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Samyutta Nikáya

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  • 7. Bráhmana-Samyutta - Von den Bráhmanas
    • 1 –10 Arahantavagga - Der Abschnitt von den Vollendeten
      • S.7.8. Der Feuermann
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S.7.8. Der Feuermann

 

1. Einstmals weilte der Erhabene in Rájagaha, im Bambushaine, im Kalandakanivápa.

 

2. Zu jener Zeit nun hatte der Brahmane Aggika-Bháradvája Reisbrei mit zerlassener Butter zubereitet in der Absicht: ich will (die Spende) ins Feuer gießen, ich will ein Feueropfer veranstalten.

 

3. Da nun kleidete sich der Erhabene zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale und Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, nach Rájagaha. Während er in Rájagaha von Haus zu Haus ging, Almosen zu sammeln, begab er sich dorthin, wo sich die Wohnung des Brahmanen Aggika-Bháradvája befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, trat er zur Seite.

 

4. Es sah aber der Brahmane Aggika-Bháradvája den Erhabenen, wie er ging, Almosen zu sammeln. Wie er ihn sah, redete er den Erhabenen mit der Strophe an:

 

" Wer in den drei Wissenschaften bewandert ist,

von reiner Abkunft, wer vieles gelernt hat,

Wer mit Wandel im Wissen begabt ist, der soll meinen Reisbrei genießen."

 

5. (Der Erhabene:)

"Wenn man auch viele Sprüche murmelt,

nicht wird man durch Abkunft ein Bráhmana,

Wenn man im Innern von Schmutz verunreinigt ist und in Heuchelei verstrickt.

Wer die früheren Existenzen kennt,

wer Himmel und niedrige Daseinsform im Auge hat,

Und zur Vernichtung der Geburt gelangt ist, ein Weiser, vollendet in Wunderkräften:

Durch diese drei Wissenschaften wird man ein Brahmana,

der die drei Wissenschaften kennt.

Wer mit Wandel im Wissen begabt ist, der soll diesen Reisbrei genießen."

 

6. "Es genieße ihn der Herr Gotama, der Herr ist ein Bráhmana (*1)."

 

7. (Der Erhabene:)

"Was durch eine Strophe ersungen ward (*2), das darf ich nicht genießen.

Nicht ist dies, o Brahmane, den Schauenden (*3) erlaubt.

Was durch eine Strophe ersungen ward, das weisen die Buddhas zurück;

Wo es sich um die Lehre handelt, da gilt, Brahmane, dieser Ausspruch.

Sonst magst du einen vollkommenen (*4) Großen Weisen,

Bei dem die weltlichen Einflüsse vernichtet sind,

in dem alle Zweifel zur Ruhe gekommen,

Mit Speise und Trank versorgen;

Denn das ist ein Feld für den, der auf Verdienst absieht (*5)."

 

8. Auf dieses Wort hin sprach der Brahmane Aggika Bháradvája zu dem Erhabenen also: "Wundervoll, Herr Gotama!" usw.... (nach 1.9-11). Er wußte: Aufgehoben ist die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein.

 

9. Es war aber der ehrwürdige Bháradvája einer von den Vollendeten geworden.  

(




*1) Komm.: Mit diesen Worten füllt Bháradvája den Reis in ein goldenes Gefäß und wartet dem Erhabenen auf.

(



*2) gáthábhigítam. Der Brahmane will die Speise reichen als Lohn für den vorgetragenen Spruch. Aber für Belehrung nimmt der Buddha kein Geschenk.

(



*3) sampassatam. Der Komm. I. 271.1 ergänzt dazu als Objekt attham ca dhammam ca.

(



*4) kevalinam. Der Ausdruck ist bemerkenswerter Weise besonders häufig in den Versen des Suttanipáta. Über den Begriff kevala und kaivalya im Sánkhya siehe Garbe, Die Sámkhya-Philosophie, S. 358 und 386.

(



*5) Die Verse unseres Sutta kehren mehrfach wieder. Die von "Wer die früheren Existenzen kennt" usw. in 5 finden sich Itivuttaka 99 (S. 100 f.), sowie Anguttara I. 165, 167 und unten 7. 13. 12. Zu 7 sind Suttanipáta 81-2, 480-1 zu vergleichen und unten 7. 9. 11 und 7. 11-12.






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