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Der
Kommentar I. 131.12 erzählt eine Legende. Der Devaputta Subrahman habe mit
einer Schar göttlicher Nymphen im Nandanapark sich ergötzt und unter einem
Párichattaka-Baum sich niedergelassen. Die Nymphen hätten den Baum bestiegen,
Blüten gepflückt und Kränze gewunden. In diesem Augenblick sei ihr
Kamma-Verdienst aufgebraucht gewesen, sie seien allesamt gestorben und in der
Avíci-Hölle wiedergeboren worden. Als der Gott ihr Schicksal erkannte, sei er
tief betrübt gewesen, und seine Betrübnis habe sich noch gesteigert, als er,
über seine eigene Zukunft nachdenkend, zu der Erkenntnis kam, daß ihm binnen
kurzem das gleiche Schicksal bevorstehe. In dieser Stimmung habe er sich zu dem
Tathágata begeben, bei dem allein er Trost zu finden hoffte, und habe ihm mit
der Strophe sein Leid geklagt.
1. Zur Seite stehend redete dann der
Devaputta Subrahman den Erhabenen mit der Strophe an:
"Stets voll Angst ist dies unser
Denken,
stets voll Aufregung dieser unser Geist
Über künftige Ereignisse und über solche, die sich schon zugetragen.
Wann er ohne Angst ist, das verkünde mir auf meine Frage!"
2. (Der Erhabene:)
"Nur durch Kasteiung (zur Erlangung) der Merkmale der Erleuchtung,
nur durch Beherrschung der Sinne,
Nur durch Hingabe von allem sehe ich Heil für die Lebewesen."
3. (Der Devaputta) verschwand auf der
Stelle.
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