|
S.12.46. Irgend wer
Das
Sutta führt seinen Titel aññataram deshalb, weil in ihm aññataro
brahmano mit dem Buddha sich unterredend eingeführt wird. Der Name des
Brahmanen wird nicht genannt. - Zu 3. 4 vergl. Seidenstücker, Páli-Buddhismus
Nr. 124, S. 202.
1.
Ort der Begebenheit: Sávatthí.
2.
Und es begab sich ein Brahmane dorthin, wo der Erhabene sich befand. Nachdem er
sich dorthin begeben, begrüßte er sich mit dem Erhabenen, und nachdem er mit
ihm die (üblichen) Begrüßungen und Höflichkeiten ausgetauscht, setzte er sich
zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach dann der Brahmane zu dem Erhabenen
also:
3.
"Steht es wohl so, Herr Gotama, daß der nämliche es ist, der die Handlung
*f139) ausführt, und der die Folgen empfindet?" - "Behauptet
man ,der nämliche ist es, der die Handlung ausführt, und der die Folgen
empfindet', so ist das, o Brahmane, das eine Ende."
4.
"Steht es aber so, Herr Gotama, daß ein anderer es ist, der die Handlung
ausführt, und ein anderer, der die Folgen empfindet?" - "Behauptet
man ,ein anderer ist es, der die Handlung ausführt, und ein anderer, der die
Folgen empfindet, so ist dies, o Brahmane, das andere Ende. Diese beiden Enden
vermeidend, o Brahmane, verkündet in der Mitte der Tathágata die wahre Lehre:
5.
Aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die Gestaltungen; aus den
Gestaltungen als Ursache entsteht das Bewußtsein usw. usw. (= 1. 3) ... Auf
solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zu stande. Aus dem
restlosen Verschwinden aber und der Aufhebung des Nichtwissens folgt Aufhebung
der Gestaltungen; aus der Aufhebung der Gestaltungen folgt Aufhebung des
Bewußtseins usw. usw. (= 1. 4). Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen
Masse des Leidens zu stande.
6.
Auf diese Worte hin sprach der Brahmane zu dem Erhabenen also:
"Wundervoll, Herr Gotama! wundervoll, Herr Gotama! usw. usw. (= 12.17.16).
Darum nehme ich zu dem Herrn Gotama meine Zuflucht und zu der Lehre und zu der
Gemeinde der Bhikkhus. Als Laienanhänger soll mich der Herr Gotama annehmen,
der von heute an auf Lebenszeit zu ihm seine Zuflucht genommen hat.
|