|
8. Vangísathera-Samyutta - Vom Thera Vangísa
S.8.1.
Fortgegangen
1.
Also habe ich vernommen.
Einstmals
weilte der ehrwürdige Vangísa (*1) in Álaví (*2) in dem
(Kloster) Aggálava-cetiya (*3) zusammen mit dem ehrwürdigen
Nigrodhakappa, seinem Meister (*4).
2.
Zu jener Zeit aber war der ehrwürdige Vangísa noch ein Neuling, hatte noch
nicht lange von der Welt sich abgekehrt, und mußte als Hüter des Vihára
zurückbleiben (ohiyyako vihárapálo).
3.
Da nun begaben sich zahlreiche Frauen, schön geschmückt, dorthin, wo das
Kloster sich befand, den Vihára zu besehen.
4.
Da nun überkam den ehrwürdigen Vangísa, wie er die Frauen sah, Unlust
(*5); Begierde verwirrte sein Denken.
5.
Da nun kam dem ehrwürdigen Vangísa folgender Gedanke: "Zum Schaden
wahrlich gereicht es mir, nicht wahrlich gereicht es mir zum Gewinn - Schlimmes
wahrlich ist mir zu teil geworden, nicht Gutes wahrlich ist mir zu teil
geworden, daß mich Unlust überkommen hat, Begierde mein Denken verwirrt. Wie
könnte es da nur möglich sein, daß ein anderer die Unlust verscheuchte und Lust
in mir hervorriefe? Wie wäre es aber, wenn ich selber meine Unlust verscheuchte
und Lust in mir hervorriefe?"
6.
Da nun verscheuchte der ehrwürdige Vangísa selber seine Unlust und rief Lust in
sich hervor, und er sprach zu dieser Zeit die folgenden Strophen:
"Nachdem
ich fortgegangen aus dem häuslichen Leben in das hauslose Leben,
Überfallen
mich aus der Finsternis (kommend*6) kecke Zweifel.
Es
sollen mich nur mächtige Krieger, treffliche Pfeilschützen,
geübt,
mit starken Bogen
Von
allen Seiten umringen, tausend von solchen, die niemals fliehen,
Und
wenn auch Frauen, noch mehr als diese, herankommen:
Sie
können mir keinen Schaden antun; ich stehe fest in der Lehre.
Aus
seinem eigenen Munde (*7) habe ich vernommen
von
dem Buddha, dem Verwandten der Sonne,
Den
Weg der zum Nirvana führt. An ihm erfreut sich mein Herz.
Und
wenn du Böser mich, der ich so lebe, angreifst,
Dann
werde ich, Tod, so tun, daß du nicht einmal meinen Pfad siehst
(*8)."
(
|