|
S.12.10.
Der große Weise der Sakyas, Gotama
Eine Parallele zu Sutta
10 findet sich Samyutta 12. 65.1-18 (= II. 104-5). Sie weicht aber insoferne
ab, als sie die Nidánareihe mit viññána abschließt, hierin mit der
Version des Dígha von Vipassin übereinstimmend. Vgl. die Vorbemerkungen zu
Sutta 4. - In der Paragraphenzählung beginne ich, um des Parallelismus zum
Vipassin-Sutta willen, wie die Ausgabe mit 2.
2.
"Vor meiner Erleuchtung, ihr Bhikkhus, da ich noch nicht vollkommen
erleuchtet, noch ein Bodhisatta war, kam mir der Gedanke: In Mühsal wahrlich
ist diese Welt geraten usw. usw.
3.
Da kam mir, ihr Bhikkhus, der Gedanke: Was muß denn vorhanden sein, daß Alter
und Tod entsteht; aus welcher Ursache geht Alter und Tod hervor? Da ward mir,
ihr Bhikkhus, nach reiflicher Erwägung die Erkenntnis zu teil: Wenn Geburt
vorhanden ist, entsteht Alter und Tod; aus der Geburt als Ursache geht Alter
und Tod hervor.
4-13.
Da kam mir, ihr Bhikkhus, der Gedanke: Was muß denn vorhanden sein, daß Geburt
- Werden - Erfassen - Durst - Empfindung - Berührung - die sechs Sinnesbereiche
- Name und Form - Bewußtsein - Gestaltungen entstehen; aus welcher Ursache
gehen die Gestaltungen hervor? Da ward mir, ihr Bhikkhus, nach reiflicher
Erwägung die Erkenntnis zu teil: Wenn Nichtwissen vorhanden ist, entstehen die
Gestaltungen; aus dem Nichtwissen als Ursache gehen die Gestaltungen hervor.
14
So (ergibt sich) dieses: Aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die
Gestaltungen; aus den Gestaltungen als Ursache entsteht Bewußtsein usw. usw.
Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zustande.
(= 4. 14.)
15.
Der Ursprung, der Ursprung: damit erstand mir, ihr Bhikkhus, in bezug auf
früher nie gehörte Dinge Einsicht, erstand mir Verständnis, erstand mir
Erkenntnis, erstand mir Wissen, erstand mir Klarheit.
16.
Da kam mir, ihr Bhikkhus, der Gedanke: Was muß denn nicht vorhanden sein, daß
Alter und Tod nicht entsteht; aus wessen Aufhebung geht Aufhebung von Alter und
Tod hervor? Da ward mir, ihr Bhikkhus, nach reiflicher Erwägung die Erkenntnis
zu teil: Wenn Geburt nicht vorhanden ist, entsteht Alter und Tod nicht; aus der
Aufhebung der Geburt geht Aufhebung von Alter und Tod hervor.
17-26.
Da kam mir, ihr Bhikkhus, der Gedanke: Was muß denn nicht vorhanden sein, daß
Geburt - Werden - Erfassen - Durst - Empfindung - Berührung - die sechs
Sinnesbereiche - Name und Form - Gestaltungen nicht entstehen; aus wessen
Aufhebung geht Aufhebung der Gestaltungen hervor? Da ward mir, ihr Bhikkhus,
nach reiflicher Erwägung die Erkenntnis zu teil: Wenn Nichtwissen nicht
vorhanden ist, entstehen die Gestaltungen nicht; aus der Aufhebung des
Nichtwissens geht Aufhebung der Gestaltungen hervor.
27.
So (ergibt sich) dieses: Aus der Aufhebung des Nichtwissens entsteht Aufhebung
der Gestaltungen; aus der Aufhebung der Gestaltungen entsteht Aufhebung des
Bewußtseins usw. usw. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des
Leidens zustande.
( = 4. 27.)
28.
Die Aufhebung, die Aufhebung damit erstand mir, ihr Bhikkhus, in bezug auf
früher nie gehörte Dinge Einsicht, erstand mir Verständnis, erstand mir
Erkenntnis, erstand mir Wissen, erstand mir Klarheit."
|