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Samyutta Nikáya

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  • 11. Sakka-Samyutta - Von Sakka
    • 21 – 25 Tatiya vagga (Sakkapañcakam) Dritter Abschnitt (Fünf Suttas von Sakka)
      • S.11.22. Häßlichkeit
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S.11.22. Häßlichkeit

 

Das Sutta ist übersetzt von H. C. Warren Buddhism in Translations, S. 426.

 

1. In Sávatthí, im Jetahaine (ist der Schauplatz).

 

2-3. (Der Erhabene sprach also:) "In früherer Zeit einmal, ihr Bhikkhus, hatte sich ein häßlicher, krüppelhafter (*1) Yakkha auf dem Sitze Sakka's, des Fürsten der Götter, niedergelassen.

 

4. Da aber, ihr Bhikkhus, wurden freilich die Távatimsa-Götter unwillig, murrten und zürnten; 'Sonderbar wahrlich, unpassend wahrlich (ist es), wie sich da der häßliche, krüppelhafte Yakkha auf dem Sitze Sakka's, des Fürsten der Götter, niedergelassen hat.'

 

5. Wie immer aber, ihr Bhikkhus, die Távatimsa-Götter unwillig waren, murrten und zürnten, ebenso wurde der Yakkha immer schöner und ansehnlicher und gefälliger.

6. Da nun, ihr Bhikkhus, begaben sich die Távatimsa-Götter dorthin, wo sich Sakka, der Fürst der Götter, befand. Nachdem sie sich dorthin begeben hatten, sprachen sie zu Sakka, dem Fürsten der Götter, also:

 

7. 'Da hat sich jetzt, Verehrter, ein häßlicher, krüppelhafter Yakkha auf deinem Sitze niedergelassen. Da wurden freilich, Verehrter, die Távatimsa-Götter unwillig, murrten und zürnten: Sonderbar wahrlich, unpassend wahrlich (ist es), wie sich da der häßliche, krüppelhafte Yakkha auf dem Sitze Sakka's, des Fürsten der Götter, niedergelassen hat. Wie immer aber, Verehrter, die Távatimsa-Götter unwillig waren, murrten und zürnten, ebenso wurde der Yakkha immer schöner und ansehnlicher und gefälliger. Das wird wohl, Verehrter, ein zornfressender Yakkha sein. (*2)'

 

8. Da nun, ihr Bhikkhus, begab sich Sakka, der Fürst der Götter, dorthin, wo sich der zornfressende Yakkha befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, schlug er seinen Mantel über die eine Schulter, ließ sich mit dem rechten Knie auf den Boden nieder, und indem er in der Richtung, wo der zornfressende Yakkha war, die zusammengelegten Hände vorstreckte, nannte er dreimal seinen Namen: 'Ich bin, Verehrter, Sakka, der Fürst der Götter; ich bin, Verehrter, Sakka, der Fürst der Götter.'

 

9. Wie immer aber, ihr Bhikkhus, Sakka, der Fürst der Götter, seinen Namen nannte, ebenso wurde der Yakkha immer häßlicher und krüppelhafter. Nachdem er aber häßlicher und krüppelhafter geworden war, verschwand er auf der Stelle.

 

10. Da nun, ihr Bhikkhus, sprach Sakka, der Fürst der Götter, den Távatimsa-Göttern freundlich zuredend, bei dieser Gelegenheit die folgenden Strophen:

 

'Nicht bin ich leicht gestört im Denken,

nicht leicht zu erfassen vom Wirbel (des Zornes);

Nicht zürne ich euch länger, der Zorn hat in mir keinen Halt.

Bin ich erzürnt, so rede ich nicht barsch,

und ich rühme mich nicht meiner Eigenschaften;

Ich halte mich selbst im Zaum, indem ich meine eigene Wohlfahrt im Auge habe (*3).'"

(




*1) P. okotimaka, was vom Komm. durch lakuntaka "zwerghaft, verkrüppelt" erklärt wird.

(



*2) kodhabhakkha. Der Yakkha lebt vom Zorn seiner Feinde, ihr Zorn dient ihm als Nahrungsmittel und Stärkung.

(



*3) Der Grundgedanke des Sutta ist also der, daß das Böse nicht durch Zorn, sondern durch Güte wirksam bekämpft wird.






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