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S.7.22.
Khomadussa
1.
Also habe ich vernommen.
Einstmals
weilte der Erhabene im Lande der Sakkas in einem Marktflecken der Sakyas,
namens Khomadussa (*1).
2.
Da nun kleidete sich der Erhabene zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale und
Obergewand und ging, Almosen zu sammeln, in den Marktflecken Khomadussa.
3.
Zu jener Zeit aber waren die brahmanischen Hausväter von Khomadussa in der
Beratungshalle versammelt aus irgend einer Veranlassung, und der Himmel ließ
ununterbrochen regnen.
4.
Da nun begab sich der Erhabene dorthin, wo sich die Beratungshalle befand
(*2).
5.
Es sahen aber die brahnlanischen Hausväter von Khomadussa den Erhabenen von
ferne schon herankommen.
6.
Wie sie ihn sahen, sprachen sie also: "Welche Kahlköpfe und welche Samanas
sollten denn etwas von den in der Beratungshalle gültigen Vorschriften
(*3) verstehen?"
7.
Da nun redete der Erhabene die brahmanischen Hausväter von Khomadussa mit der
Strophe an:
"Nicht
ist das die (rechte) Beratungggtelle, in der nicht die Guten sich befinden,
Und
nicht sind das die Guten, die nicht die Wahrheit sprechen.
Die
da, nachdem sie Begierde, Haß und Betörung beseitigt haben,
Die
Wahrheit sprechen, das eben sind die Guten."
8.
Auf dieses Wort hin sprachen die brahmanischen Hausväter von Khomadussa zu dem
Erhabenen also: "Wundervoll, Herr Gotama! Wundervoll, Herr Gotama! Wie
wenn man, Herr Gotama, etwas Umgestürztes aufrichtet oder etwas Verhülltes
entschleiert, oder einem Verirrten den rechten Weg zeigt, oder in einen
finsteren Raum eine Öllampe bringt in der Absicht: es sollen die, die Augen
haben, die Gegenstände erkennen - ganz ebenso ist von dem Herrn Gutama durch
mancherlei Erörterung die Wahrheit aufgeklärt worden. Darum nehmen wir zu dem
Erhabenen Gotama unsere Zuflucht und zu der Lehre und zu der Gemeinde der
Bhikkhus. Als Laienanhänger soll uns der Herr Gotama annehmen, die von heute an
auf Lebenszeit zu ihm ihre Zuflucht genommen haben."
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