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S.11.14.
Der Arme
1-3.
Einstmals weilte der Erhabene in Rájagaha, im Bambushaine, im Kalandakanivápa.
Da nun redete der Erhabene die Bhikkhus an: "Ihr Bhikkhus!" "Ja,
Herr!" erwiderten die Bhikkhus aufhorchend dem Erhabenen.
4-5.
Der Erhabene sprach also: "In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, lebte
hier in Rájagaha ein Mann als ein armer Mensch, als ein bedürftiger Mensch, als
ein unglücklicher Mensch.
6.
Dieser nahm den Glauben an die vom Tathágata verkündete Lehre und Regel an,
nahm die Gebote der sittlichen Zucht an, nahm den Unterricht an, nahm die
(Forderung der) Freigebigkeit an, nahm die Erkenntnis an.
7.
Nachdem er den Glauben an die vom Tathágata verkündete Lehre und Regel
angenommen hatte, die Gebote der sittlichen Zucht angenommen hatte, den
Unterricht angenommen hatte, die (Forderung der) Freigebigkeit angenommen
hatte, die Erkenntnis angenommen hatte, wurde er nach dem durch Auflösung des
Körpers erfolgten Tode zu glücklicher Existenz in der himmlischen Welt zur
Gesellschaft der Távatimsa-Götter wieder geboren. Er überstrahlte die anderen
Götter an Schönheit und Herrlichkeit.
8.
Da aber, ihr Bhikkhus, wurden die Távatimsa-Götter unwillig, murrten und
zürnten: 'Sonderbar wahrlich, unpassend wahrlich (*1) (ist es), wie da
dieser Göttersohn (*2), der früher, da er ein Dasein als Mensch führte,
ein armer Mensch, ein bedürftiger Mensch, ein unglücklicher Mensch gewesen,
nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tod zu glücklicher Existenz in
der himmlischen Welt zur Gesellschaft der Távatimsa-Götter wieder geboren wurde
und die anderen Götter an Schönheit und Herrlichkeit überstrahlt.'
9.
Da nun, ihr Bhikkhus, redete Sakka, der Fürst der Götter, die Távatimsa-Götter
an 'Seid nicht unwillig, Verehrte, über diesen Göttersohn. Dieser Göttersohn,
Verehrte, hat früher, da er ein Dasein als Mensch führte, den Glauben an die
vom Tathágata verkündete Lehre und Regel angenommen, hat die Gebote der
sittlichen Zucht angenommen, hat den Unterricht angenommen, hat die (Forderung
der) Freigebigkeit angenommen, hat die Erkenntnis angenommen. Nachdem er aber
den Glauben an die vom Tathágata verkündete Lehre und Regel angenommen, die
Gebote der sittlichen Zucht angenommen, den Unterricht angenommen, die
(Forderung der) Freigebigkeit angenommen, die Erkenntnis angenommen, ist er
nach dem durch Auflösung des Körpers erfolgten Tod zu glücklicher Existenz in
der himmlischen Welt zur Gesellschaft der anderen Götter an Schönheit und
Herrlichkeit (*3).'
10.
Da nun, ihr Bhikkhus, sprach Sakka, der Fürst der Götter, den Távatimsa-Göttern
freundlich zuredend, bei dieser Gelegenheit die folgenden Strophen:
'Wer
unerschütterlichen, festbegründeten Glauben an den Tathágata besitzt,
Und
wer die schöne sittliche Zucht übt,
die
von den Edlen geliebt ist (*4) und gepriesen,
Und
wer freudiges Vertrauen zu der Gemeinde hat und die richtige Anschauung,
Den
nennt man nicht arm, nicht vergeblich ist sein Leben:
Darum
soll um Glauben und sittliche Zucht,
um
freudiges Vertrauen und Schauen der Wahrheit
Der
Weise sich bemühen, eingedenk der Lehre des Buddha."
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