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Samyutta Nikáya

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  • 1. Devatá-Samyutta - Von den Devatas
    • 41-50 Ádittavagga - Der Abschnitt von den Flammen
      • S.1.50. Ghatíkara
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S.1.50. Ghatíkara

 
Dem Sutta, dessen Inhalt in S.2.24 wiederkehrt, liegt die Legende von einer Begebenheit während einer früheren Existenz des Buddha zu Grunde. Sie wird uns kurz erzählt in der Nidánakathá (Játakabuch I. 43) und ausführlich im Mahávastu (I. 319 ff. der Senart'schen Ausg.). Sie bildet, worauf schon Mrs. Rhys Davids hingewiesen hat, den Stoff des Ghatíkára-Sutta im Majjhima 81. Ghatíkara war ein Töpfer, der zu Zeiten des Buddha Kassapa lebte und ein treuer Anhänger und Verehrer dieses Buddha war. Sein Freund war ein junger Brahmane, namens Jotipála. Er veranlaßte ihn, mit ihm die Predigt des Kassapa zu hören. Jotipála wurde davon so ergriffen, daß er der Welt entsagte und dem Kassapa als Schüler folgte. Er erhielt von ihm die Weissagung, daß er selbst dereinst ein Buddha werden würde. In dem zitierten Majjhima-Sutta (und im Mahávastu) sagt denn auch der Buddha am Schluß: "Ich war damals der Brahmane Jotipála." In unserem Sutta ist Ghatíkára ein göttliches Wesen, das wegen seiner Verdienste in der himmlischen Welt wiedergeboren wurde und nun auf die Erde zurückkehrt, den Buddha an die ehemalige Freundschaft zu erinnern.

 

1. (Ghatíkara:)

"Wiedergeboren im Aviha-Himmel, die sieben erlösten Bhikkhus,
Bei denen Begierde und Haß vernichtet sind,
die das Verlangen nach der Welt aufgegeben haben."

 

Mit der Zuweisung der Reden und Gegenreden richte ich mich nach der Verteilung des iti in den Handschriften. Jede einzelne Rede schließt mit iti. Mit Strophe 1 stellt Ghatíkára seine Begleiter im allgemeinen vor, der Buddha fragt nach näheren Angaben in Str.2, und in Str.3 nennt der Deva die sieben Namen.
 
 

2. (Der Erhabene:)

"Wer sind sie, die hinweg kamen über den Sumpf,
über den Bereich des Todes, den schwer zu überwindenden?
Wer (sind sie), die, nachdem sie den menschlichen Leib aufgegeben,
zu himmlischer Gesellschaft gelangten?"

 
3. (Ghatíkara:)

"Upaka und Phalaganda und Pukkusa: diese drei,
Und Bhaddiya und Khandadeva, Báhuraggi und Pingiya:
Diese sind, nachdem sie den menschlichen Leib aufgegeben,
zu himmlischer Gesellschaft gelangt."

 
4. (Der Erhabene:)

"Liebes sagst du von ihnen, die Máras Fessel abstreiften;
Wessen Lehre haben sie vernommen,
daß sie die Bande des Werdens sprengten?" *f139)

 


 
 

5. (Ghatíkara:)

"Kein anderer als der Erhabene,
keine andere Verkündigung war es als die von dir,
Dessen Lehre sie vernommen haben,
daß sie die Bande des Werdens sprengten.
Wodurch Name und Form restlos aufgehoben werden,
Diese Lehre haben sie hier vernommen,
daß sie die Bande des Werdens sprengten."
 

6. (Der Erhabene:)

"Ein tiefsinniges Wort sprichst du da aus,
schwer zu begreifen, gar schwer zu erkennen;
Wessen Lehre hast du vernommen, daß du ein solches Wort sprichst?"
 

7. (Ghatíkara:)

"Ein Töpfer *f140) war ich ehedem in Vebhalinga, *f141) Ghatíkara (mit Namen);
Der Ernährer war ich von Vater und Mutter, Laienanhänger des Kassapa,
Abgewendet von geschlechtlicher Lust,
heiligen Wandel führend, weltlichen Genüssen fern;
Ich war dein Gefährte, ich war vordem dein Freund.
So kenne ich diese hier, die sieben erhöhten Bhikkhus,
Bei denen Begierde und Haß vernichtet sind,
die das Verlangen nach der Welt aufgegeben haben."

 


 
 

8. (Der Erhabene:)

"Das war wirklich so, wie du sagst, du Erhabener:
Ein Töpfer warst du ehedem, in Vebhalinga, Ghatíkara (mit Namen),
Der Ernährer von Vater und Mutter, Laienanhänger des Kassapa,
Abgewendet von geschlechtlicher Lust,
heiligen Wandel führend, weltlichen Genüssen fern;
Du warst mein Gefährte, du warst ehedem mein Freund."
 

9. (Schluß:) *f142)

So war die Zusammenkunft der alten Freunde,
der beiden, die ihre Seele vervollkommnet haben,
die zum letzten Mal leibliche Gestalt getragen.

 
 

 




*f139) Wtl.: "Wessen Lehre vernommen (oder verstanden) habend, sprengten sie usw." Ebenso in 5 und 6.

*f140) P. kumbhakára. Auch der Name Ghatíkára (so im Majjh., Ját. und Mahávastu) bedeutet "Töpfer".



*f141) So im Majjh.; in der Samy.-Ausgabe steht Vehálinga. Das Mahávastu hat Verudinga.

*f142) Der Komm. I.111.5 hat hier die Bemerkung pariyosánagáthá samgítikárehi thapitá "der Schlußvers ist von den Theras, die die Redaktion des Kanon besorgten, beigefügt."




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