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S.12.39. Das Denken (2)
1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
"Was einer denkt, ihr Bhikkhus, und was er beabsichtigt, und wobei er
verharrt, damit entsteht eine Grundlage für den Bestand des Bewußtseins. Wenn
eine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer des Bewußtseins ein. Wenn das
Bewußtsein fortdauert und zunimmt, so tritt Name und Form in die Erscheinung.
3.
Aus Name und Form als Ursache entstehen die sechs Sinnesbereiche; aus den sechs
Sinnesbereichen als Ursache entsteht die Berührung; aus der Berührung als
Ursache entsteht die Empfindung; aus der Empfindung als Ursache entsteht der
Durst; aus dem Durst als Ursache entsteht das Erfassen; aus dem Erfassen als
Ursache entsteht das Werden; aus dem Werden als Ursache entsteht die Geburt;
aus der Geburt als Ursache entstehen Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid,
Betrübnis und Verzweiflung. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse
des Leidens zustande.
4.
Wenn einer aber nicht denkt, ihr Bhikkhus, und nichts beabsichtigt, aber doch
(bei den Dingen) verharrt, so entsteht damit eine Grundlage für den Bestand des
Bewußtseins. Wenn eine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer des
Bewußtseins ein. Wenn das Bewußtsein fortdauert und zunimmt, so tritt Name und
Form in die Erscheinung.
5.
Aus Name und Form als Ursache entstehen die sechs Sinnesbereiche usw. usw. (=
3) . . . Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens
zustande.
6.
Wenn einer aber nicht denkt, ihr Bhikkhus, und nichts beabsichtigt und auch
nicht (bei den Dingen) verharrt, so entsteht damit keine Grundlage für den
Bestand des Bewußtseins. Wenn keine Grundlage vorhanden ist, so tritt Fortdauer
des Bewußtseins nicht ein. Wenn das Bewußtsein nicht fortdauert und nicht
zunimmt, so treten Name und Form nicht in die Erscheinung.
7.
Aus der Aufhebung von Name und Form folgt Aufhebung der sechs Sinnesbereiche;
aus der Aufhebung der sechs Sinnesbereiche folgt Aufhebung der Berührung; aus
der Aufhebung der Berührung folgt Aufhebung der Empfindung; aus der Aufhebung
der Empfindung folgt Aufhebung des Durstes; aus der Aufhebung des Durstes folgt
Aufhebung des Erfassens; aus der Aufhebung des Erfassens folgt Aufhebung des
Werdens; aus der Aufhebung des Werdens folgt Aufhebung der Geburt; durch
Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und
Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung; der ganzen Masse
des Leidens zustande."
[ETML-N:/]
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