|
S.1.40.
Die Tochter des Pajjunna (2)
1. Also habe ich
vernommen.
Einstmals weilte der Erhabene in Vesálí, in dem Großen Walde, in der Kútágárasálá.
2. Da nun begab sich in
vorgeschrittener Nacht Cúlakokanadá *f121), die Tochter des Pajjunna,
mit ihrer herrlichen Schönheit den ganzen Großen Wald erhellend, dorthin, wo
sich der Erhabene befand. Nachdem sie sich dorthin begeben und den Erhabenen
ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, trat sie zur Seite.
3. Zur Seite stehend
sprach dann die Devatá Culakokanadá, die Tochter des Pajjunna, zu dem Erhabenen
die folgenden Strophen:
"Hierher gekommen ist in Blitzglanzschönheit
Kokanadá, des Pajjunna Tochter,
Den Buddha und seine Lehre verehrend,
Und hat die folgenden inhaltsreichen Strophen gesprochen:
Mit langer Darlegung könnte ich es
Zergliedern: so ist die wahre Lehre;
In Kürze aber will ich ihren Inhalt aussprechen,
Wie mein Geist ihn erfaßt hat:
Man soll kein Böses tun
mit Worten oder Gedanken
Oder körperlich in der ganzen Welt;
Die sinnlichen Genüsse aufgebend, besonnen, voll bewußt
Soll man dem Leiden nicht nachgehen,
das mit Unsegen verknüpft ist."
S. oben S.1 20-23.
|