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21-25 Tatiya vagga (Upari pañca) - Dritter Abschnitt (Fünf Überzählige)
S.4.21. Sehr viele
1.
Also habe ich vernommen.
Einstmals
weilte der Erhabene im Gebiete der Sakkas, in Silávatí. *f432)
2.
Zu jener Zeit aber weilten sehr viele Bhikkhus unweit von dem Erhabenen,
unermüdlich, eifrig, mit entschlossener Seele.
3.
Da nun nahm Mára, der Böse, die Gestalt eines Bráhmanen an und mit einem großen
Haarschopf, in einen Rock aus Antilopenhaut gekleidet, alt und krumm wie ein
Sparren, mühselig schnaufend, *f433) einen Stock aus Udumbaraholz
*f434) tragend, begab er sich dorthin wo sich die Bhikkhus befanden.
Nachdem er sich dorthin begeben hatte, sprach er zu den Bhikkhus also:
"Als Knaben habt ihr von der Welt euch abgekehrt, jung, schwarzhaarig, mit
glücklicher Jugend begabt, in frühem Alter, ohne euch ergötzt zu haben an den
sinnlichen Genüssen. Genießen sollt ihr die menschlichen Freuden, damit ihr
nicht das Gegenwärtige aufgebt und künftiger Zeit nachlauft."
4.
"Nicht geben wir doch, o Brahmane, Gegenwärtiges auf und laufen künftiger
Zeit nach; künftige Zeit vielmehr, o Brahmane, geben wir auf und laufen
Gegenwärtigem nach. Zeitlich sind, o Brahmane, die sinnlichen Genüsse nach dem
Wort der Erhabenen, leidvoll, voll Verzweiflung, das Schädliche an ihnen ist
überwiegend. Im gegenwärtigen Dasein schon wirkend ist diese unsere Lehre, an
keine Zeit gebunden, zu ihrer Betrachtung einladend, zum Ziele führend, aus
eigener Kraft zu verstehen von den Einsichtigen." *f435)
5.
Auf dieses Wort hin schüttelte Mara, der Böse, den Kopf, schwenkte die Zunge
hin und her, runzelte das dreigezackte Sektenmal auf der Stirne, *f436)
und ging, auf seinen Stock gestützt, weiter.
6.
Da nun begaben sich jene Bhikkhus dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem
sie sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatten,
setzten sie sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprachen dann die Bhikkhus
zu dem Erhabenen also:
7.
"Da weilten wir jetzt, Herr, unweit von dem Erhabenen, unermüdlich,
eifrig, mit entschlossener Seele. Da nun begab sich, Herr, ein Bráhmane mit
einem großen Haarschopf, in einen Stock aus Antilopenhaut gekleidet, alt und
krumm wie ein Sparren, mühselig schnaufend, einen Stock aus Udumbaraholz
tragend, dorthin, wo wir uns befanden. Nachdem er sich dorthin begeben hatte,
sprach er zu uns also: 'Als Knaben habt ihr von der Welt euch abgekehrt, jung,
schwarzhaarig, mit glücklicher Jugend begabt, in frühem Alter, ohne euch
ergötzt zu haben an den sinnlichen Genüssen. Genießen sollt ihr die
menschlichen Freuden, damit ihr nicht das Gegenwärtige aufgebt und künftigen
Zeiten nachlauft.'
8.
Auf dieses Wort hin, Herr, sprachen wir zu dem Bráhmanen also: 'Nicht geben wir
doch, o Bráhmane, Gegenwärtiges auf und laufen künftiger Zeit nach; künftige
Zeit vielmehr, o Bráhmane, geben wir auf und laufen Gegenwärtigem nach.
Zeitlich sind, o Bráhmane, die sinnlichen Genüsse nach dem Wort des Erhabenen,
leidvoll, voll Verzweiflung, das Schädliche an ihnen ist überwiegend. Im
gegenwärtigen Dasein schon wirkend ist diese unsere Lehre, an keine Zeit
gebunden, zu ihrer Betrachtung einladend, zum Ziele führend, aus eigener Kraft
zu verstehen von den Einsichtigen.'
9.
Auf dieses Wort hin, Herr, schüttelte der Bráhmane den Kopf, schwenkte die
Zunge hin und her, runzelte das dreigezackte Sektenmal auf der Stirne, und
ging, auf seinen Stock gestützt, weiter."
10.
"Das war kein Brahmane, ihr Bhikkhus, das war Mára, der Böse, der kam, um
euch irre zu führen."
11.
Da nun der Erhabene die Sache kannte, sprach er bei dieser Gelegenheit die
folgende Strophe:
"Wer
das Leiden gesehen hat, worauf es beruht,
Wie
könnte ein solcher Mensch den sinnlichen Genüssen zuneigen?
Wenn
er erkannt hat, daß das Hängen an den Lebensgütern eine Fessel ist,
Wird
der Mensch um ihre Beseitigung sich bemühen."
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