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Samyutta Nikáya

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  • 12. Nidána-Samyutta - Von den Ursachen
    • 31-40 Kalárakhattiya-Vagga - Vom Edelmann Kalára
      • S.12.32. Kalára
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S.12.32. Kalára

 

1. Ort der Begebenheit: Sávatthí.

 

2. Und es begab sich der Bhikkhu Kalára, der Edelmann *f88), dorthin, wo sich der ehrwürdige Sáriputta befand. Nachdem er sich dorthin begeben, begrüßte er sich mit dem ehrwürdigen Sáriputta, und nachdem er mit ihm die (üblichen) Begrüßungen und Höflichkeiten ausgetauscht, setzte er sich zur Seite nieder.

 

3. Zur Seite sitzend sprach dann der Bhikkhu Kalára, der Edelmann, zu dem ehrwürdigen Sáriputta also: "Der Bhikkhu Moliya-Phagguna *f89), verehrter Sáriputta, hat die Schulung aufgegeben und ist zum niedrigen Leben zurückgekehrt." "Dann hat eben der Ehrwürdige in unserer Lehre und Regel (*f44) keinen Trost gefunden."

 

4. "So hat also der ehrwürdige Sáriputta in dieser Lehre und Regel Trost gefunden?" "Ich hege darüber keinen Zweifel, Verehrter."

 

5. "Aber vielleicht in Zukunft?" "Ich mache mir keine Gedanken darüber, Verehrter."

 

6. Da stand der Bhikkhu Kalára, der Edelmann, von seinem Sitze auf und begab sich dahin, wo der Erhabene sich befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder.

 

7. Zur Seite sitzend sprach dann der Bhikkhu Kalára, der Edelmann, zu dem Erhabenen also: "Der ehrwürdige Sáriputta hat die Erreichung der höchsten Erkenntnis erklärt *f91).: vernichtet ist die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein: solches weiß ich."

 

8. Da nun sprach der Erhabene einen Bhikkhu an: "Gehe du, Bhikkhu, und sprich in meinem Namen zu Sáriputta: der Meister will dich sprechen, verehrter Sáriputta."

 

9. "Ja, Herr!", erwiderte aufhorchend der Bhikkhu und begab sich dorthin, wo der ehrwürdige Sáriputta sich befand. Nachdem er sich dorthin begeben hatte, sprach er zu dem ehrwürdigen Sáriputta also: "Der Meister will dich sprechen, verehrter Sáriputta."

 

10. "Ja, Verehrter," erwiderte ihm aufhorchend der ehrwürdige Sáriputta und begab sich dorthin, wo der Erhabene sich befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder.

 

11. Zu dem zur Seite sitzenden ehrwürdigen Sáriputta sprach der Erhabene also: " Hast du wirklich, Sáriputta, die Erreichung der höchsten Erkenntnis erklärt: vernichtet ist die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein; solches weiß ich?" "Nicht mit diesen Worten, Herr, und diesen Ausdrücken habe ich die Sache ausgesprochen."

 

12. "In welcher Form auch immer, Sáriputta, ein Sohn aus gutem Hause die Erreichung der höchsten Erkenntnis erklärt, die Erklärung muß als eine solche verstanden werden."

 

13. "Sage ich denn aber nicht also, Herr: nicht mit diesen Worten, Herr, und diesen Ausdrücken habe ich die Sache ausgesprochen?"

 

14. ,Wenn man dich so fragen würde, Sáriputta: ,Auf Grund welches Wissens, verehrter Sáriputta, und welches Schauens *f92), hast du die Erreichung der höchsten Erkenntnis erklärt: vernichtet ist die Geburt, gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein: solches weiß ich?' - Wenn du so gefragt würdest, Sáriputta, was würdest du antworten?"

 

15. "Wenn man mich so fragen würde, Herr: ,auf Grund welches Wissens, Sáriputta, und welches Schauens hast du die Erreichung der höchsten Erkenntnis erklärt: vernichtet ist die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein; solches weiß ich?' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten:

 

16. ,Wenn ich erkannt habe, Verehrter, daß, falls infolge der Vernichtung der Ursache, auf Grund deren Geburt (entsteht), das eine (nämlich die Ursache) vernichtet ist, dann (auch das andere, nämlich die Folge) vernichtet ist *f93), - wenn ich so erkannt habe, daß, falls (die Ursache) vernichtet ist, dann (auch die Folge) vernichtet ist: vernichtet ist (damit) die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel, vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein: solches weiß ich.' -

Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten."

 

17. "Wenn man dich aber so fragen würde, Sáriputta: ,die Geburt aber, verehrter Sáriputta, was hat sie zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung?' - wenn du so gefragt würdest, Sáriputta, was würdest du antworten?"

 

18. "Wenn man mich so fragen wurde, Herr: ,die Geburt aber, verehrter Sáriputta, was hat sie zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung?' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten: ,die Geburt, Verehrter, hat das Werden zur Ursache, das Werden zum Ursprung, das Werden zur Herkunft, das Werden zur Entstehung.' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten."

 

19. "Wenn man dich aber so fragen würde, Sáriputta: ,das Werden aber, verehrter Sáriputta, was hat es zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung ?' - Wenn du so gefragt würdest, Sáriputta, was würdest du antworten?"

 

20. "Wenn man mich so fragen würde, Herr: ,das Werden aber, verehrter Sáriputta, was hat es zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung?' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten: ,das Werden, Verehrter, hat das Erfassen zur Ursache, das Erfassen zum Ursprung, das Erfassen zur Herkunft, das Erfassen zur Entstehung.' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten."

 

21. "Wenn man dich aber so fragen würde, Sáriputta: ,das Erfassen aber, verehrter Sáriputta, was hat es zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung?' - Wenn du so gefragt würdest, Sáriputta, was würdest du antworten?"

 

22. "Wenn man mich so fragen würde, Herr: ,das Erfassen aber, verehrter Sáriputta, was hat es zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung?' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten: ,das Erfassen, Verehrter, hat den Durst zur Ursache, den Durst zum Ursprung, den Durst zur Herkunft, den Durst zur Entstehung.' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten."

 

23. "Wenn man dich aber so fragen würde, Sáriputta: ,der Durst aber, verehrter Sáriputta, was hat er zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung?' - Wenn du so gefragt würdest, Sáriputta, was würdest du antworten?"

 

24. "Wenn man mich so fragen würde, Herr: ,der Durst aber, was hat er zur Ursache, was zum Ursprung, was zur Herkunft, was zur Entstehung?' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten: ,der Durst, Verehrter, hat die Empfindung zur Ursache, die Empfindung zum Ursprung, die Empfindung zur Herkunft, die Empfindung zur Entstehung.' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten."

 

25. "Wenn man dich aber so fragen würde, Sáriputta: ,auf Grund welches Wissens aber, verehrter Sáriputta, und welches Schauens ist in dir das, was eine angenehme Empfindung ist, nicht aufgekommen?' - Wenn du so gefragt würdest, Sáriputta, was würdest du antworten?"

 

26. "Wenn man mich so fragen würde, Herr: ,auf Grund welches Wissens, verehrter Sáriputta, und welches Schauens ist in dir das, was eine angenehme Empfindung ist, nicht auf; gekommen?' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten:

 

27. ,Dreierlei sind, Verehrter, die Empfindungen. Welche drei? Lustvolle Empfindungen, leidvolle Empfindungen und Empfindungen, die weder leid- noch lustvoll sind. Diese dreierlei Empfindungen, Verehrter, sind vergänglich. Was vergänglich ist, das ist leidvoll. Da ich dies erkannt habe, ist das, was eine angenehme Empfindung ist, nicht aufgekommen.' - Wenn ich so gefragt würde, Herr, würde ich also antworten.

 

28. "Gut, gut, Sáriputta! Auch folgende Wendung *f94), Sáriputta, (würde dazu dienen,) die nämliche Frage in Kürze zu beantworten: was empfunden wird, das gehört zum Leidvollen.

 

29. Wenn man dich aber so fragen würde, Sáriputta: ,auf Grund welcher Erlösung nun, verehrter Sáriputta, hast du die Erreichung der höchsten Erkenntnis erklärt: vernichtet ist die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein: solches weiß ich? -wenn du so gefragt würdest, Sáriputta, was würdest du antworten?

 

30. "Wenn man mich so fragen würde, Herr ,auf Grund welcher Erlösung *f95) nun, verehrter Sáriputta, hast du die Erreichung der höchsten Erkenntnis erklärt: vernichtet ist die Geburt; gelebt ist der heilige Wandel; vollbracht ist, was zu vollbringen war; nichts mehr habe ich fürderhin zu tun mit dem weltlichen Dasein: solches weiß ich? - Wenn ich so gefragt würde, würde ich also antworten:

 

31. ,Auf Grund der Erlösung der eignen Person *f96), Verehrter, lebe ich durch Vernichtung alles Erfassens in solcher Selbstbesinnung *f97), daß mich, da ich in solcher Selbstbesinnung lebe, die weltlichen Einflüsse nicht überfluten, und ich lasse mich selbst nicht außer acht *f98).' - Wenn ich so gefragt würde, würde ich also antworten."

 

32. "Gut, gut, Sáriputta! Auch folgende Wendung, Sáriputta, (würde dazu dienen,) die nämliche Frage in Kürze zu beantworten: was der Samana weltliche Einflüsse nennt, über diese hege ich keinen Zweifel, sie haben bei mir aufgehört, ich mache mir keine Gedanken darüber."

 

33. Als der Erhabene dies gesagt hatte, stand er auf von seinem Sitze und begab sich in den Vihara.

 

34. Nachdem der Erhabene kurze Zeit weggegangen war, da redete der ehrwürdige Sáriputta die Bhikkhus an:

 

35. "Als der Erhabene, Verehrte, an mich, da ich (seine Absicht) vorher noch nicht recht begriffen hatte, die erste Frage richtete, da geriet ich darüber in Verlegenheit. Aber seitdem der Erhabene, Verehrte, meine (Antwort auf die) erste Frage gütig annahm *f99), da, Verehrte, dachte ich also:

 

36. Wenn mich den (ganzen) Tag hindurch der Erhabene über diesen Gegenstand *f100) befragen würde, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen, würde ich den (ganzen) Tag hindurch dem Erhabenen über diesen Gegenstand Antwort erteilen, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen.

 

37. Und wenn mich die (ganze) Nacht hindurch der Erhabene über diesen Gegenstand befragen würde, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen, wurde ich die (ganze) Nacht hindurch über diesen Gegenstand Antwort erteilen, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen.

 

38-44. Und wenn mich Tag und Nacht hindurch - zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Tage und Nächte hindurch der Erhabene über diesen Gegenstand befragen würde, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen, würde ich Tag und Nacht hindurch - zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Tage und Nächte hindurch - dem Erhabenen über diesen Gegenstand Antwort erteilen, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen."

 

45. Da erhob sich der Bhikkhu Kalára, der Edelmann, von seinem Sitze und begab sich dorthin, wo sich der Erhabene befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfurchtsvoll begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder.

 

46. Zur Seite sitzend, sprach dann der Bhikkhu Kalára, der Edelmann, zu dem Erhabenen also: "Der ehrwürdige Sáriputta, Herr, hat einen Löwenruf erschallen lassen *f101): ,Als der Erhabene, Verehrte, an mich, da ich (seine Absicht) vorher noch nicht recht begriffen hatte, die erste Frage richtete, da geriet ich darüber in Verlegenheit. Aber seitdem der Erhabene, Verehrte, meine (Antwort auf die) erste Frage gütig annahm, da, Verehrte, dachte ich also: wenn mich den (ganzen) Tag hindurch der Erhabene über diesen Gegenstand befragen würde, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen, würde ich den (ganzen) Tag hindurch dem Erhabenen über diesen Gegenstand Antwort erteilen, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen. Und wenn mich die (ganze) Nacht hindurch - Tag und Nacht hindurch, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Tage und Nächte hindurch - der Erhabene über diesen Gegenstand befragen würde, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen, würde ich die (ganze) Nacht hindurch - Tag und Nacht hindurch, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Tage und Nächte hindurch - dem Erhabenen über diesen Gegenstand Antwort erteilen, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen."

 

47. "Das Wesen der Wahrheit *f102), Bhikkhu, ist von Sáriputta so vollkommen durchdrungen, daß mir Sáriputta, da von ihm das Wesen der Wahrheit so vollkommen durchdrungen ist, wenn ich ihn den (ganzen) Tag hindurch über diesen Gegenstand befragen würde, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen, den (ganzen) Tag hindurch über diesen Gegenstand Antwort erteilen würde. immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen. Und wenn ich die (ganze) Nacht hindurch - Tag und Nacht hindurch, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Tage und Nächte hindurch - den Sáriputta über diesen Gegenstand befragen würde, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen, würde mir Sáriputta die (ganze) Nacht hindurch - Tag und Nacht hindurch, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Tage und Nächte hindurch - über diesen Gegenstand Antwort erteilen, immer wieder mit anderen Worten und anderen Wendungen."

 

 




*f88) Der Name Kalárakhattiya weist wohl darauf hin, daß der Bhikkhu, ehe er in den Orden eintrat, der Adelskaste angehört hatte.



*f89) Moliya-Phagguna wurde schon oben in Sutta 12 (S. 18ff.) erwähnt. Es kommt ferner Majjhima, Kakacúpama-Sutta (Nr. 21 = I, 122ff. der Ausgabe) vor. Hier wird er wegen ungehörigen Verkehrs mit den Bhikkhunís zurecht gewiesen, was ein Licht auf unsere Stelle werfen dürfte. Ob der Samy. XXXV. 83 (= IV. 52 der Ausg.) genannte Phagguna der gleiche ist, wie der hier erwähnte, ist zweifelhaft.



*f91) P. aññá vyákatá. Das Wort aññá = skr. ájñá ist ein Synonymum zu arahatta. Wenn der Bhikkhu zu der Überzeugung kommt, daß er die höchste Stufe der Erkenntnis, die Würde des Arahant, erreicht hat, verkündigt er dies feierlich mit der oben mitgeteilten Formel. Die aññá fälschlich, aus Dünkel oder Selbstüberhebung zu erklären, ist eine schwere Verfehlung.



*f92) Wtl. "wie wissend, S., und wie schauend".



*f93) Die Stelle ist sehr schwierig. Die richtige Auffassung, wie ich glaube, findet sich bei Buddhaghosa (SKo. ed. Siam. II. 80.2: "Aus was als Ursache Geburt entsteht, wenn, nach Vernichtung dieser Ursache, die Ursache der Geburt vernichtet ist, dann ist auch die Frucht, womit die Geburt gemeint ist, vernichtet." Es ist also zu khínasmim im Pálitext paccaye und zu khínam entsprechend phalam zu ergänzen. Ganz anders Mrs. Rhys Davids, Book of the Kindred Sayings II, S.39: "it is because, friend, in [the word] ,destroyed' (Verfasserin sieht in khínasmim des Grundtextes ein Zitat aus der aññá-Formel) I have discerned that the basis of birth is destroyed - through this I know that these things are true of me."



*f94) P. ayam pi kho pariyáyo weist auf das das folgende hin: yam kimci vedayitam tam dukkhasmim. Das wort pariyáya wird von jeder Darlegung gebraucht, sei sie ausführlich (vitthárena) oder, wie hier, kurz (samkhittena) formuliert.



*f95) P. katham-vimokkhá. Der Kommentar erklärt den Abl. durch den Instr. katarena vimokkhena "durch welche der beiden Erlösungen?" Er bezieht sich damit auf ceto-vimutti "Herzenserlösung" und paññá-v. "Wissenserlösung". Vgl. H. Beckh, Buddhismus II, 133 ff.



*f96) P. ajjhattam-vimokkhá, das der Kommentar erklärt mit "durch die Arahantwürde, die erreicht ist nach richtigem Erfassen (des Wesens) der Gestaltungen der eigenen Person d. h. des eigenen Kamma.



*f97) P. P. sabbúpádánahkhayá tathásato viharámi. Es werden vier upádáná oder Formen und Wege des Erfassens der empirischen Dinge (vgl. ob. Sutta 11) unterschieden: káma "Lust", ditthi "(falsche) Anschauung", sílabbata "(äußerliche) Riten und Observanzen" und attaváda "Lehre von einem (dauernden) Ich". - Zu tathásato ist auf den Begriff sammásati "rechtes Sichbesinnen" (vgl. z. B. 12. 27. 4) innerhalb des "achtgliedrigen Pfades zu verweisen.



*f98) attánam ca návajánámi (Komm. na av -) kann unmöglich mit "ich erkenne kein dauerndes Ich an übersetzt werden. Das V. avajánáti bedeutet stets "mißachten". Ich glaube, es soll der gleiche Gedanke, wie im vorangehenden ausgesprochen werden, daß nämlich Sáriputta die Selbstbeobachtung nie versäumt, immer sato sampajáno bleibt.



*f99) Nach dem Kommentar (II. 85.10) ist die erste Frage, die den Sáriputta in zögernde Verlegenheit (dandháyitatta) versetzt, die in 14 gestellte: auf Grund welches Wissens usw. Die andere Frage, deren Beantwortung die freundliche Billigung des Buddha findet, ist die von 17: die Geburt aber usw.



*f100) Der "Gegenstand" ist nach dem Kommentar der paticcasamuppáda, die Kausalitätsformel, die in den verschiedensten Formen und unter den verschiedensten Gesichtspunkten behandelt wird.



*f101) D. h. er hat ein bedeutungsvolles, stolzes und selbstbewußtes Wort gesprochen. P. Sáriputtena síhanádo nadito. So wird Theragáthá 175 die Erklärung der aññá (s. Anm. zu 12, 32. 7) als síhanáda bezeichnet.



*f102) P. dhammadhátu. Über diesen Begriff s. M. und W. Geiger, Páli Dhamma, S. 69.

 






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