben und sich versöhnen. Zum Danke dafür, daß er sie von ihrem verhängnisvollen Hasse abgebracht, stellen sie ihm je zweihundertundfünfzig junge Leute als Schüler und Begleiter zur Verfügung. Der Buddha führt sie durch die Luft nach dem Kunála-See im Himalaya, und hier erlangen sie sämtlich die Arahantschaft.

Die Legende wird auch im Játakabuch (V. 412ff.) erzählt; ihr erster Teil ferner in der Dhammapadatthakathá (DhCo. III. 254ff.).

Unser ganzes Sutta deckt sich wörtlich mit den ersten drei Paragraphen des Mahásamayasutta im Dígha II. 253ff.

 

1. Also habe ich vernommen.

Einstmals weilte der Erhabene im Gebiet der Sakkas, in Kapilavatthu, in dem großen Walde *f105) zusammen mit einer großen Bhikkhugemeinde, mit fünfhundert Bhikkhus, lauter Arahants. Und aus den zehn Weltbereichen *f106) kamen zumeist die Devatás zusammen, den Erhabenen und die Buddhagemeinde zu besuchen.
 


 
 

2. Da nun kam vier Devatás von der Gruppe der Suddhávásas *f107) der Gedanke: "Dieser Erhabene weilt ja jetzt im Gebiet der Sakkas, in Kapilavatthu, in dem großen Walde zusammen mit einer großen Bhikkhugemeinde, mit fünfhundert Bhikkhus, lauter Arahants. Und aus den zehn Weltbereichen sind zumeist die Devatás zusammen gekommen, den Erhabenen und die Buddhagemeinde zu besuchen. Wie wäre es, wenn auch wir uns dorthin, wo sich der Erhabene befindet, begäben, und nachdem wir uns dorthin begeben, vor dem Erhabenen jeder eine Strophe vortrügen?"
 


 
 

3. Da nun verschwanden diese Devatás geradeso (schnell) wie wenn ein starker Mann den eingebogenen Arm ausstreckt oder den ausgestreckten Arm einbiegt, unter den Suddhávása Devas und erschienen vor dem Erhabenen.
 

4. Nachdem sodann die Devatás den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatten, traten sie zur Seite.
 

5. Zur Seite stehend sprach dann eine Devatá zu dem Erhabenen die folgende Strophe:

"Eine große Versammlung, Scharen von Devas
sind im Walde zusammen gekommen.
Wir sind gekommen zu dieser heiligen Versammlung,
Zu besuchen die Gemeinde der Unbesiegten"
 

6. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen die folgende Strophe:

"Dort haben die Bhikkhus geistige Sammlung gepflegt,
Richtig haben sie ihr Denken gestaltet.
Wie Wagenlenker, die die Zülgel erfaßt haben,
Wahren ihre Sinne die Weisen."
 

7. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen die folgende Strophe:

"Zerbrechend den Bolzen, zerbrechend den Riegel *f108),
Ausgrabend den Pfosten, frei von Gelüsten
Wandern sie geläutert, fleckenlos,
Junge Elefanten, von dem Allschauenden *f109) gebändigt."

 


 

8. Darauf sprach dann eine andere Devatá zu dem Erhabenen die folgende Strophe:

"Sie alle, die bei dem Buddha ihre Zuflucht genommen,
Nicht werden die auf die Stufe niedriger Daseinsform *f110) kommen.
Haben sie aufgegeben, ihre menschliche Gestalt,
Werden sie einen himmlischen Körper annehmen." *f111)
 




*f105) Der "große Wald" ist nach dem Komm. (I. 82.12) der an den Himalaya grenzende Urwald, das sogen. Tarai.



*f106) P. dasa lokadhátuyo. In der Regel werden deren zehntausend unterschieden. Lokadhátu ist synonym zu cakkavála "Weltsystem".

*f107) Nach dem Komm. I. 91.2 ist suddhávásá d.i. "die Wohnstätten der Geläuterten" eine Bezeichnung der fünf Brahmawelten.

*f108) P. chetvá khilam chetvá paligham. In dieser Verbindung, neben paligha, muß khila eine konkrete Bedeutung haben. Sollte es für khíla stehen? In übertragenem Sinne bedeuten die Wörter nach dem Komm. I. 93.13 rágadosamoha "Begierde, Haß, Betörung". Der Gedanke ist der, daß die Bhikkhus alle Hemmnisse auf dem Weg der Erlösung beseitigt haben.



*f109) P. cakkhumatá. Gemeint ist damit der Buddha, der auch der pañcacakkhu "mit den fünf Augen, d.h. den fünf Arten natürlichen und geistigen Schauens ausgestattet heißt.

*f110) P. apáyaohúmim. Vgl. Samy. 12. 41. 3 (meine Übers. II. 98, N.2).



*f111) Die Strophe wird auch anderwärts zitiert, z.B. Játaka I. 97.




zurück - vor

Index | Wörter: alphabetisch - Frequenz - rückläufig - Länge - Statistik | Hilfe | IntraText-Bibliothek

Best viewed with any browser at 800x600 or 768x1024 on Tablet PC
IntraText® (V89) - Some rights reserved by EuloTech SRL - 1996-2007. Content in this page is licensed under a Creative Commons License