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S.5.2.
Somá
Die Strophen 1 und 2
dieses Sutta finden sich auch in den Therígáthás 60-61 unter dem Namen der
Somá. Nach dem Komm. (hrsg. von E. Müller, S. 66) war sie die Tochter von König
Bimbisára's Hauspriester.
1.
Sávatthí ist der Schauplatz.
Da
nun kleidete sich die Bhikkhuní Somá zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale
und Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, nach Sávatthí.
2.
Nachdem sie in Sávatthí ihren Almosengang beendigt hatte, begab sie sich nach
der Mahlzeit, vom Almosengang zurückgekehrt, dorthin, wo sich der Andhawald
befand, den Tag (dort) zu verbringen. Nachdem sie tief in den Andhawald hinein
gegangen, setzte sie sich am Fuße eines Baumes nieder, den Tag (dort) zu
verbringen.
3.
Da nun begab sich Mára, der Böse, in dem Wunsche, bei der Bhikkhuní Somá Angst,
Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und sie von der geistigen Sammlung
abzubringen, dorthin, wo sich die Bhikkhuní Somá befand. Nachdem er sich
dorthin begeben hatte, redete er die Bhikkhuní Somá mit der Strophe an:
"Die da von den Weisen
erreicht werden kann, die schwer zu erlangende Stätte,
Sie kann nimmer von einem
Weib mit seinem Zweifingerverstand (*1) erreicht werden."
4.
Da nun kam der Bhikkhuní Somá dieser Gedanke: "Was für ein Mensch oder
Nichtmensch spricht denn da die Strophe?"
5.
Da nun kam der Bhikkhuní Somá dieser Gedanke: "Mára, der Böse ist es, der
in dem Wunsche, bei mir Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und mich
von der geistigen Sammlung abzubringen, die Strophe spricht."
6.
Da nun wußte die Bhikkhuní Somá, daß das Mára, der Böse, sei, und redete Mára,
den Bösen, mit den Strophen an:
"Was sollte das
Weibsein (*2) bedeuten, wenn das Denken gut gesammelt ist,
Wenn das Wissen vorhanden
ist bei einem, der die höchste Wahrheit schaut (*3)?
Wer daran denkt: bin ich
eine Frau oder bin ich ein Mann,
Oder bin ich überhaupt
etwas? - zu dem darf Mára sprechen (*4)."
7.
Da merkte Mára, der Böse: es kennt mich die Bhikkhuní Somá, und verschwand auf
der Stelle leidvoll und betrübt.
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