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Samyutta Nikáya

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  • 8. Vangísathera-Samyutta - Vom Thera Vangísa
      • S.8.6. Sáriputta
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S.8.6. Sáriputta

1. Einstmals weilte der ehrwürdige Sáriputta in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des Anáthapindika.

 

2. Zu jener Zeit aber erbaute, belehrte, ermunterte und erfreute der ehrwürdige Sáriputta die Bhikkhus durch eine Lehrpredigt, die fein war, flüssig, schön vorgetragen, den Gegenstand klar darlegend (*1). Und die Bhikkhus, sie begreifend, erwägend und mit ganzem Herzen aufnehmend, hörten mit achtsamen Ohren die Lehre.

 

3. Da nun kam dem ehrwürdigen Vangísa folgender Gedanke: "Dieser ehrwürdige Sáriputta erbaut, belehrt, ermuntert und erfreut die Bhikkhus durch eine Lehrpredigt, die fein ist, flüssig, schön vorgetragen, den Gegenstand klar darlegend. Und die Bhikkhus, sie begreifend, erwägend und mit ganzem Herzen aufnehmend, hören mit achtsamen Ohren die Lehre. Wie wäre es, wenn ich nun den ehrwürdigen Sáriputta in seiner Gegenwart mit angemessenen Strophen priese?"

 

4. Da nun erhob sich der ehrwürdige Vangísa von seinem Sitz, schlug seinen Mantel über die eine Schulter, und indem er in der Richtung, wo sich der ehrwürdige Sáriputta befand, die zusammengelegten Hände vorstreckte, sprach er zu dem ehrwürdigen Sáriputta also "Es leuchtet mir etwas auf, lieber Sáriputta! Es leuchtet mir etwas auf, lieber Sáriputta!"

 

5. "Es soll dir aufleuchten, lieber Varigisa!"

 

6. Da nun pries der ehrwürdige Vangísa den ehrwürdigen Sáriputta in seiner Gegenwart mit den angemessenen Strophen (*2):

 

"Von tiefer Erkenntnis, weise, des rechten und des falschen Pfades kundig,

Predigt, reich an Erkenntnis, Sáriputta den Bhikkhus die Lehre.

Er predigt in Kürze und er spricht ausführlich;

Wie des Mainavogels (*3) Stimme, so entströmt (*4) ihm die Rede.

Wenn sie des predigenden süßen Gesang vernehmen (*5),

Dann lauschen, durch den anmutigen, hörenswerten, schönen Klang

Erhobenen Herzens, erfreut mit achtsamem Ohr die Bhikkhus."

 

 

(




*1) Die Attribute sind (dhammiyá katháya) poriyá, vissattháya. anelagaláya, atthassa viññápaniyá. Das erste pora (f. porí) bedeutet "städtisch" (skr. paura) und bezieht sich auf die Feinheit des Ausdrucks; vissattha erklärt der Komm. I. 322.18 durch avibaddha (skr. vibaddha bedeutet "ins Stocken geraten"); anelagala bezieht sich auf die Klarheit der Aussprache (mit reiner Kehle gesprochen); atthassa viññápaniyá umschreibt der Komm. mit "fähig den Gegenstand verständlich zu machen".

(



*2) = Theragáthá 1231-3.

(



*3) sáliká (skr. sáriká), der sälalihiniyá der Singhalesen. nach Clough gracula religiosa.

(



*4) Ich lese udiyyati = skr. udíryate, wie in der Ausg. Therag. 1232. Die S. Ausg. hat udírayi, der Komm. udíriyi. Der Komm. trennt die zweite Hälfte der Zeile ganz von der ersten, gewiß mit Unrecht.

(



*5) Es ist sunantá (so Therag. 1233) statt -nti zu lesen.

 






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