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Samyutta Nikáya

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  • 12. Nidána-Samyutta - Von den Ursachen
    • 21-30 Dasabalavagga - Von den zehn Kräften
      • S. 21. Die zehn Kräfte (1)
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21-30 Dasabalavagga - Von den zehn Kräften

 

S. 21. Die zehn Kräfte (1)

 

Zu dem Begriff "Kraft (bala) bemerkt der Kommentar (ed. Siam. II. 561 ff.): "Die Kraft ist doppelter Art: Körperkraft und Geisteskraft." Die körperliche Kraft eines Tathágata wird an der der Elefanten gemessen. Es wird zu diesem Behuf ein Vers der "Alten zitiert, in dem die zehn Elefantengattungen aufgezählt werden, vom kálávaka, dem gewöhnlichen Elefanten an bis zum chaddanta. Jede dieser Gattungen ist immer zehnmal stärker als die voraus gehende; der Tathágata hat die zehnfache Körperkraft eines Chaddanta-Elefanten. Weiter heißt es dann, daß es sich aber im vorliegenden Zusammenhang um die geistige Kraft (ñánabla) handle, und es werden nun die "zehn Kräfte" aufgezählt. Es gehört dazu das Wissen von der Auswirkung des kamma in allen seinen einzelnen Momenten; die Kenntnis der Neigungen und Dispositionen aller Wesen; das Wissen von den früheren Daseinsformen; die Einblicke in die Auf-und-ab-Bewegung aller Wesen im Kreislauf des Samsára; die Kenntnis des in jedem gegebenen Fall zum Ziele führenden Weges u. a. m. Zusammen gefaßt ergeben sie den Begriff der Allwissenheit.

 

Die vier vesárajjáni, die "Gründe des Selbstvertrauens (skr. vgl. vaisáradya), die in 2 erwähnt werden, sind Eigenschaften des Tathágata. Der Kommentar (ed. Siam. II. 57 l. Z.) erklärt den Begriff als "Gegensatz zu Schüchternheit oder Ängstlichkeit". Erläutert ist er Majjhima 12 (= I.71 f.) = Anguttara, Catukkanipáta 8 (= II. 8 f.). Danach sind die vesárajjáni diese: Der Tathágata weiß von sich, 1. daß er das wahre Wesen der Dinge erfaßt habe, 2. daß in ihm die ásavá, die "weltlichen Einflüsse des Begehrens, des Hängens am Sein und des Nichtwissens, ausgetilgt sind; 3. daß er die Dinge, die ihm als Hemmnisse der Erlösung gelten, in der Tat mit Recht als solche bezeichnet hat, 4. daß der Weg zur Erlösung, den er lehrt, wirklich zum Nirvana führt. Dieses Wissen aber verleiht ihm die Sicherheit des Auftretens, die an ihm bewundert wird.

 

In 2 ist die Lehre von den khandhá, den "Wesensbestandteilen" des Menschen enthalten. Vgl. dazu oben die Note zu Sutta 2.4.

 

1. Ort der Begebenheit: Sávatthí.

 

2. "Mit den zehn Kräften ausgestattet, ihr Bhikkhus, mit den vier (Gründen zum) Selbstvertrauen ausgestattet, beansprucht der Tathágata die Stelle des Stieres *f58), läßt er in den

Versammlungen den Löwenruf erschallen, setzt er das Rad der Erlösung *f59) in Bewegung.

So ist Form *f60), so der Form Ursprung, so der Form Untergang; so ist Empfindung, so der Empfindung Ursprung, so der Empfindung Untergang; so ist Wahrnehmung, so der Wahrnehmung Ursprung, so der Wahrnehmung Untergang; so sind Gestaltungen, so der Gestaltungen Ursprung, so der Gestaltungen Untergang; so ist Bewußtsein, so des Bewußtseins Ursprung, so des Bewußtseins Untergang.

So (gilt es:) wenn Jenes ist, tritt dieses ein; aus der Entstehung von jenem geht die Entstehung von diesem hervor; wenn jenes nicht ist, tritt dieses nicht ein; aus der Aufhebung von jenem folgt die Aufhebung von diesem.

 

3. Das heißt: aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die Gestaltungen, aus den Gestaltungen als Ursache entsteht das Bewußtsein usw. usw. (= Sutta 1. 3). Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zu stande.

 

4. Aus dem restlosen Verschwinden aber und der Aufhebung des Nichtwissens folgt Aufhebung der Gestaltungen; aus der Aufhebung der Gestaltungen folgt Aufhebung des Bewußtseins usw. usw. (= Sutta 1. 4). Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu stande."

 

 




*f58) D. h. des Führers, wie der Stier Oberhaupt und Führer der Herde ist.



*f59) Brahmacakkam pavatteti, wie sonst dhammacakkam pavatteti. Vgl. M. und W. Geiger, Páli Dhamma 77-8. Der Kommentar (ed. Siam. II. 605 sagt: "Brahma ist hier das beste, das höchste, das reine; es ist das ein Ausdruck für dhammacakka."



*f60) Im Folgenden werden nur in kurzen Andeutungen die Lehren des Buddha, die als sein "Löwenruf" zu gelten haben, gekennzeichnet. Sie gipfeln in der in 3 und 4 wiederholten Kausalitätsreihe, die uns erklärt, wie das Dasein entsteht und vergeht. Die leitenden Begriffe sind samudaya und nirodha.







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