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S.12.28. Der Bhikkhu.
Sutta
28 ist im wesentlichen eine Dublette des vorangehenden Sutta nur daß in 26ff.=
28.15ff. an Stelle des Begriffes paccaya "Ursächlichkeit" die
einzelnen Glieder der Kausalitätsreihe eingefügt werden. Auch die Einführung
ist etwas verschieden und in 26 schlechthin von einem Bhikkhu statt von einem ariya
sávaka (27.15) die Rede.
1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
Da nun usw. usw. (= 12.1. 2).
3.
"Hier ist ein Bhikkhu, ihr Bhikkhus, der Alter und Tod kennt, den Ursprung
von Alter und Tod kennt, die Aufhebung von Alter und Tod kennt, den zur
Aufhebung von Alter und Tod führenden Weg kennt.
4.
Der die Geburt kennt usw.
5. Der
das Werden kennt usw.
6.
Der das Erfassen kennt usw.
7.
Der den Durst kennt usw.
8.
Der die Empfindung kennt usw.
9.
Der die Berührung kennt usw.
10.
Der die sechs Sinnesbereiche kennt usw.
11.
Der Name und Form kennt usw.
12.
Der das Bewußtsein kennt usw.
13.
Der die Gestaltungen kennt, den Ursprung der Gestaltungen kennt, die Aufhebung
der Gestaltungen kennt, den zur Aufhebung der Gestaltungen führenden Pfad
kennt.
14.
Was aber, ihr Bhikkhus, ist Alter und Tod? Das Altern der verschiedenen
Einzelwesen in den verschiedenen Klassen von Wesen, ihr Hinsiechen, ihr
Gebrechlichwerden, das Ergrauen der Haare, das Welkwerden der Haut, die Abnahme
der Lebenskraft, der Verfall der Sinne: das heißt Alter. - Das Fortgehen und
Ausscheiden der verschiedenen Einzelwesen aus den verschiedenen Klassen von
Wesen, ihre Vernichtung, ihr Verschwinden, ihr Hingang und Sterben, der Ablauf
der Lebenszeit, die Vernichtung der Wesensbestandteile, das Abwerfen der
Leiblichkeit: das heißt Tod. So ist dieses das Alter, dieses der Tod: das, ihr
Bhikkhus, heißt Alter und Tod.
15.
Aus dem Ursprung der Geburt (folgt) der Ursprung von Alter und Tod; aus der
Aufhebung der Geburt (folgt) Aufhebung von Alter und Tod. Das ist der edle
achtgliedrige Pfad, der zur Aufhebung von Alter und Tod führende Weg, nämlich:
rechte Anschauung, rechtes Wollen, rechtes Reden, rechtes Tun, rechte
Lebensführung, rechtes Sichbemühen, rechtes Sichbesinnen, rechte geistige
Sammlung.
16-24.
Was aber, ihr Bhikkhus, ist Geburt - Werden - Erfassen - Durst - Empfindung -
Berührung - die sechs Sinnesbereiche - Name und Form - Bewußtsein?
25.
Was aber, ihr Bhikkhus, sind Gestaltungen? Drei Arten Gestaltung, ihr Bhikkhus,
gibt es: die Gestaltung des körperlichen Tuns, die Gestaltung des Redens, die Gestaltung
des Denkens. Das, ihr Bhikkhus, heißt Gestaltungen. - Aus dem Ursprung des
Nichtwissens (folgt) der Ursprung der Gestaltungen; aus der Aufhebung des
Nichtwissens (folgt) Aufhebung der Gestaltungen. Das ist der edle achtgliedrige
Pfad, der zur Aufhebung der Gestaltungen führende Weg, nämlich: rechte
Anschauung, rechtes Wollen, rechtes Reden, rechtes Tun, rechte Lebensführung,
rechtes Sichbemühen, rechtes Sichbesinnen, rechte geistige Sammlung.
26-36.
Wann nun, ihr Bhikkhus, ein Bhikkhu auf diese Weise Alter und Tod kennt, auf
diese Weise den Ursprung von Alter und Tod kennt, auf diese Weise die Aufhebung
von Alter und Tod kennt, auf diese Weise den zur Aufhebung von Alter und Tod
führenden Weg kennt, - (wann er) auf diese Weise die Geburt - das Werden - das
Erfassen - den Durst - die Empfindung - die Berührung - die sechs
Sinnesbereiche - Name und Form - das Bewußtsein - die Gestaltungen, den
Ursprung der Gestaltungen, die Aufhebung der Gestaltungen, den zur Aufhebung
der Gestaltungen führenden Pfad kennt:
37.
Ein solcher Bhikkhu, ihr Bhikkhus, heißt einer, der mit (richtiger) Anschauung
begabt ist, der mit Einsicht begabt ist, der zu dieser guten Lehre gelangt ist,
der diese gute Lehre schaut, der die Erkenntnis des Strebenden besitzt, der das
Wissen des Strebenden besitzt, der mit dem Ohr der Wahrheit begabt ist, ein
edler, der die (in die höchste Wahrheit) eindringende Erkenntnis besitzt, der
da anpocht an die Pforte des Nirvana."
[ETML-N:/]
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