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Samyutta Nikáya

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  • 7. Bráhmana-Samyutta - Von den Bráhmanas
    • 11- 22 Upásakavagga - Der Abschnitt von den Laienbrüdern
      • S.7.14. Der Großmächtige
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S.7.14. Der Großmächtige

 

Die Geschichte von dem ursprünglich reichen Brahmanen Dhanapála wird im Komm. I. 306. 7 und gleichlautend im Dhammada-Komm. IV. 7 ff. erzählt. Hier finden sich auch die Verse yehi játehi, nandissam usw. Der alte Mann hat aus Gutmütigkeit sein ganzes Vermögen an seine vier Söhne weggegeben und wird nun von ihnen und ihren Frauen aus dem Hause verstoßen.

 

1. Sávatthí ist der Schauplatz.

 

2. Da nun begab sich ein großmächtiger Brahmane schäbig, in schäbiger Kleidung dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben, begrüßte er sich mit dem Erhabenen, und nachdem er mit ihm die (üblichen) Begrüßungen und Höflichkeiten ausgetauscht, setzte er sich zur Seite nieder.

 

3. Zu dem zur Seite sitzenden großmächtigen Brahmanen sprach dann der Erhabene also: "Warum denn, o Brahmane, bist du schäbig, in schäbiger Kleidung?"

 

4. "Ich habe hier, Herr Gotama, vier Söhne, die jagen mich, eines Sinnes mit ihren Frauen, aus dem Hause."

 

5. "Da sollst du denn, o Brahmane, die folgenden Strophen lernen und in der Versammlung (*1), wenn viel Volk beisammen ist und auch deine Söhne mit dabei sitzen, vortragen:

 

"An denen, wie sie geboren wurden, ich mich freute, und deren Dasein ich wünschte,

Sie jagen mich weg (*2), eines Sinnes mit ihren Frauen, wie Hunde ein Schwein.

Die Bösen freilich, die Schlimmen reden mich an 'Väterchen, Väterchen',

Aber, Teufel in Gestalt von Söhnen, lassen sie den alt Gewordenen im Stich.

Wie ein altes Pferd ohne Futter von der Krippe weggejagt wird,

So muß der greise Vater der Jungen in anderer Leute Häusern Almosen suchen.

Der Stock (*3) ist da freilich besser für mich als die ungeratenen Söhne.

Er scheucht einen bösartigen Ochsen fort und einen bösartigen Hund.

Im Dunkeln geht er voran (*4), im Tiefen findet er den Grund (*5),

Vermöge des Stockes hält man sich aufrecht, wenn man strauchelt."

 

6. Nachdem nun der großmächtige Brahmane bei dem Erhabenen diese Strophen gelernt hatte, trug er sie in der Versammlung vor, als viel Volk beisammen war und auch die Söhne mit dabei saßen:

 

"An denen, wie sie geboren wurden, ich mich freute, und deren Dasein ich wünschte,

Sie jagen mich weg, eines Sinnes mit ihren Frauen, wie Hunde ein Schwein.

Die Bösen freilich, die Schlimmen reden mich an, 'Väterchen, Väterchen',

Aber, Teufel in Gestalt von Söhnen, lassen sie den alt Gewordenen im Stich.

Wie ein altes Pferd ohne Futter von der Krippe weggejagt wird,

So muß der greise Vater der Jungen in andrer Leute Häusern Almosen suchen.

Der Stock ist da freilich beser für mich als die ungeratenen Söhne.

Er scheucht einen bösartigen Ochsen fort und einen bösartigen Hund.

Im Dunkeln geht er voran, im Tiefen findet er den Grund.

Vermöge des Stockes hält man sich aufrecht, wenn man strauchelt."

 

7. Da nun führten die Söhne den großmächtigen Brahmanen in das Haus, badeten ihn und versahen ihn jeder mit einem Paar von Gewändern.

 

8. Da nun nahm der großmächtige Brahmane ein Paar Gewänder und begab sich dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben, begrüßte er sich mit dem Erhabenen, und nachdem er mit ihm die (üblichen) Begrüßungen und Höflichkeiten ausgetauscht, setzte er sich zur Seite nieder.

 

9. Zur Seite sitzend sprach der großmächtige Brahmane zu dem Erhabenen also: "Wir Brahmanen, Herr Gotama, suchen nach einem Lehrersold für den Lehrer. Es möge der Herr Gotama meinen Lehrersold entgegen nehmen."

 

10. Es nahm ihn aber der Erhabene entgegen aus Erbarmen.

 

11. Da nun sprach der großmächtige Brahmane zu dem Erhabenen also: "Wundervoll, Herr Gotama! usw.... (=7. 11.13). Als Laienanhänger soll mich der Herr Gotama annehmen, der von heute an auf Lebenszeit zu ihm seine Zuflucht genommen hat."

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*1) In der sabhá, d. h. in der Versammlung der Angehörigen der brahmanischen Kaste soll der Vater die Anklage gegen die undankbaren Kinder erheben.

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*2) Der Komm. I. 307.9 liest, wie auch mehrere der Hss. vádenti. Dies könnte nur etwa "sie bellen mich an, knurren mich an" bedeuten. Ich ziehe várenti vor mit Rücksicht auf Verszeile 8.

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*3) Zweifellos ist der Stab des wandernden Bettlers gemeint. Nach dem Komm. I. 306.19 (s. DhCo. IV. 8.7) war der aus dem Haus verstoßene Brahmane der Sekte der Pandaranga beigetreten.

(



*4) Pure hoti gehört eng zusammen. Der Stock tastet im Dunklen voran, er dient als Führer.

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*5) gambhíre gádham edhati. Vielleicht esati nach 4. 25. 22 (S. 127.16).






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