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S.10.5.
Sánu
Die Geschichte, die
unserem Sutta zugrunde liegt, wird im Komm. I. 357-9, sowie im
Sánusámaneravatthu der Dhammapadatthakathá (IV. 18ff. zu Dhp. v. 326) erzählt.
Danach war Sánu schon in jungen Jahren zum Bhikkhu bestimmt worden. Er führte
als Samanera, als Novize ein tadelloses Leben. Später befiel ihn Unlust, er
vernachlässigte seine Pflicht und begab sich in dem Entschluß den Orden zu
verlassen, in das Haus seiner Mutter. Diese bewirtete ihn und suchte ihn
umzustimmen. Nun war in der unmittelbar vorhergehenden Existenz eine Yakkhiní
seine Mutter gewesen. Auch sie war bestürzt; denn sie war wegen der Frömmigkeit
des Samanera unter den Devatás und Yakkhas zu hohem Ansehen gelangt und
fürchtete nun, dies einzubüßen. Um den Samanera von seinem Entschluß
abzubringen, fuhr sie in ihn, so daß er in Krämpfe verfiel. Nun sprach die
spätere Mutter, die herbeieilte und den erkrankten Sohn umarmte, die Verse von
3.
1.
Einstmals weilte der Erhabene in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des
Anáthapindika.
2.
Zu jener Zeit aber war einer Laienschwester ihr Sohn, Sánu mit Namen von einem
Yakkha besessen.
3.
Da nun sprach die Laienschwester wehklagend bei dieser Gelegenheit die
folgenden Strophen:
"Die
am vierzehnten und fünfzehnten Tag, und wenn der achte des Halbmonats ist,
Und an den außergewöhnlichen Festtagen das acht pflichten umfassende
Fasttagsgelübde halten und ein heiliges Leben führen,
Mit denen treiben die Yakkhas keinen Unfug, so habe ich von Arahants gehört.
Und da muß ich jetzt sehen, wie Yakkhas Unfug treiben mit Sánu (*1);''
4.
(Die Yakkhiní in Sánu:)
"Die am vierzehnten und am fünfzehnten Tag
und wenn der achte des Halbmonats ist,
Und an den außerordentlichen Festtagen das acht Pflichten umfassende
Fasttagsgelübde halten und ein heiliges Leben führen,
Mit denen treiben die Yakkhas keinen Unfug,
so hast du richtig von Arahants gehört (*2).
Sage du nur zu Sánu, wenn er erwacht ist, dag folgende Wort der Yakkhas
(*3):
Begehe du keine sündhafte Handlung, weder offen, noch geheim;
Wenn du eine sündhafte Handlung begehen willst oder begehst,
So gibt es für dich keine Erlösung vom Leiden,
wenn du auch in die Höhe fliegend ihm entfliehen willst."
5.
(Sánu, erwachend:)
"Um einen Toten weint man, Mütterchen,
oder um einen Lebenden, den man nicht sieht;
Da du mich aber lebend, siehst, Mütterchen,
warum, Mütterchen, weinst du um mich?"
6.
(Die Laienschwester:)
"Um den toten Sohn weint man, oder um den lebenden, den man nicht sieht.
Wer aber, nachdem er die sinnlichen Genüsse aufgegeben (*4),
wieder hierher (*5) zurückkehrt,
Um den auch weint man; obgleich lebend, ist er wieder gestorben.
Aus der Glut (*6) entkommen, Lieber, willst du wieder in die Glut
fallen,
Aus der Hölle entkommen, Lieber, willst du wieder in die Hölle fallen.
Lauf du nur hin! Wohl dir! Bei wem sollten wir uns beklagen (*7)?
Aus dem Brand (*8) hast du dein Hab und Gut gerettet;
nun willst du wieder, daß es verbrenne (*9)."
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