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Samyutta Nikáya

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  • 5. Bhikkhuní-Samyuttas - Von den Bhikkhunis
      • S.5.9. Selá
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S.5.9. Selá

 

Es fehlen bei diesem Sutta wie auch beim folgenden die Beziehungen zu den Therígáthás. Die hier genannte Selá ist die Álaviká von Sutta 1. Im Apadána II. 614 wird zwar auch eine Therí Selá genannt. Was aber über sie ausgesagt wird, ist zu allgemein, um einen Anhalt zu geben.

 

1. 2. In Sávatthí (ist der Vorgang).

Da nun kleidete sich die Bhikkhuní Selá zur Vormittagszeit an usw. usw. (= 6.1-2)... den Tag (dort) zu verbringen.

 

3. Da nun begab sich Mára, der Böse, in dem Wunsche, bei der Bhikkhuní Selá Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und sie von der geistigen Sammlung abzubringen, dorthin, wo sich die Bhikkhuní Selá befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, redete er die Bhikkhuní Selá mit der Strophe an:

 

"Von wem ist denn dieses Gebilde (*1) gemacht?

Wo ist der Verfertiger des Gebildes?

Wie ist das Gebilde entstanden?

Wie wird das Gebilde aufgehoben?"

 

4. Da nun kam der Bhikkhuní Selá dieser Gedanke: "Was für ein Mensch oder Nichtmensch spricht denn da die Strophe?"

 

5. Da nun kam der Bhikkhuní Selá dieser Gedanke: "Mára, der Böse, ist es, der in dem Wunsche, bei mir Angst, Zittern, Hautschaudern hervorzurufen und mich von der geistigen Sammlung abzubringen, die Strophe spricht.

 

6. Da nun wußte die Bhikkhuní Selá, daß das Mára, der Böse, sei, und erwiderte Mára, dem Bösen, mit den Strophen:

 

"Nicht ist dies Gebilde von einem selbst gemacht

Nicht ist das Übel (*2) von einem anderen gemacht.

Aus einer Ursache ist es entstanden

Durch Vernichtung der Ursache wird es aufgehoben.

Wie ein Samenkorn, das in ein Feld gesät ist, wächst,

Wenn es zu beidem, dem Geschmack des Erdbodens

und und zu seinem Saft (*3) gelangt ist:

So sind die Wesensbestandteile, die Elemente und die sechs Sinnesbereiche (*4).

Aus einer Ursache entstanden,

durch Vernichtung der Ursache werden sie aufgehoben (*5)."

 

7. Da merkte Mára, der Böse: es kennt mich die Bhikkhuní Selá, und verschwand auf der Stelle leidvoll und betrübt.

(




*1) bimbam. Der Komm. I. 226.1 bemerkt dazu: attabhávam samdháya vadatti "er sagt das (gebraucht das Wort) von der Persönlichkeit". Vgl. Mrs. Rhys Davids zu der Stelle. Attabháva umfaßt die fünf khandhá "Wesensbestandteile, Form, Empfindung, Wahrnehmungen, Gestaltungen, Bewußtsein (s. Bd. 2, S. 5, N. 3).

(



*2) agham. Komm. I. 226.2. dukkhapatitthánattá attabhávam eva vadati, "er sagt so von dem attabháva (s. vor. Note), weil er eine Stätte ist für das Leid".

(



*3) pathavírasa und sineha. Es sind damit die im Boden wirksamen Kraftstoffe gemeint.

(



*4) khandhá, dhátuyo, cha áyatanáni. Über den ersten Begriff, s. Note zu 3, über die beiden anderen Bd. 2, S. 191-2 und S. 2.

(



*5) Die Bhikkhuní spricht von der Kausalitätsreihe (nidána) und ihrer Aufhebung, wie sie im Samy. 12 (Bd. 2, S. 1 ff.) behandelt ist. Die Ursache, aus der alles entsteht, ist die avijjá, das Nichtwissen.






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