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S.1.48.
Der Jetahain
Nach dem Kommentar I. 108.4 ist die Gottheit, die die folgenden Verse spricht,
niemand anders als der ehemalige Spender des Jetahaines Anáthapindika, wie dies
aus S.2.20 (s. unten) hervorgeht, wo die Strophen wiederkehren. Nach dem Tode
infolge seiner frommen Werke als Devaputta wiedergeboren ist er auf die Erde
zurückgekehrt, dem Buddha seine Huldigung darzubringen. In der ersten Strophe
preist er die Schönheit des Jetavana, in der zweiten den ariya magga,
den Pfad der Erlösung. Hier sind, nach dem Komm., die Nominative kammam
vijjá ca dhammo ca sílam jívitam uttamam als koordiniert aufzufassen.
(Anders Seidenstücker, Páli-Buddhismus, S. 37.) Aber kammam bietet hier
Schwierigkeiten. Der Komm. erklärt es durch maggacetaná, Mrs. Rhys
Davids gibt es durch "good-will" wieder. Ich glaube, daß kamma prägnant
"gutes, richtiges Handeln" bedeutet. Sollte man an eine Ableitung aus
skr. kámya denken dürfen? - Teile der zweiten Strophe finden sich auch
Samy. 3.1.13 und 3.25. 15.
1. (Die Devatá:)
"Das ist der liebe
Jetahain, besucht von der Weisen Gemeinde,
Bewohnt von dem König der Wahrheit, *f133) Freude mir bereitend.
2. Rechtes Tun, Wissen
und Wahrheit, sittliche Zucht und beste Lebensführung:
Dadurch werden die Menschen rein, nicht durch Abkunft oder Reichtum.
Darum soll ein kluger Mann, der sein eigenes Bestes im Auge hat,
Reiflich die wahre Lehre erwägen; auf diese Weise wird er rein.
Wie Sáriputta an Erkenntnis, an sittlicher Zucht und Seelenfrieden,
Wird auch der Bhikkhu, an das rettende Ufer gelangt, damit ein
Trefflicher."
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