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Samyutta Nikáya

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  • 8. Vangísathera-Samyutta - Vom Thera Vangísa
      • S.8.4. Ananda
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S.8.4. Ananda

1. Einstmals weilte der erhabene Ananda in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des Anáthapindika.

 

2. Da nun kleidete sich der ehrwürdige Ananda zur Vormittagszeit an, nahm Almosenschale und Obergewand und ging Almosen zu sammeln nach Sávatthí mit Vangísa als begleitendem Samana (*1).

 

3. Zu jener Zeit aber überkam den ehrwürdigen Vangísa Unlust; Begierde verwirrte sein Denken.

 

4. Da nun redete der ehrwürdige Vangísa den ehrwürdigen Ananda mit der Strophe an:

"Ich brenne von Begierde nach sinnlichem Genuß; mein Denken wird verbrannt;

Sprich du etwas Gutes, was die Glut löscht, aus Erbarmen, o Gotama (*2)!"

 

5. (Ananda:)

"Durch Irrtum deiner Vorstellung (*3) wird dir das Denken verbrannt.

Meide einen Gedanken (*4), der angenehm ist und von Begierde begleitet!

Sieh die Gestaltungen als etwas Fremdes (*5) an, als Leiden, nicht als dein Selbst!

Lösche aus die arge Begierde, damit sie dich nicht immer wieder verbrennt!

Auf Unangenehmes richte dein Denken,

das auf eines gerichtet sei (*6) und wohl gesammelt!

Besonnenheit soll in deinem Körper wohnen, werde du völlig gleichgültig (*7).

Übe dich, von den Gedanken loszukommen, gib auf die Neigung zum Stolz.

Nach dem Erfassen (des Wesens) des Stolzes wirst du befriedet wandeln (*8)."

 

 

(




*1) pacchásamanena. Die Bhikkhus pflegen auf ihrem Bettelgang zu zweien zu gehen.

(



*2) Als Vetter des Buddha gehörte Ananda zur Familie Gotama.

(



*3) saññávipariyesá. Kathávatthu 306.27 unterscheidet saññá-, citta-, ditthipariyeso. Majjhima II. 248.14 lesen wir cetaso vipariyásam.

(



*4) nimittam, eigentlich "Objekt des Denkens". Es wird dabei an die Vorbereitungen zur Versenkung gedacht, bei denen man den Geist auf einen bestimmten Gegenstand lenkt. In Sloka 3 empfiehlt Ananda dem Vangísa, zu solchem Gegenstand etwas Unangenehmes, Unerwünschtes (asubham) zu wählen, weil er zu Begierde neigt, die durch den Gedanken an Angenehmes (subham) entflammt wird. Das letzte Ziel ist die Aufhebung von allem Denken, das animittam (Sloka 4) im Versenkungszustand.

(



*5) parato, das der Komm. sehr frei durch aniccato "als etwas Unständiges" erklärt.

(



*6) ekaggam "eines als das höchste habend" ist der Begriff der geistigen Konzentration.

(



*7) nibbidábahulo. Der Ausdruck nibbidá wird von der Gleichgültigkeit gegenüber den sinnlichen Eindrücken gebracht.

(



*8) Sloka 1 ist = Therag. 1224, Sl. 3, 4 = Therag. 1225-6, S1. 1 cd und 3 ab = Suttanipáta 341, Sl. 4 = Suttan. 342, Sl. 3cd = Suttan. 340 cd. Vgl. auch Therígáthá 19-20.






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