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S.12.26. Upavána
Der Bhikkhu Upavána wird
im Kanon mehrfach erwähnt. Er war eine Zeit lang der upattháka des
Buddha, d. h. der Schüler, der ihn zu persönlicher Dienstleistung ständig
begleitete. So Samy. VII. 13. 2ff. (I, S. 174). Im Dígha XVI. 5. 4 und XXIX. 41
(II. 138 und III. 141) wird von Upavána erzählt, daß er bei dem Buddha steht
und ihm Luft zufächelt. An anderen Stellen finden wir ihn im Gespräch mit dem
Buddha (Samy. XXXV. 70. 2ff. = IV, S.41) oder mit Sáriputta (Samy. XLVI. 8. 1
ff. = V, S. 76; Anguttara, Catukkanipáta (175. 1 ff. = II, S. 163) oder mit
Ananda (Anguttara, Pañcakanipáta 166. 6ff. = III. 195). Die Verse, die ihm an
der zuerst angeführten Stelle S. I. 175 in den Mund gelegt werden, sind als V.
185 und 186 in die Theragáthá aufgenommen.
1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
Und es begab sich der ehrwürdige Upavána dahin, wo der Erhabene sich befand.
Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte,
setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach dann der ehrwürdige
Upavána zu dem Erhabenen also:
3.
"Es gibt, Herr, etliche Samanas und Bráhmanas *f80), die
verkünden, daß das Leiden selbst verursacht sei. Es gibt aber auch, Herr,
etliche Samanas und Bráhmanas, die verkünden, daß das Leiden von einem anderen
verursacht sei. Es gibt (ferner), Herr, etliche Samanas und Bráhmanas, die
verkünden, daß das Leiden sowohl selbst verursacht als auch von einem anderen
verursacht sei. Es gibt aber auch, Herr, etliche Samanas und Bráhmanas, die
verkünden, daß das Leiden nicht selbst bewirkt, auch nicht von einem anderen
bewirkt, sondern durch Zufall entstanden sei.
4.
Was sagt uns hierüber der Erhabene und was lehrt er? Wie müssen wir Bescheid
geben, damit wir das, was der Erhabene behauptet hat, richtig wiedergeben und
nicht gegen den Erhabenen fälschlich einen Vorwurf erheben, damit wir seiner
Lehre gemäß Bescheid geben, und damit nicht irgend eine logisch begründete
Verfolgung seiner Behauptungen zu einem Punkt gelangt, aus dem man einen Tadel
ableiten muß?"
5.
"Ursächlich entstanden, Upavána, ist das Leiden, so habe ich behauptet.
Aus welcher Ursache? Aus Ursache der Berührung. Wenn einer so sagt, wird er
das, was ich behauptet habe, richtig wiedergeben und nicht gegen mich
fälschlich einen Vorwurf erheben; er wird meiner Lehre gemäß Bescheid geben,
und keine logisch begründete Verfolgung meiner Behauptungen wird zu einem Punkt
gelangen, aus dem man einen Tadel ableiten muß.
6.
Wenn da, Upavána, Samanas und Bráhmanas verkünden, daß das Leiden selbst
verursacht sei, so (ist) dieses (Leiden) aus der Berührung als Ursache
(entstanden). Und wenn ferner usw. usw. (= 24. 8) ... Und wenn endlich Samanas
und Bráhmanas verkünden, daß das Leiden nicht selbst bewirkt, auch nicht von
einem anderen bewirkt, sondern durch Zufall entstanden sei, so (ist) dieses
(Leiden) gleichfalls aus der Berührung als Ursache (entstanden).
9.
Wenn da, Upavána, Samanas und Bráhmanas verkünden, daß das Leiden selbst
verursacht sei, können diese Leute anders empfinden als durch Berührung? Nein,
dieser Fall kommt nicht vor. Und wenn ferner usw. usw. (= 24. 9) ... Und wenn
endlich Samanas und Bráhmanas verkünden, daß das Leiden nicht selbst bewirkt,
auch nicht von einem anderen bewirkt, sondern durch Zufall entstanden sei,
können diese Leute anders empfinden als durch Berührung? Nein, dieser Fall
kommt nicht vor."
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