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S.7.15.
Mánatthaddha
1.
Sávatthí ist der Schauplatz.
2.
Zu jener Zeit aber wohnte in Sávatthí ein Brahmane mit Namen Mánatthaddha
(*1). Dieser grüßte seine Mutter nicht, grüßte seinen Vater nicht,
grüßte seinen Lehrer nicht, grüßte seinen älteren Bruder nicht.
3.
Zu jener Zeit aber predigte der Erhabene, von einer großen Gefolgschaft
umgeben, die Lehre.
4.
Da nun kam dem Brahmanen Mánatthaddha folgender Gedanke: "Da predigt der
Samana Gotama, von einer großen Gefolgschaft umgeben, die Lehre. Wie wäre es,
wenn ich mich jetzt dorthin begäbe, wo sich der Samana Gotama befindet? Wenn
mich der Samana Gotama anreden wird, werde auch ich ihn anreden. Wenn mich der
Samana Gotama nicht anreden wird, werde auch ich ihn nicht anreden."
5.
Da nun begab sich der Brahmane Mánatthaddha dorthin, wo sich der Erhabene
befand, und nachdem er sich dorthin begeben, trat er schweigend zur Seite.
6.
Da nun redete ihn der Erhabene nicht an.
7.
Da nun dachte der Brahmane Mánatthaddha: "der Samana Gotama weiß nichts
(*2) ", und wollte wieder umkehren.
8.
Wie da nun der Erhabene in seinem Herzen die Herzensgedanken des Brahmanen
Mánatthaddha erkannte, redete er den Brahmanen Mánatthaddha mit der Strophe an:
"Nicht
ist, o Brahmane, Stolz gut; wem ist er hier zu eigen, o Brahmane (*3)?
Um
welches Zweckes willen du hergekommen, den mußt du verfolgen."
9.
Da nun dachte der Brahmane Mánatthaddha: "der Samana Gotama kennt meine
Gedanken", und er fiel auf der Stelle mit seinem Haupte zu den Füßen des
Erhabenen nieder, küßte die Füße des Erhabenen mit dem Munde und umschlang sie
mit den Händen, und verkündete seinen Namen: "Ich bin Mánatthaddha, Herr
Gotama! Ich bin Mánatthaddha, Herr Gotama!"
10.
Da nun war die Gefolgschaft hoch im Herzen erstaunt: "Wunderbar wahrlich,
Herr! Unvergleichlich wahrlich, Herr! Der Brahmane Mánatthaddha hier grüßt
seine Mutter nicht, grüßt seinen Vater nicht, grüßt seinen Lehrer nicht, grüßt
seinen älteren Bruder nicht, aber dem Samana Gotama erweist er solche höchste
Verehrung durch Niederfallen."
11.
Da nun sprach der Erhabene zu dem Brahmanen Mánatthaddha also: "Genug nun,
Brahmane, stehe auf und nimm auf deinem Sitze Platz, da ja dein Herz mir
gläubig zugetan ist."
12.
Da nun redete der Brahmane Mánatthaddha, nachdem er auf seinem Sitze Platz
genommen, den Erhabenen mit der Strophe an:
"Gegen
wen soll man seinen Stolz hegen?
Gegen
wen soll man ehrfurchtsvoll sein?
Wer
soll hochgeachtet sein (*4)? Wer wird mit Recht wohl verehrt?"
13.
(Der Erhabene:)
"Gegen
Mutter oder Vater und gegen den älteren Bruder,
Und
gegen den Lehrer als vierten: gegen sie soll man keinen Stolz hegen;
Gegen
sie soll man ehrfurchtsvoll sein, sie sollen hochgeachtet sein.
Sie
sind mit Recht wohl verehrt.
Die
Vollendeten, die gleichmütig geworden (*5),
die
ihre Aufgabe erfüllt haben, die frei sind von weltlichen Einflüssen,
Diese
sollst du, deinen Stolz unterdrückend, ohne Hochmut (*6) verehren,
die
Unvergleichlichen!"
14.
Auf dieses Wort hin sprach der Brahmane Mánatthaddha zu dem Erhabenen also:
"Wundervoll, Herr Gotama! usw.... (=7. 11. 13). Als Laienanhänger soll
mich der Herr Gotama annehmen, der von heute an auf Lebenszeit zu ihm seine
Zuflucht genommen hat."
(
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