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Samyutta Nikáya

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  • 3. Kosala-Samyutta - Von den Kosala
    • 11-20 Dutiya vagga - Der zweite Abschnitt
      • S.3.13. Große Schüssel Reis
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S.3.13. Große Schüssel Reis

 

1. Ort der Begebenheit: Sávatthí.

Zu jener Zeit nun hatte der König Pasenadi, der Kosala, eine große Schüssel gekochten Reises vollständig verspeist. *f332)

 

2. Da nun begab sich der König Pasenadi, der Kosala, voll gegessen und schwer schnaufend dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder.

 

3. Wie nun da der Erhabene merkte, daß der König Pasenadi, der Kosala, vollgegessen war und schwer schnaufte, sprach er bei dieser Gelegenheit die folgende Strophe:

 

"Für einen Menschen, der immer besonnen ist,

Der Maß zu halten weiß bei eingenommener Mahlzeit,

Für den gibt es nur geringe Schmerzen,

Langsam altert er, seine Lebenskraft bewahrend."

 

4. Zu jener Zeit aber stand der junge Bráhmane Sudassana hinter dem König Pasenadi, dem Kosala.

 

5. Da nun forderte der König Pasenadi, der Kosala, den jungen Bráhmanen Sudassana auf: "Geh, lieber Sudassana, lerne von dem Erhabenen diese Strophe und sprich sie, wenn mir das Mahl aufgetragen wird, und ich will dir täglich je hundert Kahápanas als dauernde Almosenspende aussetzen."

 

6. "Jawohl Majestät," stimmte der junge Bráhmane Suassana dem König Pasenadi, dem Kosala, zu, erlernte von dem Erhabenen diese Strophe und pflegte sie, wenn dem König Pasenadi, dem Kosala, das Mahl aufgetragen wurde, jedesmal zu sprechen:

 

"Für einen Menschen, der immer besonnen ist,

Der Maß zu halten weiß bei eingenommener Mahlzeit,

Für den gibt es nur geringe Schmerzen,

Langsam altert er, seine Lebenskraft bewahrend."

 

7. Da nun beschränkte sich der König Pasenadi, der Koala, nach und nach auf ein Tellerchen Reisbrei *f333) als Höchstmaß.

 

8. Als nun einmal der König Pasenadi, der Kosala, in späterer Zeit, nachdem ihm die Glieder geschabt worden, *f334) mit der Hand die Glieder rieb, tat er bei dieser Gelegenheit den folgenden Ausspruch: "In doppelter Beziehung wahrlich hat sich der Erhabene meiner erbarmt: für das gegenwärtige Leben und für das jenseitige Leben."




*f332) Unsere Ceschichte findet sich, worauf schon Mrs. Rhys Davids aufmerksam macht, auch im Komm. zum Dhammapada (DhCo. III. 264 ff.) Ferner kehrt sie in abgekürzter Form ebenda IV. 15 ff. wieder. An letzter Stelle führt der junge Bráhmane den Namen Uttara.



*f333) P. nálikodana, wtl. "ein Röhrchen, eine Tube Muß (náliká als kleines Maß). Gegensatz ist in donapáka, wo dona ein großes Hohlmaß bedeutet. Für letzteres steht an den Parallelstellen im Dhammapada-Komm. tanduladonassa odanam.



*f334) P. sallikhitagatto. Ich vermute, daß sallikh Ausdruck für Massage ist, bemerke aber, daß im Skr. samlikh vom Schröpfen gebraucht wird.




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