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11. Sakka-Samyutta - Von Sakka
1-10 Pathama vagga - Erster Abschnitt
S.11.1.
Suvíra
Der Komm. I. 396ff.
erzählt ausführlich über die Entstehung des Krieges der Devas, der Götter mit
den Asuras, den Dämonen. Im Magadhaland lebte der Bodhisatta als der fromme
Brahmane Magha umgeben von 30 ihm ähnlichen Gefährten. Wegen seiner Verdienste
wurde er als Sakka im Himmel des Sineruberges samt seinen Gefährten
wiedergeboren. Die vorher hier wohnenden Wesen suchten die Ankömmlinge in ihre
Gewalt zu bringen, indem sie ihnen Rauschtrank anboten. Aber auf Sakkas Rat
tranken seine Gefährten nur zum Scheine. Die früheren Devatás berauschten sich
und wurden von Sakka vom Sineru hinab gestürzt. Seitdem sind sie die Asuras,
und leben in stetem Krieg mit Sakka und den (drei und) dreißig Göttern seines
Gefolges, den Távatimsadevas. Zwischen der Stadt der Götter auf dem Sineru und
der Stadt der Asuras in der Tiefe - beide führen sie den Namen Ayujjhá - stellt
Sakka die verschiedenen halbgöttlichen Wesen wie Nágas, Garudas, Kumbhandas und
die vier Weltenhüter als Schutzwachen auf. Die Geschichte des Bodhisatta als
Brahmanen Magha, der als Sakka wiedergeboren wird, findet sich im
Kulávaka-Játaka (Nr. 31; bei Fausböll, I. 198; Vgl. unten Sutta 6). Es finden
sich im Komm. zu unserer Stelle mehrfach Anklänge an dieses Játaka. S. Mrs.
Rhys Davids, S. 279.
1-2.
Also habe ich vernommen.
Einstmals
weilte der Erhabene in Sávatthí, im Jetahaine, im Parke des Anáthapindika. Da
nun redete der Erhabene die Bhikkhus an: "Ihr Bhikkhus!" "Ja,
Herr!" erwiderten die Bhikkhus aufhorchend dem Erhabenen.
3-4.
Der Erhabene sprach also: "In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, griffen
die Dämonen die Götter an. Da nun, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der
Götter, den Devaputta Suvíra an: ,Da greifen, mein lieber Suvíra, die Dämonen
die Götter an. Mach dich auf, mein lieber Suvíra, und trete ihnen entgegen!'
,Ja, Herr!' erwiderte der Devaputta Suvíra, ihr Bhikkhus, aufhorchend Sakka,
dem Fürsten der Götter. Aber er war säumig (*1).
5.
Und zum zweiten mal, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, den
Devaputta Suvíra an: 'Da greifen, mein lieber Suvíra, die Dämonen die Götter
an. Mach dich auf, mein lieber Suvíra, und trete ihnen entgegen'. 'Ja, Herr!'
erwiderte der Devaputta Suvíra, ihr Bhikkhus, aufhorchend Sakka, dem Fürsten
der Götter. Aber er war säumig.
6.
Und zum dritten mal, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, den Devaputta
Suvíra an: 'Da greifen, mein lieber Suvíra, die Dämonen die Götter an. Mach
dich auf, mein lieber Suvíra, und trete ihnen entgegen.' 'Ja, Herr!' erwiderte
der Devaputta Suvíra, ihr Bhikkhus, aufhorchend Sakka, dem Fürsten der Götter.
Aber er war säumig.
7.
Da nun, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, den Devaputta Suvíra
mit der Strophe an:
'Wo
man, ohne tätig zu sein (*2), ohne sich zu bemühen zum Glück gelangt,
Dorthin
gehe, Suvíra, und bringe auch mich eben dorthin (*3).'
8.
(Suvíra:)
'Wenn
man saumselig ist (*4), untätig, und seine Pflichten nicht erfüllt,
Wenn
man alle sinnlichen Genüsse ausgekostet hat (*5),
dann
zeige mir, Sakka, dies höchste Ziel (*6).
9.
(Sakka:)
'Wo
man saumselig ist und untätig und (doch) zu unendlichem Glück gelangt,
Dorthin
gehe, Suvíra, und bringe auch mich dorthin.'
10.
(Suvíra:)
'Das
Glück, das wir, o Sakka, du bester der Götter,
durch
Nichthandeln erlangen können,
Wo
es keinen Kummer und keine Verzweiflung gibt:
zeige
mir Sakka dies höchste Ziel.'
11.
(Sakka:)
'Wenn
irgend wer des Handelns ledig ist und an nichts mehr hängt (*7)
Das
ist der Weg zum Nirvana: dorthin gehe, Suvíra,
Und
bringe auch mich eben dorthin.'
12.
Sakka, der Fürst der Götter, ihr Bhikkhus, wird ja freilich, den Lohn seines
eigenen Verdienstes auslebend, unter den Távatimsa-Göttern die Obmacht, die
Herrschaft, die Königswürde ausübend, einer sein, der Tätigkeit und Energie
preist. Hier (in unserem Orden), ihr Bhikkhus, werdet ihr glänzen, wenn ihr,
die ihr in der so wohl verkündeten Lehre und Regel der Zeremonie der Weltabkehr
euch unterzogen habt, tätig seid, euch anstrengt, euch bemüht, um zu erlangen,
was noch nicht erlangt ist, um zu gewinnen, was noch nicht gewonnen ist, um zu
verwirklichen, was noch nicht verwirklicht ist.
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