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S.8.9.
Kondañña
1.
Einstmals weilte der Erhabene in Rájagaha, im Bambushain, im Kalandakanivápa.
2.
Da nun begab sich der ehrwürdige Aññási-Kondañña nach langer Zeit dorthin, wo
sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben, fiel er mit dem
Haupte zu den Füßen des Erhabenen nieder, küßte die Füße des Erhabenen mit dem
Munde und umschlang sie mit den Händen und verkündete seinen Namen: "Ich
bin Kondañña, Erhabener! Ich bin Kondañña, Pfadführer!"
3.
Da nun kam dem ehrwürdigen Vangísa folgender Gedanke: "Dieser ehrwürdige
Aññasi-Kondañña hat sich nach langer Zeit dorthin begeben, wo sich der Erhabene
befindet. Nachdem er sich dorthin begeben, ist er mit dem Haupte zu den Füßen
des Erhabenen niedergefallen, küßt die Füße des Erhabenen mit dem Munde und
umschlingt sie mit den Händen und verkündet seinen Namen: ,Ich bin Kondañña,
Erhabener! Ich bin Kondañña, Pfadführer!' Wie wäre es, wenn ich nun den
ehrwürdigen Aññasi-Kondañña in Gegenwart des Erhabenen mit angemessenen
Strophen priese?"
4.
Da nun erhob sich der ehrwürdige Vangísa von seinen Sitz, schlug seinen Mantel
über die eine Schulter, und indem er in der Richtung, wo sich der Erhabene
befand, die zusammengelegten Hände vorstreckte, sprach er zu dem Erhabenen
also: "Es leuchtet mir etwas auf, Erhabener! Es leuchtet mir etwas auf,
Pfadführer!"
5.
"Es soll dir aufleuchten, Vangísa!" sprach der Erhabene.
6.
Da nun pries der ehrwürdige Vangísa den ehrwürdigen Aññasi-Kondañña in
Gegenwart des Erhabenen mit den angemessenen Strophen (*1):
"Nach
dem Erleuchteten erleuchtet ist dieser Thera, Kondañña, voll frischer Tatkraft,
Der
allezeit glückliche, abgeschiedene Aufenthaltsorte findet.
Was
von einem Schüler erreicht werden kann,
der
die Vorschriften seines Lehrers ausführt,
Das
alles ist von ihm, dem unermüdlich sich schulenden, erreicht worden.
Von
hoher Würde, in den drei Wissenschaften bewandert,
fähig
der anderen Gedanken zu durchschauen,
Verehrt
Kondañña, der Schüler des Buddha, die Füße seines Lehrers."
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